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#357714 - 25.10.2009 19:22
beach-hopping auf sardinien
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die herbstferien, da waren sie wieder. wohin solls gehen? in den letzten jahren sind wir immer nach griechenland gefahren, diesmal soll's noch billiger gehen. fähre livorno-sardinien gebucht, hin und zurück 100 euronen, das geht. 10.10.: mit meinem 12-jährigen sohn starte ich richtung süden, erste übernachtung an der alten tremola am gotthard. 11.10.: weiter geht's gen süden. gegen mittag erreichen wir pisa. die parkplatzsuche gestaltet sich sehr aufwändig, wir verzichten daher auf einen besuch des schiefen turmes, werfen ihm nur aus der ferne ein paar blicke zu. wir fahren weiter zum fährhafen in livorno. um 21:00uhr legt der zossen ab, wir suchen uns einen gemütlichen schlafplatz auf dem aussendeck.  gegen mitternacht verscheucht uns ein besatzungsmitglied mit dem wasserschlauch, mitten in der nacht wird der pott abgespritzt, toll. wir ziehen um, ins treppenhaus. 12.10. um 7:00 ausschiffung in olbia, sehr windiges wetter. wir fahren richtung norden, nach palau. der stürmische wind macht einen aufenthalt im freien unmöglich, will man nicht gesandstrahlt werden. also weiter, richtung osten. wir besuchen die dünenlandschaft von rena majore, eindrucksvolle brandung!  als übernachtungsplatz jedoch untauglich, der mittlerweile auf sturm erstarkte wind würde uns im aufstelldach keine ruhige minute erlauben. wir nächtigen daher in einem pinienwald, ca 1km vom strand entfernt, da ist es einigermassen ruhig.  13.10. beim zusammenpacken werde ich noch von einer wespe in den kopf gestochen, super! apotheke gesucht, salbe gekauft. warum sprechen südländische apotheker eigentlich kein englisch? wir fahren weiter, kurs auf die halbinsel stintino, dort finden wir einen brauchbaren strand, ezzi mannu. die sonne scheint, das wasser ist prima, hier bleiben wir. 
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Europa – das Ganze ist eine wunderbare Idee, aber das war der Kommunismus auch...
Loriot
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#357737 - 25.10.2009 20:11
Re: beach-hopping auf sardinien
[Re: Selbermacher]
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16.10. wir verbringen den tag an der südküste, bei porto di chia. superstrände, aber immer noch touristik-betrieb. wir schauen uns noch etwas in der gegend um, entschliessen uns dann zur weiterreise richtung osten.  die strände des südens passen nicht so recht in unser anforderungsprofil, zuviel bebautes gebiet in der nähe, oder einfach keine gemütliche atmosphäre. so fahren wir nach muravera, um uns einen, in einem bekannten wohnmobilreiseführer als vorzüglich dargestellten badeplatz, "porto corallo", anzusehen: eine grausliche steppe mit wagenburgen deutscher womo-camper. also weiterfahrt. bei quirra finden wir einen schönen strand mit baumbestand im rückwärtigen bereich, werden aber von mücken aufgefressen. nix wie weg! während der fahrt bricht die dunkelheit herein, jetzt müssen wir einen platz finden! bei foxi manna kriechen wir in der dunkelheit einen ausgewaschenen erdweg entlang bis zum strand. dach hoch, abendessen und ab in die heia. 17.10. am mogen zeigte sich, dass es ein recht schöner strand war.  leider war direkt neben uns eine strandbar mit tretbootverleih, nach dem frühstück also weiter, richtung norden. 
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#357742 - 25.10.2009 20:20
Re: beach-hopping auf sardinien
[Re: Selbermacher]
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nach anstrengender fahrt über die hochebene von golgo landen wir wieder an einem wunderschönen strand in der nähe von capo comino. wir fahren den strand entlang, wollen eine kleine furt durchqueren, da passiert es: die räder versinken bis zur achse im treibsand, aus die maus! was nun? ich beobachte, dass der vorgang fortschreitet. ach du scheisse!  das auto muss da schleunigst wieder raus! die hinterräder freibuddeln geht nicht, die räder sinken sofort tiefer. wer einmal in einem auslaufendem priel an der nordseeküste gestanden hat, kennt das gefühl: bei der kleinsten bewegung sinken die füsse tiefer im sand. der boden fliesst. fortsetzung folgt...
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#357940 - 26.10.2009 20:25
Re: beach-hopping auf sardinien
[Re: Selbermacher]
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kurz vor ende der reise wollen wir uns einen der berühmten touristik-ortschaften der costa-smeralda ansehen, wir fahren nach porto cervo. ein wirklich schön anzusehendes städtchen, obwohl zu 100% nur für den tourismus erstellt. die bauten sind alle nur optisch auf alt getrimmt. jetzt, im oktober, war nicht ein einziger tourist zu sehen, der ort war wie ausgestorben, lediglich ein paar handwerker waren mit ausbesserungsarbeiten beschäftigt. wir fahren ein paar kilometer weiter, an die cala di volpe.  etwas windig, wir versuchen an die gegenüberliegende seite der bucht zu gelangen und finden schliesslich auch einen weg. wieder eine traumhafte ecke, das auto steht windgeschützt von maccia umgeben, tolle schnorchelgründe direkt vor uns.   22.10. zeit zum verabschieden, wir müssen zum fährhafen, nach golfo aranci. die fähre wartet schon.  fazit: sardinien ist eine wunderschöne insel, strände vom feinsten. das landesinnere wartet mit interessanten prähistorischen bauwerken, den sog.nuraghen auf, es gibt schöne wandergelegenheiten in den bergen und hochebenen, einige touristisch erschlossene höhlen und tausende von durch schrotgarben zerfetzte verkehrsschilder. wie alle südländer können auch die sarden nicht von der jagdleidenschaft lassen, demzufolge gibt's leider fast kein wild mehr zu sehen. alles in allem waren wir etwa zwei wochen zu spät unterwegs, es hätte gerne fünf grad wärmer sein können. hin und wieder kam ein regenschauer über uns, aber nix wildes. das meer war gerade noch warm genug zum baden, geschätzte 20°C. ich denke, wir werden nochmal wiederkommen. tschüss...
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