{"id":175,"date":"2000-10-12T03:55:57","date_gmt":"2000-10-12T03:55:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/?p=175"},"modified":"2000-10-12T03:55:57","modified_gmt":"2000-10-12T03:55:57","slug":"mongolia-expedition-2000","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/?p=175","title":{"rendered":"Mongolia Expedition 2000"},"content":{"rendered":"<p>Ein Reisbericht von Jo.<\/p>\n<p>Der Bericht ist sehr lang und mit vielen (wundersch\u00f6nen) Bilder. Die Bilder  sind f\u00fcr Internetverh\u00e4ltnisse recht gro\u00df. Wir wollten jedoch nicht die  Fazination\u00a0 rauben und finden die erh\u00f6hte Downloadzeit der Seiten gerechtfertigt  mit dem anschlie\u00dfend gebotenen. Der Bericht ist auf mehrere Seiten  aufgeteilt.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnschen euch Jo &amp; viermalvier.<\/p>\n<p>\n<br \/><!--more-->\n<\/p>\n<h2><strong>Mongolia Expedition 2000<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Reiseroute:<\/strong><\/p>\n<p>Wien \u2013 Br\u00fcnn (Cz) \u2013 Katowice (Pl) \u2013 Warschau (Pl) \u2013 Minsk (Wei\u00dfrussland) \u2013  Moskau (Russland) \u2013 Vladimir \u2013 Niznij Novgorod \u2013 Kazan \u2013 Elabuga \u2013 Izevsk \u2013 Perm  \u2013 Kungur \u2013 Jekaterinburg \u2013 Kamyslov \u2013 Tjumen \u2013 Isim \u2013 Tukalinsk \u2013 Omsk \u2013  Kujbysev \u2013 Novosibirsk \u2013 Kemerovo \u2013 Angars \u2013 Irkutzk \u2013 Ulan Ude \u2013 Kjachta \u2013 Ulan  Bator (Mongolei) \u2013 Karakorum \u2013 Uliastay \u2013 Tsetserleg \u2013 Ulan Bator &#8211; Retour<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"10\" width=\"80%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"28%\">\n<h3>Gefahrene Kilometer:<\/h3>\n<\/td>\n<td width=\"72%\">22000km<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"28%\">\n<h3>Reisedauer:<\/h3>\n<\/td>\n<td width=\"72%\">10.07.00 \/ 18.09.00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"28%\">\n<h3>Fahrzeuge:<\/h3>\n<\/td>\n<td width=\"72%\">Landrover Discovery Tdi 91\u00b4<br \/> Toyota Landcruiser  3.0td 95\u00b4<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"28%\">\n<h3>Reisekosten:<\/h3>\n<\/td>\n<td width=\"72%\">ca. 18000 ATS \/ Person\u00a0(all inklusive \/ ohne  Fahrzeug)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"28%\">\n<h3>Contact:<\/h3>\n<\/td>\n<td width=\"72%\">\n<p>Jo <a href=\"mailto:world.unlimited@utanet.at\">Mail<\/a><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Durch Russland in die Mongolei<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Idee:<\/strong><\/p>\n<p>Am Anfang stand die Idee mit dem Auto in die Mongolei zu fahren. In den  sp\u00e4rlichen Reiseberichten \u00fcber die Mongolei war immer wieder von den unendlichen  Weiten der Mongolei und der besonderen Gastfreundschaft ihrer Bewohner die  Rede.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl1.jpg\" border=\"0\" width=\"601\" height=\"412\" \/><\/div>\n<p align=\"center\">Typische Landschaft in der Mongolei<\/p>\n<h3>Die Mongolei<\/h3>\n<p>Die Mongolei ist fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig etwa drei mal so gro\u00df wie Frankreich. Die  Einwohnerzahl ist mit nur 2,6 Mio., wovon ca. 600000 in der Hauptstadt Ulan  Bator leben, relativ gering. Ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung lebt nomadisch von  der Viehzucht.<\/p>\n<p>Das Spektrum der Landschaft reicht vom Altai Gebirge im Westen, \u00fcber die  W\u00fcste Gobi im S\u00fcden zu den unendlich erscheinenden gr\u00fcnen Weiten im Norden und  Osten der Mongolei.<\/p>\n<p>Das Klima ist von harten Wintern und kurzen Sommern gepr\u00e4gt. Die  Schneeschmelze macht ein Vordringen in bestimmte Gebiete w\u00e4hrend des Fr\u00fchlings  nahezu unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Asphaltierte Stra\u00dfen gibt es nur wenige, insgesamt etwa 400km. Die wenigen  vorhandenen Stra\u00dfen sind zudem oft in einem erb\u00e4rmlichen Zustand. Pisten sind  genug vorhanden, allerdings erschweren die vielen Fl\u00fcsse und das oftmalige  Fehlen von Br\u00fccken das Vorankommen enorm.<\/p>\n<p>Obwohl das Land als Entwicklungsland einzustufen ist, trifft man selten so  viele gl\u00fcckliche und vor allem freundliche Menschen wie in der Mongolei.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl2.jpg\" border=\"0\" width=\"564\" height=\"464\" \/><\/p>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Planung <\/strong><\/p>\n<p>Zwei Jahre sollten wir schlie\u00dflich brauchen um unseren Traum zu  verwirklichen. Wir versuchten in Gespr\u00e4chen mit reiseerfahrenen Leuten  kontinuierlich unseren Erfahrungsschatz zu erweitern. Diesen Beschluss  besiegelten wir im Sommer 99 mit dem Kauf eines Landrovers Discovery Bj. 91.<\/p>\n<p>Uns wurde immer wieder das Ende der Zivilisation hinter dem Ural  vorausgesagt, weshalb wir im folgenden Jahr jedes potentiell ausfallgef\u00e4hrdete  Teil durch ein Neues ersetzten. Gleichzeitig erh\u00f6hten wir die Gel\u00e4ndeg\u00e4ngigkeit  unseres Landys erheblich. Wir rechneten damit in Sibirien nur mehr  Grundnahrungsmittel zu bekommen und packten deshalb Nahrungsmittel f\u00fcr drei  Monate ein. Wobei wir uns, vor allem aus Gewichtsgr\u00fcnden, auf \u201eNahrungsbaus\u00e4tze\u201c  beschr\u00e4nkten. Dies nicht in Form von s\u00fcndteurer Expeditionstrockennahrung,  sondern einfach Dinge, aus denen man mit wenig Aufwand und einigen \u00fcberall  erh\u00e4ltlichen Zutaten ein schmackhaftes Essen zaubern konnte.<\/p>\n<p>Parallel zu diesen Vorbereitungen versuchten wir die n\u00f6tigen Einreisepapiere  zu bekommen. Dies sollte sich als sehr schwierig herausstellen, da vor allem die  Russen nichts von P\u00fcnktlichkeit hielten (und halten). Trotz sehr guter  \u201eBeziehungen\u201c nach Russland gelang es uns nicht, ein g\u00fcltiges, zweimaliges  Ein-\/Ausreisevisum zu bekommen. Wir begn\u00fcgten uns deshalb vorerst mit einem  einmaligen Visum, das wir in Irkutzk\/ Sibirien dann erweitern wollten.<\/p>\n<p>Kassiert haben alle Staaten genug. Vor allem Wei\u00dfrussland hielt die Hand  besonders frech auf: 680 ATS f\u00fcr die blo\u00dfe Durchfahrt erschien allen doch etwas  viel (da kommt einem die Autobahn-Vignette wieder g\u00fcnstig vor)&#8230;<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich bekamen wir unser letztes Visum, das Russische, erst etwa eine  Woche vor Abreise. Bis zuletzt also war unsere Abfahrt ungewiss.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Abreise<\/strong><\/p>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl3.jpg\" border=\"0\" width=\"288\" height=\"198\" \/><\/div>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl4.jpg\" border=\"0\" width=\"138\" height=\"197\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>&#8230;und Adi aus Afritz \/ K\u00e4rnten <\/strong><\/p>\n<p>Am 10.07.2000 fuhren wir schlie\u00dflich los. Nach anf\u00e4nglichen Problemen mit  Adis Toyota ging es zuerst in die Tschechei, wo wir unsere erste Nacht  verbrachten. Am n\u00e4chsten Tag wurde Polen und der wei\u00dfrussische Grenz\u00fcbergang  bew\u00e4ltigt. Aufgrund der bekannten Vorliebe f\u00fcr westliche Autos in diesen  L\u00e4ndern, entschlossen wir uns direkt an der Grenze im Auto zu \u00fcbernachten. Die  Wei\u00dfrussen kassierten von allen am unversch\u00e4mtesten: zuerst eine v\u00f6llig unn\u00f6tige  und zudem sauteure Versicherung (gr\u00fcne Karte hatte jeder mit), dann 12USD f\u00fcr  die Autobahnbenutzung, und weiters noch eine Strafe von 5USD wegen Linksfahrens  (!) auf einer zweispurigen Autobahn. Die Durchfahrt verlief dann allerdings  problemlos \u2013 schnurgerade, sch\u00f6ne Stra\u00dfe mit wenig Verkehr, so dass wir am  selben Tag noch \u00fcber die russische Grenze kamen. Wir hatten mit extremen  Kontrollen gerechnet: Alles ausr\u00e4umen, Leibesvisitationen etc. schwanten uns.  Die Realit\u00e4t war ern\u00fcchternd \u2013 nach dem Ausf\u00fcllen obligatorischer Papiere schien  es niemanden mehr zu interessieren, ob wir \u00fcber die Grenze fahren oder  nicht.<\/p>\n<h2>Russland<\/h2>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl5.gif\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"310\" \/><\/p>\n<p>Wir \u00fcbernachteten auf einem zwielichtigem Parkplatz kurz vor dem \u00e4u\u00dferem Ring  von Moskau. Die Lage erschien uns bedrohlich, die Angst vor der Kriminalit\u00e4t war  \u00fcberall offensichtlich. Bewachte Parkpl\u00e4tze gleichen in Russland oft  Hochsicherheitsgef\u00e4ngnissen: meterhohe Mauern mit Stacheldraht oben drauf,  Flutlichtanlage, ein Wachturm mit mehreren Mann Besatzung, meist mit  automatischen Waffen und mannscharfen Hunden ausger\u00fcstet.<\/p>\n<p>Wir brechen am n\u00e4chsten Morgen fr\u00fch auf, vor uns liegt Moskau, die  mittlerweile auf 14 Mio. Einwohner angewachsene Metropole der Russen. Wir  beschlie\u00dfen Moskau am inneren, der insgesamt drei, Autobahnringe zu umfahren.  Dank GPS und Silvia\u00b4s Russischkenntnissen klappt das hervorragend, fast schon zu  gut.<\/p>\n<p>Das Ungl\u00fcck ereilt uns dann in Form der russischen Mafia! Pl\u00f6tzlich tauchen  im R\u00fcckspiegel zwei vollverdunkelte Mercedes 500 auf &#8211; wir werden verfolgt! An  jeder gr\u00f6\u00dferen Kreuzung wartet schon ein weiterer Mercedes, der, nachdem er uns  erblickt hat, sich hinter uns einreiht. Wir werden regelrecht belagert.  Schlie\u00dflich fasst sich einer der gr\u00f6\u00dferen Mercedes ein Herz und \u00fcberholt mich.  Knapp vor mir schert er ein und bremst voll. Ich bin fest entschlossen  draufzuhalten, wer bremst, verliert, nicht nur sein Auto \u2013 diese Leute fackeln  nicht lange. Der Abstand zwischen mir und dem Mercedes wird rasch kleiner, doch  im letzten Moment schwenkt er aufs Bankett aus. Kaum bin ich an ihm vorbei,  setzt er uns wieder nach. Adi f\u00e4hrt mittlerweile Sto\u00dfstange an Sto\u00dfstange damit  sich keiner zwischen uns zw\u00e4ngen kann. Ich schlie\u00dfe dicht zu einem der riesigen  russischen Lastwagen auf. So einen Ausbremsen schafft fr\u00fchestens ein Panzer.<\/p>\n<p>Irgendwo bei Niznij Novgorod verfahren wir uns, Dank GPS finden wir wieder  auf die richtige Stra\u00dfe zur\u00fcck. Mercedes ist uns keiner gefolgt und an den  kommenden Kreuzungen steht auch keiner. Vorerst sind wir diese dunklen Gestalten  los \u2013 doch die Angst bleibt. Besonders Adi scheint den Stress nervlich nicht zu  verkraften, immer \u00f6fter redet er vom Umkehren.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl6.jpg\" border=\"0\" width=\"554\" height=\"382\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Die Hydraulikleitungen des Servolenkgetriebes l\u00f6sen sich wir  schrauben zwei Stunden.<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Immer deutlicher werden die riesigen Dimensionen von Russland. Man f\u00e4hrt  tagelang geradeaus. Links und rechts der Stra\u00dfe nur Wald, bzw. der f\u00fcr Russland  typische Sumpf. In selbigem wohnt die Geissel Russlands: Abermilliarden von  Gelsen! Jeder Aufenthalt im Freien wird dadurch zur H\u00f6lle. Sofort sind Hunderte  der kleinen Biester zur Stelle um einem das Blut auszusaugen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>Sibirien<\/h2>\n<p>Der Ural, der zwei Kontinente voneinander trennt, erweist sich als  l\u00e4cherlicher H\u00fcgel. Vor Jekaterinburg zeigt das GPS gerade mal 300m \u00fcber Null  an. Gleichzeitig er\u00f6ffnen sich die Weiten Sibiriens. Land soweit das Auge  reicht. Bereichert wird das Ganze durch umfangreiche Birkenw\u00e4lder.<\/p>\n<p>Die Zivilisation h\u00f6rt keineswegs hinter dem Ural auf. Die Stra\u00dfen sind in  akzeptablen Zustand und von Anarchie keine Spur. Alle paar hundert Kilometer ist  eine Kontrollstelle der russischen Polizei \u2013 DPS \u2013 die Papiere und Fahrzeuge  kontrolliert. Die Polizisten sind meist nur neugierig und froh \u00fcber etwas  Abwechslung. Ungerecht behandelt werden wir dort eigentlich nie \u2013 trotz der etwa  60 Kontrollen (!) auf der Hinreise.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte k\u00f6nnen allesamt auf mehrere Millionen Einwohner  verweisen. Eine Durchfahrt durch eine Stadt dieser Dimension kostet, vor allem  wegen der sp\u00e4rlichen Beschilderung, viel Nerven und Zeit.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl7.jpg\" border=\"0\" width=\"283\" height=\"409\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Typischer Birkenwald in Russland <\/strong><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich erreichen wir nach zw\u00f6lf Tagen oder 8200km unser vorl\u00e4ufiges Ziel  \u2013 Irkutzk. Dort treffen wir alte Freunde von Silvia wieder. Diese erweisen sich,  wie eigentlich viele Russen, als sehr gastfreundlich. Trotz der oft schlechten  wirtschaftlichen Lage gibt es in Russland Gastfreundschaft in Dimensionen wie  sie bei uns undenkbar w\u00e4re.<\/p>\n<p>Silvia regelt derweil in Irkutzk die Sache mit dem Visum. Nox, Adi und Jo  fahren inzwischen zum Baikal See um sich dort von den Strapazen der Reise zu  erholen. In Irkutzk spendet Silvia einen kleineren Betrag einer dortigen  Mittelschule. Die Direktorin erkl\u00e4rt sich daf\u00fcr bereit alle n\u00f6tigen  Visumsunterlagen zu stempeln (Stempel sind \u00fcberhaupt das Wichtigste in  Russland). Schlie\u00dflich kommen wir so zu unseren Visa. Die Anmeldung, die laut  Gesetz am Reiseziel unbedingt erforderlich ist, dauert dann allerdings zwei  Wochen (!) \u2013 mit unz\u00e4hligen Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen verteilt \u00fcber die ganze Stadt. Die  russisch Beh\u00f6rdenwillk\u00fcr ist mitunter einer der negativsten Punkte in  Russland.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h1>Baikal See<\/h1>\n<p>Der Baikal See ist mit einer L\u00e4nge von \u00fcber 600km und einer Tiefe von ca.  1700m vom Volumen her der gr\u00f6\u00dfte S\u00fc\u00dfwassersee der Erde. Das Wasser besitzt zudem  Trinkwasserqualit\u00e4t und wird deshalb in Flaschen abgef\u00fcllt und in ganz Russland  verkauft. Baden ist darin auch im Sommer nur f\u00fcr die H\u00e4rtesten zu empfehlen:  viel w\u00e4rmer als 15\u00b0C wird der See nie. Die geographische Abgeschiedenheit hat  den See bisher vor allzu gro\u00dfer Verschmutzung bewahrt. Doch setzt vor allem die  russische Zelluloseindustrie alles daran, diese Vers\u00e4umnisse wieder  wettzumachen. Vom Landschaftlichen her ist der Baikal See \u00fcberw\u00e4ltigend sch\u00f6n.  F\u00fcr einen See in dieser Gr\u00f6\u00dfe tummeln sich auffallend wenig Touristen an seinen  Ufern.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl8.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"396\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Der Baikal See von der Insel Ol\u00b4hon aus<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem Silvia alles mit den Papieren gekl\u00e4rt hatte, fuhren wir alle mit  unseren russischen Freunden zur Insel Ol\u00b4hon im Baikal See. Die Insel ist nur  \u00fcber eine F\u00e4hre zu erreichen und ist ca. 70km lang. Dort verbringen wir einige  unbeschwerte Tage am Strand und genie\u00dfen die Ruhe und Abgeschiedenheit.<\/p>\n<p>Getr\u00fcbt wird die Freude nur durch vier Platten an Adis Toyota, die alle vier  \u00fcber Nacht gleichzeitig auftauchten. Irgendein Scherzbold hat am Weg ein  Nagelbrett eingegraben und damit Adi einen halben Tag Arbeit beschert.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl9.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"360\" \/><\/p>\n<h2>Der Weg in die Mongolei<\/h2>\n<p>Nach drei Wochen am Baikal See und in Irkutzk machen wir uns auf den Weg in  die Mongolei. In Ulan Ude, einer Stadt \u00f6stlich des Baikal Sees treffen wir auf  die deutsche Reisegruppe. Es sind insgesamt neun M\u00e4nner mit zwei umgebauten  Allrad LKW\u00b4s und einem Gel\u00e4ndewagen. Wir hatten uns vorher schon getroffen und  vereinbart in der Mongolei gemeinsam zu fahren. Sie besitzen zudem gute  Verbindungen in die Mongolei von denen auch wir profitieren konnten.<\/p>\n<p>Der Grenz\u00fcbertritt Russland\/ Mongolei ist nicht unproblematisch. Beide  Staaten vertragen sich nicht sonderlich gut und erschweren sich deshalb den  Grenz\u00fcbertritt geh\u00f6rig. Ein Grenz\u00fcbertritt mit dem eigenen PKW ist f\u00fcr Ausl\u00e4nder  generell nicht m\u00f6glich \u2013 alle Bestechungsversuche verlaufen im Sand. So muss ein  Mongole das Auto \u00fcber die Grenze fahren. Nicht mongolische oder &#8211; russische  Personen d\u00fcrfen nur mit dem Zug einreisen. Weshalb wir z\u00e4hneknirschend unsere  Autos an bereits organisierte \u201eFahrer\u201c \u00fcbergeben und selber 40km im Taxi zum  n\u00e4chsten Bahnhof zur\u00fcck fahren, dort ein v\u00f6llig \u00fcberteuertes Ticket kaufen  m\u00fcssen um dann zwei Stunden in einem Wagon der Transsibirischen Eisenbahn bei  tropischen Temperaturen \u00fcber die Grenze zu tuckern. Bei der Ankunft gro\u00dfe  Erleichterung: Die Autos sind nicht gestohlen \u2013 sie parken feins\u00e4uberlich  aufgereiht am Parkplatz der Zollbeh\u00f6rde.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl10.jpg\" border=\"0\" width=\"562\" height=\"382\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Einreise mit Schwierigkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Dort bahnt sich dann doch noch eine Katastrophe an &#8211; diese gierigen Mongolen  wollen doch tats\u00e4chlich 2000USD Einfuhrzoll pro Fahrzeug sehen! Einen Betrag von  dem keiner ein Wort gesagt hat. Weder haben wir das Geld, noch wollen wir es  auslegen, da uns von Seiten der Beh\u00f6rde ehrlicherweise gesagt wird, dass wir die  \u201eKaution\u201c wahrscheinlich nie wiedersehen werden. Bevor wir nicht bezahlt haben,  d\u00fcrfen wir den Zollparkplatz nur w\u00e4hrend des Tages verlassen, zudem m\u00fcssen immer  zwei Fahrzeuge zur\u00fcckbleiben.<\/p>\n<p>Unser F\u00fchrer Temulin verhandelt heftigst mit der Beh\u00f6rde, doch es ist  offensichtlich, dass er Dreck am Stecken hat und es mit uns nicht ganz ehrlich  meint. Schlie\u00dflich entschlie\u00dfen wir eine Delegation nach Ulan Bator zu schicken,  um dort beim Zollamt vorzusprechen. So fahren mitten in der Nacht jeweils eine  Abordnung der Deutschen und der \u00d6sterreicher nach Ulan Bator. Die Fahrt ist  nicht ungef\u00e4hrlich: 280km in der Nacht bei zweifelhaften Stra\u00dfenverh\u00e4ltnissen  erweisen sich als echte Herausforderung. Trotz eines unsanften Kontakts des  Landrovers mit einer aus dem Boden ragenden Eisenstange erreicht unsere Gruppe  am Morgen Ulan Bator. Dort sprechen wir beim Kontaktmann der Deutschen, Dr.  Bohrmann, vor, der uns aber auch nicht wirklich helfen kann. Hilfe bietet  allerdings die Deutsche Botschaft. Sie will f\u00fcr unsere Autos b\u00fcrgen. Dies  scheitert allerdings nach langem hin und her an einem strittigen Formfehler. So  kehren wir gebrochen zur Grenze zur\u00fcck, wieder in der Nacht.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl11.jpg\" border=\"0\" width=\"557\" height=\"382\" \/><\/p>\n<div>\n<p><strong>Unser bester Freund, der &#8222;Parkplatzw\u00e4chter&#8220; hier mit Familie<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p>Die Stimmung am Parkplatz ist am Tiefpunkt. Es wird sogar an Heimfahrt  gedacht. Die Deutschen haben allerdings kein russisches Visum f\u00fcr die R\u00fcckreise.  Es wird ernsthaft dar\u00fcber diskutiert die LKW\u00b4s \u00f6ffentlich aus Protest zu  verbrennen.<\/p>\n<p>Die Rettung naht nach zwei Tagen f\u00fcr die Deutschen in Form von Dr. Bohrmann.  Er b\u00fcrgt f\u00fcr die LKW\u00b4s und die Deutschen k\u00f6nnen einreisen. Wir m\u00fcssen bleiben.  Wir wollen noch einmal alle Hebel umlegen, um doch noch einreisen zu k\u00f6nnen.  Doch erweist sich ein Strohhalm nach dem anderen als hoffnungslos. Nach vier  Tagen am Parkplatz wollen wir die R\u00fcckreise antreten. Ein weiteres Mal schleppen  wir uns zur Zollbeh\u00f6rde. Dort hat anscheinend die Belegschaft gewechselt und es  ist ein freundlicher Herr anwesend, der russisch spricht. Silvia tr\u00e4gt ihm  unseren Wunsch vor, dass wir gerne in die Mongolei einreisen w\u00fcrden. Er sagt  darauf nur: \u201eNa dann fahrt doch!\u201c Wir sind etwas perplex und fragen nach.  Schlie\u00dflich kristallisiert es sich heraus, dass alles nur ein gro\u00dfer Betrug war!  Die Leute die uns das mit dem Einfuhrzoll erz\u00e4hlt hatten, waren keine Beamten,  sie hatten nur irgendwelche Uniformen an. Trotzdem waren sie in exakt dem  gleichen Raum des Zollgeb\u00e4udes wie der freundliche Herr jetzt. Dieser kann  jedoch seine Autorit\u00e4t beweisen und wir k\u00f6nnen unser Gl\u00fcck wieder einmal nicht  fassen. \u2013 Wir d\u00fcrfen in die Mongolei!<\/p>\n<p>{mospagebreak}<\/p>\n<h2>Mongolei<\/h2>\n<p>Wir fahren nach erfolgreichen Grenz\u00fcbertritt sofort Richtung Ulan Bator. Dort  berichten wir auf der deutschen Botschaft \u00fcber den gescheiterten Betrug mit dem  Einfuhrzoll. Die Leute sind etwas ratlos, was zu tun sei \u2013 helfen uns dann aber  in Bezug auf Reiseroute weiter. Sie verweisen uns auf die Mercedeswerkstatt von  Ulan Bator. Dort tummeln sich anscheinend alle kompetenten Ausl\u00e4nder der  Mongolei auf einem Haufen. Dort arbeitet auch Fred Forkert, der Autor unseres  Mongolei-Reisef\u00fchrers. Er erkl\u00e4rt sich bereit, f\u00fcr uns eine Reiseroute  zusammenzustellen. Von ihm erhalten wir dann auch eine wirklich exquisite Route  zu der wir noch am selben Tag aufbrechen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>Karakorum<\/h2>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl12.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Das Kloster in Karakorum<\/p>\n<p>Der erste Weg f\u00fchrt uns nach Karakorum, der ehemaligen Hauptstadt von  Dschingis Khan dem Eroberer. Er war Gebieter \u00fcber das gr\u00f6\u00dfte Reich das jemals  auf Erden existierte. Von dem einstigen Glanz ist heute wenig \u00fcbrig: Karakorum  ist heute eine kleine, nicht besonders sehenswerte Stadt. Die Reste des Klosters  von Karakorum zeugen von der damaligen Bedeutung dieser Stadt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl13.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"396\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein weiterer Teil des Klosters<\/p>\n<h2>Orchon Wasserfall<\/h2>\n<p>Wir \u00fcbernachten in Karakorum und brechen am n\u00e4chsten Tag zum Wasserfall  Orchon auf. Wir sind sehr gespannt \u2013 hier h\u00f6rt der l\u00f6chrige Asphalt endg\u00fcltig  auf. Die Strecke zum Wasserfall erweist sich dann auch als sehr anspruchsvoll.  Es geht die ganze Zeit \u00fcber extrem spitzes Lavagestein. Wenn ich aus dem Auto  auf die Reifen sehe wird mir ganz schlecht: Die Reifen k\u00f6nnen das unm\u00f6glich  lange durchhalten. Wir erreichen trotzdem den Wasserfall relativ bald. Adi hat  wieder einen Platten \u2013 seinen mittlerweile siebenten.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl14.jpg\" border=\"0\" width=\"604\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasserdurchfahrten sind in der Mongolei eher die Regel denn die  Ausnahme<\/p>\n<p>Der Orchon Wasserfall erweist sich als sehr sehenswert. Wir nehmen ein sehr  erfrischendes Bad am Fu\u00dfe des Wasserfalls.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl15.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"402\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der Orchon Wasserfall<\/p>\n<h2>Offroad Abenteuer<\/h2>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag wollen wir weiterfahren zu einem nahegelegenem See. Dieser  ist laut unseren TPC Karten nur sechs Kilometer weit entfernt. Wir fahren den  ganzen Tag durch extrem schwieriges Gel\u00e4nde. Au\u00dfer einem riesigen Areal aus  Lavagestein finden wir nichts. Anscheinend hat ein Vulkanausbruch den See  \u201everschluckt\u201c. Der Verbleib dieses Sees konnte von unserer Seite aus nie gekl\u00e4rt  werden. Trotzdem ist die Gegend sehr sehenswert. Wir fahren zur\u00fcck und  \u00fcberqueren einige fahrerisch anspruchsvolle P\u00e4sse. Eine Geschwindigkeit von mehr  als 10km\/ h erweist sich bei dem Gel\u00e4nde als v\u00f6llig utopisch.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl16.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">\u201eleichtes Gel\u00e4nde\u201c in der Mongolei<\/p>\n<p>Einige Tage sp\u00e4ter erreichen wir die Schwefelquellen zu denen wir vom  Wasserfall aus aufgebrochen sind. Diese sind zwar warm, aber reichen aufgrund  der geringen Wassermenge nicht f\u00fcr das erhoffte Bad \u2013 schade. Wir \u00fcbernachten in  der N\u00e4he einiger Jurten, der Behausungen aller nomadischen Mongolen. Diese  wunderbaren Zelte aus Filz bieten Schutz und Unterkunft im oftmals harten Klima  der Mongolei.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl17.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"414\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Behausung aller nomadischen Mongolen \u2013 die Jurten<\/p>\n<h2>Fr\u00fchst\u00fcck auf Mongolisch<\/h2>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen werden wir angenehm \u00fcberrascht. Die dortigen Mongolen  laden uns zum Fr\u00fchst\u00fcck ein: Es gibt \u00d6r\u00f6m, ein mit reinem Butter gef\u00fclltes  Ommlette, Schafk\u00e4se und Airag, das Nationalgetr\u00e4nk der Mongolen. Airag wird aus  der Milch von Stuten gewonnen. Diese wird solange gesto\u00dfen, bis sie sich in ein  erfrischendes, schwach alkoholh\u00e4ltiges Getr\u00e4nk verwandelt hat. Airag ist  wohlschmeckend, aber aufgrund seines nicht offensichtlichen Alkoholgehaltes sehr  hinterh\u00e4ltig.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl18.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Fr\u00fchst\u00fcck auf Mongolisch<\/p>\n<p>Parallel zum Airag wird Milchschnaps aus einem Sch\u00e4lchen in der Runde  gereicht. Die mongolische Tradition verbietet es, Geschenke zur\u00fcck zu weisen. So  trinken wir eine Runde nach der anderen. Milchschnaps ist nicht so gn\u00e4dig wie  Airag und so wird mir geh\u00f6rig schlecht. Nox r\u00e4cht sich indem er unseren  Nussschnaps die Runde gehen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die Mongolen ern\u00e4hren sich ausschlie\u00dflich von Fleisch- und Milchprodukten.  Die Getr\u00e4nke sind zum gr\u00f6\u00dften Teil alkoholh\u00e4ltig. Zusammen mit der harten  Lebensweise f\u00fchrt dies dazu, dass die meisten Mongolen um Jahre \u00e4lter aussehen  als sie eigentlich sind. Medizinische Versorgung ist weitgehend unbekannt. Die  Kindersterblichkeitsrate ist sehr hoch, weshalb Kleinkinder in den ersten  Lebensjahren erst gar keinen Namen bekommen.<\/p>\n<p>Trotzdem scheinen die Mongolen immer fr\u00f6hlich zu sein. \u00dcberall wo man  hinkommt wird man mit freundlichem L\u00e4cheln empfangen. Unfreundlichkeit ist in  der Mongolei eine Seltenheit.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl19.jpg\" border=\"0\" width=\"604\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mongolische Kinder treiben eine Pferdeherde durch einen  Fluss<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl20.jpg\" border=\"0\" width=\"277\" height=\"402\" \/><\/p>\n<h1>Mongolische J\u00e4ger<\/h1>\n<p>{mospagebreak}<\/p>\n<h2>Grasland<\/h2>\n<p>In den n\u00e4chsten Tagen durchqueren wir riesige Grassteppen. Am Horizont sieht  man oft Gewitter. Man glaubt jeden Moment in ein solches zu fahren, aber die  Entfernungen t\u00e4uschen oft.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl21.jpg\" border=\"0\" width=\"604\" height=\"413\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine herrenlose Kamelherde in den weiten Steppen der Mongolei<\/p>\n<p>Wir sind fasziniert von der Stille und Abgeschiedenheit in dieser Region. Man  f\u00e4hrt den ganzen Tag und sieht vielleicht eine Handvoll Menschen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl22.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die unendlichen Weiten der Mongolei&#8230;<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl23.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl24.jpg\" border=\"0\" width=\"604\" height=\"413\" \/><\/p>\n<p>An der Spitze aller P\u00e4sse in der Mongolei steht ein Owoo \u2013 ein ritueller  Opferplatz. Wer an ihm vorbeif\u00e4hrt, muss ihn dreimal umrunden und dabei jeweils  einen Stein hinterlegen. Nichtbeachtung f\u00fchrt zu gro\u00dfem Ungl\u00fcck.<\/p>\n<p>Wir gelangen schlie\u00dflich in eine Gegend die optisch an Arizona erinnert.  Unglaublich wie schnell hier verschiedene Vegetationszonen wechseln.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl25.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<h3>Der W\u00fcstensee<\/h3>\n<p>Wir fahren weiter zu einem riesigen D\u00fcnenfeld in der N\u00e4he von Uliastay. Dort  inmitten von D\u00fcnen soll ein wundersch\u00f6ner W\u00fcstensee sein. Am Rande der D\u00fcnen  blicken wir ehrf\u00fcrchtig auf mehrere hundert Meter hohe D\u00fcnen. Sie tauchen so  pl\u00f6tzlich aus einer gr\u00fcnen Ebene auf, als w\u00e4ren sie dort aufgesch\u00fcttet  worden.<\/p>\n<p>Wir \u00fcberlegen ob wir eine Durchquerung des D\u00fcnenfeldes wagen k\u00f6nnen.  W\u00e4hrenddessen gesellen sich zwei Mongolen mit ihren Pferden zu uns. Sie erkl\u00e4ren  sich sofort bereit, uns zum See zu f\u00fchren. Nach relativ kurzer Zeit sind wir  dann auch dort \u2013 es ist wirklich ein Wunder. Inmitten riesiger D\u00fcnen ein  glasklarer See von etwa zwei Kilometern L\u00e4nge.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl26.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Inmitten riesiger D\u00fcnen taucht pl\u00f6tzlich ein glasklarer  W\u00fcstensee auf<\/p>\n<p>Am Ende des D\u00fcnenfeldes warten wir vergeblich auf Adi. Er hat zuviel  Erfahrung um sich im Sand einzugraben. Als er nicht und nicht kommen will,  fahren wir zur\u00fcck um ihn zu suchen. Tats\u00e4chlich hat er sich am Fu\u00dfe einer  kleinen D\u00fcne eingegraben. Er wird bereits von einem Haufen Mongolen umgeben, die  ihm helfen wollen, das Auto wieder flott zu kriegen. Leider stellt sich schnell  heraus, dass Adis Freilaufnaben gebrochen sind und er somit nur mehr \u00fcber  Zweiradantrieb verf\u00fcgt. Zu allem Ungl\u00fcck hat er auf jegliches Bergeger\u00e4t  verzichtet, so dass wir mit dem Landrover zur Bergung schreiten m\u00fcssen. Mit  Hilfe von Seilwinde, Sandlatten und einem Rudel Mongolen gelingt es uns  schlie\u00dflich, ihn wieder frei zu schleppen. Ausfl\u00fcge ins deftigere Gel\u00e4nde m\u00fcssen  wir uns leider von nun an sparen, da wir Adis Vierradantrieb nicht mehr  reparieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Der Regenbogenpass <\/strong><\/p>\n<p>Wir fahren weiter Richtung Regenbogenpass. Einem sehr hoch gelegenen \u00dcbergang  hinter Uliastay.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl27.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nox und Adi \u00fcberpr\u00fcfen eine Br\u00fccke auf Befahrbarkeit.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl28.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oft ist es sicherer den Fluss neben der Br\u00fccke zu queren.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl29.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Grasland auf dem Weg zum Regenbogenpass<\/p>\n<p>Nach einigen Tagen erreichen wir den Pass. Oben schneit es bereits \u2013 es ist  Mitte August! Unten im Tal hat es etwas \u00fcber null Grad, die mongolischen Kinder  laufen trotzdem barfuss umher. Immer wieder \u00fcberrascht mich die harte  Lebensweise der Nomaden.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl30.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Blick zum Regenbogenpass<\/p>\n<p>Die Mongolen ziehen jetzt bereits wieder in ihr Winterlager. Wir sehen  mehrere mongolische Treks mit ihrem ganzen Hab und Gut ziehen. Die Karren werden  meist noch von Yaks gezogen. Diese urigen Tiere haben sich im harten Klima der  Mongolei bestens bew\u00e4hrt.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl31.jpg\" border=\"0\" width=\"559\" height=\"380\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Yaks werden haupts\u00e4chlich als Zugtiere verwendet<\/p>\n<h3>Mongolische Nationalparks<\/h3>\n<p>Anschlie\u00dfend besuchten wir noch einige der zahlreichen Nationalparks.<\/p>\n<p>Der Tourismus ist in der Mongolei praktisch nicht vorhanden. Alle Touristen  die wir auf der Reise trafen, h\u00e4tten sicher in einem Reisebus Platz gefunden.  Sie taten mir aber allesamt leid. Die einzigen Z\u00e4une finden sich in der Mongolei  rund um Touristencamps. Diese bestehen meist aus einer Anh\u00e4ufung von Jurten in  denen man f\u00fcr teures Geld \u00fcbernachten kann. Von Land und Leuten sieht man dort  naturgem\u00e4\u00df wenig. Die nicht vorhandene Infrastruktur verhindert zudem  komfortables Reisen im Landesinneren.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl32.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Malerisches Tal nach Tsetserleg<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl33.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p>Der ber\u00fchmte Schildkr\u00f6tenfelsen im Terelji Nationalpark. Dieser ist nur etwa  70km von der Hauptstadt Ulan Bator entfernt.<\/p>\n<p>Nach dem Besuch des Terelji Nationalparks machen wir uns auf den Heimweg.  Nach insgesamt 4000km Offroad und ca. 9000km Onroad (Russland) waren beide  Fahrzeuge, sowohl unser Landrover als auch Adis Toyota, bereits gezeichnet von  den Strapazen der Reise.<\/p>\n<p>Auf dem Weg nach Ulan Bator haben wir schlie\u00dflich unseren ersten Platten. Ein  Nagel hat sich bei einer Flussdurchquerung durch die Karkasse gebohrt. Das  russische Pannenset um sagenhafte 60ATS stellt sich in der Folge schnell als  Fehlkauf heraus. Aufgrund der N\u00e4he zu Ulan Bator entschlie\u00dfen wir uns  schlie\u00dflich vorerst keinen Schlauch einzuziehen, sondern dies in der Hauptstadt  richten zu lassen.<\/p>\n<p>Dort erleben wir dann auch eine etwas kuriose Art der Reifenmontage: In  Ermangelung einer Maschine zum Reifenaufziehen nimmt der dortige Monteur etwas  Benzin, gie\u00dft ihn in die Karkasse und entz\u00fcndet ihn mit Hilfe eines Feuerzeuges.  Mit einem lauten Knall wird der Reifen auf die Felge \u201egesprengt\u201c. Neben einer  Menge Erfindungsgeist und Erfahrung braucht man f\u00fcr solche Aktionen wohl vor  allem eine geh\u00f6rige Portion Mut.<\/p>\n<h3>Der Weg Zur\u00fcck<\/h3>\n<p>In der Mercedeswerkstatt in Ulan Bator holen wir uns schlie\u00dflich wertvolle  Tips f\u00fcr die Ausreise. Diese klappt dann auch reibungslos. Der Grenz\u00fcbertritt  mit dem Zug bleibt uns trotzdem nicht erspart. Von nun an gibt es nur noch ein  Ziel: heim. Vor uns liegen l\u00e4cherliche 9000km die wir in knapp zwei Wochen  bew\u00e4ltigen wollen. In der Hauptstadt hat mir jemand glaubhaft versichert, er sei  in nur einer Woche von Deutschland nach Ulan Bator gefahren \u2013 alleine in einem  VW Bus. Unsere veranschlagten zwei Wochen sind also nicht zu hoch gegriffen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/joruslandsibirien\/jorusl34.jpg\" border=\"0\" width=\"605\" height=\"416\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Russland im Herbst \u2013 wundersch\u00f6n, vor allem wegen der fehlenden  Gelsen.<\/p>\n<p>Alles klappt hervorragend bis etwa 300km vor Novosibirsk: pl\u00f6tzlich rei\u00dft der  Zahnriemen unseres Landrovers. Verdammt! Nur noch drei Tagesreisen vom Ural  entfernt. Auf der europ\u00e4ischen Seite h\u00e4tte der \u00d6amtc eine lange Fahrt vor sich  gehabt. Aber hier in Asien erkl\u00e4ren sich schnell alle f\u00fcr unzust\u00e4ndig. In  besonders unangenehmer Erinnerung bleiben mir die Worte einer h\u00f6rbar  \u00fcberforderten Dame bei meiner Versicherung, von der ich eine  \u201eMobilit\u00e4tsgarantie\u201c hatte. Nach kurzer Erkl\u00e4rung der Sachlage: Motorschaden  mitten in Sibirien, fragte mich besagte Dame doch tats\u00e4chlich ob ich Starthilfe  br\u00e4uchte. Anscheinend war der Ernst der Lage nicht ganz klar ersichtlich.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich schleppt uns Adi noch in die n\u00e4chste Stadt, nach Kemerovo, zu  einer gr\u00f6\u00dferen Werkst\u00e4tte. Dort verabschiedet er sich von uns und bricht  Richtung \u00d6sterreich auf. Uns wird dort erkl\u00e4rt, dass man uns nicht helfen k\u00f6nne,  weil es in ganz Sibirien keine Landrover-Vertretung g\u00e4be. Ersatzteile schicken  lassen sei zum einen ungewiss und zum anderen sauteuer. Man redet von  Lieferzeiten in der Gegend von zwei Monaten. Leider l\u00e4uft unser Visum mit Ende  September ab.<\/p>\n<p>Verzweifelte Versuche einen Bahntransport aufzutreiben, scheitern an der  russischen Gier. Diese Burschen verlangen doch tats\u00e4chlich den f\u00fcnffachen Preis  \u2013 in Dollar. Folglich sitzen wir mitten in Sibirien fest ohne Aussicht auf  Rettung. Die Lage war hoffnungslos.<\/p>\n<p>Doch am Morgen darauf ist der ben\u00f6tigte Zahnriemen in Kemerovo. Ein Freund  des Werkstattleiters hat ihn direkt aus Moskau eingeflogen. Ein Wahnsinn diese  Russen! Der \u00fcbrige Schaden am Landrover stellt sich zum Gl\u00fcck auch als gering  heraus, so dass wir nach einigen sehr sch\u00f6nen Tagen in Kemerovo Richtung Heimat  aufbrechen.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Tage und vier durchfahrene N\u00e4chte sp\u00e4ter erreichen wir schlie\u00dflich  \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>\u0160 Jo 10.12.2000<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Ein Reisbericht von Jo. Der Bericht ist sehr lang und mit vielen (wundersch\u00f6nen) Bilder. Die Bilder sind f\u00fcr Internetverh\u00e4ltnisse recht gro\u00df. Wir wollten jedoch nicht die Fazination\u00a0 rauben und finden die erh\u00f6hte Downloadzeit der Seiten gerechtfertigt mit dem anschlie\u00dfend gebotenen. Der Bericht ist auf mehrere Seiten aufgeteilt. Viel Spa\u00df beim Lesen w\u00fcnschen euch Jo &amp; viermalvier.<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"btn btn-default\" href=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/?p=175\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-175","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reiseberichte"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/175","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=175"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/175\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}