{"id":3,"date":"2004-06-29T00:00:00","date_gmt":"2004-06-29T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/?p=3"},"modified":"2004-06-29T00:00:00","modified_gmt":"2004-06-29T00:00:00","slug":"der-land-rover-defender-die-modellgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/?p=3","title":{"rendered":"Der Land Rover Defender, die Modellgeschichte"},"content":{"rendered":"<div>Der Land Rover Defender: Ma&szlig;stab f&uuml;r Gel&auml;ndeg&auml;ngigkeit und Robustheit. Er gilt weltweit als Synonym f&uuml;r die Eroberung unzug&auml;nglicher Landstriche und als Retter in der Not, abgeh&auml;rtet in ungez&auml;hlten Expeditionen und Kriseneins&auml;tzen. Mehr als 1,7 Millionen im Werk in Solihull produzierte Exemplare sprechen eine deutliche Sprache &#8211; ebenso die Tatsache, dass 70 Prozent aller jemals gefertigten &quot;Landys&quot; noch immer auf den Stra&szlig;en und Pisten der Welt unterwegs sind. <\/div>\n<p><!--more--><br \/>D<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/stories\/landrover\/defender_90_mj_2003.jpg\" align=\"right\" border=\"0\" \/>er aktuelle Land Rover Defender repr&auml;sentiert die vierte Generation des Offroad-Klassikers. Der Land-Rover der Serie I hatte am 30. April 1948 auf der Amsterdam Motor Show Premiere. Anders als der amerikanische Willys Jeep war er kein milit&auml;risches Ziehkind, sondern ein waschechter Zivilist: Maurice Wilks, leitender Ingenieur bei Rover und sp&auml;ter bekannt als &quot;Vater des Land Rover&quot;, hatte in erster Linie ein extrem stabiles und billiges Fahrzeug f&uuml;r die Landwirtschaft im Sinn. Der Land-Rover &#8211; bis 1990 wurde der Name mit Bindestrich geschrieben &#8211; sollte f&uuml;r den krisengesch&uuml;ttelten Automobilhersteller zudem dringend ben&ouml;tigte Ausfuhrgewinne erwirtschaften. <\/p>\n<div>Die konstruktiven Merkmale des Ur-Land-Rover waren im Wesentlichen dieselben wie heute: ein Kastenrahmen-Chassis, Starrachsen vorn und hinten sowie eine Aluminiumkarosserie. Das Leichtmetall war n&auml;mlich im Gegensatz zu Stahl ohne teure Presswerkzeuge zu bearbeiten. Um die Fertigung rationell zu gestalten, entschieden sich die Entwickler f&uuml;r ein kantiges, leicht umsetzbares Design. Die geradlinige Bauweise erleichterte dar&uuml;ber hinaus den Bau von Sonderausf&uuml;hrungen und damit die universelle Einsatzf&auml;higkeit des Fahrzeugs. <\/div>\n<p><\/p>\n<div>Als Motor bot sich zun&auml;chst ein 50 PS starker Vierzylinder-Benziner mit 1,6 Liter Hubraum aus dem Rover-Regal an. F&uuml;r den Gel&auml;ndeeinsatz verf&uuml;gte der &quot;Landy&quot; &uuml;ber ein Reduktionsgetriebe. Auf der Stra&szlig;e lie&szlig; sich der Antrieb auf die Vorderachse per Zugschalter entkoppeln. Ein weiterer Unterschied zu heute: Das Chassis war &uuml;ber Blattfedern mit der Achse verbunden. <\/div>\n<p><\/p>\n<h3>Vom Start weg ein Welterfolg<\/h3>\n<div>Der Land Rover war vom Start weg ein Erfolg. Schon im Premierenjahr 1948 wurde das Modell in 68 L&auml;nder exportiert, 1951 waren zwei Drittel aller gefertigten Rover-Fahrzeuge Land Rover, sodass der Vorstand seinen urspr&uuml;nglichen Plan schnell aufgab, die Produktion des kernigen Gel&auml;ndewagens nach Erscheinen einer exporttauglichen Limousine sofort wieder einzustellen. Nach Einf&uuml;hrung einer Variante mit langem Radstand 1954 war der britische Kletterk&uuml;nstler erstmals auch mit festem Dach und vier T&uuml;ren erh&auml;ltlich. 1957 schlie&szlig;lich kam ein Diesel aus eigener Produktion ins Land-Rover-Programm: ein Vierzylinder mit 2,0 Liter Hubraum und 51 PS. <\/div>\n<p><\/p>\n<div>1958 deb&uuml;tierte die optisch &uuml;berarbeitete Serie II. &auml;u&szlig;eres Kennzeichen war eine breitere Karosserie mit einer seitlichen Sicke, die sich nach vorn in die Kotfl&uuml;gel fortsetzte. Auch das Milit&auml;r hatte mittlerweile die Qualit&auml;ten des Fahrzeugs entdeckt: 1956 wurde der robuste Gel&auml;ndewagen zum Standardfahrzeug der britischen Streitkr&auml;fte erhoben, andere Armeen folgten rasch. Insgesamt gingen bis heute rund 50 Prozent aller jemals produzierten Fahrzeuge der Land-Rover-\/Defender-Reihe an Milit&auml;rs und Beh&ouml;rden. <\/div>\n<p><\/p>\n<h3>Konsequente Modellpflege<\/h3>\n<div>1971 erschien die dritte Serie des Klassikers. &auml;u&szlig;erlich unterschied sie sich kaum von ihrer Vorg&auml;ngergeneration, unter der Alu-Karosserie wartete sie allerdings mit neuen Details, wie einem vollsynchronisierten Getriebe auf. Ab 1979 hielt ein auf 91 PS gedrosselter 3,5-Liter-V8 aus dem Range Rover als neue Topmotorisierung Einzug ins Programm. Vorerst exklusiv bekam das Spitzenmodell nach Vorbild des Range Rover auch einen permanenten Allradantrieb mit sperrbarem Zentraldifferenzial, der mit Erscheinen der Serie IV im Jahr 1983 auch f&uuml;r die anderen Varianten zum Standard wurde. Eine weitere Neuerung: Statt Blattfedern gab es nun an allen vier R&auml;dern Schraubenfedern, was den Bau eines v&ouml;llig neuen Chassis notwendig machte. Neben den klassischen Ausf&uuml;hrungen mit kurzem und langem Radstand kam nun erstmals ein Pick-Up hinzu. 1994 schlie&szlig;lich setzte bei den Selbstz&uuml;ndern die Direkteinspritzer-Zeit ein. <\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.viermalvier.de\/archiv\/wp-content\/images\/stories\/landrover\/defender_110_mj_2003.jpg\" align=\"right\" border=\"0\" \/><\/p>\n<div>\n<h3>Auf der H&ouml;he der Zeit<\/h3>\n<div>Seit 1990 hei&szlig;t der Ur-Land-Rover Defender. &auml;u&szlig;erlich unterscheidet er sich auch heute, nach der j&uuml;ngsten, zum Modelljahrgang 2002 vollzogenen Modellpflege nur wenig vom Urahn des Jahres 1948. Unter der kantigen Karosserie jedoch besitzt er zeitgem&auml;&szlig;en Komfort und robuste, moderne Technik &#8211; und nach wie vor die einzigartige F&auml;higkeit, Offroad-Abenteuer zum Erlebnis zu machen. <\/div>\n<p><\/p>\n<div>Als Kraftquelle dient dem Defender auf dem europ&auml;ischen Markt ein robuster und drehmomentstarker F&uuml;nfzylinder-Turbodieselmotor mit 2,5 Liter Hubraum und Pumpe-D&uuml;se-Technik sowie einer Leistung von 90 kW\/122 PS. Zur Wahl stehen drei Radst&auml;nde, die den verschiedenen Modellvarianten ihren Namen geben (90, 110 und 130 Zoll) sowie die Karosserieversionen Soft Top, Hard Top, Pick-Up, Station Wagon und Doppelkabine. W&auml;hrend das Zubeh&ouml;rprogramm des Klassikers kaum einen Wunsch in Sachen individueller Ausstattung offen l&auml;sst, bildet ein robuster Kastenrahmen aus Stahl nach wie vor das &quot;R&uuml;ckgrat&quot; des Defender. Nach bester Land-Rover-Markentradition f&auml;hrt der Defender unver&auml;ndert mit permanentem Allradantrieb samt Gel&auml;ndereduktion. <\/div>\n<p><\/p>\n<h3>Defender &#8211; ein Welterfolg<\/h3>\n<div>Nicht alle Land-Rover- und Defender-Modelle kamen aus dem Stammwerk Solihull. Gr&ouml;&szlig;ere Serien entstanden von 1959 bis 1994 bei Santana im spanischen Linares (287 067 Fahrzeuge) und zwischen 1952 und 1956 bei Minerva in Belgien (zirka 18 000 Einheiten). Ein Teil der Produktion wird als CKD-Teilesatz (Completely Knocked Down) von Solihull aus um den Globus geschickt und in ausl&auml;ndischen Werken zusammengebaut. Insgesamt gehen drei Viertel der Defender-Produktion ins Ausland, womit Maurice Wilks&quot; Vision von einem Exportschlager Wirklichkeit wurde. Die britische Krone sah dies &auml;hnlich und verlieh 1990 Land Rover f&uuml;r den Welterfolg Defender den &quot;Queen&quot;s Award of Export&quot;. <\/div>\n<p><\/p>\n<h3>Studie &quot;Defender Project Special Vehicle X&quot; zeigte Zukunftspotenzial<\/h3>\n<div>Dass in dem Offroad-Klassiker noch viel Potenzial steckt, bewies das 2001 vorgestellte Konzeptfahrzeug &quot;Defender Project Special Vehicle X&quot;, das die typischen Land-Rover-Werte Robustheit, Unverf&auml;lschtheit und Abenteuerlust auf moderne, zukunftsweisende Art interpretierte. Als Antrieb diente der 2,5-Liter-Td5-Diesel, der f&uuml;r den Einsatz in der Studie allerdings modifiziert wurde. Die Kraftverteilung auf die vier permanent angetriebenen R&auml;der &uuml;bernahm traditionell ein F&uuml;nfgang-Schaltgetriebe mit Gel&auml;ndeuntersetzung und sperrbarem Zentraldifferenzial. Als Novum konnte der Fahrer per Knopfdruck zus&auml;tzlich per Druckluft bet&auml;tigte Sperrdifferenziale f&uuml;r Vorder- und Hinterachse aktivieren. Die elektronische Traktionskontrolle schaltete sich bei gesperrten Achsdifferenzialen automatisch aus. <\/div>\n<p><\/p>\n<div>Auch beim Fahrwerk ging die Studie einen Schritt weiter: Die Verwendung zweistufiger, aus dem Rennsport abgeleiteter Schraubenfedern in Kombination mit speziellen Gasdrucksto&szlig;d&auml;mpfern, die aus separaten Gas-Vorratsspeichern versorgt wurden, erm&ouml;glichte noch l&auml;ngere Federwege. Der Defender Project Special Vehicle X rollte auf 20-Zoll-Leichtmetallr&auml;dern mit speziell profilierten Gel&auml;ndereifen. Zus&auml;tzlich besa&szlig; das Konzeptfahrzeug die aus den Schwestermodellen Freelander, Discovery und Range Rover bekannte Bergabfahr-Kontrolle HDC. <\/div>\n<p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Der Land Rover Defender: Ma&szlig;stab f&uuml;r Gel&auml;ndeg&auml;ngigkeit und Robustheit. Er gilt weltweit als Synonym f&uuml;r die Eroberung unzug&auml;nglicher Landstriche und als Retter in der Not, abgeh&auml;rtet in ungez&auml;hlten Expeditionen und Kriseneins&auml;tzen. 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