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#381579 - 11.02.2010 10:53
Re: Fahrverbot / Umweltzone
[Re: ]
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Mogerator
Registriert: 18.05.2002
Beiträge: 18990
Ort: Bochum, NRW, Deutschland
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Höhepunkt und Trendumkehr bei den hauptsächlich verursachenden Dieselfahrzeugen liegen naturgemäß ein ganzes Stück im mindestens durchgängig grün Plakettierten, wie auch ungeniert angesprochen wird:
" Gegenläufige Trends sind erst ab der wirksamen Einführung von EURO 5 und 6 und/oder bei einem abnehmenden Anteil von Diesel-Fahrzeugen zu erwarten." Ein gerne angebrachtes Argument der Befürworter der Zonen, das man allerdings auch mal kritisch betrachten sollte: Erstens belegen die Zahlen aus der Maut , daß der Anteil an schadstoffarmen Fahrzeugen auf den Autobahnen (da messen ja die Mautkontrollorgane) stark zugenommen hat, stärker als erwartet. Ursache hierfür ist die rückläufige Anzahl an älteren Fahrzeugen, bedingt durch die Krise und den damit verbundenen Rückgang an Transporten insgesamt. Hier ist es einfach so, daß die Spediteure mit gemischten Fuhrparks bezüglich Schadstoffausstoß (also praktisch alle) bei Auftragsrückgängen zuerst die älteren (in der Maut teureren) Fahrzeuge stehen lassen. Da die LKWs ja nicht nur auf der Autobahn unterwegs sind, sondern auch zu Zielorten innerhalb der Zonen fahren, kann man davon ausgehen, daß der Trend hier in eine ähnliche Richtung geht. Ferner kommt momentan das Wetter hinzu, wodurch viele Fahrzeuge ebenfalls nicht fahren: Nämlich die, die für die Baubranchen tätig sind (wo der Anteil an älteren Fahrzeugen aufgrund der geringeren jährlichen Fahrleistungen deutlich höher ist als im Fernverkehr). So fahren hier in Essen seit rund 2 Monaten kaum noch Kipper, Betonmischer oder sonstige Baufahrzeuge, weil einfach die Baustellen brach liegen. Ebenso verhält es sich mit den Baumaschinen. OK, der Anteil an Winterdienstfahrzeugen ist höher, aber die Städte und Kommunen hier haben zumeist recht junge Fuhrparks mit quasi durchgehend grünen Plaketten. Daß trotz des definitiv gesunkenen Anteils von Altfahrzugen die Schadstoffwerte rauf gehen, kann also nur bedeuten, daß irgendwas am Konzept der Zonen falsch ist. Ein Kind mit einer Kiste Lego macht sich vom Wunder der Hysterese so viel Begriff noch bevor man es lesen zu lernen schickt, daß es nicht ohne Weiteres diese Schwierigkeiten mit der Brobblemadhig haben darf. (DaPo gibt aber bestimmt Nachhilfe, wenn man ihn nur höflich um seinen Lieblingselektrosmogwitz bittet und an der Stelle des Funkmastes darin seine erste Umweltzone errichtet.) Wenn ich am Wochenende mal bei drei Promille angekommen bin, versuche ich, den tieferen Sinn dieser Aussage zu verstehen 
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Grüße DaPo
Fußball war doof, Fußball ist doof, Fußball bleibt doof.
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#382789 - 17.02.2010 14:25
Re: Fahrverbot / Umweltzone
[Re: ]
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kein zweiter
Nicht registriert
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#382802 - 17.02.2010 15:33
Re: Fahrverbot / Umweltzone
[Re: DaPo]
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Hier geht gar nichts mehr
Registriert: 15.10.2004
Beiträge: 3403
Ort: Tulifurdum
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Herausgeber: Verwaltungsgericht Hannover
Eilanträge gegen Änderung der Umweltzone (teilweise) erfolgreich Änderung des Luftreinhalteplanes ist ohne gesetzlich vorgesehene Beteiligung der Öffentlichkeit unzulässig
Mit Beschluss vom 16.02.2010 gibt die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts den Eilanträgen von zwei von insgesamt vier Antragstellern statt und untersagt der Landeshauptstadt Hannover im Wege einer einstweiligen Anordnung, ihren Luftreinhalteplan entsprechend der Weisung der Umweltministeriums zu ändern, ohne zuvor die in § 47 Abs. 5 a BImSchG vorgesehene Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt zu haben. Die Antragsteller wohnen im Bereich der Umweltzone in Hannover und wenden sich dagegen, dass die Landeshauptstadt Hannover ihren Luftreinhalteplan entsprechend einer Weisung des Umweltministeriums ändert, ohne zuvor die Öffentlichkeit zu beteiligen. Der Luftreinhalteplan soll so geändert werden, dass bis zum 31.12.2011alle Dieselfahrzeuge der Schadstoffklasse EURO 3, auch wenn sie nicht mit einem Partikelfilter nachgerüstet sind, die Umweltzone befahren dürfen. Nach Auffassung des Gerichts folgt aus der Vorschrift, die Öffentlichkeit zu beteiligen, ein Recht eines jedes Einzelnen, der Teil der von dem Luftreinhalteplan betroffenen Öffentlichkeit ist, dieses Recht grundsätzlich auch einzuklagen. In Bezug auf zwei der vier Antragsteller lehnt das Gericht die Anträge allerdings ab, weil diese Antragsteller die Möglichkeit haben, gegen die Änderung des Luftreinhalteplans selbst vorzugehen. Eine derartige Möglichkeit besteht aber nur für die Antragsteller, die an der Marienstraße wohnen, wo der Grenzwert für Stickstoffdioxid - unstreitig - überschritten wird. An den Wohnorten der beiden anderen Antragsteller wird der maßgebliche Grenzwert - so jedenfalls die Annahme des Umweltministeriums, der das Gericht für das Eilverfahren gefolgt ist - nicht überschritten. Diese Antragsteller können deshalb nicht gegen die Änderung des Luftreinhalteplans vorgehen. Sie können ihren Anspruch auf Beteiligung der Öffentlichkeit an der Änderung des Luftreinhalteplans bereits jetzt geltend machen, weil für sie nachträglicher Rechtsschutz nicht in Betracht kommt. Die Gründe, die nach Auffassung des Umweltministeriums einen Verzicht auf die gesetzliche vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung rechtfertigen, überzeugen die Kammer nicht. Die Kammer hält die geplante Änderung des Luftreinhalteplanes nicht für unwesentlich und auch nicht für umgehend erforderlich, um durch Partikelfilter erhöhte Stickstoffdioxidimmissionen abzuwenden. Die Kammer geht gegenwärtig auf Grundlage ihres Urteils vom 21.04.2009 - 4 A 5211/08 - davon aus, dass bei jedem Diesel-Kfz, das mit einem Oxidationskatalysator ausgerüstet ist, der Einbau eines Partikelfilters zu einer Verminderung der Stickstoffdioxidemissionen führt. Die neueren Untersuchungen hinsichtlich des Emissionsverhaltens von Kfz'en, auf die das Umweltministerium hingewiesen hat erfordern gerade die Beteiligung der Öffentlichkeit an einem möglichen Änderungsverfahren, damit alle relevanten Erkenntnisse berücksichtigt und bewertet werden können. Schließlich vermag das Gericht eine besondere Eilbedürftigkeit für die angewiesene Änderung des Luftreinhalteplans auch deswegen nicht zu erkennen, weil ein Änderungsverfahren schon zu einem sehr viel früheren Zeitpunkt hätte eingeleitet werden können. Gegen die Entscheidung ist die Beschwerde vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zulässig. Aktenzeichen: 4 B 533/10 Diejenigen, die das jetzt als "Sieg der Umweltzone" feiern, haben leider nicht verstanden, dass es nur um di Frage ging: "Kann man so einen Runderlaß vom Land in Kraft setzen oder muss es vorher eine Bürgerbeteiligung geben?" Dazu hat das Gericht gesagt: Nein, nicht ohne Bürgerbeteiligung. Das das Gericht dazu auf sein eigenes Urteil aus 2009 zurückgegriffen hat ist nur schlüssig. Das irgendwelche selbsternannten Umweltheinis jetzt den vermeintlichen Erfolg bejubeln, zeigt mit welchen Mitteln diese Leute arbeiten. Es geht nicht um Fakten, sondern um Populismus und Meinungsmache. Inzwischen wird sogar ganz offen mit der Angst vorm pösen Feinstaub und NOx operiert. Das die Umweltzone an diesen Problemen nichts ändert, geht in der Diskussion unter.
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#382823 - 17.02.2010 17:29
Re: Fahrverbot / Umweltzone
[Re: Caruso]
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Hier geht gar nichts mehr
Registriert: 15.10.2004
Beiträge: 3403
Ort: Tulifurdum
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"Das Verwaltungsgericht Hannover hat der Landeshauptstadt untersagt, die Regelungen für die Umweltzone in der Landeshauptstadt ohne Öffentlichkeitsbeteiligung zu verwässern."
Welche Öffentlichkeit meinen die? Wollen die jetzt die Bewohner,der Stadt fragen? Das VG hats nichts von "verwässern" geschrieben. Es hat dargelegt, dass eine vorherige Bürgerbeteiligung notwendig gewesen wäre. Auch wenns dem einen oder anderen bisher entgangen ist. Es gibt bei einigen Dingen eine Bürgerbeteiligung. Zum Beispiel bei Bebauungsplänen und bei dieser VO. Wird sogar veröffentlicht und man kann Einwendungen erheben. Demokratie auf kleinstem Raum sozusagen. Nur eben vom Bürger, der sich über den Kram jetzt aufregt, nicht wahrgenommen. Ist ja nicht so, dass die Fahrverbotszone von heute auf morgen vom Himmel fiel. Das war alles Jahre vorher bekannt. Nur Herrn Sander, seines Zeichens niedersächsischer Minister, eben nicht. Der hats erst gemerkt, als ohne grüne Plakette nichts mehr ging und daraufhin seine Politposse gestartet. War unschlau von ihm und ging nach hinten los. Positiver Aspekt: Die Fahrverbotszone ist wieder in aller Munde. Mit etwas Glück brodelt es bis zur Kommunalwahl 2011 weiter und es gerät nicht in Vergessenheit wer uns den Käse eingebrockt hat.
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#382955 - 18.02.2010 16:14
Re: Fahrverbot / Umweltzone
[Re: Caruso]
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kein zweiter
Nicht registriert
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Unterlegen war der Gute mit dem Seinen, weil es bei allem Gehör nicht zu begründen war. Mithin keineswegs eine Ohrfeige der Sorte "kalt erwischt, Sie Politiker" oder per se ein Selbstläufer, sondern eine Entscheidung schon der Klasse "geprüft, aber verworfen, keine Aussicht", wie in manchen der Darstellungen ja deutlich werden durfte. Kanon hätte nicht ohne Weiteres geholfen. Mal mit großem W.
Und nun: In keinem Fall will der Minister eine neue Weisung erlassen, die eine Bürgerbeteiligung notwendig macht. „Das würde viel zu viel Zeit kosten und den Menschen nicht helfen“, sagt er. Formell hatte er das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht verloren, weil er die Bürger nicht eingebunden hatte, als er Hannovers Umweltzone im Januar stoppte. HAZ.de gestern abend
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#384241 - 25.02.2010 14:18
Re: Fahrverbot / Umweltzone
[Re: ]
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kein zweiter
Nicht registriert
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#384995 - 02.03.2010 11:48
Re: Fahrverbot / Umweltzone
[Re: Caruso]
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Hier geht gar nichts mehr
Registriert: 15.10.2004
Beiträge: 3403
Ort: Tulifurdum
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Denn seit Montag prüfen Stadt und Land, ob die Emissionsziele, die von der EU vorgegeben sind, auch ohne Umweltzone zu schaffen sind – „ergebnisoffen“, wie man so sagt. Dabei kann als sicher gelten, dass diese Prüfung mehr als nur eine Alibiveranstaltung werden soll. Zumindest im Umweltministerium, das verriet schon Sanders schelmisches Grinsen während des gemeinsamen Auftritts mit Weil, stehen die Zeichen recht klar auf Abschaffung der Umweltzone. „Das Ministerium wird versuchen, uns davon zu überzeugen, dass es auch ohne geht“, sagte Weil also, und Sander nickte neckisch dazu. http://haz.de/HAZ/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hannovers-Umweltzone-auf-dem-PruefstandSollte sich doch noch etwas in die richtige Richtung bewegen? Sollte die EU-Fahrverbotszonenvorzeige-Stadt doch noch umschwenken?
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#385018 - 02.03.2010 13:46
Re: Fahrverbot / Umweltzone
[Re: ]
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kein zweiter
Nicht registriert
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14 eingetragene (Dominique, G460/463, Dailytreiber, MacBundy, l_andy, Groby, Montana, 5 unsichtbar),
33
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Key:
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Global Mod,
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