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#42399 - 19.05.2005 07:35
Re: Trickkiste: Magnetschalter vom Anlasser defekt
[Re: 2expedmog]
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Hier geht gar nichts mehr
Registriert: 17.05.2002
Beiträge: 4801
Ort: bei Bremen
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Ist man solo unterwegs, dann Notfallaktion > Anlassen bei defektem Magnetschalter (Sahara, kein Ersatzanlasser mit, sträflicher Leichtsinn!):
GANG RAUS!!! Handbremse rein.
Magnetschalter ausbaun, Betätigungshebel für Ritzel drinlassen, mit Draht Handgriff basteln (besser kleine Storchenschnabelklemmzange), Ritzel einrücken, Batteriestromklemme auf Klemme M: Brummmmm. Sofort Betätigungshebel ausrücken. Hebel rausnehmen und sichern. Vielleicht braucht man ihn nochmal. Klebeband gegen Verschmutzung auf den Magnetschalterflansch kleben. Anlasserkabel mit Klebeband isolieren!
Vor der Aktion sollte man tunlichst die Zündung einschalten und vorglühn, den Diesel.
Bei verbranntem Anlassermoteur bleibt bloß: irgendwo Runterrollen (vorher irgendwo raufrollen, mit Hebezeugschub) oder Anschleppen.
Besser, man hat einen Ersatzanlasser dabei. Originalposting von Patrolier
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#42410 - 07.06.2005 07:11
Re: Busch-Trickkiste: Kühler-Notreparatur
[Re: Chriswerx]
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Anonym
Nicht registriert
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Kühler-Notreparatur (bei Schäden am Kühler bei Reisen fernab der Möglichkeit des Kühleraustauschs) Nissan Patrol mit 2,8l Turbodiesel Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Gründe für Kühlerschäden: - Altersbedingte Durchrostung - Steinschlag (ergibt Löcher aller Größen)(Prophylaxe: Fliegengitter vorspannen) - Lüfter hat zugeschlagen (breitflächige Schäden): * Durchlöcherung durch Viscolüfter (bei Lagerdefekt, Streifschäden), * Kühlerhalterung oben lose (Befestigungsschrauben lose), * Untere Kühlerhalterung abgerüttelt und gebrochen (Piste, Wellblech, Sprung), * Nach Sprung und harter Landung Kühler aus der unteren Halterung geschoben (Gelände, Unfall oder Dämpfungsgummis ausgeschlagen) * Allgemeine Auflösung (fehlende Spannmuttern der Zuganker, Rüttelschäden) Sofortmaßnahmen: A. Kühlerdichtmittel (für mich NICHT(!) das Mittel der Wahl) - Nur bei kleineren Löchern im Kühler anwendbar: Hier ist Vorsicht geboten, da das Zeug im Kühler, auch im Motorblock und im Zylinderkopf (!) steinharte Schichten bilden kann. Kühlmittelführende Kanäle der Zylinderkopfdichtung können glatt zuwachsen (selbst erlebt)! Abfallende Kühlleistung des Kühlers ist dann auch oft auf Lumenverengung der Kühlnetzkanäle zurückzuführen. Bei starker Zusetzung hilft dann oft bloß noch der Kühleraustausch. - Manchmal schwer zu applizieren, weil es Kühler gibt, die keine direkt zugängliche Einfüllöffnung haben, dann nur über Ausgleichsbehälter, nicht ideal. Soll bei betriebswarmem Motor eingefüllt werden > Vorsicht, Verbrennungsgefahr. - Dichtmittel hilft oft bei altersbedingter Durchrostung, wenn der Kühler siebartige Struktur angenommen hat, dann ist aber mit einem Fläschchen auch nicht viel erreicht, es muß mehr eingefüllt werden. Bei nächster Gelegenheit Kühler austauschen und Kühlmittel (Destilliertes Wasser aus dem Baumarkt, Glysantin) wechseln. Zur Auflösung von Dichtmittelschichten per Kühlerspülung durch Zusatz von Geschirrspülmaschinenpulver oder Zitronensäure im Spülwasser ist nicht möglich. Gelöst werden in geringem Umfang Calziumkarbonate. Magnesiumcarbonatschichten werden unter diesen Bedingungen nicht gelöst. B. Mechanische Notreparatur (auf Abseitstour, z.B. Sahara) bei gröberer Kühlerschädigung, z.B. Steinschlag von vorne oder Ventilatorstreifschaden von hinten, 3 Kühlröhren auf eine Länge von 10 cm zerstört. Brühe spritzt. - Kühler entleeren, ausbauen - Kühlerhalterungen oben und unten auf Bruch und Verbiegung prüfen, gegebenenfalls reparieren oder notfallmäßig eine Vorrichtung vorsehen, z.B. mit Spanngurt (Ratsche), Klebebandmimik, die den Kühler in einer fixen Stellung hält und sichert, wenigstens bis zum nächsten Wüstenschmied. - Viscolüfter prüfen. Sollte er stark beschädigt sein, baue ich ihn aus, denn Vibrationen beim Lauf durch Unwucht könnten Folgeschäden (Bruch der Wasserpumpe) nach sich ziehen. Bin schon OHNE Lüfter aus dem tiefen Süden bei Außentemperaturen bis 40°C nach D zurückgefahren. Keine thermische Überhitzung am Thermometer zu sehen, an der Ampel kurzfristig Nähe Strich, bei Bewegung sofortiger Temperaturrückgang. Auch auf der Autobahn in Tunesien und von Genua rauf keine erhöhte Temperatur (moderater Umgang mit dem Gaspedal indicated, bis 120 km/h). - Von den beschädigten Kühlröhren das Netz abschaben, soviel wie nötig, so wenig wie möglich. - Sodann schneide ich mit einem Seitenschneider die beschädigten Röhren völlig heraus, lasse etwa 2 cm stehen (beidseits am Kühlerrand), diese 2 cm mittig umbiegen und mit einer Flachzange zuklemmen. - Kühler stabil hochkant auf die eine Seite stellen. - Metall mit Schleifpapier so gut wie möglich von Schmutz, Farbe und Oxydation befreien. - Aus Klebeband Dämme errichten. Die umgebogenen Stücke reichlich und großflächig mit Epoxidharz vergießen, Aushärtezeit abwarten. - Andere Seite desgleichen. - Kühler einbauen, Wasser rein, weiterfahren. Besser ein teilamputierter Kühler, als verdurstet. Bin schon mit einem Kühler heimgefahren, der ein Drittel seiner Kühlröhren eingebüßt hatte. (Patrol W160, SD33-Motor.) Die Kühlleistung war etwas geringer, aber die Karre ist gefahren. Zuhause: Kühleraustausch. Zur Kühlerreparatur (und für sonstige Klebereien wie z.B. am Ausgleichsbehälter) habe ich immer reichlich Epoxidharz mit. Hier preiswerte (und gute) Lösung: UHU schnellfest, 2-Komponenten-Kleber, der blaue. Gibt's in jedem Schreibwarenladen. Topfzeit 5' (Verarbeitungszeit), nach 20' fest. Man kann's natürlich auch wieder viel teurer machen.
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#42412 - 09.06.2005 10:24
Re: Busch-Trickkiste: Tank-Notreparatur
[Re: lralfi]
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Anonym
Nicht registriert
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Notfallaktion Tankreparatur unter Saharakautelen. Solo, jwd.
Wenn der Riß auf der Unterseite des Tanks ist, empfielt es sich, den Tank auszuleeren. Mit kommunizierendem Schlauch, oder Bodenablaßschraube öffnen. Ein Paar Kanister sind da hilfreich, ein paar Plastik-Wassereimer o.ä. tun's kurzfristig auch. Wenn der Riß auf einer Seite ist, Karre entsprechend richtig schief an einen Hang stellen oder aufbocken. Dann braucht nicht alles abgelassen zu werden. Ist der Riß oben drauf, muß der Tank evtl. raus. Doch ist die Gefahr, daß er leerläuft, weniger groß. Dieseltanks sind hier klar im Vorteil, saut bloß, explodiert aber nicht. Bei einem Benzinkarren sollte baldigst repariert werden.
Zuerst Farbe, Rost und Dreck mit Spachtel und Sandpapier vom Riß und Umgebung entfernen. Nachdem der Riß im Tank, und nur dort (Klinge benutzen), mit Gehäusedichtmittel notgedichtet ist, reinige ich Riß und Umgebung mit Bremsenreiniger. Anschließend klebe ich auf die trockene Fläche einen passenden zugeschnittenen und gebogenen Blechstreifen, reichlich mit Epoxy (siehe oben) bestrichen. Festhalten mit Stöckchen bis fest. Ränder anschließend nachkleben.
Damit kann man getrost weiterfahren. Das hält länger als der Tank selber.
Die Seifen-"Lösung" mag auf Teerstraßen eine Weile halten, auf Pistengerüttel ist mir das zu unsicher. Denn: ohne Sprit komm ich vielleicht nicht ans Wasser.
Gedichtete Grüße
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#42414 - 09.06.2005 12:22
Re: Busch-Trickkiste: Blattfederbruch
[Re: imDEK]
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Anonym
Nicht registriert
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Allah hat für jeden das Loch gelassen. Hat man die Karre hineingespickt, kann es vorkommen, daß ein Federblatt abgeknackt ist. Das merkt man. Federbruch bei Patrol, solo, Sahara jwd, Hauptblatt vorn 1. Lage hin, vorderes Bruchstück ist unter das andere druntergerutscht. Kein Ersatzblatt vorhanden. 1. Ein Federbruch ist kein Beinbruch. 2. Der eine wie der andere kann durch Schienen reponiert werden. 3. Ein geschienter Federbruch macht weniger Schmerzen als ein geschienter Beinbruch. - Karre gegen Wegrollen sichern - Mit Hebezeug vorn auflupfen - Vorderes Gehänge mit Montiereisen nach vorn hebeln, bis die Bruchstellen der Feder wieder glatt gerichtet aneinander liegen, ein gscheiter Hammer ist an Bord - Falls die Feder sehr aufsteht, habe ich eine Schraubzwinge dabei, mit der das widerspenstige Trum beigezogen wird - Helferlein auspacken. Davon habe ich immer genügend mit unterschiedlichen passenden Schenkellängen in meiner Eisenkiste dabei, die lichte Breite der Bügel muß an die Federblattbreite angepaßt sein, untere Halteplatte für Bügel mindestens 2 mm Übermaß freibohren - Obere Platte drauf, Bügel einbaun, untere Halteplatte aufstecken, selbstsichernde Muttern gut handfest anziehen - Karre ablassen - Sprühöl auf die Spannstelle spritzen - Weiterfahren, nächste Düne ansteuern, Federbruch vergessen. Das vordere Bruchstück kann nicht nach vorn rausrutschen, da die gekröpfte 2. Lage mit dem Fänger dies verhindert, die Federung ist nur minimal eingeschränkt, die Bruchstelle wird durch die Unterlagen gestützt - Gelegentlich Muttern kontrollieren Alles andere ist ziemlicher Pfusch, wie z. B. das Umwickeln der Feder mit Spanngurten, Einbau von Brettchen. Das mag aufm Teer noch gehn, aber nicht auf der Piste. Doch kann es generell nicht schaden, etwas mehr auf Allah's gelassene Löcher zu achten. Ana urîd, anta turîd, allâhu jaf*al mâ urîd. (Arab. Sprichwort) Ich will, Du willst, Allah tut, was er will.
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#42416 - 29.06.2005 09:27
Re: Busch-Trickkiste: Blattfederbruch II
[Re: ]
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Anonym
Nicht registriert
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Kautelen: Patrol W260, Hauptblattauge abgebrochen, solo, Sahara JWD, kein Ersatzblatt, KEIN Schweißgerät. Ziemlich übel ist es auf den ersten Blick, wenn das Blattfederauge so abbricht, daß nix mehr zum klemmen da ist und es nur noch mit Hilfsplatten angeschweißt werden könnte. Blau: Schweißnähte. Die über die Federbreite überstehenden Schweißnähte im Bereich des Auges, wo die Gummibuchsen und das Gehänge anliegen, müssen abgeflext werden. Hat man kein Schweißgerät mit, (wer hat das schon?) muß man darauf vorbereitet sein. Daher habe ich immer ein ca. 30 cm langes Hilfs-Federstück mit Auge dabei. Dieses wird bei Bedarf zwischen gebrochenem 1. Hauptblatt und Fänger eingeschoben und mit meinen bekannten Helferlein befestigt. Die Feder braucht dabei auch nicht ausgebaut zu werden, wie etwa beim Anbringen der obigen Schweißnähte. Anschließend weiterfahrn, als wenn nix wär. Keine Achse schief, kein Geklapper. Bricht das Auge auf der anderen Seite ab, wo das Gummi-Metall-Silentlager ist, wird die Lagerbuchse mittels meiner mitgeführten Presse (zerlegbar) aus dem gebrochenen Teil ausgedrückt und in das Auge des Hilfs-Federstückes eingepresst. Nicht mit dem Hammer auf die Buchse schlagen, dann ist sie womöglich hin! Ersatzteilladen 1351 km in nördlicher Richtung. Keine Presse dabei? Das geht natürlich nicht mit dem Hilift oder sonstigen Witwenmachern. <img src="http://www.viermalvier.de/forum_php/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Das abgebrochene Auge nicht wegschmeißen. Es könnte noch gebraucht werden.
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#42417 - 30.07.2005 09:34
Re: Busch-Trickkiste: Blattfederbruch III
[Re: ]
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Anonym
Nicht registriert
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Dauerhafte Reparatur gebrochener 1. oder/und 2. Lagen oder weiterer Unterlagen eines Federpaketes unter Wüstenkautelen. Buschwerkstatt mit Elektro-Schweißgerät und eine Flex vorhanden (kleine Flex führe ich immer mit, Trenn- und Schruppscheiben inclusive). Feldbedingungen. Weiterhin muß genügend langes, zusätzliches Federblattmaterial mit Längen vom Federauge (1. Lage) oder Kröpfung (2. Lage) bis zur Herzbolzenbohrung vorhanden sein: aus einem früheren Bruch, mitgebrachtes Material oder gefunden beim Wüstenschmied. Ist kein solches Material vorhanden, müssen die Dépannage-Lösungen angewendet werden, siehe oben: Blattfederbruch I und II. Als Schweißelektroden können die vom Wüstenschmied, oder selber mitgebrachte verwendet werden. Der Schmied hat in aller Regel kein schlechtes Material. Trägt meist auch dort eine DIN- oder andere Qualitätsbezeichnung. - Karre auf ebene, waagrechte Fläche stellen, gegen Wegrollen sichern. - Feder ausbauen und zerlegen. - Gebrochenes Federblatt neben Ersatzmaterial legen und die erforderliche Länge anzeichnen, anreißen so genau wie möglich! Die Feder muß nach der Reparatur genau so lang sein, wie vor dem Bruch. - Mit der Flex das gebrochene Federblatt rechtwinklig trennen (Trennscheibe) und zwar 2-3 cm von der Herzbolzenbohrung auf der gebrochenen Seite. - Rep.-blatt an der angezeichneten Stelle trennen - Saubere Kehlnaht anflexen (Schruppscheibe). Blätter dabei NICHT mehr kürzen. - Richten der zu schweißenden Stücke auf Stoß auf dem darunter benachbarten Blatt als Hilfslehre unter Berücksichtigung der Blattbiegung (Parabelblätter mit etwas weniger paraboler Biegung als das darunter liegende > Auflage an den Blattspitzen, Elliptikblätter genau wie das darunter liegende Federblatt > eher parallele Auflage). Peinlich genau drauf achten, dass die zu verschweißenden Blattstücke gerade gerichtet und nicht verdreht fixiert werden. Für die Fixierung Schraubzwingen, Klemmzangen, notfalls Spanngurte oder Draht verwenden. Als Zwischenlage zum Hilfsblatt Schweißdrähte oder schmale, gerade Blechstreifen verwenden. - Oberseite des gebrochenen Federblattes mit viel Strom kräftig mit viel Auftrag schweißen. Schlacke wegklopfen. - Blatt von der Hilfslehre nehmen, umdrehen, vorn und hinten auflegen und beiderseits der Schweißnaht unterstützen (!), damit es bei der nun folgenden Schweißung der Unterseite nicht durch sein Eigengewicht runterknickt. - Unterseite mit viel Auftrag schweißen, Schlacke abklopfen. - Drauf achten, dass auch die Schmalseiten mit genügend Auftrag versehen sind. - Mit der Schruppscheibe die Schweißung glatt auf die Federdicke und -breite schleifen. - Blatt abkühlen lassen. - Federpaket zusammenbauen - Federpaket montieren, dazu auch Federbügelmuttern der gegenüberliegenden Feder lockern (!), um die Achse beweglich zu machen, andernfalls kann evtl. der Herzbolzenkopf nicht in die Zentrierbohrung der Achse eingefädelt werden, dann ALLE Bügelmuttern anziehn, Anzugsdrehmomente der Bügelschrauben beachten. Damit hat die Karre eine quasi neue Feder. Den Schnitt in der Nähe der Herzbolzenbohrung zu setzen hat den Vorteil, daß die Schweißung unter den Federbock der Achse zu liegen kommt und mit den Federbügeln und der Druckplatte plan aufgespannt wird. Damit treten nur noch minimalste Biegungen an der kritischen Schweißstelle auf und die arbeitenden Federteile vorn und hinten raus sind wie neu und ungeschädigt. Somit hält eine Schweißnaht dauerhaft geländegängig, auch bei dünnen Federblättern. Selbst bei einem Bruch der Naht (noch nie vorgekommen) könnte die Feder nicht delokalisiert werden, die Situation wäre besser als vor der Aktion. Ich hatte bisher auch keine Hemmungen, mit dem vorstehenden Verfahren ein gebrochenes Parabelblatt mit einem Halbelliptikblattfragment zu reparieren. Diese Hemmungen werden mir auch weiterhin fremd bleiben. Cave: Vor Antritt einer Reise MUß die Gängigkeit der Federbolzen (Feder an Karosse) und der Federbügelmuttern gewährleistet sein, da ein nicht laufender, festgerosteter Bolzen die gröbsten Schwierigkeiten beim Ausbau der Feder verursachen, die Demontage bei Fehlen geeigneten Werkzeugs sogar unmöglich machen kann. Bolzen und Muttern IMMER mit Kupferpaste einbauen. Ersatzbügel, -muttern und Gewindefeile mitnehmen, um geländegeschädigte Teile reparieren zu können.
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#42458 - 27.07.2007 19:11
Kupferdichtringe regenerieren
[Re: 2expedmog]
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Mogerator
Registriert: 18.05.2002
Beiträge: 19741
Ort: Bochum, NRW, Deutschland
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Hallo,
heute habe ich was Interessantes erfahren und getestet: Bei der Reparatur eines Zylinders am Unimog war im Rep-Satz statt des Kupferdichtrings ein O-Ring drin, der natürlich verkehrt war und nicht gehalten hat. Nun hatte der alte Kupferdichtring ein Maß, daß ich nirgends hatte, und auch die benachbarten Werkstätten konnten nicht helfen. Zudem war er riefig, und nach dem testweisen Einbau undicht.
Ein Mitarbeiter hatte die Lösung: Dichtring mit Brenner zum Glühen bringen (Rotglut), und dann in Wasser abschrecken. Zur Sicherheit habe ich das dann gleich zweimal getan <img src="/forum_php/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Und siehe da: der Ring, der ehedem undicht war, war nun dicht <img src="/forum_php/images/graemlins/graem-thumbsup.gif" alt="" />
Hintergrund: Der alte Ring wird durch diese Prozedur wieder weich und formbar...
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Grüße DaPo
Fußball war doof, Fußball ist doof, Fußball bleibt doof.
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#42462 - 22.09.2007 10:44
Re: Trickkiste: Kühlerprobleme?
[Re: rovervirus]
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Jungfrau
Registriert: 13.09.2007
Beiträge: 2
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in diesem beitrag bitte nur nachweislich funktioniernede buschlösungen.
den "ich hab gehört, das soll ganz toll sein" schmeiss ich sonst raus. gerne können wir auch einen thread aufmachen, wo die dinge drin stehen, die nicht funktionieren.
wie zum beispiel den damenstrumpf als not-keilriemen. Geht aber, hab ich so im Passat 35i 16V 2Liter gemacht von Barzelona bis Südfrankreich in der Nacht. Problem, er wird länger, heist man muß sich was einfallen lassen damit man weiter den Strumpfring kürzer machen kann. Z.B durch einen Stift aus gummi, und darum muß man immer wieder ne Wickelung drum machen, je nachdem ob der Strumf durchrutscht oder hält. ist aber keine Lösung für LKWs, zu viel Drehmoment, für PKWs gehts noch. Gruß Rock
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#42463 - 24.09.2007 21:53
Re: Trickkiste: Sammelstelle für Buschlösungen
[Re: Chriswerx]
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Irgendwoher aus dem Westen
Registriert: 19.03.2007
Beiträge: 326
Ort: Lunteren, Pays-bas
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Bearbeitet von Jermak (24.09.2007 22:27)
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#298780 - 04.11.2008 21:20
Re: Trickkiste: Sammelstelle für Buschlösungen
[Re: Hartwig]
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Motze, festhalten, so gehts in Kenia zum Brötchenholen
Registriert: 11.07.2004
Beiträge: 8666
Ort: Am Fuss der Endmoräne
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Nö, der hat auf dem Bild doch den Schlauch vom Kompressor dran. Und das ist es, Propan/Druckluft. Die Brenner sehen aus, wie normale Brenner eben aussehen. Bei der Degussa, Heraeus, Bego etc( alles Goldbuden) gibt es die passenden Düsen für was du willst. Stadtgas/Luft, Erdgas/Luft, Propan LUft, Propan Sauerstoff, Azetylen Sauerstoff, wo immer du hin willst. Mit Propan/Luft giesse ich locker Gold, für höherschmelzende Legierungen muß O2 dazu. Ist aber im wenig gebrauchten Alltag aufwendig. Propan/Luft scharf eingestellt beisst sich schon recht gut durch. Und genau das ist das Teil auf dem Foto. Ich finds geil. Ohne Kompressor kann man an den Reservereifen denken, der bläst auch besser als jeder asthmatische Goldschmied.
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An und ist das Leben für sich schön.
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#298805 - 04.11.2008 22:47
Re: Trickkiste: Sammelstelle für Buschlösungen
[Re: flaterric]
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Homo Stupidus
Registriert: 21.05.2002
Beiträge: 11572
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Irgendwie hinten dann noch reinblasen in diese Goldschmiedebrenner?? ja. mittels dem gezeigten rohr das in den mund genommen wird. vorne wird ein schlauch aufgeschoben der zum brenner führt. und dann sanft pusten. flaterric, stell doch mal ein bild von deinem kleinen pfeifenanzündgerät ein. (dann brauch ich nicht ins labor zu rennen um ein foto von baugleichem gerät zu machen) dein großes reicht eh locker für gröbere achsrohrschweißungen ....
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Work is the curse of the drinking class.
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