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#22203 - 17.02.2005 11:45
Re: Automaticgetriebe bei Jeep GC rutscht
[Re: XTeam]
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Dauerbrenner
Registriert: 25.07.2004
Beiträge: 1037
Ort: Klein Bonum
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Frag doch mich, den ATG-Spezi für genau dieses Fahrzeug auf der Welt <img src="http://www.viermalvier.de/forum_php/images/graemlins/augen21.gif" alt="" /> Habe das Getriebe schon selbst überholt und mittlerweile schon das zweite auf dem Tisch. Vorab: Wenns es rutscht, ist es bald tod!!!! War bei mir auch so. Und das ist keine Schwarzmalerei, sondern leider bittere Erfahrung, auch von anderen Leuten. Aber noch kann man was machen und sich die Megakosten ersparen! <img src="http://www.viermalvier.de/forum_php/images/graemlins/hack.gif" alt="" /> 1. Kontrolliere das ÖL auf Stand und vor allem Farbe und Geruch 2. Egal wann der letzte Wechsel war, mache die Ölwanne ab und kontrolliere Filter und Wanne auf Abrieb und Späne 3. Installiere Dir einen Zusatzölkühler Hier einige meiner Threads, die hilfreich sind: 1. ATG-Spühlen: http://www.jeepforum.info/forums/index.php?act=ST&f=8&t=44172. Ganz wichtig mit vielen Bildern: http://www.jeepforum.info/forums/index.php?act=ST&f=8&t=39803. Mehr Infos: http://www.jeepforum.info/forums/index.php?act=ST&f=7&t=5910Und ein aktueller Text von mir: Genau wie jede andere Flüssigkeit, verringert sich die Viskosität des ATFs proportional zur Temperatur. Beim ATF geht man davon aus, das der optimale Bereich unterhalb von 100 Grad liegt. Darüber wird es schnell dünnflüssiger und ein Teufelskreis im technischen Sinne beginnt -> Der Wandler arbeitet nicht mehr optimal (von der Kraftübertragung her), da das Öl zu "flutschig" durch die Turbinenschaufeln rutscht. Das bedeutet aber auch, dass nun mehr Hitze entsteht, denn die Ölbewegung ist stark beschleunigt (im Wandler). Kommt es nun zu Kavernierung des Öl (also dem Entstehen kleiner Gasbläschen), verliert es zusätzlich noch seine Fähigkeit, Wäre abzutransportieren und zu schmieren, wodurch die Temperatur abermals steigt. Ruck Zuck stirbt das Getriebe den hitzetod und reißt im schlimmsten Falle auchnoch andere Komponenten im ATG mit sich (eingelaufene Wellen, Planeten etc).
Ein grundsätzliches Problem bei unseren Amis ist nun die direkte Kopplung von Kühlkreislauf und ATG-Kühlung. Unsere Standard-Thermostate öffnen erst ab 100 Grad, also wird das ATF zwangserhitzt auf eine Temperatur überhalb der Betriebstemperatur...Skuril aber wahr. Ein Rutschen bedeutet auf jeden Fall ein Ölproblem! Schiebs nicht auf, sonst wirds bitter. Als findiger Mensch, kann man das ATG zwar selbst überholen, aber der Ein- und Ausbau und der Aufwand überhaupt sind schon unangenehm. Zumal auch Teile kaputt gehen können. Hier mal Horrorbilder unseres aktuellen Projkets (genau Dein ATG, Granny 1993 46Rh / A518): Wohlegmerkt: Entstanden durch fehlenden / zu geringen Ölfluss. Flashi <img src="http://www.viermalvier.de/forum_php/images/graemlins/augen21.gif" alt="" />
Bearbeitet von Flashman (17.02.2005 11:46)
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10 Dirham!
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#22208 - 17.02.2005 19:26
Re: Automaticgetriebe bei Jeep GC rutscht
[Re: PeterG]
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Anonym
Nicht registriert
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#22210 - 18.02.2005 11:27
Re: Automaticgetriebe bei Jeep GC rutscht
[Re: XTeam]
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Dauerbrenner
Registriert: 25.07.2004
Beiträge: 1037
Ort: Klein Bonum
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Der Granny ist wirklich ideal für diese Art von Rennen. Wir wollten ja anfänglich auch die BB mit einem Granny fahren und die Idee existiert (für später) auch noch. Aber ganz ehrlich: Tue es nicht! Wie Du schon sagtest, gibt es zwei Hauptprobleme und die sind wirklich heftig.
1. Getriebe: Wenn es gut gekühlt ist (Zusatzkühler), dann ist es eines der besten Renngetriebe der Welt. Die Amis setzen das 46RH sogar beim Dragracing ein und Dodge verbaut es noch immer in den fetten Maschinen. Aber eben nur, wenn für Kühlung gesorgt ist. Insofern ist das eigentlich gar nicht das Problem.
2. Die Achsen: Brauchen wir kaum drüber zu sprechen. Ein dicker V8 Motor über einer Dana 30? ... Sehr witzig, @DaimlerChrysler. Entweder die Welle bricht, wobei das garnicht passieren wird bei dieser Art von Rennen, denn die homokinetischen (birfields) halten schon ne Menge aus, oder es geht irgendwas am gehäuse kaputt. Bei der Rohstärke und Stabilität der Achsgabeln, kannst Du sicher fast mitzählen, wie es Plong macht :-) Die Dana 35 hinten tut ihr übriges, ist aber eben nicht ganz so hoch belastet.
Wir (mein Team und ich) werden dahingehend dem Granny (wenn wir es mal schaffen), zwei neue Achsen spendieren, eine Longarmanlenkung und Hilfsrahmenverstärkung.
Ansonsten hast Du aber auch noch viele Modifikationen vor Dir, die auch dazu gehören: Stablierer Panhardstab mit extra Bracket, e-Lüfter (damit der Visko im Schlamm nicht alles hochpumpt) etc..
Und nicht zuletzt, besitzt der Granny schon einiges an Elektronik, was man abdichten sollte und vor allem dennoch einen Ausfallgrund darstellen kann. Beim 93er Modell ist das aber wenig tragisch...zum Glück!
Tschau, Flashi <img src="http://www.viermalvier.de/forum_php/images/graemlins/hack.gif" alt="" />
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