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#392975 - 21.04.2010 09:29
Re: Fiese Tricks
[Re: Gelandy-Lonny]
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Selbstfahrende Grünguttonne
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Ort: Schweizer Jura
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OK, auch ne Geschichte. Teil 1: Es war einmal im Jahre 1981, am Strand südwestlich von Sete in Südfrankreich. Ich, in jungen jahren, stelle den Golf (ausgeliehen vom Onkel) neben die Uferstrasse in den Sand, schnappe die Penntüte und lege mich einige Meter entfernt in denselben zur Ruhe. Des nachts höre ich einen Knall und ein Klirren. Dämlich  wie ich manchmal bin schäle ich mich aus der Penntüte und latsche, korrekt in Unterhose gekleidet, zum Golf um zu sehen was da los ist. Empfangen wurde ich von ein paar dunklen Herren von denen mir einer kurzerhand eine Knarre an die Birne hällt, wärend dem die anderen in aller Ruhe meinen Golf ausräumen. Zum Glück hab ich Depp nicht noch die Hose angezogen, denn darin wär mein Reisegeld gewesen. So erbeuteten die Jungs nur einen billigen Kasettenfoto, nen Ghettoblaster (der Golf war Radiolos) und meine Zahlstellenbrieftasche mit ein paar Francs. Teil 2: Im Jahre 1989, auf dem Weg nach Spananien verlassen wir (2 Menschen und 3 Hunde) die Autobahn und machen am hellheiteren Tag Rast an eben dieser Uferstrasse. Ich mache meiner Frau klar, dass wir hier nur schnell die Hunde raus lassen, da ich zig Jahre zuvor hier ausgeraubt wurde.  So spatzieren wir nur etwas am Strand herum, den Toyo Hylux lassen wir dabei nicht aus den Augen. Zurück merken wir das der Camper von der abgewandten Seite aufgebrochen und unsere Fotoausrüstung geklaut wurde. Teil 3: Ende Dezember 2009. Auf der Raststätte bei Montepellier machen wir Tankstopp. Ein aufgeregter Autofahrer aus Bern quatscht mich an und beklagt sich das er ausgeraubt wurde.... am Strand südwestlich von Sete!
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Zuckerbeutelweisheit #143
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#393048 - 21.04.2010 18:53
Re: Fiese Tricks
[Re: Wildwux]
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Dauerbrenner
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Beiträge: 1102
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Der Trick mit den Reifen (zerstechen oder darauf hinweisen)ist gang und gebe in Barcelona und in anderen größeren Städten Spaniens oder auf der Autobahn von Frankreich nach Spanien. Uns haben sie bei einer Presseveranstaltung 3x die Reifen zerstochenund und Papiere, Geld und Kameras geklaut. In Italien (Palermo) haben sie uns eingeklemmt, rumgemault und die Fahrertür aufgerissen und den Fahrer eingeschüchtert, in der selben Zeit die Aktentasche und Kamera durch öffnen der hinteren Tür entwendet. Übrigens, wer mit Anhänger unterwegs ist, in diesen Ländern den nochmal mit einer Kette und Schloss sichern, einem Freund von mir haben sie den Änhänger mit dem Gepäck der Reisenden an einer Ampel abgehängt und sofort an ihren Geländewagen angekuppelt und sind davon gefahren. Mit einem, wenn auch kleineren Bus hast du keine Chance hinter herzukommen.
Ebenfalls in Barcelona, wurde ein Kollege angesprochen, warum er nicht zu seinem bestellten Taxi komme. Es sah kein Taxi, also fragte er, wo das Taxi sei. Die Antwort, es muss dahinten warten, er komme nicht durch, wg. der parkenden Auto, aber er soll halt warten, dann fährt er vor. Als der Typ weg war, war sein Laptop sowie sein Geld weg, obwohl er das Laptop zw. den Füßen abgestellt hatte. Wie tief ist die welt gesunken, traue niemanden mehr.
Gruß
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Volker D Fernmechaniker & CT-Discofahrer Jeep may be famous, LAND-ROVER is Legendary"----*
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#393058 - 21.04.2010 20:27
Re: Fiese Tricks
[Re: Till]
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our best location scout
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Also bei Raubüberfällen liegt Spanien sehr weit oben in dieser Statistik. Und im übrigen: befragt wurde ja nur eine Stichprobe von Einwohnern des jeweiligen Landes - also Inländer. Die Crux der Überfälle an Spaniens Mittelmeer-Autobahn und insbesondere im Großraum Barcelona ist aber, daß ausschließlich Ausländer betroffen sind – Touristen, bei denen davon ausgegangen werden kann, daß sie Wertgegenstände und Bargeld bei sich haben. Insofern sagt diese Statistik nur sehr eingeschränkt etwas über das tatsächliche Risiko aus. Hier wurden jedenfalls Touristenerfahrungen ausgewertet und da liegt Barcelona (im internationalen Ranking!)unangefochten an der Spitze bei (Taschen-)Diebstählen: http://www.wohnmobilforum.de/rlink/rlink...schendiebe.htmlZudem hat die spanische Tourismusindustrie eher das Interesse, Spanien als sicheres Land darzustellen. Das hat vielleicht auch Auswirkungen auf die Erfassung der tatsächlichen Fallzahlen und ihrer Veröffentlichung. Das Feedback (z.B. in einschlägigen WoMo-Foren) zu dieser Thematik ist jedenfalls ziemlich erschreckend. http://www.wohnmobilforum.de/w-t44455.htmlmfG Rainer P.S. Ich selber kann über keine negativen Erfahrungen in Spanien berichten (klopf auf Holz). Zuletzt 7000 km kreuz und quer durch Spanien, allerdings auf kleinen und kleinsten Nebenstraßen in den spanischen Sierras und an der Atlantik(!)-Küste. Die Mittelmeer-Betonaden meide ich seit vielen Jahren.
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Vor der Hacke ist es dunkel. (Bergmanns-Spruch)
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#393732 - 27.04.2010 13:16
Re: Fiese Tricks
[Re: Wildwux]
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Gehört zum Inventar
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Ort: Östlicher Ruhrpott = Nördliche...
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Beliebt sind/waren auch die Tankstellenabzockertricks. So erlebt an einer Tankstelle in Milano /Italien an der Ringautobahn, die um die Stadt führt.
Habe noch zu Lirezeiten für 70.000 Lire getankt und mit einem 100.000 er Schein direkt beim Tankwart mit der Bauchtasche gezahlt.
War kurz durch meine Kids abgelenkt und als ich wieder zu ihm schaue, hält er mir einen 10.000er vor die Nase und behauptet ich hätte ihm den gegeben, statt dem 100.000er. Nun wusste ich aber genau, das das nicht sein kann, hatte ich doch erst kurz vor der Rückfahrt 400.000 Lire gewechselt, also noch 3 grosse Scheine im Säckel. Doch wie beweisen ? Er drohte gleich mit der Polizei, also habe ich ihm zähneknirschend noch einen 100.000er rausrücken müssen.
Danach habe ich immer die Scheine mit einem fluoreszierenden Marker behandelt. Dann kann man sich auf eine Polizeiaktion evtl. einlassen.
Ist mir aber in 20 Jahren nur dieses eine Mal passiert. ich glaube, die Italiener sind viel zu stolz auf ihr Land um sich so in Misskredit zu bringen.
Aufpassen muss man eher bei den diversen Scheibenputzern / Bettlern, an Ampeln oder an der Fähre, etc. da habe ich mittlerweile einen Blick für bekommen. Wenn ich sowas sehe, halte ich schon etwas 100m vor der Ampel am Rand an und warte auf die Grünphase um dann durchzuzischen. Auch die Fenster sollte man da eher geschlossen lassen, denn so eine Tasche, Cam oder Geldbörse,ist schnell aus dem Fzg. gerissen.
Im Landy gibt es ja zum Glück viele Verstecke, die nicht jedem sofort ersichtlich sind,...
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#393889 - 28.04.2010 20:29
Re: Fiese Tricks
[Re: Wildwux]
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Uhrturm
Registriert: 18.05.2002
Beiträge: 2418
Ort: Im Elfenbeinturm
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Die Russen hättens mal versucht, mit äusserst mässigem Ergebnis....
Das war beim Sturm auf das von Terroristen besetzte Musical-Theater in Moskau, 2002: Durch das geflutete Betäubungsgas (wohl eher Kampfgas?) kam eine große Anzahl von Geiseln um. Bezüglich KO-Gas: Bislang ist KEIN EINZIGER belegbarer Fall eines solcherart verübten Überfalls bekannt: es gibt keine nachprüfbaren Gas-Rückstände im Körper, keine Toten (die es schon zuhauf hätte geben müssen), kein entsprechendes, aufgefundenes "Werkzeug", keine technisch-logische Erklärung, wie das überhaupt funktionieren soll. Alkohol braucht man nicht, um absolut betäubt zu schlafen: acht Stunden Autobahn mit zuwenig Wasserkonsum reichen da völlig, und das Kopfweh am Morgen gibt es gratis dazu. Been there, done that ... Marcus
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Und wieder ein Post mehr auf dem Zähler!
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#393968 - 29.04.2010 14:01
Re: Fiese Tricks
[Re: Sigi_H]
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Offroad-Mc Gyver
Registriert: 29.11.2003
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Ort: Bedrock / Kieselgasse
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Bezüglich KO-Gas: Bislang ist KEIN EINZIGER belegbarer Fall eines solcherart verübten Überfalls bekannt: es gibt keine nachprüfbaren Gas-Rückstände im Körper, keine Toten (die es schon zuhauf hätte geben müssen), kein entsprechendes, aufgefundenes "Werkzeug", keine technisch-logische Erklärung, wie das überhaupt funktionieren soll hmm ... das finde ich interessant. Ging bisher auch immer davon aus, dass es diese Fälle gibt. Diese Variante ist wahrscheinlich eine Idee von den Gasalarmanlagenherstellern  Ich hatte am Anfang auch Angst vor diesen Überfällen, aber nach einem Bericht auf ARD habe ich mich eines besseren überzeugen lassen. Da war von einer Familie die Rede wo die Erwachsenen oben geschlafen haben und die Kinder unten in der Dinette. Hätten die Einbrecher KO-Gas verwendet, so das es für die Eltern Wirkung gehabt hätte, wäre die Konzentration vom gas so hoch gewesen das die Kinder es nicht überlebt hätten. Und dann auch noch die Sache mit der Menge des Gases die gebraucht würde.
Bearbeitet von Yankee (29.04.2010 14:01) Bearbeitungsgrund: nurmalsoauslangerweile
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Titanic, ein Film der im Gegensatz zum Schiff in Amerika sehr gut angekommen ist
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#433312 - 07.01.2011 10:19
Re: Fiese Tricks
[Re: Franke74]
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Dauerbrenner
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Beiträge: 1102
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Das mit dem Balkon hatte ein guter Freund vor Jahren in ähnlicher Form auch. Er mit neuem Golf (umgebaut) und Freundin nach Frankreich, Kotz Azur gefahren und im Hotel übernachtet. Seltsamerweise war am nächsten kein Platz in der Tiefgarage mehr frei, sein Auto musste draußen bleiben. Als er nachts Geräusche von splitterndem Glas hörte  , ging er auf seinen Balkon und sah, das sich jemand an seinem Auto zu schaffen machte. Er brüllte Finger weg, Polizei etc. und der Typ rannte weg.  Für ihn erledigt. Er zog sich was an und ging nochmals auf den Balkon, um sicher zu sein, ob das Auto jetzt nicht doch noch ausgeräumt wird. Als er die Balkontür wieder aufschob, wurde er unter mit Zuhilfenahme  einer großkalibrigen Waffe  zur Herausgabe des Autoschlüssel aufgefordert  Dieser Aufforderung kam er dann gerne nach, Gott sei Dank blieb seine Freundin im Bad. Als er dann an der Reception anrief, das man ihn überfallen hat, lies der Portier sich Zeit und informiert ca. 30 min später erst die Polizei (Protokoll Gerichtsverfahren).  Ein paar Tage später fand man dann das Auto, Radioanlage inkl. Lautsprecher etc. waren weg, aber ansonsten komplett. Bilder wurden von der Polizei geschickt, wir ein Auto mit Anhänger  genommen und runter Richtung Marseille, das Strandgut zu holen  . Dort angekommen hat uns der Schlag getroffen. Man hat auf dem Verwahrungshof der Polizei das Fz. ausgeschlachtet  Alufelgen weg, die Innenausstattung ausgebaut und die Verbreiterungen beschädigt. Nur die Bilder, die man uns zugeschickt hatten, waren auf dem Polzeihof gemacht worden. Polizei nur Schulterzucken  , nicht deren Problem, Auto kam so an! Nun, wenn Du versuchst als nicht Muttersprachler  was zu sagen, vergiss es. Wir uns einen Anwalt gesucht, der Deutsch spricht, bei andere Polizeistation Anzeige erstattet mit Hilfe des Anwaltes und siehe da, am nächsten Tag lagen fast alle verschwundenen Gegenstände im oder vor dem Auto. Übrigens, danach wurden einige Polizisten arbeitslos 
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Volker D Fernmechaniker & CT-Discofahrer Jeep may be famous, LAND-ROVER is Legendary"----*
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#456319 - 20.07.2011 19:30
Re: Fiese Tricks
[Re: Volkerd]
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Selbstfahrende Grünguttonne
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Naja, neu ist der Trick ja nicht, aber grad mal wieder aktuell:
EMPURIABRAVA / KATALONIEN / SPANIEN (18.07.2011): Den Bösewichtern fallen immer neue Untaten ein, um bequem und einfach an das Geld anderer Leute zu kommen. Die neueste Masche ist das „Autobumsen“. Dabei handelt es sich allerdings nicht um das schönste Vergnügen der Welt, sondern ein mit schlechten Gedanken behaftetes Gaunerpaar fährt an einer Ampel, im Kreisverkehr oder bei stockendem Verkehr leicht auf den Vordermann auf und zetert anschließend Mordio. Da die Opfer in der Regel nichts ahnende Touristen oder ältere Menschen sind, ist die Einschüchterung leicht und die Täter haben so manches Mal leichtes Spiel. Nach dem ersten Schock wird auf generös gemacht und man könne doch den Schaden – wohlgemerkt an dem Auto, das aufgefahren ist – sofort und ohne Polizei und Versicherung regeln. Ein paar hundert Euro werden für die Reparatur gefordert und hat das Geld den Besitzer gewechselt, machen sich die Gauner schnellstens davon.
Also: Sollte dies einem Leser passieren, nicht reagieren und am besten sofort die Polizei unter 088 anrufen. Nach Erfahrungsberichten einiger ARENA-Leser machen sich die Täter dann sofort aus dem Staub und „vergessen“ den Schadenersatz. Auf jeden Fall und zur eigenen Sicherheit empfiehlt es sich, das Auto von innen zu verriegeln.
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Zuckerbeutelweisheit #143
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#456430 - 21.07.2011 13:08
Re: Fiese Tricks
[Re: MichelS]
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Erstes Kapitel: Autobahn bei Barcelona in Nordspanien
38,7 Grad im Schatten. Riesen-Stau vor einer Mautstelle. Es gibt mindestens 15 Durchfahrspuren aber doppelt so viele Fahrzeugschlangen. Kurz vor den Kassenstellen Reißverschluß-Schließen, sprich wildes Hin- und Querfahren durch Spurwechsler. Chaos. Direkt hinter mir ein vollbesetzter Seat-Van mit abgedunkelten Seitenscheiben. Der Fahrer regt sich offensichtlich sehr darüber auf, daß es so langsam vorwärts geht und gestikuliert hinterm Lenkrad mit den Armen. Er fährt ständig extrem dicht auf mich auf, will vielleicht verhindern, daß sich jemand in die nicht-vorhandene Lücke quetscht. Bumm! Aber leise und nur geringe Erschütterung an meinem Auto.
Was machen? Austeigen? Nach dem Rechten sehen? Riskieren, daß aus dem Van 5 oder 6 Personen rausklettern und sachlich und sachkundig die Situation mitdiskutieren - natürlich wortreich auf spanisch bzw. arabisch. Daß sie womöglich meinen Kofferraum inspizieren, auch von innen? Das ganze begleitet vom fröhlichen Hupkonzert der anderen Wartenden. Jede Menge Menschen um mich herum und trotzdem bin ich voll in der Anonymität. Mit Sicherheit keine Zeugen. Jeder will sich selber möglichst schnell den höchst unangenehmen Rahmenbedingungen des Staus und der Hitze entziehen.
Ich entscheide mich, erstmal nichts zu tun und zunächst die Mautstelle zu passieren. Fenster hoch, Türknöpfe runter! Ich ärgere mich mal wieder, daß mein Auto keine Klimaanlage hat. Auch aus dem Van steigt niemand aus. Er hält jetzt einen halben Meter Abstand.
Unmittelbar nach der Mautstelle fahre ich noch im Halteverbot rechts ran und beobachte, was der Van hinter mir macht. Meine Frau notiert das Kennzeichen. Ich mache ein Foto von der Karre. Das fremde Auto fährt weiter ohne anzuhalten. Ich steige aus und schau mir jetzt erst mein Auto an. Es hat keine erkennbaren Schäden. Noch mal gutgegangen.
Zweites Kapitel: Großstadt Murcia in Südspanien
Ich bin im Stadtkern unterwegs. Dichter Verkehr. Ich muß immer wieder an Ampeln und Fußgängerüberwegen anhalten. Leute gehen vor und hinter meinem Auto über die Straße. Stellenweise ist das Auto für kurze Zeit von Menschen regelrecht umringt. Ich komme endlich raus aus der Stadt und fahre auf die Autobahn. Nach wenigen Kilometern bei 130 km/h Reifenpanne, hinten links! Dummerweise macht die Autobahn hier eine langgezogene Rechtsbiegung und die Standspur ist gerade mal 2 Meter breit. Hier den Reifen wechseln und riskieren, von den zahlreichen LKWs plattgefahren zu werden oder von zufällig auftauchenden netten Menschen ungewollte Hilfe zu bekommen? Ich entscheide mich, mit eingeschalteter Warnblinkanlage auf der Standspur weiterzufahren – bis zur nächsten Abfahrt. Ich rumple langsam über den Pannenstreifen und beobachte dabei aufmerksam den nachfolgenden Verkehr im Rückspiegel. Nur was sollte ich denn wohl machen, wenn sich tatsächlich ein ungebetener Helfer direkt vor mich setzt? Abhauen kann ich mit dem kaputten Reifen ja nicht. Nach einigen Kilometern ist der defekte Reifen völlig zerfetzt und ich hoffe nur, daß die Bremsleitung von den herumeiernden Reifenresten nichts abbekommt. Plötzlich steht ein LKW mit einer Panne auf der Standspur vor mir. Ich muß anhalten und überlege erneut. Aber es hilft alles nichts. Ich muß vorbei, um meine Situation zu verbessern. Es dauert eine ganze Zeit lang, bis die Autobahn hinter mir ausreichend frei ist, ich fahre kurz wieder auf den rechten Autobahn-Fahrstreifen und gebe beherzt Gas. Für einen kurzen Moment eine nicht ganz ungefährliche Situation! Nachdem ich den LKW passiert habe, fahre ich sofort wieder rechts ran und halte an. Der LKW-Fahrer sitzt im Führerhaus und telefoniert. Ich nicke ihm freundlich zu und beginne unter seiner „Aufsicht“ mit dem Reifenwechsel – nunmehr auf der Standspur gut abgeschirmt von dem großen LKW. Nach wenigen Minuten bin ich fertig und kann an der nächsten Ausfahrt abfahren und einen Reifendienst suchen. Ich bin keinen netten Helfern in die Hände gefallen und auch nicht platt gefahren worden – noch mal Glück gehabt.
Drittes Kapitel: Touristenort an der südspanischen Küste
Ich suche in Strandnähe einen Parkplatz und fahre langsam durch ein Gewirr von kleinen Einbahnstraßen. Als ich nach rechts abbiege, muß ich für einen Fußgänger, der vor mir die Straße überquert, bremsen. Bumm! Ein nachfolgendes Auto ist aufgefahren. Zwei junge Männer, die an einem Tisch in einem Straßencafe direkt am Unfallort sitzen, erheben sich und nähern sich den Autos. Es riecht nach Komplikationen, aber fast wider meine Erwartung halten sie nur kurz inne, um dann weiterzugehen, ohne sich einzumischen. Ich schaue mir gemeinsam mit dem fremden Fahrer den Schaden an. An beiden Autos sind keine sichtbaren Schäden. Wieder Glück gehabt.
Fazit: Ich kann mich kaum an meinen letzten Unfall erinnern. Solange ist der her und auch der letzte Reifenschaden liegt schon etliche Jahre zurück. Die drei geschilderten Vorfälle hingegen haben mich vor wenigen Wochen in Spanien ereilt – innerhalb eines Zeitraums von nur 14 Tagen. Da kann man schon zur großen Vorsicht raten, wenn auch die Grenze zur Paranoia manchmal nicht weit entfernt zu liegen scheint. Meint jedenfalls meine Frau. Was meint ihr?
mfG Rainer
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Vor der Hacke ist es dunkel. (Bergmanns-Spruch)
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#456577 - 22.07.2011 12:08
Re: Fiese Tricks
[Re: Sigi_H]
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our best location scout
Registriert: 18.05.2004
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Na ja, aber erstens ist ja nicht jeder und/oder nicht immer mit nem stablilen Geländewagen unterwegs, der sowas locker abkann...
Und zweitens würdest Du ja vielleicht doch mal nachschauen wollen, wenn Dir einer ins Auto gefahren ist. Und sei es nur, um Dich zu überzeugen, daß Dein Auto wirklich nicht beschädigt ist, z.B. die Anhänger-Steckdose noch dran und funktionstüchtig ist.
Wenn der Einschlag aber nicht fahrlässig sondern vorsätzlich geschehen ist, warten vielleicht einige nette Menschen genau darauf, daß Du aussteigst...
Es ist nun mal Fakt, daß in der Urlaubssaison lateinamerikanische Banden in Europas Süden geflogen werden, um die einheimische Verbrecherszene zu bereichern. Besonders betroffen sind Frankreichs Autobahnen, so spätestens ab Lyon. Und natürlich Spanien, vor allem mit seiner Mittelmeerautobahn und dem Großraum Barcelona.
Da gibt es eine Vielzahl von Berichten von ausgeraubten Touristen in den einschlägigen Internetforen. Und die spanische Regierung setzt zur Sicherung der lukrativen Tourismuswirtschaft in diesem Sommer 43.000 Polizisten ein. Nach eigenem Bekunden und sicherlich nicht ohne Grund.
Bisher habe ich nur von Spanien geredet - von kleinen Vorfällen, die mir selber widerfahren sind, und die sich aber im nachhinein als harmlos herausgestellt haben.
Nun noch zwei kurze Impressionen zu Frankreich.
Auf der Hinfahrt habe ich auf einem kleinen Autobahnparkplatz in Südfrankreich eine kurze Pinkelpause eingelegt. Dort mühte sich ein Mitarbeiter der Autobahngesellschaft recht ergebnislos ab, grell-grüngelbe Markierungsfarbe in Form eines menschlichen Umrisses auf dem Boden zu entfernen. Mit einem Schrubber und einem Eimer Wasser. Ich weiß natürlich nicht, was vorgefallen war und natürlich kann dort ein Mensch von einem unvorsichtigen Autofahrer angefahren worden sein. Aber direkt am Toilettenhäuschen...?
Auf einem ganz anderen Autobahnabschnitt in Frankreich wollte ich tanken und bin zwei Raststätten hintereinander angefahren, weil mir an der ersten Tanke die Schlangen an den Zapfsäulen zu lang waren. An beiden von mir aufgesuchten Tankstellen war die Zufahrt absperrmäßig eingeengt und jedes einfahrende Auto wurde von jeweils zwei Motorradpolizisten genau beäugt. Offensichtlich war die Polizei auf der Suche nach irgendwem...
Da ist man schon etwas wacher, wenn einem jemand hinten ins eigene Auto fährt oder man mit einer Panne liegenbleibt. Ich jedenfalls.
mfG Rainer
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