 |
 |
 |
 |
#485877 - 20.01.2012 06:54
Re: Infos zum Daily 4x4 / Anschaffung / Ausbau usw.
[Re: Gogolo]
|
Newbie
Registriert: 28.12.2011
Beiträge: 28
|
Wo steht was, dass der Iveco mit nicht-EN-konformer Kraftsoffqualität Probleme hat???
Zum Beispiel in den uns zugegangenen Motorenunterlagen des F1C, darin heißt es: Es ist Standard Treibstoff nach EN590 (max. Schwefelgehalt von 0,2%)zu verwenden. Die Verwendung von Kraftstoffzusatz wird nicht empfohlen. KEROSIN-haltige Treibstoffe bekant als F63, F34, F35, JP8 dürfen nicht verwendet werden.In jedem Fall lehnt IVECO Garantien am Motor ab, wenn kein schwefelfreier Diesel getankt wird, was sie damit schriftlich zum Ausdruck bringen und auch in der DAILY Bedieungsanleitung vermerkt sein müßte. Womit eigentlich schon Reisen außerhalb der EU problematisch werden. In der Praxis heißt das: Der IVECO Motor ist mit Abstand der unempfindlichste Common-Rail Motor aller in der EU angebotenen Motoren, was die reine Treibstoffqualität und Sensorenempfindlichkeit angeht. Da ist er den Mercedes CDI-Motoren haushoch überlegen. Das gilt aber nicht für den Partikelfilter, der defintiv keinen Schwefel mag. Das Du die oben beschriebene Reise (augenscheinlich) ohne Problem aus diesem Bereich durchführen konntest, zählt meiner Erfahrung nach zu einer extremen Ausnahme oder Du bist ein ganz besonders vom Glück Begünstigter (gewesen). Gegenbeispiel eines meiner Kunden: F1C ein Jahr in Serbien (mit russischem Diesel)betrieben, Weiterfahrt in die Türkei, mit insgesamt 15.000 Km am Tacho auf 2600 m Höhe Motor unmöglich zu starten. Diagnose: FAP durch Schwefeldioxidablagerungen total verstopft. Weiters (auch aus meinem "Erfahrungsschatz"): Bei längerem Betrieb über 3000 m Höhe reicht alleine bereits der extrem hohe Russanteil, der aufgrund der EU-konformen Motorsoftware dabei produziert wird, aus um den FAP zu verstopfen. Die Selbstregeneration, also das Freibrennen funktioniert in dieser Höhe schon aus physikalischen Gründen nicht mehr (so wie auf Meereshöhe) und würde mit der extremen Rußmenge auch gar nicht mehr klar kommen. Fazit, Motor endet zumindest im Notlauf oder bleibt überhaupt komplett stehen, s.h. Beispiel Türkei. Die dazu korresepondierenden Erlebnisse diverser Sprinter,und VW Fahrer bzw. Mercedes G ( http://www.viermalvier.de/ubb_portal/ubbthreads.php/topics/456948/1)dürften ja bekannt sein und mögen nur als weitere Beispiele dienen. Fazit: Der Betrieb mit (je nach dem Grad und Dauer) verschwefeltem Diesel kann, muß aber nicht gut gehen. Erich
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#486000 - 21.01.2012 14:43
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: BAlb]
|
Defender
Registriert: 23.09.2002
Beiträge: 735
|
Halt, Stopp, Pause - da gibt es eigentlich schon wieder 5 Parallelthemen (man verzeihe mir gelegentlichen Zynismus, aber die meisten hab' ich schon mehrfach beschreben):
1. Wasser im DK Recht simpel, gute Abscheider (nicht die serienmäßigen) einbauen (lassen), fertig. Wenn nicht: schwere Schäden an Pumpe und Injektoren vorprogrammiert. Bei Hochdruckeinspritzungen (nicht nur CR) sollte der Einbauer wissen was er hinsichtlich Drckverlusten, Drosseln im System usw, tut, m nichtaus en Betriebsbereichen im Hochdrucksystem rauszufallen. Ich würde den Einbauer fragen, ob er an einem derartigen Motor schon gearbeitet hat, wenn nein, ob er die Systemparameter kennt und weiß, was er wie beinflusst und wie er das kompensiert, wenn dann Fragezeichen in den Augen auftauchen. Entweder Anbieter wechseln oder ihn auf eine längere gemeinsame Testphase einstimmen (mit möglichen Reparaturkosten). Die Warnung schreibe ich deshalb, weil e z.B. ufbauer gibt, die aus dem Eigenbauprojekt eine Geschäftsidee machen, ev. einen wirklich durchdachten Koffer auf ihren "Veteranen" gesetzt haben und dann die raumoptimierte Tankanlage mitverkaufen.. Die Russen haben früher gern gestreckt, seit genug CR-Motoren herumfahren, hat wahrscheinlich auch der "durchschlagskräftige Biznesman" seine Mannen die Dieselpanscher besuchen lassen, an sich hat Russland genug Treibstoff.
2. Dreck im DK ähnl. oben, auch da können werksseitige Mitteleuropa-Filter, die für DIN/EN-Kraftstoff reichen, zu wenig sein. In der Mann-Hummel-Liste findet sich viel schönes&passendes, wissen muss man es (und muss auf den Durchsatz auslegen). Russland: w.o. - nicht jeds Fass muss halb voll Sand sein
3. Cetanzahl Da mögen die diversen Power-Zusätze, die hierzulande nicht nötig sind, runderen Motorlauf bringen. Das trifft aber wirklich die Hochleistungs-PkW-Motoren mit >60 kW und 190 Nm pro Liter
4. Schmierfähigkeit des DK Zuviel Kerosin killt jede Hochdruckeinspritzung; mit NATO-Additiv oder des Zivilisten erste (weil einzige) Wahl Zweitaktöl später, aber genauso sicher. Also: Russland und Winer sind no-go; die Skandinavier mischen teuren Arctic diesel, irgendwann, inrgenwo wird es en auch in Russland geben - das zum Thema Glück Und aschefrei ist eben in der Praxis nur fast-aschefrei: nach etlichen zigtausend km wird es Ablagerungen bzw. Verschleiß genau deshalb geben, wir dürfen uns wieder aussuchen, welchen Tod wir sterben. Und beim zahmen 1350 bar-Eletromagneteinspritzventil sind es ev. auch 250.000 km
5. DPF-Belastung Die hat erstens nichts mit dem Motor zu tun. Und dort schlägt der Schwefel zu - die Partikelmassen gehen durch die höhere Anzahl an Kondensations- und Konglomerationskeimen durch die Decke. Die ersten Prüfstandsläufe haben mich schon vor 20 Jahren bei den ersten zaghaften Oxikat-Versuchen bei ganz braven Vorkammermotoren entsetzt. Die 50 ppm sind der Produkthaftung geschuldet, ich würde mich bis 200/300 pm trauen, aber da liegt z.B. Serbien noch immer deutlich drüber. Die Eisen(Metall)-irgendwas-oxidhaltigen Additive kennen wir von den frühen PSA-DPF, die senken die Starttemperatur der Regeneration. Wenn ich am Weg nach Griechenland den Stadtverkehr in Belgrad als Maß hernehme, kann das schon helfen. Wenn ich einen ebenen Karrenweg mit 30 km/h dahinhopple, weil er so schlecht ist und ich tagelang niedrige Teillast fahre, möglicherweise auch. Wenn ich über 3.000 m Partikel en masse produziere, weil einfach der Sauerstoff fehlt, und das mit hochschwefeligem DK, wird früher oder später jeder DPF zugehen. Der eine früher, der andere später..
Und DPF ausbauen alleine reicht eben nicht, die OBD-Elektronik will überlistet werden. Der oben zitierte anonyme Poster hatte bislang Glück, fährt offenbarauschließlich (oder immer wenn es doch einen Fehler gibt) in einem engen Betriebsfenster gemütlich Landstraße, und "legen" tut sich gar nichts.
Grüsse Peter
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#486069 - 22.01.2012 10:42
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: PeterM]
|
Newbie
Registriert: 28.12.2011
Beiträge: 28
|
Leute, wenn ich mich dazu hergebe anzumerken was beim IVECO F1C in E4 und E5 Ausführung im Generellen und im weltweiten Fernreiseeinsatz im Besonderen an Problemen auftreten kann, dann tue ich das nicht um Besserwisserei zu verbreiten, sondern weil dieses zentrale Thema seit 4 Jahren ein ganz wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit ist und des weiteren von zentraler Bedeutung für meine Kunden. Und im Gegensatz zu einigen der hier veröffentlichen threads, was man tun „kann“ um DPF´s zu überlisten, und „das mein Daily EURO4 auf 35.000 Km in Asien keine Probleme hatte und es somit keine Problem geben wird oder kann“ oder was die Sternen oder Toyo Fahrer in Ihre Motoren (oder Tanks) kippen, basiert mein Wissen auf der Auswertung von (mir zugänglichen)techn. Erfahrungen im weltweiten Militäreinsatz und den Erfahrungen unser Kunden die seit 2007 mit dem F1C E4 weltweit unterwegs sind. Womit wir einen ganz erheblichen Erfahrungsvorsprung gegenüber der Daily Fraktion haben, denn zu dem Zeitpunkt wurde deren 4x4 noch gar nicht ausgeliefert, geschweige denn irgendein Daily zum Fernreisefz. umgebaut.
Um etwas klar zu stellen: Es gibt KEINE Herstellerseitige Informationssammlung zu dem Punkt „Systemverhalten der F1C E4/5 Motoren im Betrieb mit verschwefeltem Diesel und auf Höhen über 3000 m“, die haben wir uns selber „schaffen“ müssen. Und es gibt bis heute seitens IVECO in Kombination mit ihrem E5 Motor keine Lösung zu einer technischen Anforderung, die in einer ganz speziellen militärischen Ausschreibung so formuliert wird:
1. Das Fahrzeug muss zum Zeitpunkt der Lieferung (Vorserie) den einschlägigen Umweltvorschriften entsprechen. Die Euro-Norm ist zum Zeitpunkt der Lieferung (Vorserie) für die gesamte Serie verbindlich.
2. Im Falle der Lieferung von Euro-Motoren mit Abgas-Katalysator und/oder Partikelfilter, und wenn der Lieferant durch die vorgeschriebenen Kraftstoffe Schäden an Katalysator und/oder Partikelfilter vorhersieht, muss der Lieferant eine Einrichtung liefern, die den Betrieb mit den vorgeschriebenen Kraftstoffen möglich macht. Eine Verschlechterung der Euro-Norm ist hierbei akzeptabel. Die eventuelle Einrichtung muss auf "Low Level Maintainance" Niveau angebracht werden können. Diese eventuelle Einrichtung muss deutlich beschrieben werden.
Und als Nachsatz: Sowie innerhalb einer Stunde umrüstbar sein.
Und nachdem uns IVECO 1 Jahr lang hingehalten hat um letztendlich klein einzugestehen, dass sie die obige Forderung mit Ihrem F1C in E5-Ausführung (entsprechend der Forderung in Pkt.1) nicht erfüllen kann, habe ich vor 3 Jahren den Auftrag übernommen dieses Problem unabhängig vom Motorenhersteller zu lösen, was uns auch gelungen ist. Und obwohl es mir eigentlich am A… vorbeigehen kann ob IVECO seine Kunden mit vollem Wissen (oder in vielen Fällen Unwissen) ob der „Probleme an Ihrer Abgasnachbehandlung und Sensorik in Kombination mit verschwefeltem Diesel“ in die weite Welt entlässt, erfolgte mein Hinweis als generelle Warnung an Besitzer von Fahrzeugen mit diesem Motortyp.
BREMACH Kunden werden von uns bereits im Vorfeld auf diese Probleme hingewiesen, und denen wird auch gezeigt wie man sie z.T. vermeidet, bzw. die Symptome behebt um in „worst case“ das Fahrzeug mobil zu halten, damit sie sich nicht auf eine weltweite Service Organisation verlassen müssen, die bereits in Mitteleuropa mit dieser Thema großteils überfordert ist. So verstehe ich zumindest meine Verantwortung unseren Kunden gegenüber.
Ozy, bezüglich "Treibstoffqualität" ist es unerheblich ob es sich um einen E4 oder E5 F1C handelt, da die primären Unterschiede zwischen den beiden Versionen in der Turboaufladung, dem beim E5 umfangreicher gekühlten EGR-system liegt und der beim E5 Motor höhere max. Raildruck (1600 Bar anstatt 1350 Bar) deutlich weniger stark auf die "Treibstoffqualität" reagiert als z.b. bei den Sternen-Motoren, die mit über 2000 Bar betrieben werden. Da sowohl der F1CE4 als auch E5 mit dem gleichen Abgas (insbesondere Partikelfilter)system (allerdings mit komplett unterschiedlicher Basissoftware) ausgerüstet ist, bedeutet dies in jedem Fall, das beide Motoren die gleichen Probleme mit verschwefeltem Diesel im Bereich ihres Abgassystemes haben (werden).
Das TOYOTA und MERCEDES Motoren da erheblich empfindlicher sind, liegt an deren verwendeten Einspritzkomponenten (bzw. Systemen bei TOYOTA) und dem durchschnittlichen Raildruck, der beim IVECO F1C am niedrigsten ist und somit die „geringste“ Bauteilbelastung bzw. sensibilität“ hat. Deswegen, und auch wegen der beim IVECO aus dem Nutzfahrzeugbereich stammenden "robusteren" Sensorauslegung (mit daraus resultierendem Notlaufverhalten), halte ich den IVECO F1C für den besten (am EU-Markt verfügbaren und für den Fernreiseeinsatz geeigneten) Motor. Das ich aber kein „Fan“ der Firma IVECO-Motors bin, dürfte wohl klar durchgekommen sein, deren „after sales“ Service ist für mich schlicht inakkzeptabel. Im übrigen haben wir von Navistar über VM, VW bis Mercedes und Cummins in den letzten 4 Jahren alles an Motoren evaluiert, was am Markt verfügbar ist und der Einbau der STEYR M1 Motorenreihe wäre z.B. Einbautechnisch sofort durchführbar. Das Problem ist „nur“, daß die genannten Motorenhersteller (aktuell) entweder keinen wirtschaftlich, oder zulassungsrechtlich darstellbaren Einbau zulassen, bzw. von Ihrer konzeptionellen Auslegung her nicht ideal sind.
@ Gogolo,
Der Umstand dass nicht jeder Raucher an Lungenkrebs stirbt ändert nichts an der Tatsache dass es sich dabei um die erwiesenermaßen häufigste Todesursache bei Rauchern handelt.
Und da sich gegen Ende 2011 mein Werkstattumsatz zusätzlich um 30% nur mit IVECO Problemlösungen erhöht hat, Tendenz steigend, ist es eigentlich ok wenn Daily4x4 Besitzer auch Dank Deiner "Erkenntnis" ganz fest an die „Qualität“ und problemlose weltweite Fernreise-Eignung ihres ausgelieferten Basisfahrzeuges glauben und sich zur Lösung der spezifischen Probleme auch auf die weltweite Serviceorganisation verlassen. Denn aktuell lernen gerade 2 Daily4x4 Kunden in Südamerika „bitter“ und vor allem teuer, daß die Serviceorganisation eben doch überfordert ist und etwas „Prophylaxe „ unter Umständen billiger gekommen wäre. Und weil ihnen niemand z.B. am Samstag um 15 Uhr oder am Neujahrstag um 8 Uhr früh den „Arsch rettet“ landen sie dann bei uns. Nur als Hinweis: Eine komplette OXI-Kat/Partikelfilter Einheit für den F1C E4/5 kostet ca. 3000 Euro inkl. Mwst. Der Transport nach Südamerika oder Asien kostet nochmals ein paar Hunderter + Einbaukosten. Wobei die Südamerikaner beim Kostenverursachen kreativ sind, einem unserer Kunden haben sie „nur“5 00 Euro dafür abgezogen, daß sie ihm eingeredet haben nach 3 Wochen Aufenthalt im Bolivianischen Hochland auf bis zu 4600 m Höhe, anschließend den Oxy-kat mit dem Hochdruckreiniger (jenen) Ruß auswaschen zu müssen (der bei Deinem Motor in Osttibet nicht zu bemerken war, aber mit Sicherheit da ist). Etwas was eine beschleunigte Fahrt auf tiefer gelegenen Asphaltstrassen kostenlos erledigt hätte. Als Hinweis: Der von Dir (nicht registrierte aber vorhandene) Ruß wird übrigens vom "NOX-Sensor als "Fakt" an das Motorsteuergerät weitergeleitet. Da nämlich die Software nur bis 3000 m ausgelegt ist, wird bei Höhen darüber die gleiche (und somit zu hohe) Kraftstoffmenge wie bis 3000 m eingespritzt, was nun in Verbindung mit dem Höhenbedingt (noch mehr) reduziertem Luftsauerstoff zu einem (im Programm nicht vorgesehenen) verringerten Restsauerstoff im Abgas führt, der wiederum vom "NOX-Sensor" registiert wird, das dem Motorsteuergerät mitteilt und dieses daher die rechnerisch ermittelte "theoretische" Partikelmasse im Stuergerätespeicher hochfährt, denn derart reduzierter Restsauerstoff kann ja nur erhöhte Ruß-Partikelmasse bedeuten. Ist einem unserer Kunden alle bereits vor Deinem Asienausflug in Bolivien passiert. Die Antwort des Motorenherstellers bestätigt dazu wiederum das sie nichts über dieses Systemverhalten wußten: Denn nach unserer Anfrage was da in Bolivien grade an dem Motor passiert, und der Hersteller Mitteilung das die Motorensoftware nur für die in EUROPA "üblichen" max. 3000 m Höhe ausgelegt ist, daher darüber Probleme auftreten können, zeigte man größtes Interesse an den Erfahrungen unseres Kunden mit dem F1C E4 in den 3 Wochen über 4000 m Höhe. Soll heißen, Deine Erfahrung ist keine Folge der IVECO Qualität, sondern, ja Du hast Glück gehabt, das bei Dir kein permanenter Notbetrieb erfolgt ist.
@ VECO4x4,
Wen Du schon derartige Informationen "wie bescheiße ich den Partikelfilter" zitierst, dann wäre es zumindest hilfreich wenn Du die exakte Motorenkonfiguration (insbesondere Softwaretyp) mit angeben würdest. Denn hättest Du von dem, was Du da mittels Hilfe von google entdeckt hast, im Bezug auf den IVECO F1C auch nur ein Minimum an Ahnung, dann hättest Du dir diese Information verkniffen, weil: Die Abgassensorik der IVECIO F1C E4/5 Motoren erkennt einen ausgebauten Partikelfilter in jedem Fall, geht danach in einen semi-Notlauf, mit etwas reduziertem Drehmoment, versucht anschließend, nach einer definierten Motorlauf(zeit) eine Selbstregeneration durchzuführen. Wird feststellen daß eine Regeneration nicht möglich ist, weil sich nichts an den Messwerten geändert hat. Und wird nach 3 derartigen (erfolglosen) Regenerationsversuchen den Motor in den Sicherheitsnotlauf (= max. 240 Nm) schicken, aus dem man ihn auch mit dem „EASY“-Diagnosesystem alleine nicht wieder herausbekommt. Und um ihn in diesem Fall aus dem Sicherheitsnotlauf rauszubekommen muß man einiges an IVECO „kow-how“ haben.
Und eine „einfache Regenerationsfahrt“ geht mit dem IVECO Motor nicht, dazu braucht´s wieder das EASY-Diagnosesystem um eine derartige Regeneration, außerhalb der vom Motorsteuergerät errechneten Regernationszeiten, zu starten.
Und selbst wenn man als das „geschafft hat“, bleibt noch immer das „kleine“ Problem, daß sich die IVECO Software alleine aus dem Fahrprofil eine theoretische Partikelmasse „hochrechnet“ unabhängig davon, ob die Messsensorik den Partikelfilter als „offen“ oder „verstopft“ erkennt. Deswegen sind uns voriges Jahr zwei 176 PS E4 Motoren in Feuerwehrfahrzeugen in den Notlauf gegangen und das obwohl die Partikelfilter offen waren. Die örtliche IVECO Niederlassung hat keine Lösung bzw. Erklärung dafür, und der Hersteller hat anschließend festgestellt, das „muß wohl daran liegen das Feuerwehrbetrieb wie „extremer Kurzstrecken-Stadtverkehr“ vom Motorsteuergerät registriert wird, weshalb so was schon mal vorkommen kann“. Die Feuerwehr findet das nicht so prickelnd wenn im Einsatz ein 6,5 to schwerer Lkw plötzlich nur mehr mit 240 Nm anstatt mit vorher 400 Nm im Alpenvorland herumkurven kann und wir waren wieder mal selbst gefordert eine Lösung zu "erfinden".
@ ad 2-Takt-öl. Meiner Meinung nach stammt die ganze 2-Takt Öl Geschichte von Einigen, die das direkt oder über Umwege von der BW „erfahren“ haben. Tatsächlich wird dort gefordert F-63 Treibstoff (also Kerosin F34 mit Spezialzusatz) verwednen zu können (oder als Alternative eben 2-Taktöl dem Kero zugegeben) um der NATO-Forderung nachzukommen alle Motoren auch mit Jet-Fuel (= Kero) betreiben zu können. Wie PeterM richtig ausgeführt hat, ist dabei das Problem, daß reines Kero, oder Jet-fuel, über keine Schmiereigenschaften verfügt und somit die Hochdruckpumpen schnell verschleißen. Je nach Raildruck geht das eben schneller oder langsamer. Auch hier ist der F1C Motor wegen seines relativ geringen (durchschnittlichen) Raildruckes besser als z.B. Mercedes oder Toyo-Motoren. Wobei der E4 das noch länger wegsteckt als der E5. Es gibt basierend auf einem 400h Nato-Test eine spezifische Spezifikation dafür. Wie gesagt macht das aber nur Sinn wenn man Kerosin tanken muß. Ansonsten bringt das Beimischen von „2-Taktöl (zumindest beim F1C) nichts.
Als Hinweis: Wir haben im Jahr Frühjahr 2010 eine Wintererprobung mit dem Russ. Innenministerium und F1 Common Rail Motoren an der Mongolischen Grenzen (Raum Krasnojarsk) durchgeführt. Dabei wurde nur Tankstellendiesel verwendet, der bis -41 °C Winterfest ist. Soll heißen, die durchschnittliche Dieselqualität in Russland scheint sich erheblich verbessert zu haben.
Bearbeitet von allrad-christ (22.01.2012 11:23)
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#486111 - 22.01.2012 15:37
Re: Infos zum Daily 4x4 / Anschaffung / Ausbau usw.
[Re: Ozymandias]
|
Jungfrau
Registriert: 10.05.2006
Beiträge: 20
Ort: Baden-Württemberg
|
...
Und würde zb. der Einsatz von Satacen dem Filter helfen zu regenerieren bei schlechtem Treibstoff?
Gruss Ozy Ganz herzlichen Dank für die fundierten Informationen an die Profis Erich Christ und PeterM! Die Antwort auf Ozys obige Frage ist mir in den Ausführungen jedoch noch nicht ganz klar geworden. Könnte der Zusatz von Satacen dem Euro5-DPF helfen, "sauber" zu bleiben a) in großer Betriebshöhe oder b) bei höherem Schwefelgehalt im Diesel als in Europa bei einem reisetypisch normalen Leistungsverlauf? Will sagen, mal Langsamfahrstrecken, dann aber auch wieder solche mit höherem Leistungsabruf. Satacen könnte man ja prophylaktisch außerhalb Europas hinzufügen. Und lieber bleibt ein kleiner Rest davon im Filter als der Schwefel führt zur Vollverstopfung. Denke ich da völlig falsch? Danke und Gruß Torsten
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#487164 - 28.01.2012 14:39
Re: Infos zum Daily 4x4 / Anschaffung / Ausbau usw.
[Re: Veco4x4]
|
Uhrturm
Registriert: 18.05.2002
Beiträge: 2559
Ort: Im Elfenbeinturm
|
Hallo Veco, wenn Du dir den Faden (dessen Link Du leider vergessen hast, aber ich denke, Du meinst den hier: http://www.viermalvier.de/ubb_portal/ubbthreads.php/topics/456948/G_300_cdi_professional#Post456948 ) durchgelesen hast, wirst Du gesehen haben, dass er nciht nur von einem Bremachfahrer (Jan) gestartet wurde, sondern auch ich dort beigetragen habe. Und wieder sind die wirklich sachlich griffigen Information von PeterM gekommen. Die Sache mit dem CDI Professional wurde ja auch hier ein paarmal erwähnt. Mittlerweile scheinen die beiden Reisenden mit ihrem G ja keine Probleme mehr zu haben, dank der Rückrüstung durch Mercedes in Kairo. Aber soweit ich das mitgekriegt habe, war das beileibe keine einfache Angelegenheit, denn man musste Mercedes offenbar von dritter Seite her genau erklären, was da genau zu tun war. Marcus
_________________________
Und wieder ein Post mehr auf dem Zähler!
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#487515 - 31.01.2012 10:10
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Ozymandias]
|
Echter Schrauber
Registriert: 16.10.2010
Beiträge: 86
|
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#487622 - 01.02.2012 08:42
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Wildwux]
|
Uhrturm
Registriert: 18.05.2002
Beiträge: 2559
Ort: Im Elfenbeinturm
|
Nun könnten wir warten, bis sich die ganz wenigen wirklichen Fachleute zu dem Thema hier melden, würde wahrscheinlich Sinn machen. Andererseits darf in einem forum auch mal spekuliert werden, solange man es nciht mit der Behauptung der Fachautorität tu; so lernt man ja auch was.
Deshalb spekuliere ich mal: Das Starten des Abbrandvorganges hängt von der rechnerisch ermittelten Partikelmasse im DPF ab. Die wird nciht direkt gemessen, das geht offenbar nciht, sondern indirekt durch mehrere verschiedene Parameter ermittelt: Vergleich Ein- zu Ausgangsdruck, zum Beispiel.
So prima facie erscheint mir das "manuelle Abbrennen" schon sinnvoll, bevor die laut Sensoren kritische Partikelmasse erreicht wird. Dann müsste ich nicht damit rechnen, dass der Reinigungsvorgang dann gestartet wird, wann es dem System passt - mir aber nicht, sondern könnte schon vorher eine geeignete Konstellation (gerade Strecke, wenig Verkehr) nutzen, den DPF zu reinigen, wann es mir passt.
Dies würde allerdings voraussetzen, dass der Abbrandvorgang auch bei verschiedener Partikelmasse immer gleich effizient ist. Vielleicht braucht er aber diese spezielle Masse, um überhaupt wirksam zu werden? Und ohne entsprechendes Fachwissen über die physikalischen Vorgänge ist man da beim Fabulieren angelangt. Spaß macht das aber auch.
Marcus
_________________________
Und wieder ein Post mehr auf dem Zähler!
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#487694 - 01.02.2012 17:51
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Ozymandias]
|
Defender
Registriert: 23.09.2002
Beiträge: 735
|
Tun wir was für den Blutdruck  Zuerst haltet bitte das "08/15-Problem" Stadtverkehr bei PkW-Motoren und das hier diskutierte Kraftstoffqualität/Höhen-Problem auseinander. Ersteres haben überwiegend die hochbelasteten PkW-Motoren, ich kenne da den Katastrophen-Seat mit 27.000 EUR internen Gewährleistungskosten (Resümee des Zuständigen bei Porsche Austria: das nächste derartige Fahrzeug nicht reparieren versuchen, sondern rückkaufen), oder nette Stories zur Empfindlichkeit der 170PS-VAG-Motoren im Gegensatz zu den lammfrommen 140PS-igen - können wir hier in der Fernreisediskussion ausblenden. Die an sich nette Idee der "Vorausregeneration" wird aus zwei Gründen nichts bringen, dazu hole ich mal aus (und versuche verständlich zu bleiben, garantieren trau' ich mich das nicht. Wenn ein Bosch-Entwickler mitliesen sollte, sorry für die Vereinfachungen, ich weiß schon, dass das folgende technisch nicht mehr ganz korrekt ist): Die "Standardregeneration" wird je nach Fahrzyklus, Kraftstoff etc über die Werte des Differenzdrucksensors und die in der EDC hochgerechneten Partikellasten ausgelöst. Solange die funktioniert (und im worst case zu 99% der Betriebszeit im Gange ist), brauchen wir keinen "Schalter". Wenn zuviele Partikel wg. Schwefel oder Höhe entstehen brächte er auch nichts. Die "Grundregeneration" geht nach EDC-Werten aus einer Vielzahl von Parametern los, das wird wahrscheinlich auch Iveco nicht für Geld und gute Worte ausprogrammieren (können), da scheitern wir an der OBD II-Vorgabe. Dort wird zusätzlich die Regenerationstemperatur als "Beweis" für die erfolgreiche Grundregeneration mitberücksichtigt. Und was beeinflusst die Temperatur? 1. Eine Art Nacheinspritzung: Verschieben nach spät, damit mehr unverbrannter Kraftstoff im Abgas verbrannt werden kann, durchaus auch unterstützt durch die Oxidation im Katalysator. Die anheben ist der allerletzte Fehler: Zuviel unverbrannter Kraftstoff führt (auch) zu Ölverdünnung, da hatte PSA ein paar lustige Motorschäden am ersten V6-HDI 2. Der real gefahrene Fahrzyklus 3. Die Außentemperatur (unter 20° ist ohne Last die Regenerationstemperatur nicht mehr erreichbar, darüber könnte ich auch mit 3000/min im Stand Erfolg haben) Solange das funktioniert, alles gut. Die große Ausnahme sind abgebrochene Grundregenerationen (ich sage jetzt dazu "Feuerwehrfahrprofil"): Nach 3 Fehlversuchen gibt's zwingend Notlauf, da sticht der EDC-Speicherwert die reale DPF-Beladung Starttemperatur senken (durch Nacheinspritzung oben diskutierter Additive in den Abgasstrang hilft theoretisch der Standardregeneration, nicht der Grundregeneration. Abgas heizen - theoretisch schön, erfordert Dieseleinspritzung mit Zusatzventil im Auspuff.. und wenn zuviel Schwefel/Höhe usw: Geht der Filter real noch immer zu. Ich würde für die "minimal erforderliche Eingiffsintensität" plädieren, damit nicht 27 unerkannte Interdependenzen schlagend werden, sonst schreiben wir irgendwann die ganze Software neu (FPT würde dafür auch der Defence-Division in Bozen 400k EUR und mehr in Rechnung stellen, und ein paar Wünsche sind da noch immer als unerfüllbar ausgeschlossen). Grüsse Peter P.S. Lt. freundlichem Kontakt bei Daimler hat der Fuso-F1C schon für E5 ad-blue, kriegt Iveco erst bei E6... verschont mich bitte mit dem Zeug "as long as possible" P.P.S. Der Dreiwegekatalysator beim Ottomotor ist im Vergleich so was von harmlos, frühe Direkteinspritzer sollen ein Verschleißproblem mit E(thaol)10 haben, und allzu "dieselige" Verbrennungsprozesse können bei E6 die Notwendigkeit von PF bringen, solange offenporige reichen, auch noch nicht verstopfungsgefährdet
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#487735 - 01.02.2012 21:21
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: PeterM]
|
Sporadisch da und wieder weg..
Registriert: 13.06.2003
Beiträge: 9243
Ort: Malepartus Centralschweiz
|
@Peter,
Bei den Baumaschinen gibts dann noch die elektrische Zündung des Filters zum starten des abbrandes aber das ist dann nochmal ein anderes Thema.
Aber nochmal kurz zu den Additiven, du weisst ich mag kurze, knappe, einfache Erklärung. Würdest du sagen dass es für jemanden der kurzzeitig, also sagen wir mal 3 Wochen Urlaub, in ein Gebiet mit schlechtem Treibstoff fährt Sinn machen prophylaktisch das Additiv zuzusetzen um mögliche Probleme schon vorab zu mindern oder sie sogar zu verhindern? Also jemand der nicht schon vorab den Filter ausbauen will aus was für Gründen auch immer.
Bei uns laufen ja viele Maschinen mit dem Satacen, wie du erwähnt hast haben diese Maschinen eine Dosierpumpe zur Beimengung. Bei einigen Grossmaschinen funktioniert das aber nicht ausreichend sodass zusätzlich beim tanken noch manuell nachdosiert wird, Pi mal Daumen versteht sich.
Aber was diese Filter grundsätzlich für Ärger und Schäden verursachen geht auf keine Kuhhaut, etliche Kleinmaschinen laufen darum mit Filterattrappen. Eigentlich alle die oft im Standgas laufen, das hassen die Filter wie die Pest und machen nach wenigen Betriebsstunden zu.
_________________________
Viele Menschen scheinen Risiken im Leben nicht mehr akzeptieren zu können. Selbst die Idee, dass das Leben in jeden Fall tödlich enden wird, scheint für viele irritierend.
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#487758 - 02.02.2012 07:38
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Ozymandias]
|
Newbie
Registriert: 28.12.2011
Beiträge: 28
|
@ Ozy, kurz und bündig, KEIN Additiv hilft Dir bei dem Problem das Fernreisende außerhalb des EU(niedrigschwefel)Tankstellennetzes haben. Wenn es so einen "Wundersaft" gäbe, dann gäbe es dafür schon längst eine NATO-Norm und in den von mir zitierten 2 Punkten der Ausschreibung stünde einfach, „der Hersteller hat zu bestätigen daß der verwendete Motor mit Additiv XY alle weltweit verfügbaren Treibstoffqualitäten verarbeiten kann.“ Wie Peter bereits mehrmals angemerkt hat, dienen diese Additive dazu dem "Standard" Verstopfungsproblem des DPF wegen zu geringer Abgastemperatur (Stadverkehr, Feuerwehrbetrieb etc.)und daraus resultiernder unvollständiger Verbrennung von Rußpartikeln etwas entgegen zu wirken, in dem diese Temp. künstlich erhöht wird. Auf die Lösung dieses Problems konzentrieren sich die Fahrzeug- und die Additivhersteller. Die entsprechenden „Probleme“ werden hier http://www.vwclub.bg/~dragocl/pdf/SSP/ssp336_d1.pdf, http://www.vwclub.bg/~dragocl/pdf/SSP/ssp336_d2.pdf perfekt und sehr anschaulich erklärt. Beziehen sich allerdings NUR auf das Standardproblem "Fahrprofil das niedrige Abgastemperaturen bewirkt, bei Betrieb mit SCHWEFELFREIEM Diesel“ Das allerdings jemand in den Ländern herumfährt die auf dieser Karte http://www.unep.org/Transport/PCFV/PDF/Maps_Matrices/world/sulphur/MapWorldSulphur_August2011.pdf mit Grün, Beige, Hellbraun und Rot markiert sind, ist eben bei EU-Fahrzeugen nicht „vorgesehen“, somit in den obigen techn. Erklärungen nicht erfasst (weil kein Auslegungskriterium) und kann, bzw. wird daher zu Problemen bei denen führen die in diese Regionen reisen. Daher ist die hier geführte Diskussion, soweit sie nicht den Betrieb mit schwefelhaltigem Diesel und/oder in extremen Höhen (ab 2500 M) beinhaltet, Nett, aber für die Fernreisenden hier in diesem Forum sinnlos. Genauso sinnlos ist es übrigens wenn dieser thread von den Mercedes Sprtinter Jungs geklaut wird und 1:1 in deren Forum veröffentlicht und diskutiert wird. Denn zum Einen werden hier IVECO Spezifika beschrieben, die nicht unbedingt 1:1 auf Mercedes übertragen werden können und zum Anderen finden sich im Sprinterforum primär Transporterfahrer mit z.T. erheblichem Stadtanteil, und nur wenige Fern-Reisende mit ihrem ganz speziellen Einsatzgebiet: große Höhen, verschwefelter Diesel. Ich konnte bisher bei keinem Fahrzeug (mit IVECO F1C) mit DPF, das als Reisefahrzeug in den Ländern unterwegs war, die in der oben genannten Karte mit Hell/Dunkelblau abgebildet sind irgendwelche Probleme am DPF registrieren, außer (bisher !) bei zwei Feuerfahrzeugen in Deutschland, weil die einen ähnlichen Fahrzyklus haben, wie Fz die permanent im Stadtverkehr unterwegs sind und z.B. Pakete etc. ausfahren. Also jene „Standardprobleme“ wegen Stop/Go am DPF haben die üblicherweise in den Foren als DER Grund für „DPF Probleme diskutiert werden“ und die auch in den obigen techn. Beschreibungen angeführt werden. Daher darf die Reiseszene diese Standardprobleme vergessen. Oder nützt jemand sein 100 tsdEuro Womo als Pakettransporter im innerstädtischen Bereich ??? Anders sieht es aus wenn man sich wiederum die Karte ansieht: Wer z.B. nach Südamerika in die Anden fährt wird seinen DPF mit sehr viel Schwefel (alle Länder außer Chile) füttern und belasten und zusätzlich, je nachdem wie lange er sich wie hoch aufhält, mit extrem hohen Russmengen. Dafür ist keine „Norm“-Regeneration (also für Meereshöhe und bei 20°) ausgelegt und es wird sehr schnell zum Kollaps des Systems kommen. Die einschlägigen Erfahrungen reichen dabei von einigen Hundert bis wenige Tausend Kilometer „Lebensdauer“ Und wenn sich jemand ½-1 Jahr im „tiefroten“ (weil extrem schwefelhaltigem) Serbien herumtreibt, dann kann das, wie wir mittlerweile wissen, ebenfalls rasch zu Problemen führen. Umgekehrt hatte jener Daily4x4 Fahrer, der wahrscheinlich die meisten der 35.000 Km im „grünen“ (somit noch niedrig Schwefelbelasteten) Russland und einige Hundert Kilometer in der „braunen“ hoch-schwefel Region Mongolei gefahren ist eben dahin „Glück“ gehabt, das bei seinem Fahrzyklus eben so wenig Schwefeldioxid bei der Verbrennung des schwefelbelasteten Diesel entstanden ist, daß sein Filter gerade noch nicht verstopft wurde. Unabhängig davon ob der Diesel jetzt sauber oder verschmutzt (weil aus Fässern getankt) war. Fazit: Leute ihr vermischt hier zwei komplett verschiedene Ursachen für DPF-Probleme zu einem generellen „Problem“ oder besser "Zeitbombe", und „ganselt“ Euch (wie man in Österreich zu sagen pflegt) dabei unnötig auf.
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#487790 - 02.02.2012 12:24
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: allrad-christ]
|
Echter Schrauber
Registriert: 16.10.2010
Beiträge: 86
|
Hallo lieber Allrad Christ, deine technischen Beiträge schätze ich besonders  , die Kommentare weniger  ! Laß uns doch einfach wertfrei diskutieren, auch wenn teilweise nicht immer technische Koryphäen dabei sind. Gib denen auch eine Chance Fragen zu stellen um Antworten zu bekommen. Das Thema DPF scheint ja auch woanderst geführt zu werden wie Du selbst und andere hier beschreiben ( Mercedes, Opel Mazda, Oktavia usw.) Dies zeigt doch deutlich wie groß offenbar die Gesamtproblematik ist. Und von vielen ( vermutlich großen Mengen ) wirst Du im Weltweitnetz bzw. in Foren keinen Kommentar finden auch das ist klar. Daß das Thema getrennt betrachtet werden kann Sulfur und Höhenproblematik zu Paketfahrer, Kurzstrecken und Zeitbomben usw. darüber kann man vielleicht streiten aber ist es nicht!!! die DPF Technik die offenbar generell nicht mängelfrei ist und in allen möglichen Situationen zu Ausfällen und Defekten führt? Warum darf eigentlich ein 4x4 Forum nicht Fragen von stink normalen Fahrzeugen diskutieren, zumal es ja hierbei um ein und den selben Punkt geht ( DPF )! Auch ohne Allrad fahren viele durch die Welt und schwubs schon haben sie das gleiche Problem. Gruß Veco "Der Weg zur Quelle führt gegen den Strom"
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#487798 - 02.02.2012 13:42
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Ozymandias]
|
Newbie
Registriert: 28.12.2011
Beiträge: 28
|
@ Ozy, wenns so einen Wundersaft gäbe, dann wäre ich glücklich, denn dann hätte ich mir viel Zeit (und Geld) ersparen können um eine techn. Lösung zu entwickeln. Selbstverständlich darf jeder probieren ob das Additiv X irgendwas verbessert, ich bin aber sicher daß kein Additiv existiert das dass spezielle Problem Schwefel/+ hohe Rußmenge in großer Höhe löst. Da ich mittlerweile mit Anwendern zu tun habe die aus "beruflichen" Gründen in einigen aktuell für Reisende nicht zuträglichen Weltgegenden mit verschmutzten und verschwefeltem Diesel ihre Fahrzeug betreiben müssen und deren Überleben auch davon anhängt das Ihr Transportgerät sowie dessen Motor in "besonderen" Situationen funktioniert, und die ein derartige Mittel schon längst hätten wenn es das denn gäbe, weiß ich das es so etwas eben nicht gibt.
@ Veco, meine Beitrag ist wertfrei sonst würde ich ihn nicht in einem öffentlichen Forum abgeben sondern nur unseren Kunden zugänglich machen. Und ich setze keine techn. Koryphäen voraus sondern bitte darum meine Antworten GENAU zu lesen:
Ich habe bisher keine DPF Probleme am IEVCO F1C Motor registrieren können wenn die Fahrzeuge so betrieben werden wie es Camper, Fernreisende usw. machen (also mit deren üblichem Standard Fahrprofil), sofern sie Diesel tanken der eine maximale Schwefelmenge (auf deiner Weltkarte Hell/Dunkelblau) nicht überschreitet. DAHER Entwarnung für die hier mitlesenden Fernreisenden, Camper etc. wenn sie nach Marrokko im Süden und Island im Norden fahren.
An Fahrzeugen die einem ganz spezifischen Fahrzyklus unerliegen, wie z.B. bei Feuerwehrfahrzeugen haben wir (=Allrad-Christ) Probleme registriert. Das aber z.B. BREMACH in Italien Probleme mit dem F1C+DPF bei Ihren Kunden im extremen Stadverkehr hat sowie IVECO beim DAILY im Stadverkehr etc., ist ein anderes Kapitel. Daher Achtung an Paketdienstfahrer, Müllsammlern, Baufirmen etc. im Stadverkehr und an Feuerwehren. Für diese unserer Kunden haben wir einige präventive Maßnahmen erarbeitet, damit sie ihre Motoren auch unter diesen Bedingungen betreiben können, auch wenn das einen etwas größeren Vorsorge/bzw. Wartungsaufwand bedeutet. Welche Probleme Mercedes, Opel, Mazda, Oktavia haben sehe ich nicht als Gegenstand dieses IVECO, BREMACH und SCAM Forums und auch nicht des threads der da heißt: "Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel". Denn da "schlechten" Diesel in der EU per Definition nicht gibt, verstehe ich die Frage als eine reine Frage im Bezug auf den weltweiten Einsatz. Daß es allerdings Fahrzustände gibt die auch bei Verwendung von EU-Diesel eine reibungslose Funktion des DPF erschweren können gibt, darüber hat PeterM bereits sehr ausgiebig referiert.
Daher schlage ich vor einen thread "Generelle DPF Probleme an verschiedenen Fahrzeugmodellen,typen etc., unabhängig von Dieselqualität (Schwefel) und hoher Rußbelastung beim Betrieb in großen Höhen" aufzumachen um darüber diskutieren zu können, weil der Gegenwärtige damit nichts zu tun.
@ Uwe, in Österreich nennt man deine Frage im "Kaffeesud lesen". Und selbst wenn alle Südamerikanischen Staaten bis 2015 schwefelfreien Diesel anbieten würden, das Problem das Dein EURO5 Daily in den Anden Dieselbriketts wegen der großen Höhe in den DPF spucken würde, was den nicht lange freut, bliebe weiterhin bestehen.
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#487845 - 02.02.2012 20:01
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Diffkill]
|
Defender
Registriert: 23.09.2002
Beiträge: 735
|
..s'ist zum Mäusemelken: Von den fatalen Folgen eines hohen Schwefelgehalts im DK schreiben wir ja seit einigen Seiten. der Mechanismus dahinter ist die dramatisache Zunahme an Partikelmasse, weil der Schwefel wunderbare Kondensations- und Anlagerungskeime liefert.
Nochmals zu den Additiven:
Generell lieber nicht - die Maximaldrücke in den CR-Systemen im Kfz werden auch erreicht, da geht es dem niederbelasteten Stationärmotor besser, und das Zusetzen der Filter durch die Asche steht auch in den VW-Unterlagen. Und die extremen Partikelmengen bei sagen wir 2000 ppm Schwefel krieg' ich ohnehin nicht weg (bzw. durch den DPF)
Im Ausnahmefall schon: und zwar dann, wenn ich bei niedrigen Außentemperaturen, bei sehr viel Teillast/Stop-and-go/Kurzstrecken unterwegs bin. In drei Wochen komme ich de facto nicht in Gegenden mit "Katastrophendiesel" außer nach Serbien. Also: Wenn ich zwei Wochen Belgrader Stadtverkehr vor mir habe - gut. Wenn ich zwei Wochen nur vom Quartier zum Strand fahre, je 2 km - auch gut. Wenn ich (nicht lachen, das ist einem Bekannten passiert) ein waidwundes Auto mit 30 km/h durch Kasachstan tragen muss - könnte ein Fläschchen in Reserve auch nützlich sein.
Als simple Regel: ungeeignet. Und ich darf vorschlagen, dass alles, was nicht nch simpler Regel klingt, im Einzelfall mit dem technischen Partner der Wahl besprochen wird, hier laufen uns die Fäden einfach durcheinander.
Zur Kraftstoffqualität im Lauf der Zeit: wer Abgasnormen einführt, die nur mit DPF zu schaffen sind, wird auch für den entsprechenden DK sorgen (müssen). Das ist mE aber erst mit E5 aufwärts der Fall... De Russen scheinen auf gutem Weg zu sein, wahrscheinlich deshalb, weil a) die "wichtigen Menschen" europäische Kfz fahren, b) der Herr Putin auch Produkte und nicht nur Rohöl verkaufen will, und last but not least c) durchaus Geld im Umlauf ist
Südamerika halte ich für das "schwarze Loch", ins südlichere Afrika kommt am Landweg ohnehin niemand mehr durch.
Grüsse Peter
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#488052 - 04.02.2012 14:01
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: PeterM]
|
Der mit der Feuerschale tanzt
Registriert: 29.06.2008
Beiträge: 330
Ort: weit im Osten
|
..... De Russen scheinen auf gutem Weg zu sein, wahrscheinlich deshalb, weil a) die "wichtigen Menschen" europäische Kfz fahren, b) der Herr Putin auch Produkte und nicht nur Rohöl verkaufen will, und last but not least c) durchaus Geld im Umlauf ist.... Bevor die Sektflaschen wegen der umweltbewussten Russen geöffnet werden bitte ich zu bedenken: a) "sie" fahren europäische (und japanische und amerikanische) Fahrzeuge, die A) V6 oder V8 Benziner sind und B) kein EURO5, sondern, falls überhaupt, max EURO4 erfüllen. Eben wurde das Importverbot für EURO3 Fahrzeuge wieder für ein Jahr aufgehoben. b) falls damit Autos gemeint sind, so ist bitte nicht zu vergessen, dass hier gerade als letzter Hit die EURO4 erreicht wird, aber auch für Geld kein Lada Niva in der EURO- Version zu kaufen ist d) ... aber gegen Null gehendes Umweltverständnis ... Gruss aus Moskau
_________________________
Das Beste kommt noch.
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#502729 - 30.04.2012 17:25
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: uwe1025]
|
Newbie
Registriert: 28.12.2011
Beiträge: 28
|
Nachdem an meiner Warnung bezüglich Problemen wegen verstopften Partikelfilter im Fernreiseeinsatz noch immer erhebliche Zweifel seitens der Fernreiseszene zu bestehen scheinen, und wir Heute endlich jenen BREMACH EURO4 im Haus haben der 2009 als Erster (und auch Letzter) inkl. Partikelfilter auf (Langstrecken)Reise ging, und nachdem ein Bild mehr als Tausend Worte sagt, hiermit das optische „Resultat“ nach ca. 30.000 Km Fahrleistung, bis der Motor in der Osttürkei auf über 2000 M Seehöhe nicht mehr Starten ging. Die bis zum diesem Totalkollaps bereisten Länder waren: Schweiz, Österreich, Ex-Jugoslawien (Slowenien, Kroatien, Serbien, Mazedonienen), Albanien, Griechenland, Türkei. Also keine wirklich „exotischen“ Länder. Links also der Partikelfiltereinsatz nach den oben beschriebenen ca. 30.000 Km rechts, zum Vergleich, ein Partikelfiltereinsatz mit ca. 700 Km Autobahn Laufleistung Ich denke das Foto ist selbsterklärend. Bei dem BREMACH mit dem verstopften DPF handelt es sich um einen EXTREM mit dem IVECO F1C, 3,0 Liter E4-Motor, 146 Ps. Ist aber an sich unerheblich, da dieser DPF bei allen 3,0 Liter Euro4/5 IVECO Motoren gleich ist. Dem Motorsteuergerät zufolge wurde ein (mehrmaliges) Erreichen der Freibrenntemperatur (von über 600°C) registriert (soll heißen für die Verstopfung ist kein elektron. Defekt im DPF-System verantwortlich), trotzdem war eine Selbstregeneration (= „Freibrennen“) scheints nicht möglich. Auch alle anderen relevanten Meß-Sensoren sind ebenfalls in Ordnung. Die Gesamtfahrleistung beträgt ca. 35.000 Km. Um eine Weiterfahrt zu ermöglichen wurde der Motor in der Türkei zu einer IVECO Werkstatt geschleppt, dort der DPF ausgebaut und mittels Spezialschaltung im „Notbetrieb“ die Rückreise in die Schweiz angetreten. Der vorgeschaltete (grobporige) Oxy-Kat ist (wie erwartet) nicht unzulässig verstopft und somit weiter einsatzfähig. Zur Info: Dieser DPF kostet bei IVECO aktuell ca. 2500 Euro, ohne Mwst., zuzüglich eventueller Transportkosten, die bei der ca. 20 kg schweren Kat/DPF Einheit und je nach Zielland und gewünschter Transportzeit, nochmals 100-500 Euro ausmachen können.
Bearbeitet von allrad-christ (30.04.2012 17:29)
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#502842 - 01.05.2012 13:54
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Ozymandias]
|
Uhrturm
Registriert: 18.05.2002
Beiträge: 2559
Ort: Im Elfenbeinturm
|
Habe mir den Faden im BT-Forum durchgelesen: Das Problem ist dasselbe wie hier auch, wie überhupt in allen derartigen Communities: Es wird nur schlampig gelesen, um dann schlagwortartig ein entsprechend unqualifiziertes Statement abzugeben. Da steht in der Frage "Rußfilter", die Hälfte der leute liest aber "Dieselfilter" und beschränkt sich bei ihren Ratschlagen auf diese. Da kommt dann Separ und was weiß ich noch alles, was mit der Ausgangsfrage nicht das geringste zu tun hat.
Und von denen, die tatsächlich "Rußfilter" gelesen haben, sind auch etliche nicht so weit, dass sie unterscheiden können zwischen a) Kat und b) Dieselpartikelfilter, und bei letzterem zwischen Euro 4 und Euro 5.
Was das von Erich gepostete Bild betrifft: Ich bin auch überrascht, da ich angenommen hatte, dass der Euro 4-Wagen vielleicht noch irgendwelche Klimmzüge von wegen Ausbau des verstopften DPF erlaubt, zumal im Vergleich zum Euro 5 doch etliche Sensoren fehlen dürften.
Marcus
_________________________
Und wieder ein Post mehr auf dem Zähler!
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#502861 - 01.05.2012 15:02
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Ozymandias]
|
Defender
Registriert: 23.09.2002
Beiträge: 735
|
DPF-Ausbau schickt die Drucksensoren "in die Wüste", und dagegen helfen jenseits von massiven Elektronikengriffen entweder modifizierte Sensoren, ein langes Suchen in der Teilekiste, wenn man die "richtgen" zwei Streuungen findet, oder - nie genau, aber in den einen Fall offensichtlich ausreichend - "lustige" Bohrungen und -querschnitte im Dummy. Sagen wir so: am konkreten Fahrzeug hat alles durch recht viel Glück und handwerklich sehr gute, bastelverliebte Türken soweit gepasst, dass das Fahrzeug relativ problemfrei zurückgekommen ist, die weniger strenge Euro IV-Version hat sicher auch dazu beigetragen.
Pures Glück war aus meiner Sicht, dass die EDC die "Freibrennversuche" als ausreichend erachtet hat, wenn das nicht der Fall ist, gibt's unweigerlich Notlauf. IVECO sei Dank bedeutet das 240 NM, das hatten alte TGR als Standardleistung - bin letztens einen älteren Peugeot HDi mit Geistern im Kabelbaum gefahren, der wirft die Tür bei 2500/min zu, da bist Du dann wirklich "2.Sieger"
Grüsse Peter
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#502878 - 01.05.2012 17:00
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: PeterM]
|
Newbie
Registriert: 28.12.2011
Beiträge: 28
|
@ Harry,
Zu meiner Schande muß ich gestehen daß ich die Dieselqualität in den aufgelisteten Länder damals (also 2009) als nicht "kritisch" eingestuft habe. Des weiteren waren wir Anfang 2009 auch Technisch noch nicht so weit um einen problemlosen Betrieb mit verschwefeltem Diesel zu ermöglichen. Nur deshalb ist dieser BREMACH mit einem DPF überhaupt in diese Länder gereist. Heute sind wir etwas "besser" vorbereitet. Tatsächlich hatte ich vorige Woche einen T-REX 176 Ps Euro4 Automatik in der Werkstatt, der gerade auf der Heimfahrt von Inden nach Holland bei uns zum Service war. Mit entsprechender Vorbereitung waren die dabei zurückgelegten 35.000 Km bezüglich verschwefeltem Diesel keinerlei Problem. Ein wirkliches Problem auf dieser Strecke (also Raab-Türkei-Iran-Pakistan-Indien und retour) ist die Dieselverschmutzung in Pakistan und Ost-Iran. Laut Auskunft des Kunden war das Schauglas des Separ-Filters alles paar Tage zu reinigen, da bis zu 50% voll mit Schmutz, der Papierfiltereinsatz selber mußte 2x ausgewaschen werden. Ersatz war leider keiner unterwegs aufzutreiben. Aufgrund dieser Infos werden wir künftig Kunden auf derartigen Langstreckenreisen die Mitnahme von 2-3 Filtereinsätzen empfehlen.
@ Markus,
Das DPF-System beim F1C E4/5 ist absolut identisch, somit grundsätzlich gleich „sensibel“. Was wir aber feststellen ist, daß bei der E5 Software der gefahrene Lastzyklus für die errechnete theoretische Partikelmasse stärker bewertet wird als beim E4 Motor. Heißt in der Praxis: Viele Kaltstarts, Kurzstrecke, etc. bewirken einen schnelleren „theoretischen“ Anstieg der gespeicherten Partikelmasse.
@ Ozy,
Ich bitte Dich um Verständnis dafür, daß ich diese techn. Lösungen (bzw. Bastelleien) wie man einem in Not geratenen BREMACH ( oder SCAM oder IVECO Daily) den Weiterbetrieb ermöglichet nur direkt an den Betroffenen weitergebe und nicht in einem Internet-Forum veröffentliche. Diese Lösungen nennt man glaube ich „geistiges Eigentum“ und das Internet gehört nun nicht wirklich zu jenem Medium das dieses schützt. Hinzu kommt, daß unsere Kunden durch den Erwerb eines Fahrzeuges von uns bzw. dieses speziellen technischen Supportes in jedem Fall das Recht und den Anspruch darauf haben eine gewisse „Exklusivität“ zu geniessen.
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
#503032 - 02.05.2012 10:03
Re: Euro 4/5 DPF F1C und schlechter Diesel
[Re: Wildwux]
|
Uhrturm
Registriert: 18.05.2002
Beiträge: 2559
Ort: Im Elfenbeinturm
|
Es hängt wie immer von dem individuellen Interesse der Verkäufer bzw. des Personals ab. Wenn Du einen Ivecohändler oder -verkäufer hast, der sich wirklich für Deinen Einsatz interessiert, dann hängt er sich auch am Wochenende rein, um Dir Daten oder Teile zu beschaffen, dann wirst Du auch mit einem Daily sehr glücklich sein können. Erich ist auch so ein Fall, der sich (gerne?) an Problemen festbeißt, bis sie gelöst wurden. Das ist aber kein Verdienst von Bremach, sondern allein seiner. Der Verdienst von Bremach liegt darin, dass man ihn unterstützt, oder ihn zumindest gewähren lässt ...  Als ich mir meinen Nissan Terrano gekauft hatte, lagen mir als Neuling auch viele Fragen auf der Zunge, gerade vor meiner ersten großen Reise in die Sahara. Habe dann alle Fragen in ein Riesenmail gepackt und an Nissan geschickt. Da kam ewig nichts, aber irgendwo in einer Ecke müssen die wohl einen ähnlich positiv Verrückten gefunden haben, denn ich bekam einen Anruf von Nissan (dauerte anderthalb Stunden), in welchem von allgemeinen Fahrtipps über Ersatzteile und speziellem Verhalten bestimmter Komponenten alles erklärt wurde. Inwiefern dasselbe erfreuliche Engagement im Falle eines echten Problems fortbestanden hätte, kann ich natürlich nciht sagen - und spekuliere besser gar nicht erst darüber. Marcus
_________________________
Und wieder ein Post mehr auf dem Zähler!
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
|