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#487798 - 02.02.2012 13:42
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Ozymandias]
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Newbie
Registriert: 28.12.2011
Beiträge: 28
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@ Ozy, wenns so einen Wundersaft gäbe, dann wäre ich glücklich, denn dann hätte ich mir viel Zeit (und Geld) ersparen können um eine techn. Lösung zu entwickeln. Selbstverständlich darf jeder probieren ob das Additiv X irgendwas verbessert, ich bin aber sicher daß kein Additiv existiert das dass spezielle Problem Schwefel/+ hohe Rußmenge in großer Höhe löst. Da ich mittlerweile mit Anwendern zu tun habe die aus "beruflichen" Gründen in einigen aktuell für Reisende nicht zuträglichen Weltgegenden mit verschmutzten und verschwefeltem Diesel ihre Fahrzeug betreiben müssen und deren Überleben auch davon anhängt das Ihr Transportgerät sowie dessen Motor in "besonderen" Situationen funktioniert, und die ein derartige Mittel schon längst hätten wenn es das denn gäbe, weiß ich das es so etwas eben nicht gibt.
@ Veco, meine Beitrag ist wertfrei sonst würde ich ihn nicht in einem öffentlichen Forum abgeben sondern nur unseren Kunden zugänglich machen. Und ich setze keine techn. Koryphäen voraus sondern bitte darum meine Antworten GENAU zu lesen:
Ich habe bisher keine DPF Probleme am IEVCO F1C Motor registrieren können wenn die Fahrzeuge so betrieben werden wie es Camper, Fernreisende usw. machen (also mit deren üblichem Standard Fahrprofil), sofern sie Diesel tanken der eine maximale Schwefelmenge (auf deiner Weltkarte Hell/Dunkelblau) nicht überschreitet. DAHER Entwarnung für die hier mitlesenden Fernreisenden, Camper etc. wenn sie nach Marrokko im Süden und Island im Norden fahren.
An Fahrzeugen die einem ganz spezifischen Fahrzyklus unerliegen, wie z.B. bei Feuerwehrfahrzeugen haben wir (=Allrad-Christ) Probleme registriert. Das aber z.B. BREMACH in Italien Probleme mit dem F1C+DPF bei Ihren Kunden im extremen Stadverkehr hat sowie IVECO beim DAILY im Stadverkehr etc., ist ein anderes Kapitel. Daher Achtung an Paketdienstfahrer, Müllsammlern, Baufirmen etc. im Stadverkehr und an Feuerwehren. Für diese unserer Kunden haben wir einige präventive Maßnahmen erarbeitet, damit sie ihre Motoren auch unter diesen Bedingungen betreiben können, auch wenn das einen etwas größeren Vorsorge/bzw. Wartungsaufwand bedeutet. Welche Probleme Mercedes, Opel, Mazda, Oktavia haben sehe ich nicht als Gegenstand dieses IVECO, BREMACH und SCAM Forums und auch nicht des threads der da heißt: "Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel". Denn da "schlechten" Diesel in der EU per Definition nicht gibt, verstehe ich die Frage als eine reine Frage im Bezug auf den weltweiten Einsatz. Daß es allerdings Fahrzustände gibt die auch bei Verwendung von EU-Diesel eine reibungslose Funktion des DPF erschweren können gibt, darüber hat PeterM bereits sehr ausgiebig referiert.
Daher schlage ich vor einen thread "Generelle DPF Probleme an verschiedenen Fahrzeugmodellen,typen etc., unabhängig von Dieselqualität (Schwefel) und hoher Rußbelastung beim Betrieb in großen Höhen" aufzumachen um darüber diskutieren zu können, weil der Gegenwärtige damit nichts zu tun.
@ Uwe, in Österreich nennt man deine Frage im "Kaffeesud lesen". Und selbst wenn alle Südamerikanischen Staaten bis 2015 schwefelfreien Diesel anbieten würden, das Problem das Dein EURO5 Daily in den Anden Dieselbriketts wegen der großen Höhe in den DPF spucken würde, was den nicht lange freut, bliebe weiterhin bestehen.
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#487845 - 02.02.2012 20:01
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Diffkill]
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Defender
Registriert: 23.09.2002
Beiträge: 735
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..s'ist zum Mäusemelken: Von den fatalen Folgen eines hohen Schwefelgehalts im DK schreiben wir ja seit einigen Seiten. der Mechanismus dahinter ist die dramatisache Zunahme an Partikelmasse, weil der Schwefel wunderbare Kondensations- und Anlagerungskeime liefert.
Nochmals zu den Additiven:
Generell lieber nicht - die Maximaldrücke in den CR-Systemen im Kfz werden auch erreicht, da geht es dem niederbelasteten Stationärmotor besser, und das Zusetzen der Filter durch die Asche steht auch in den VW-Unterlagen. Und die extremen Partikelmengen bei sagen wir 2000 ppm Schwefel krieg' ich ohnehin nicht weg (bzw. durch den DPF)
Im Ausnahmefall schon: und zwar dann, wenn ich bei niedrigen Außentemperaturen, bei sehr viel Teillast/Stop-and-go/Kurzstrecken unterwegs bin. In drei Wochen komme ich de facto nicht in Gegenden mit "Katastrophendiesel" außer nach Serbien. Also: Wenn ich zwei Wochen Belgrader Stadtverkehr vor mir habe - gut. Wenn ich zwei Wochen nur vom Quartier zum Strand fahre, je 2 km - auch gut. Wenn ich (nicht lachen, das ist einem Bekannten passiert) ein waidwundes Auto mit 30 km/h durch Kasachstan tragen muss - könnte ein Fläschchen in Reserve auch nützlich sein.
Als simple Regel: ungeeignet. Und ich darf vorschlagen, dass alles, was nicht nch simpler Regel klingt, im Einzelfall mit dem technischen Partner der Wahl besprochen wird, hier laufen uns die Fäden einfach durcheinander.
Zur Kraftstoffqualität im Lauf der Zeit: wer Abgasnormen einführt, die nur mit DPF zu schaffen sind, wird auch für den entsprechenden DK sorgen (müssen). Das ist mE aber erst mit E5 aufwärts der Fall... De Russen scheinen auf gutem Weg zu sein, wahrscheinlich deshalb, weil a) die "wichtigen Menschen" europäische Kfz fahren, b) der Herr Putin auch Produkte und nicht nur Rohöl verkaufen will, und last but not least c) durchaus Geld im Umlauf ist
Südamerika halte ich für das "schwarze Loch", ins südlichere Afrika kommt am Landweg ohnehin niemand mehr durch.
Grüsse Peter
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#488052 - 04.02.2012 14:01
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: PeterM]
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Der mit der Feuerschale tanzt
Registriert: 29.06.2008
Beiträge: 330
Ort: weit im Osten
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..... De Russen scheinen auf gutem Weg zu sein, wahrscheinlich deshalb, weil a) die "wichtigen Menschen" europäische Kfz fahren, b) der Herr Putin auch Produkte und nicht nur Rohöl verkaufen will, und last but not least c) durchaus Geld im Umlauf ist.... Bevor die Sektflaschen wegen der umweltbewussten Russen geöffnet werden bitte ich zu bedenken: a) "sie" fahren europäische (und japanische und amerikanische) Fahrzeuge, die A) V6 oder V8 Benziner sind und B) kein EURO5, sondern, falls überhaupt, max EURO4 erfüllen. Eben wurde das Importverbot für EURO3 Fahrzeuge wieder für ein Jahr aufgehoben. b) falls damit Autos gemeint sind, so ist bitte nicht zu vergessen, dass hier gerade als letzter Hit die EURO4 erreicht wird, aber auch für Geld kein Lada Niva in der EURO- Version zu kaufen ist d) ... aber gegen Null gehendes Umweltverständnis ... Gruss aus Moskau
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Das Beste kommt noch.
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#502729 - 30.04.2012 17:25
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: uwe1025]
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Newbie
Registriert: 28.12.2011
Beiträge: 28
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Nachdem an meiner Warnung bezüglich Problemen wegen verstopften Partikelfilter im Fernreiseeinsatz noch immer erhebliche Zweifel seitens der Fernreiseszene zu bestehen scheinen, und wir Heute endlich jenen BREMACH EURO4 im Haus haben der 2009 als Erster (und auch Letzter) inkl. Partikelfilter auf (Langstrecken)Reise ging, und nachdem ein Bild mehr als Tausend Worte sagt, hiermit das optische „Resultat“ nach ca. 30.000 Km Fahrleistung, bis der Motor in der Osttürkei auf über 2000 M Seehöhe nicht mehr Starten ging. Die bis zum diesem Totalkollaps bereisten Länder waren: Schweiz, Österreich, Ex-Jugoslawien (Slowenien, Kroatien, Serbien, Mazedonienen), Albanien, Griechenland, Türkei. Also keine wirklich „exotischen“ Länder. Links also der Partikelfiltereinsatz nach den oben beschriebenen ca. 30.000 Km rechts, zum Vergleich, ein Partikelfiltereinsatz mit ca. 700 Km Autobahn Laufleistung Ich denke das Foto ist selbsterklärend. Bei dem BREMACH mit dem verstopften DPF handelt es sich um einen EXTREM mit dem IVECO F1C, 3,0 Liter E4-Motor, 146 Ps. Ist aber an sich unerheblich, da dieser DPF bei allen 3,0 Liter Euro4/5 IVECO Motoren gleich ist. Dem Motorsteuergerät zufolge wurde ein (mehrmaliges) Erreichen der Freibrenntemperatur (von über 600°C) registriert (soll heißen für die Verstopfung ist kein elektron. Defekt im DPF-System verantwortlich), trotzdem war eine Selbstregeneration (= „Freibrennen“) scheints nicht möglich. Auch alle anderen relevanten Meß-Sensoren sind ebenfalls in Ordnung. Die Gesamtfahrleistung beträgt ca. 35.000 Km. Um eine Weiterfahrt zu ermöglichen wurde der Motor in der Türkei zu einer IVECO Werkstatt geschleppt, dort der DPF ausgebaut und mittels Spezialschaltung im „Notbetrieb“ die Rückreise in die Schweiz angetreten. Der vorgeschaltete (grobporige) Oxy-Kat ist (wie erwartet) nicht unzulässig verstopft und somit weiter einsatzfähig. Zur Info: Dieser DPF kostet bei IVECO aktuell ca. 2500 Euro, ohne Mwst., zuzüglich eventueller Transportkosten, die bei der ca. 20 kg schweren Kat/DPF Einheit und je nach Zielland und gewünschter Transportzeit, nochmals 100-500 Euro ausmachen können.
Bearbeitet von allrad-christ (30.04.2012 17:29)
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