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#159906 - 30.12.2006 14:00
Re: sadam hussein hingerichtet
[Re: Strumann]
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Hier geht gar nichts mehr
Registriert: 30.07.2003
Beiträge: 7013
Ort: Rheinland
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Im Iran wurde ein 12-jähriger Bub unter dem Jubel der Zuschauer solange öffentlich ausgepeitscht, bis er starb. Sein Verbrechen: Er hatte während des Ramadan gegessen. Leyla M. wurde von ihrer Mutter mit 8 Jahren zur Prostitution gezwungen. Mit 14 Jahren war sie schwanger und wurde "wegen einer außerehelichenSchwangerschaft" zu 100 Peitschenhieben verurteilt. Danach wurde sie erneut von ihrer Familie zur Prostitution gezwungen. Als sie sich an die Behörden um Hilfe wandte, wurde sie wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt. In Nigeria wurde ein 15-jähriges Kind verurteilt, weil es sich "vergewaltigen ließ". In Dubai wurde eine französische Staatsbürgerin marokkanischer Herkunft vergewaltigt und wegen "Ehebruchs" zum Tode verurteilt. Der Imam von Rotterdam forderte öffentlich, daß alle Homosexuellen in Holland aufgehängt werden sollten. Im Iran wurde ein 16-jähriges Mädchen wegen "unkeuschen Verhaltens" verurteilt. Sie war von Zeugen mit einem 10 Jahre älteren Mann im Park von Neka Händchen haltend gesehen worden. Sie habe sich also prostituiert. Sie sei eine "Verderberin der Moral, noch viel schlimmer als eine Hure". Ihr Einwand, sie sei noch Jungfrau, wurde nicht gehört. Sie wurde an einem Kran aufgehängt. Ihr Todeskampf dauerte 11 Minuten. Den Strick hat ihr der Richter selbst um den Hals gelegt, da sich sogar der Henker weigerte, seines Amtes zu walten. Nach Artikel 83 der iranischen Verfassung wird vorehelicher Sex auch bei jungen Mädchen mit Steinigung bestraft. Auf Druck der EU ist es aber durch das "humanere" Aufhängen ersetzt worden, weil dabei der Körper nicht so zerfetzt wird. Nach Vorschrift des Koran dürfen für die Steinigung nämlich nur kleine Steine benutzt werden, damit der Tod möglichst langsam eintritt. So kann das Opfer noch miterleben, wie Teile des Körpers abgerissen und zerfetzt werden. Dr. Elyas, Vorsitzender des deutschen Zentralrates der Muslime hatte hierzu im Fernsehen erklärt: "Zu einem vorbildlichen islamischen Staat gehört natürlich auch die Steinigung". Mitten in Deutschland (Verlagsort Mörfelden-Walldorf) verteidigt eine türkische Zeitung "Anadoluda Vakit" die Steinigung von Menschen bei Ehebruch und würdigt gleichzeitig die Klugheit Hitlers. soviel zum thema todesstrafe in islamischen ländern.
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#159911 - 30.12.2006 15:25
Re: sadam hussein hingerichtet
[Re: Peter]
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Dauerbrenner
Registriert: 28.12.2003
Beiträge: 1190
Ort: Nördlich vom Südpol
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Man muss solchen Leuten gegenüber nicht tolerant sein.
...
Prinzipiell mag ich die Todesstrafe jedoch nicht, das möchte ich noch dazu anmerken.
Mit großem Erschrecken mußte ich heute Nacht zur Kenntnis nehmen, dass wieder einmal Unvernunft und Kurzsicht über die Menschlichkeit obsiegt hat. Ich stelle keineswegs in Frage dass der Hingerichtete ein Despot, Tyrann und Mörder war. Er hat eine seiner Taten angemessene Strafe verdient gehabt. Sein "schneller" Tod jedoch macht ihn einerseits zum Märtyrer, andererseits kann seine Hinrichtung nicht alleinige Genugtuung für das vieltausendfache Leid der Angehörigen seiner Opfer sein. Kein Verbrecher hat verdient nicht die Chance zur Läuterung zu bekommen. Nein, er sollte nicht wie viele Täter bei uns nach ein paar Jahren wieder Freigang oder sogar Gnade bekommen haben. Er hätte bis zum natürlichen Ende seiner Tage Gelegenheit zur Selbstfindung bekommen sollen. Erst wenn er sich dadurch hätte läutern können, hätte er seinen lebenslangen Freiheitsentzug auch für sich selbst als gerechte Bestrafung empfinden können. Und im Falle der eventuell nicht gänzlich unwahrscheinlichen Läuterung hätte er vom Saulus zum Paulus werden können, und damit der Welt helfen können, endlich einen großen Schritt weiter in Richtung FRIEDEN und vor Allem in Richtung Toleranz zu gehen. Auch wenn diese meine Ansicht nur auf einem ganz kleinen Funken Hoffnung fusste, so war es doch eine Hoffnung welche heute durch die Exekution des Diktators erstickt wurde. Der Tod ist keine Strafe. Das Leben aber kann Strafe sein. Es wird nicht bei den schon tausenden Gefallenen bleiben, die Verblendung der vielen an entscheidenden Stellen agierenden wird sich weiter zementieren, die Fronten gegen die Allierten werden sich weiter verhärten, und auch der blutige Bruderkampf wird jetzt erst recht entflammen, und könnte sich zum Flächenbrand ausweiten. Jetzt sollen nochmal 30.000 alliierte Soldaten der Großmannssucht des bei weitem unpopulärsten US-Präsidenten dienen. Man hat heute eine Chance vertan. Aber was immer bleibt ist Hoffnung.
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#159914 - 30.12.2006 17:10
Re: sadam hussein hingerichtet
[Re: Selbermacher]
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Pawlow
Registriert: 03.06.2005
Beiträge: 2016
Ort: Frankreich
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@Selbermacher, die Liste der barbarischen Verbrechen, die Du hier begonnen hast, könnte man - über die ganze Erde verteilt ! - unendlich fortführen. Gewalt und Unrecht sind weder an bestimmte Nationen, noch an einzelne Zivilisationen gebunden. Nur die ewigen "schrecklichen Vereinfacher" wollen dies glauben machen. Mit festen Feindbildern leben viele Menschen offenbar beruhigter, denn der diffuse Haß, den das Leben mit sich bringen mag, bekommt so eine Richtung. Es kann HIER eigentlich überhaupt nicht um die Todesstrafe gehen, denn damit läuft diese Debatte zumindest hier im Forum auf ausgefahrene Gleise - in die Wirkungslosigkeit; und Saddam wird womöglich noch zum Opfer. <img src="/forum_php/images/graemlins/trau27.gif" alt="" /> Wenn die Todesstrafe debattiert werden soll, bieten die grauenhaften Hinrichtungen gerade der letzten Wochen in den USA, die tausenden von Hinrichtungen im Wirtschafts-Wunderland China usw. ein weit wirksameres Feld. Ich finde - neben anderen -die Bemerkungen von @Luigihalodri bedenkenswert! <img src="/forum_php/images/graemlins/graem-thumbsup.gif" alt="" /> Hinzufügen sollte man gerade bei Saddam (und um den geht es doch wohl, es sei denn, eine allgemeine "Stammtischsitzung" wäre angesagt) das dies - und damit werden die Verbrechen dieses Menschen nicht um ein Gramm leichter!! - von Anfang an ein politischer Prozeß war. Er mußte weg - und so geschah es! Ungesühnt bleibt der größte Teil seiner Verbrechen, die er nur - man sollte es nicht vergessen! - gestützt auf eine skrupellose Organisation verüben konnte. Jahrelang haben, wie jeder weiß, führende Politiker auch des Westens ihm die Hände geküßt. Und auch dies blieb, sogar politisch in deren Ländern, wenn es doch juristisch schon gar nicht erfaßt werden konnte, ungesühnt!
Saddam war ein triebhafter atavistischer Täter, wie er auch in der Geschichte westlicher Länder reichlich zu finden ist. Daß er ausgerechnet in einem der ganz frühen Mutterländer abendländischer Zivilisation seine Wirkung entfalten konnte, ist schon ein besonderer Fußtritt der Geschichte ins Gesäß westlicher Selbstgefälligkeiten!
Gruß
Roger San
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Ivan Petrovitch, Nobelpreis 1904 (Medizin, Physiologie)
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#159915 - 30.12.2006 17:58
Re: sadam hussein hingerichtet
[Re: Maschtuff]
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Ohne Heilung
Registriert: 20.05.2002
Beiträge: 2695
Ort: Südlich vom Nordpol
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Ich finde, man hätte ihn zu uns nach Deutschland schicken sollen, zur Resozialisierung. Dann hätte er einen Fernseher in seiner Zelle gehabt, 3x Essen täglich, er hätte Anspruch auf einen Friseur gehabt, auch die Möglickeit zur körperlichen Ertüchtigung wären vorhanden, man hätte mit ihm reden können und es wäre sicher möglich gewesen, aus ihm einen besseren Menschen zu machen. Hätte sehr lange gedauert und es wäre natürlich sehr teuer geworden, Essen, Wäsche waschen, Wärter und Psychologen bezahlen usw. Er hätte dann auch seine Memoaren schreiben können, aber anscheinend ist er in die Hände von Betriebswirtschaftlern gefallen ....
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Viele Grüße  Ludo
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