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#338707 - 06.07.2009 14:38
Re: Autark leben...
[Re: Lupo]
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kein zweiter
Nicht registriert
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Da ist keine Weitsicht, aber kaum eine Sicht wird überhaupt leicht so zu verengen sein, daß sehr viel Konsequenz wirklich vertretbar oder gar als Verbesserung noch aufgeht.
Die Fahrradreise wolltest Du sicher nicht zu Deinem Leben machen, und RoverLover tönt ja auch überhaupt nicht in dieser Richtung bloßen Überlebens. Der will immer noch Strom haben und Wärme aus mehr als der Speckisolation am Körper.
Wenn man nicht von allen modernen Anliegen lassen mag, wird zum Selbstverständnis als autark kein Selbstbelügen genügen, da wird man sich in geistige Umnachtung stürzen müssen. Sonst sieht man doch, daß als Einzelnem nur die Wahl bleibt, weiter anzudocken oder selbst zu sauen. Egal was man noch anfaßt. Sind bspw. Fragen der Effizienz, wie jemand auch schon anmerkte. Fragen der Verwertungsgesetze. Man kann einen Tag jeder Woche seines neuen Lebens darauf verwenden, seine Schuhe selbst und aus nix als eigenen Gräsern zu fertigen, und noch einen zweiten, einen Teil seiner Ernährung etwas aufzuhübschen. Mehr ist nicht drin; die übrigen fünf Tage der Woche braucht man, um Geld klassisch mitzumachen, wofür einem halb Indien dann das Internet und die übrige Kleidung hinstellt. Oder der Rest der Welt die Pharmazie und der Unternehmer im Nachbardorf die Abgasfilteranlagen für die eigene Waldverheizung. Oder der befreundete Anwalt die Verteidigung der Pölerei oder des Holzvergasers auf der Landypritsche... Fünf Kilo Schuhe und zehn Kilo Gemüse jedes Jahr und eine Stunde Biolicht jeden Winterabend kann man sich zum Hobby machen, mehr nicht. Gegnerschaft braucht's dazu nicht. Bloße Autarkie von Überleben ist schon Autarkie im Kollektiv.
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#338710 - 06.07.2009 14:51
Re: Autark leben...
[Re: ]
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Freigeist
Registriert: 18.05.2002
Beiträge: 7325
Ort: M
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Da ist keine Weitsicht, aber kaum eine Sicht wird überhaupt leicht so zu verengen sein, daß sehr viel Konsequenz wirklich vertretbar oder gar als Verbesserung noch aufgeht.
Die Fahrradreise wolltest Du sicher nicht zu Deinem Leben machen, und RoverLover tönt ja auch überhaupt nicht in dieser Richtung bloßen Überlebens. Der will immer noch Strom haben und Wärme aus mehr als der Speckisolation am Körper.
Wenn man nicht von allen modernen Anliegen lassen mag, wird zum Selbstverständnis als autark kein Selbstbelügen genügen, da wird man sich in geistige Umnachtung stürzen müssen. Sonst sieht man doch, daß als Einzelnem nur die Wahl bleibt, weiter anzudocken oder selbst zu sauen. Egal was man noch anfaßt. Sind bspw. Fragen der Effizienz, wie jemand auch schon anmerkte. Man kann einen Tag jeder Woche seines neuen Lebens darauf verwenden, seine Schuhe selbst und aus nix als eigenen Gräsern zu fertigen, und noch einen zweiten, einen Teil seiner Ernährung etwas aufzuhübschen. Mehr ist nicht drin; die übrigen fünf Tage der Woche braucht man, um Geld klassisch mitzumachen, wofür einem halb Indien dann das Internet und die übrige Kleidung hinstellt. Oder der Rest der Welt die Pharmazie und der Unternehmer im Nachbardorf die Abgasfilteranlagen für die eigene Waldverheizung. Oder der befreundete Anwalt die Verteidigung der Pölerei oder des Holzvergasers auf der Landypritsche... Fünf Kilo Schuhe und zehn Kilo Gemüse jedes Jahr und eine Stunde Biolicht jeden Winterabend kann man sich zum Hobby machen, mehr nicht. Gegnerschaft braucht's dazu nicht. Bloße Autarkie von Überleben ist schon Autarkie im Kollektiv. Die Fahrradreise(n) IST/SIND mitunter mein Leben... und ich weiß durchaus, wovon ich spreche. Ansonsten ist es doch immer wieder schön, Für und Wider zu bekommen, Einwände und Zusprüche um - wie RL schon anmerkte - den "goldenen Mittelweg" zu finden, mag man auch selbst bei dem erstmal ein wenig rumdriften. "Vernünftig" geplant finde ich seine Idee jedenfalls nicht neu, muß mir aber erstmal die Tanja angucken, um einschätzen zu können, wie chaotisch die Durchführung aussehen könnte, bzw. wie weit das Chaos geschmälert werden kann. Obwohl... der RL tut eigentlich immer nur so... der ist ein guter Küsser und hat verdammt interessantes Grips in Verbinung mit Kreativität im... Schwan Hirn! L.C. 
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#338713 - 06.07.2009 15:08
Re: Autark leben...
[Re: RoverLover]
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Gesperrt bis zum 11.11.
Registriert: 06.11.2002
Beiträge: 14800
Ort: PLZ 69250
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@ kein Zweiter
OK, vielleicht brauchen wir ein anderes Wort. Mit autark leben meinte ich nicht, dass wir eine Welt ausserhalb dieser Welt erschaffen wollen. Das ist wirklich nicht möglich, solange Du nicht Dein eigenes Ableben vortäuschst und illegal in einer Strohhüte auf dem Grundstück eines Freundes nach Würmern scherrst... das wollen wir nicht. :o) Ich glaube aber fest daran, dass ein Leben jenseitz von Heizölabhängigkeit und Russlandstrom möglich ist, bei dem man abends weiss, woher der Rosenkohl im Topp stammt, weil er vorher nicht 3x um den Globus geschippert ist, bis er gewaschen, vorgeschält und in Netzte verpackt war. Ich bin sogar schon zufrieden, wenn wir dieses Ziel nicht zu 100, sondern nur zu 80% erreichen, da ist schon viel getan.
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Der Charme eines Geländewagens wächst mit dem Grad seiner Abnutzung.
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#338716 - 06.07.2009 15:34
Re: Autark leben...
[Re: RoverLover]
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Homo Stupidus
Registriert: 21.05.2002
Beiträge: 11560
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haus kaufen um entfernungen zueinander zu minimieren, standortanalyse zwecks weiterem einkommen scheint sinnvoll.
den rest kannst du mit einfachsten mitteln und etwas nachdenken realisieren. strom kaufen vom billigsten anbieter, fertig. sparen geht mit dem an-aus schalter. kühlschrank, wozu? löbliche getränke (obstbrände, rotweine) werden zimmerwarm getrunken, bier kellerkalt. schinken, dauerwurst und konfitüren brauchen keine elektrische kühlung, da reicht schon wieder der keller. frischen aufschnitt kühlt dir der metzger deines vertrauens schon vor..... komposttoillette ist kein problem. abflusslose grundstücke eigentlich auch nicht. es gibt optimierte drei-kammer gruben, nur schiebt da der gesetzgeber oft einen riegel vor. also nachfragen. holzheizen, ja. unbedingt! das zeug liegt überall rum. (eigener wald lohnt nicht. der ist wie ein pferd, steht rum und kostet geld) obst und gemüse vom hofladen usw usw usw
naja, wie auch immer. der schritt richtung minimierter abhängigkeit ist sooooo schwierig nicht.
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Work is the curse of the drinking class.
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#338717 - 06.07.2009 15:34
Re: Autark leben...
[Re: RoverLover]
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kein zweiter
Nicht registriert
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#338718 - 06.07.2009 15:49
Re: Autark leben...
[Re: azeh]
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Gesperrt bis zum 11.11.
Registriert: 06.11.2002
Beiträge: 14800
Ort: PLZ 69250
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@ Azeh
Jo, das wäre die Minimallösung, warum aber nicht nen Schritt weiter gehen und ohne immensen Aufwand den Strom nutzen, den die Natur uns schenkt. Auch Billigstrom ist nur billig so lange ihn einer billig verkauft, davon bin ich dann abhängig. Ich hab da kein Problem damit noch an der Titte der Zivilisation zu hängen, ich will halt nur möglichst nicht oder wenig dran saugen. Ebenso beim Öl... immer ein paar hundert Liter in Reserve zu haben und die pö apö mitzunutzen, damit es nicht gammlig wird mag ein gesunder Plan B sein, keine Einwände. Ich will nur nicht wie der Ochs vorm Berg stehen wenn der Ölpreis plötzlich um 300% steigt. Vorstellen kann ich mir alles... und Wärme zu nutzen, die, wie Du schon sagtest, rumliegt oder die sonstwo bei irgendwelchen Gärprozessen anfällt kann auch nix schaden. Ich kenne die Möglichkeiten noch nicht. Im Moment ist das hier alles ein Abwägen, was sinnvoll ist und was nicht.
Wir sind jetzt erstmal in der Lernphase.
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Der Charme eines Geländewagens wächst mit dem Grad seiner Abnutzung.
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#338719 - 06.07.2009 15:51
Re: Autark leben...
[Re: RoverLover]
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Picasso
Registriert: 21.05.2002
Beiträge: 2623
Ort: salzgitter
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es geht auch nicht darum völlig autark zu sein,sondern so autark wie es jeder für sich möchte.das hört sich kompliziert an,geht aber schon mit der kleinigkeit los nicht unbedingt jedem cent hinterher zurennen. ich habe mich an meine 3/4 stelle so gewöhnt,das ich die mir letzten monat angebotene vollzeitstelle ausgeschlagen habe.mittlerweile ist mir freizeit eben wichtiger als geld das ich nur für überflüssige konsumgüter ausgebe die nicht wichtig sind. ich muss z.b. im winter nicht unbedingt die heizung hochdrehen sondern kann mir hausschuhe und eine decke nehmen und mir wird auch wärmer und die wärme kostet nichts. ich kaufe mir kein neues auto (obwohl ich das könnte) sondern habe neben meinem 109d immer irgendeine alte karre die mich problemlos und günstig von A nach B bringt.zur reperatur kommt die karre in die werkstatt,meinen rover repariere ich selbst. das sind nur unerhebliche kleinigkeiten,aber sie erleichtern mir mein leben und ich hab weniger stress und freizeit ohne ende.auch wenn ich mich in der freizeit nur vor die eisdiele setze........ich habe die zeit..... gruss siggi109
Bearbeitet von SIGGI109 (06.07.2009 15:51)
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gruss siggi109
wenn der klügere immer nachgibt....ist er irgendwann der dumme!
mein teiledealer....FWD
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#338724 - 06.07.2009 16:13
Re: Autark leben...
[Re: SIGGI109]
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Gesperrt bis zum 11.11.
Registriert: 06.11.2002
Beiträge: 14800
Ort: PLZ 69250
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@Siggi
Japp... das isses worums in erster Linie geht. Ich verbringe locker 2/3 meiner (v)erlebten Zeit mit Anwesenheit und der Fahrt zum Ort der Anwesenheit und zurück. Wer glaubt, dass ich in dieser Zeit ausschliesslich arbeite möge die Anzahl meiner Beiträge ins Auge fassen. Dass ich das hier ohne einen Anflug schlechten Gewissens sagen kann liegt daran, dass ich trotzdem genug erwirtschafte um mir mein Gehalt und den Fortbestand der Firma meines Arbeitgebers zu ermöglichen. Das lässt sich leicht aus der Tatsache ablesen, dass ich neben den beiden Geschäftsführern der einzige Angestellte bin, was eine denkbar schlechte Voraussetzung zum Verpissen auf Kosten anderer Arbeitskräfte ist.
Soweit so gut... nur... defakto verplempere ich locker 30% meiner Zeit mit der Nichterwirtschaftung von Umsatz, also mit tumbem Anwesend- oder Unterwegssein. Ein gewiefter Unternehmer würde jetzt sagen, "Hey... arbeite 30% mehr, geh ans Limit und wir machen Reibach, wachsen und wachsen und wir werden uns alle Dinge leisten können, von denen wir im Moment nicht zu träumen wagen." :o)
Und ich sage mir: "Hey, ich komm mit den 70% Umsatz eigentlich prima aus, lass mich mit den restlichen 30% Zeit was sinnvolles anfangen und überlass den ganzen Kram, den man brauchen kann aber nicht braucht anderen."
Natürlich ist das der Untergang des Abendlandes, das ist mir schon klar... nur... untergehen wird es ohnehin und wenns soweit ist bin ich froh, dass ich zwar keinen Plasmaschirm hab, aber immerhin meine Rüben und Kartoffeln :o)
Fakt ist, dass das alles so eine immense Vergäudung von Ressourcen (auch Zeit) ist, um dieses seltsame Konstrukt aus vermeintlichem Wohlstand aufrecht zu erhalten. Arbeiten muss sein, aber mit Flexibilität erreicht man viel mehr als mit Normen...
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Der Charme eines Geländewagens wächst mit dem Grad seiner Abnutzung.
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