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#338658 - 06.07.2009 10:53 Autark leben...
RoverLover Offline
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Registriert: 06.11.2002
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Ich weiss, für Permakultur und sowas gibts eigene Foren, aber hier ist bekanntlich das Wunderforum, wo die sonderbarsten Gestalten sich rumtreiben, deshalb frag ich mal...

Stellt euch einfach mal vor einem wie mir, sagen wir mal ich... also mir und auch meiner Freundin würde das Leben in einem System, das prinzipbedingt ungerecht und zum Scheitern verurteilt ist, granatenmässig stinken.

Nehmen wir mal weiter an, ich würde mein derzeit nicht wirklich vorhandenes Recht auf Selbstbestimmung in Anspruch nehmen wollen, was würde man dazu brauchen? Nehmen wir weiter an ich hock alleine in einem 150qm-Einfamilienhaus rum und Tanja hockt in 370 km Entfernung auch alleine in einem 150qm-Einfamilienhaus rum, was auf Dauer extrem dämlich und unwirtschaftlich ist.
Wenn man also entscheidet das sinnvoller zu machen und bereit ist gleich ein paar Schritte weiter zu gehen...

Ziel ist nahezu vollkommene Unabhängigkeit von Papa Staat, was natürlich nicht geht, aber eben soweit als möglich.

Starten soll das ganze mit einem sanierungsbedürftigen Bauernhof, bzw. einer alten Mühle, weit weit draussen a.A.d.W.
Dazu soll ein Stück Land, vielleicht gar ein bisschen Wald gehören, es soll ein fliessendes Gewässer und ein Brunnen vorhanden sein.

Verschiedene Energien müssten also aus sogenannten erneuerbaren Energien gewonnen werden und verschiedene stabile Kreisläufe müssten in Gang gesetzt werden:

- Strom
Solar is eh klar... eventuell Wasserkraft. Was geht noch?

- Heizenergie
Weg vom Öl...
Solar, Erdwärme? Holz? Biomasse? Ab welcher Masse macht die Energiegewinnung Sinn?

- Trinkwasseraufbereitung
Regenwasser, Brunnen...

- Brauchwasserbevorratung
Zisternen, is eh klar.

- Abwasser und Sch... .toffwechselendproduktklärung
Da wirds schon interessanter. Da gibts wohl interessante Möglichkeiten den Kack in Energie zu verwandeln, anstatt den ganzen Scheiss über Kilometer zu transportieren um in da aufwendig klären zu lassen....

- Nahrungsmittelversorgung
Das wird aus meiner Sicht das schwierigste, da hierzu viel Wissen und Erfahrung gehört. Wir wollen alte Tugenden für uns wiederentdecken, Gemüse und Obst einlagern, Einkochen etc. Eben möglichst viel aus eigenem Anbau abdecken und zunehmend seltener im Laden einkaufen, sondern von angrenzenden landwirtsch. Betrieben direkt abnehmen, was wir nicht selbst erzeugen. Eben diese ganze Irsinnsmaschinerie umgehen, die unser Konsumleben so erzeugt.


- Abfallentsorgung
Möglichst wenig Restmüll, möglichst viel kompostieren, bzw. in Energie wandeln.

Funktionieren muss dieses System für 2 Personen in max 150-200qm Wohnraum...

Hat sich da schonmal wer damit befasst oder gar eigene Erfahrungen gesammelt?
Ein Nullenergiehaus wird mit einem alten Gehöft natürlich nicht umsetzbar sein, alles ist daher irgendwie ne Frage der Kapazitäten...
Wieviel Wald braucht man um pA sagen wir mal 10-15 Raummeter Holz einschlagen zu können?
Wieviel KW Strom müssten wohl aus erneuerbaren Energien erzeugt werden?

Lauter so Fragen...
_________________________
Der Charme eines Geländewagens wächst mit dem Grad seiner Abnutzung.

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#338659 - 06.07.2009 10:59 Re: Autark leben... [Re: RoverLover]
lindenbaum Offline
Ranziger Pandaputzer

Registriert: 08.03.2007
Beiträge: 1048
Ort: Köbach
Also so ungefär:



Gruß, Michael

PS: Getrockneter Kameldung geht zum kochen....
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Intuition ist die Gabe, die Lage in sekundenschnelle falsch zu beurteilen

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#338661 - 06.07.2009 11:05 Re: Autark leben... [Re: lindenbaum]
RoverLover Offline
Gesperrt bis zum 11.11.

Registriert: 06.11.2002
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Ort: PLZ 69250
So in etwa... vom Prinzip her schon, nur halt mit Wohnsitz.
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#338670 - 06.07.2009 11:33 Re: Autark leben... [Re: RoverLover]
Lupo Offline
Freigeist

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Beiträge: 7325
Ort: M
ja, man befaßt sich auch, wenn auch noch mit wenig Ernsthaftigkeit.

- Windenergie sollte nicht vergessen/unterschätzt werden
- ein Gärtnerpraktikum/Landwirtschaftspraktikum ("mindestens Praktikum") täte sicher gut
- Schafe vom "Nachbarn" auf eigenem Grund grasen lassen, Wiese wird gemäht und bissi Fleisch gibts dann sicher als Gegenleistung.
- Hühner sind doof, aber legen Eier und geben im Notfall Happihappi - und wenns der Nachbar mit "erlegt".
- Brotbacken ist wohl nicht soooo schwer.
- geerbtes altes Nudelbrett nicht wegwerfen
- Kartoffel anbauen lernen
- Käse machen lernen


Motorsäge kaufen... und jetzt kommmts... und ein paar richtig geile Beile/Äxte zulegen.

- beide Häuser abstoßen, Immobile finden, auf Verkehrsanbindung und künfitge Planungsmöglichkeiten achten (Autobahn, Eisenbahn, Flughafen - da passiert mehr, als man sich denken kann)und loslegen, Internet ist Pflicht, TV nicht. und das ganze dann halt auch vernünftig "erleben" können... jobmüßig/finanziell und so.


Nur ein paar Ideen, nicht mehr.


L.C.

(bin Dein erster Besucher - wobei ich ja immer noch die Alters-WG im Kopf habe)
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http://www.offroadhoch2.de

Blasentheater ist die Seifenoper des Internets




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#338671 - 06.07.2009 11:36 Re: Autark leben... [Re: Lupo]
RoverLover Offline
Gesperrt bis zum 11.11.

Registriert: 06.11.2002
Beiträge: 14800
Ort: PLZ 69250
Genau so schwebt uns das vor... Häuser verticken, alten Hof aufgabeln. Haus nicht zu groß, lieber mehr Land drumrum, komplett modernisieren. Darin haben wir beide schon Erfahrung gesammelt... nur eben nicht unter dem Aspekt autarkes Wohnen. Aber wenn wir schon neu anfangen, dann gleich anders...
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#338673 - 06.07.2009 11:45 Re: Autark leben... [Re: RoverLover]
landcruiser Offline
Hier geht gar nichts mehr

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Beiträge: 3453
Ort: Tulifurdum
Original geschrieben von: RoverLover
...
- Abfallentsorgung
Möglichst wenig Restmüll, möglichst viel kompostieren, bzw. in Energie wandeln.

...


Zuerst mal: Umdenken!

Denn Restmüll passt nun gar nicht zu weitestgehender Autarkie.

Und dann Ansprüche definieren und schauen wo überhaupt Abstriche möglich sind.

Denn die Erfahrung zeigt, dass man mit viel weniger auskommt als bisher gewohnt - wenn man ernsthaft will (!!!)

und man lernt ganz andere Dinge schätzen

mal so aus dem Bauch heraus

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#338674 - 06.07.2009 12:08 Re: Autark leben... [Re: landcruiser]
RoverLover Offline
Gesperrt bis zum 11.11.

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Beiträge: 14800
Ort: PLZ 69250
Jepp, wir wollen weg vom Konsum, aber ich glaube nicht, dass es realistisch ist, dass überhaupt kein Restmüll mehr anfällt. Wir wollen nicht zu radikal werden, sondern einfach nur vernünftig mit Resourcen umgehen. Ne Mülltonne wird uns die Gemeinde schon aufs Auge drücken, selbst wenn wir tatsächlich keinen Restmüll mehr produzieren sollten.
Wir wollen einfach wieder bewusster mit Nahrungsmitteln umgehen, den Geschmack eines selbst gemachten Ziegenkäses und von selbst erzeugtem Obst und Gemüse wieder richtig wertschätzen, einfach insgesamt bewusster Leben und raus aus der Mühle des Immermehr, Immerschneller, Immertoller, Immereinfacher...
Ich verbringe so viel Zeit unbewusst im Büro, täglich NineToFive, ob viel zu tun ist oder nicht... nur um immer mehr Geld zu verdienen mit dem man ein System füttert, das einen gefangen hält...
Wir wollen uns von unnötigem Ballast befreien und uns auf das konzentrieren was man wirklich braucht.
Bewusst gelebte Zeit.

Ich will abends wieder müde ins Bett gehen und nicht matt...
_________________________
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#338675 - 06.07.2009 12:11 Re: Autark leben... [Re: landcruiser]
ranx Offline
ranx hat sich selbst vom Thema als Leser gelöscht.

Registriert: 03.02.2003
Beiträge: 13252
Ort: nähe Kassel
ja !

Ist doch ganz einfach, muss man noch nicht mal in die weite Vergangenheit zurück gehen.

Einfach mal die Dörfer angucken, in den Randgebieten der Geographie. Küste, Berge etc.
Da läuft es doch noch zu 70-90% so.
Und dann Stück für Stück anfangen, und Irgendwann schaltest du den Rest einfach ab...

Nachtrag: Mist, das gute Papier für den Drucker ist alle, ich muss mal kurz Einkaufen gehen...


Bearbeitet von ranx (06.07.2009 12:13)
Bearbeitungsgrund: ja, ja
_________________________
ranx2

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#338676 - 06.07.2009 12:24 Re: Autark leben... [Re: ranx]
RoverLover Offline
Gesperrt bis zum 11.11.

Registriert: 06.11.2002
Beiträge: 14800
Ort: PLZ 69250
Ich glaub auch, dass man dieses Leben wieder lernen muss, aber am Anfang steht erstmal die Infrastruktur, die geschaffen werden muss. Da kann man sicher viel viel falsch machen, was man später vielleicht nicht mehr umbiegen kann.
Es wird wohl ne Kombination aus altem, bewährtem Wissen und moderner Technologie. Ein reizvolles Projekt, find ich.
Wobei ich der einfachen, bewährten Methode stets den Vorzug gegenüber moderner Technik geben würde, denn auch moderne Technik macht einen stärker abhängig als beispielsweise ein Mühlrad, das sich ich im Bach dreht...


_________________________
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#338677 - 06.07.2009 12:27 Re: Autark leben... [Re: ranx]
landcruiser Offline
Hier geht gar nichts mehr

Registriert: 15.10.2004
Beiträge: 3453
Ort: Tulifurdum
Bei Energie würde ich nicht nur "auf ein Pferd setzen"

Beispiel:

Kochen und Heizen mit Holz
Warmwasser mit Holz
ergänzend (oder bei gutem Wetter 100%) Warmwasser durch Sonne (alles Eigenbau mit Speichern, fertig kaufen ist m.E. zu teuer)

Strom aus Sonne würde ich auf einfachstem Level versuchen: 12 oder 24 Volt, reicht für Licht und Kühlschrank.

Wenns etwas mehr kosten darf und man auf Komfort wie Waschmaschine/Spülmaschine/Mikrowelle/Kaffeemaschine nicht verzichten will, würde ich über ein Blockheizkraftwerk auf Basis Altpöl-/fett nachdenken.

Problem aus meiner Sicht: Solange man körperlich fit ist, kann man sehr viel machen. Man muss aber auch spätere Zeiten denken oder wenn man mal krank ist und beispielsweise eben kein Holz für den Herd/Ofen hacken/sägen kann

Was man innerhalb von Wochen lernt: Der natürlich Rythmus kommt zurück. Wenns dunkel wird, kommt die Müdigkeit und man wird wach, wenn es hell wird.

Die persönlichen Prioritäten verschieben sich im Lauf der Zeit.

Schönes Projekt und ich wünsch Dir auf jeden Fall schonmal viel Erfolg dabei!

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#338678 - 06.07.2009 12:29 Re: Autark leben... [Re: RoverLover]
lindenbaum Offline
Ranziger Pandaputzer

Registriert: 08.03.2007
Beiträge: 1048
Ort: Köbach
Original geschrieben von: RoverLover


Ich will abends wieder müde ins Bett gehen und nicht matt...


Der Wunsch ist für mich nachvollziehbar! Wobei 1 ½ h Fußballtraining mit einer D-Jugend da auch schon Wunder bewirken kann...

Gruß, Michael

_________________________
Intuition ist die Gabe, die Lage in sekundenschnelle falsch zu beurteilen

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#338679 - 06.07.2009 12:32 Re: Autark leben... [Re: ranx]
IVECOFlo Offline
Enthusiast

Registriert: 03.01.2007
Beiträge: 262
Ort: Zaschwitz
whistle Hi, ich mache das auf 800 qm so halb:
Müll ist ein riesen Problem - man glaubt gar nicht wieviel beschichtetes Zeug und Plasitk da dabei ist - alles andere kann termisch verwertet werden. Der Rest wandert in kleinen Säckchen zu Freunden und in die Arbeit...
Gemüse aus dem Garten ist fein smile - aber mehr als einen Grundstock und ein paar Leckerlis - Erdbeeren etc. bekomme ich zeitlich nicht hin. Und das macht richtig ARBEIT!
Schafe wären noch super ... irgendwann. Das mit dem Fleisch vom Bauern ist gut - aber man muss die Lagerung mitbedenken - dazu brauchts Kühlung und das braucht ne Menge Strom. Ich nehme den aus dem Netz da mit einer so kleinen Anlage (wie ich sie mir leisten könnte) der Bedarf nicht zu decken wäre.
Was das Abwasser betrifft - bei so kleinen Mengen rentiert sich das mit der Energiegewinnung kaum. Eine Pflanzenkläranlage ist da schon besser und sorgenfreier.

Billiger ist das aber insgesamt kaum - macht braucht auf einmal eine Menge Diesel für Fahrten die man in der Servicewelt nie machen müsste.
Insgesamt eine tolle Sache - es lohnt sich. Man geht nicht matt, nicht müde, sondern tot und steinschwer ins Bett. Dafür wacht man aber auch erholt und kräftig mit der Sonne wieder auf.
Und man ist nach jeder Stadtfahrt heilfroh wieder aus diesem Irrenhaus zurück nach Hause zu kommen.
Gruß!
Flo


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#338680 - 06.07.2009 12:33 Re: Autark leben... [Re: ranx]
ChristophB Offline
Hier geht gar nichts mehr

Registriert: 19.06.2003
Beiträge: 3222
Ort: nähe Kaiserslautern
Mit Bauernhof und Selbstversorgung und allem zipp und zapp hab ich auch schon geliebäugelt, in meinem Bekanntenkreis gibts auch ein paar, die das angegangen sind oder bald machen wollen.
Aber mal ganz ehrlich, ich wollte mich nicht komplett von dieser Welt verabschieden.
Und tatsächlich autark zu sein, ist zwar eine romantische Vorstellung, bedeutet aber in Wirklichkeit einen riesen Aufwand betreiben zu müssen mit geringem Nutzen und ist vllcht auch eher ne (kurzfristige?) Liebhaberei?

Ich tendiere eher in Richtung so einer Art *zufriedenheitsoptimierung*
Das würde für mich bedeuten, mir ein für mich angenehmes Land dieser Welt auszusuchen (klimatisch,kulturell,politisch.. je nach persönlichen Schwerpunkten) und dort einen Hof zu beziehen, ohne vollkommen autark sein zu müssen.
In ursprünglicheren Ländern als Deutschland macht Bauer A den Ziegenkäse, Bauer B backt Brote und Bauer C erzeugt Fleisch und Milch von seinen Rindern.
Aber da ich mich darum nicht selbst kümmern muss, bleibt mir Zeit, andere Dinge zu tun (sei es reisen)

Kartoffeln, Salate, Gemüsesorten kann man selbst anbauen...bei allem, was darüber an Selbstversorgung hinausgeht (v.a. Tiere) muss man sich darüber bewusst sein, dass man dan im Grunde den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat, als sich selbst am Leben zu halten.
Und umso geringer die Spezialisierung ist, desto uneffektiver (also zeitraubender) wird die Arbeit.
An Urlaub ist dann auch kaum noch zu denken...da müsste man schon in eine Kommune mit Aufgabenteilung ziehen...

Generell aber eine sehr schöne Idee.
Mich würde es ja nach Spanien ziehen...evntl Galicien (in die Nachbarschaft von vishnu, falls sich noch wer erinnert) wink...alleine das Wetter macht so viel an Lebensqualität aus...

Bekannte Beispiele gibts ja einige:
+ Ton Steine Scherben in Fresenhagen (SH)
+ RPS Lanrue baut Zitronen in Portugal an
+ Smudo lebt in ner Kommune in der Eifel

Viele Grüße
Christoph

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#338682 - 06.07.2009 12:42 Re: Autark leben... [Re: RoverLover]
Birol Offline
schreckt vor nix zurück

Registriert: 17.05.2002
Beiträge: 2506
Ort: Zuhause
@ Froschrover

Und Du glaubst wirklich daß Du da in deiner Einöde dies alles tun kannst und Dich die Behörde dort auf deinem Bauernhof
alles machen und in Ruhe läßt!
muha

Träum mal lieber davon anstatt sowas anzugehen.

Du hast vollkommen Recht daß wir ein System füttern das verm. zu nichts anderem als zum Scheitern verurteilt ist.
Mit jedem neu erbauten Zig-Millionen-Glaspalast, mit jeder neuen bürokratischen Auflage und Richtlinie,
mit jeder neuen Reform kommt es und vor allem jede Sparte ihrem Niedergang einen deutlichen Schritt näher.
Das Ganze ist wie ein altes Riesenluxusschiff, das mehr und mehr Lecks bekommt,
ständig mit falschen Reparaturen um Leute zu beschäftigen mehr demoliert wird,
drinnen und oben aber weiter feste gefeiert und als Wichtigstes auf die Anzugsordnung beim Kapitänsempfang Wert gelegt wird.

Sei Dir im Klaren daß Du in diesem Schiff drin bist, selbst wenn Du ganz vorne oder irgendwo in einer Nische von dem ganzen Theater fernbleibst,
irgendeiner stöbert Dich irgendwann auf und wenns untergeht gehst Du mit unter.

Wenn Du Pech hast steht Dir als Aussenseiter nicht mal eine Schwimmweste geschweige denn ein Platz im Rettungsboot zu.

Sowas kannst Du in der Wüste oder in der Mongolei durchziehen, wo das Gesellschaftssystem so stabil ist
daß es nicht auf permanentes Wachstum angewiesen ist und nicht mit jedem Börsencrash ins Straucheln kommt.

Aber gewiß nicht in Mitteleuropa!

Kauf Dir nen Tdi und im Supermarkt ein und zahl brav deine Steuern und tanze auf der Party solange sie noch geht.
_________________________
"Auto racing, bull fighting, and mountain climbing are the only real sports ... all others are games.” E. Hemingway

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#338683 - 06.07.2009 12:50 Re: Autark leben... [Re: IVECOFlo]
RoverLover Offline
Gesperrt bis zum 11.11.

Registriert: 06.11.2002
Beiträge: 14800
Ort: PLZ 69250
Ich will nicht mehr in diese irre Welt raus müssen, weil meine Arbeitszeit von 9 bis 17:00 geht, sondern ich will wollen wenn ich will und meine Arbeitszeit soll gehen bis die Arbeit erledigt ist.
Wie gesagt, wir wollen das nicht radikal durchziehen, sondern alles auf ein vernünftiges Mass bringen. Ich werde weiterhin projektbezogen Jobs annehmen. Bin da schon seit längerem im Gespräch mit unserer Geschäftsleitung und Tanja wird auch weiterhin Ihrer Arbeit nachgehen, die sie jetzt auch schon selbständig zuhause macht. Wir wollen nicht nur von Kartoffeln und Rüben leben, denn Geld braucht man auch, um sich die Welt anzugucken. Wir geben das Geld aber lieber für Reisen aus als für Heizöl, Dr. Oettger und gekauften Strom.

Ich selbst wohn ja schon ziemlich draussen, Ortsrand am Wald. Die meissten fragen mich, ob ich da hinten nicht den Koller krieg. Für mich wars ein guter Test um festzustellen, dass mir das noch nicht weit genug draussen ist.
Tanja gehts genauso, hinter Ihrem Haus gibts nur noch Wiesen und Weiden. Aber auch für sie ist das noch nicht Entfaltungsmöglichkeit genug.

Wir suchen einen absolut freistehenden Hof, bei dem man mindestens ein Fahrrad braucht um zum nächsten Nachbarn zu gelangen. Netter Nebeneffekt ist, dass diese Höfe oft keiner haben will. Für uns ist das gerade perfekt.

Das Problem ist aber weniger den Hof zu finden, da haben wir schon mehrere gesehen, die uns gefallen würden, sondern das Drumrum. Land, Wald, Wasser...
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