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#338781 - 06.07.2009 23:13
Re: Autark leben...
[Re: landcruiser]
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Never underestimate a Schlagschrauber
Registriert: 04.06.2002
Beiträge: 4778
Ort: Raum OS und viel zu selten im ...
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Hi, es kann sich mit Eurer Idee nicht vergleichen, will nur sagen, hier in der Umgebung sind einige Häuser, die im Nebenerwerb Landwirtschaft machen. Der Wald ist unter diesen Familien aufgeteilt. Das sind nämlich Nachfahren der Bauernhöfe. Vollerwerblandwirtschaft lohnt sich nicht mehr weil die im nötigen großen Stil nicht agieren können. Ein paar kleine Probleme sehe ich dabei schon, wenn ich an diese Leute denke. Die will ich nicht sagen, um Euch (tanja+RL) abzutörnen. Nur zum Bedenken. Die könnten so ähnliche Ziele haben (haben sie nicht, die rennen das Rennen hübsch mit) und die haben die Flächen und Höfe geerbt und müssen nicht erst noch Schulden aufnehmen. ZEIT und GELD. Eine Kartoffel im Laden zu kaufen geht schnell. Sie selbst zu ziehen und im nächsten Jahr wieder macht Arbeit. So ein riesiges Anwesen will instandgehalten werden. Rasen gemäht. Auch das Holz kommt nicht von selber aufgeschichtet. Ihr wollt nebenher noch reell arbeiten, müßt das sogar, denn der geplante technische Lebensstandard erzwingt Liquidität. Problem: bleibt genug Zeit von Hell-bis-Dunkel für beide Tätigskeitsfelder ? Und bekommt man genug Liquidität (ein 3-Gebäudehof hat doch etwas andere Unterhaltskosten als eine gleichteure Heidelberger Eigentumswohnung). Die Technik und Maschinen brauchen Wartung oder Reparatur oder Ersatz. Mit den selbst gezogenen Naturalien wird man da nix werden. Eventuell doch  falls man bereit ist für eine Getriebereparatur einen Mehrjahresbedarf an Heizholz zu tauschen. Ich glaube, hier liegt die größte Fallgrube .. dann, wenn man in der konkreten Situation merkt daß der Aufwand zum Ergebnis nicht paßt. Und man zwar den Aufwand zu treiben bereit wäre, aber nicht genug Zeit gestattet bekommt dafür. Ihr müßtet zum Selbstversorgen durch Muskeleinsatz wettmachen, was ein Landwirt durch rechnerisch effizienten Einsatz von Maschinen im Großformateinsatz an Meßlatte vorgibt. So in etwa. PECH: Wir persönlich haben vor 2Jahren auch mal ein Beet mit Kartoffeln besetzt. Schwiegervater hat extra angepflügt und sich Mühe gemacht. Die Dinger blühten auch klasse und dann hat binnen 1Woche die Krautfäule alles dahingerafft. Das war ein echter Totalausfall. Eine Tupperschüssel von Tennisballgroßer Kartoffeln war zu ernten. Will man also garantiert ein Ergebnis sehen, dann versteht man warum Landwirte die auf einen Ertrag angewiesen sind in den letzten x-Jahrzehnten zu Kunden der Chemieindustrie wurden. Nicht gerade das, was ich unter "Autark" verstehe. AUFWAND/EFFEKT: Euer Freund ist die 80/20-Regel. Heißt, mit 20% Aufwand erreicht man 80% Effekt. Die restlichen 20% Effekt bedürfen 80% an Aufwand. Also - die Struktur muß möglichst einfach sein. Es ist nicht, IMHO, sinnhaft sich aus jedem kleinen "Haufen" Stoffwechselergebnis oder Laubhaufen Energie zu machen (sonst sind wir wieder bei Instandhaltungskosten). Am allerbesten wäre ein immer wasserführender Bach, der einen Generator antreibt. So etwas ist schlicht, hat zuverlässige Technik und man hat witterungsunabhängig Energie. So in etwa wie: fahrt einen VW Käfer statt eines Audi-T4-Avant. IMMOBILIE: der Kaufpreis wird nur ein Aspekt sein. Ich denke man muß primär fürchten daß so ein peripher liegendes Haus kaum gewartet wurde oder die Kinder schon lange in der Stadt wohnen und nur Vater oder Mutter bis zum Ableben noch die Fahne hochhielt. Letztere hatten keine Knete oder Kraft noch was dran zu tun, erstere keine Lust. ALTER+Gesundheit: setzt man gerne voraus, weil man ersteres gerade nicht und letzteres gerade doch hat. Autarkt sein heißt, viel Zwang dulden zu können. Im Grunde sind wir gewöhnt, daß bei mehr als 37,1° Fieber sofort das Telefon griffbereit ist und bei Wind und Wetter ein Doofmann mit Tasche und Stethoskop parat steht. Wenn der Nachbar so weit weg ist, kann ein Rettungswagen schonmal recht viel mehr als die statistischen 12-15min benötigen. Laß´ Dir einmal ein Holzscheit mit Schmackes auf die rechte Hand schmettern. So ein Szenario wurde vor 200Jahren nicht groß bedacht weil drüber denken ´eh nichts bewirkt oder ermöglicht hätte. Heute gibt es Möglichkeiten und wenn man wüßte daß DAS gerade geschehene Unglück mitten in Heidelberg glücklich ausgegangen wäre .. dann mag man sich schon ärgern. Im Alter später fallen sowieso alle Tätigkeiten schwerer, ist ja klar. Da reicht vermutlich von Hell-bis-Dunkel nicht mehr aus um alles zu schaffen. Aber läßt sich dann alles noch bewältigen. Wie isses, wenn einer ausfällt. So. Mehr will ich mir mal nicht einfallen lassen. Besides -- I´m on your side. Aber Eure Idee muß konkretem Unken standhalten, sonst knickte sie später sowieso ein.
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(3.9 "High Input"(*) EFi Range - dabei könnte das Leben so einfach sein ...) ( http://www.msextra.com/ms2extra/) (*) den größten Schmacht hat der V8.
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#338795 - 07.07.2009 00:44
Re: Autark leben...
[Re: jota]
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ranx hat sich selbst vom Thema als Leser gelöscht.
Registriert: 03.02.2003
Beiträge: 13252
Ort: nähe Kassel
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erst wenn du nichts mehr hast/besitzt bist du wirklich frei
So einen ähnlich klingenden Spruch hat ein Vorstandschef einer großen Bank bei seiner Abschiedsrede gehalten. "wenn man arm ist wird doch das Leben erst Interessant" , nicht ganz, aber so ähnlich war der Ausspruch, wenn ich Dieter diese Woche noch treffe frage ich nach dem exaktem Wortlaut. Könnte es sein das Autarkes Leben vor 50 oder 25 Jahren anders war als heute ? Könnte es sein wo jeden Tag einige Millionen? Menschen geboren werden und nur einige Tausend? sterben einfach der Platz nicht mehr für Individualismus da ist ? Aber im großen und ganzen geht das ganz gut mit den Autarken, wenn man es nicht an die große Glocke hängt ... Das man einiges an Zeit braucht um lebensnotwendige Wirtschaftsgüter zu erzeugen ist doch in Ordnung, darum habe ich mich doch von dem 17,58 Euro/Stunde für Andere abgesagt. Lebensqualität muss jeder für sich selbst entscheiden ...manchmal lässt sich alles unter einen Hut bringen. Rechtzeitig einige Kinder als Altersvorsorge gezeugt und den Partner immer geschätzt und geachtet und keine böswilligen Nachbarn... Genug der Buchstabenverwirrung !
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#338820 - 07.07.2009 09:55
Re: Autark leben...
[Re: RoverLover]
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Gesperrt bis zum 11.11.
Registriert: 06.11.2002
Beiträge: 14800
Ort: PLZ 69250
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@ Landymaniac
Auch Deine Bedenken sind richtig. So ein Hof macht ne Menge Arbeit und erst Recht, wenn man nur zu zweit ist und nicht ne Großfamilie, wie es früher üblich war. Andererseits macht auch ein normales Haus mit großem Grundstück ne Menge Arbeit und derzeit haben wir zwei davon. Ich will nochmal versuchen das ins richtige Licht zu setzen. Das Ganze soll kein Experiment werden, nach dem Motto "Leben in der Steinzeit" Wir werden weder die Möglichkeiten noch die Zeit haben alles selbst zu erwirtschaften, was wir zum Leben benötigen. Wir wollen Selbstversorgung da wo es möglich ist und wo es nicht unsinnig wird, darüber hinaus aber bewusster mit Resourcen umgehen, d.h. Lebensmittel direkt vom Erzeuger, was in diesem Umfeld das wir anstreben noch möglich ist. Energien soweit nur möglich selbst erzeugen oder geschickt rückgewinnen, um möglichst wenig aus dem Netz der Großversorger abzugreifen.
Ganz einfach so autark wie möglich zu leben, ohne aber vollkommen abgenabelt zu sein.
Wir sind keine Indianer, ich will nicht im Wald Bären fangen oder so... was wir wollen ist bewusst leben und wir werden sehen wie gut es uns gelingt uns aus der Abhängigkeit zu befreien. Stück für Stück...
Große Schulden wollen wir dafür nicht machen, wir investieren das, was wir bereits geschaffen haben und nutzen die Erfahrungen, die wir dadurch bereits gesammelt haben. Aber Tanja und ich wissen beide, dass da noch so viel Potential ist das genutzt werden will.
Deshalb vielen Dank für alle Anregungen, positive wie negative, wir werden alles in unsere Entscheidungen mit einbeziehen.
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Der Charme eines Geländewagens wächst mit dem Grad seiner Abnutzung.
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