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#646795 - 18/01/2017 02:21 4x4 für Langzeitreise  
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rucksack.tourist Offline
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Hallo.
Ich bin auf der suche nach einem 4x4 für eine geplante Reise von rund zwei Jahren.
Von Europa über Russland durch die "Stan Staaten" über die Mongolei, vielleicht China nach Indien und Myanmar. Vielleicht danach noch Nord-Südamerika.
Einen LKW Führerschein habe ich keinen!
Mir wurde ein Mercedes G oder Wolf empfohlen. Was haltet ihr davon?
Ich will da drinnen schlafen kochen und auf die Toilette gehen können.
eigentlich kommt nur ein fester Aufbau in Frage da ich im Winter nach Norwegen zwecks Nordlichter möchte.
Oder etwas anderes? Budget sind ca. 18.000€.
Jetzt hätte ich zwei G Klassen gefunden.
Einmal einen 250er GD Wolf mit Sanikoffer mit ca. 36.000km Bj. 93/94 für knapp 14.000€ eine Tür wurde aber leider entfernt und mit einem Blech zugemacht

oder einen normalen G 240GD mit Wohnkabine laut Tacho 17.000km (denke aber es sind auf alle Fälle 117.000 wenn nicht sogar 217.000km Bj. 81 für 13.000€ von ihm ein Auszug der Beschreibung:

Fahrzeugbeschreibung
Sehr seltener 240 GD aus 1980!!! G 240GD Lang wurde in den letzten 20
Jahren als Wohnmobil umgebaut und genutzt. So ein EINSTEIGER Wohnmobile als 240GD wird es selten zum Verkauf geben. Der Rost am Fahrgestell und Karosse hält sich wirklich in Grenzen!!! Aufbau benötig ein wenig Zuneigung. Ausstattung: Allradantrieb mit Geländeuntersetzung
4-Gang Schaltgetriebe,Servolenkung,. H-Kennzeichen und HU werden bei uns im Hause auf Wunsch durchgeführt. Kilometerstand ist abgelesen da 5 stelliger Tacho.Dadurch kostengünstige Versicherung und Steuer!!! - Keine Umweltplakette nötig.

Was denkt ihr?

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#646799 - 18/01/2017 05:25 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Hartwig Offline
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Graben-Neudorf
Bei so einem Projekt wäre mir ein G zu klein. Ich würde, grad in kälteren Regionen im Fz auch duschen wollen. Hast du den alten 3er, darfst du also 7,5T fahren?
Ich Urlaube schon seit Jahren in einem 110er Defender. Bei Schlechtwetter ist alles Kompromis in der Fahrzeuggröße. Selbst bei einem 130er mit Wohnaufbau wird's irgendwann zu eng. Ich habe noch ein gutes schnell aufbaubares Anbauzelt dabei, damit man mal wenigstens abends bequem die Füße ausstrecken kann. Alles schön und gut solange einigermaßen Wetter ist. Bei starkem Wind ist ein Zelt auch suboptimal. Ist aber alles eine Sache der persönlichen Einstellung, mir wär ein G, wie gesagt, zu klein


wir schaffen das?
#646820 - 18/01/2017 11:36 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Ozymandias Offline
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Malepartus Centralschweiz
Hallo

Hauptproblem bei der Unter 3,5T Kategorie ist immer die Nutzlast, gerade auf Langzeitreisen haut das NIE hin auf Dauer und die Leute gondeln dann mit zt. massiv technisch überladenen Fahrzeugen durch die Gegend mit entsprechenden Folgen wie technische Defekte daraus.

Darum ist es sinniger wie Hartwig schon schrieb die 3,5-5T Kategorie ins Auge zu fassen, diese Fahrzeuge sind dann innerhalb des vom Hersteller vorgesehenen Gewichtes und damit Safe unterwegs.

Diese Kategorie geht bei vielen Leuten unter, die sehen nur Geländewagen und darüber den Unimog und Größer.
Dass es da noch was dazwischen gibt ist unter dem Radar.

LG Ozy


Erfahrung ist nur der Name den wir unseren Irrtümern geben
#646821 - 18/01/2017 11:44 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Hallo.
Nein ich habe nur Klasse b:
Was gibts denn da im 3,5-5t Berreich?

#646831 - 18/01/2017 13:27 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Hallo RucksachTourist (oder bald nicht mehr)

zB Bremach T-Rex, aber bei Deinem Budget wird das wohl knapp werden.
Alles Gute bei der Fahrzeugwahl

Reisefreudige Grüße
Martin


Reisen ist tödlich...
für Vorurteile
(Mark Twain)

#646858 - 18/01/2017 18:17 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Malepartus Centralschweiz
Auch Iveco Daily 4x4 ist sehr begehrt, dazu die Sprinter wenn man nicht zu Hardcore Offroad machen will.
Und natürlich die US Pickups der HD Baureihen.

Da gibt es feine Sachen.


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#647002 - 21/01/2017 15:42 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Hallo,

der G mit dem San-Koffer müßte eigentlich ein 3,5-Tonner sein, in sofern würde das passen.
Aber das mit der fehlenden Hecktür klingt irgengwie bekannt. War das eines von den Beschussfahrzeugen?

Generell solltest Du ein paar Tausender für Instandsetzung einplanen, also nicht das komplette Budget verbraten...


Grüße
DaPo


Fußball war doof, Fußball ist doof, Fußball bleibt doof.
#647792 - 10/02/2017 09:44 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Nordengland
Hi,

Ich habe auch nur den B, für mich ist der beste Kompromiss aus Außenmaß, Innenwohnraum, Robustheit und "echter" Geländegängigkeit (die man aber seltenst braucht wenn man ehrlich ist) der Iveco Daily I oder II als Kastenwagen/Bus. Meiner (mit schwerem Klappdach und viel Innenausbau) wiegt allerdings leer schon um die 3.2 t - das Auto kann aber technisch über 4t, deshalb kratzt mich das weniger, man muss halt in Europa vorsichtig sein.

Bei allen Geländewagen (Landrover, Cruiser, G) hast halt erstmal 2 m Motorhaube bevor dein nutzbarer Raum überhaupt anfängt....

Gruß
Raphael


Fuel-to-Noise-Converter (F2NC) Iveco TurboDaily 4x4 40-10 WC a.k.a."Sammy", FGst-Nr. ...5939317
#647830 - 11/02/2017 09:44 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Baden


Schadstoffstark und leistungsarm
#648687 - 02/03/2017 17:43 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: DieselTom]  
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Alberta/Rhein-Main
Bin seit Jahren mit einem 3,5t unterwegs. Ist ein Ford Transit Allrad mit Dusche und Klo.War damit im südlichen Afrika und bin derzeit auf der Panamericana. Gute Isolierung und Toilette/Dusche sind bei Langzeit-Reisen in der 3.Welt echte Verbesserungen des Wohlbefindens. Die meisten Reisenden, die ich unterwegs getroffen habe, fahren Fahrzeuge unter 3,5t . Ich kann keine Häufung von Schäden an Fahrwerk oder Antriebsstrang bei diesen kleinen Fahrzeugen erkennen. Ich bin aber auch erst 6 Jahre unterwegs. Die einzigen Fahrzeuge, die ich bisher mit Fahrwerkschäden getroffen habe, waren 2 MAN und ein Landcruiser mit Federbrüchen. Bei Deinem Budget ist vermutlich ein Euro 3 Kastenwagen (Sprinter o.ä), den Du dann ausbaust, realistisch. Verzichte lieber auf Allrad und nimm dafür eine gesunde Basis. Allrad ist nett und manchmal auch hilfreich, aber weit weniger wichtig, als ein kurz übersetzter 1.Gang, Bodenfreiheit und Zuverlässigkeit. Die Einheimischen haben praktisch nie Allrad und fahren auch. Gerade auf Deiner geplanten Route wirst Du Allrad vermutlich nie einsetzen. Ohne knappes Budget ist Allrad natürlich cool.
Gruß Stefan

#649691 - 31/03/2017 13:48 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: canoe]  
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Hallo,

ein paar Cent von einem, der mit dem San-G seit 2010 unterwegs ist (wenn auch mit zeitlichen Unterbrechungen) und dabei rund 230 tkm zurückgelegt hat.
Zunächst einmal die Route:

Sibirien, bis Jakutzk und Chabarowsk, 2 Monate
Mongolei 1Monat
China 2 Monate
Laos und Vietnam 2 Monate
Panamericana von Feuerland bis Alaska 3Jahre
Afrika von Kapstadt bis Kairo 6Monate

Das nur, damit klar ist, von was ich spreche.

Der San-G in voller Ausstattung für 2 Personen wiegt 3,5t. Damit ist der original 602 völlig überfordert. Er läuft fast immer am oberen Limit. Das muss man wissen, man kann aber damit zurecht kommen, wenn man entsprechend fährt. Schwierig wird es schonmal bei Passhöhen von 5400m in Tibet oder auch 4500 in den Anden.

Man muss sich auch auf den beschränkten Innenraum einstellen. Wir haben 3 Alukisten auf Dach und Gepäckträger zum Unterbringen von Dingen, die leicht sind und selten benötigt werden. Dazu gibt es eine Außendusche in Form eines Wassersacks. Ansonsten wäscht man sich halt im Innenraum, auf dem Campground, im Hotel oder sonstwo.

Geländegängigkeit:

Wurde nur in Afrika benötigt. Lange Schlammpassagen während der Regenzeit, endlose Weichsandstrecken in der Kalahari etc. Ansonsten wurde Allrad und Bleche nie gebraucht.

Bergeausrüstung: Praktisch umsonst durch die Welt geschleift. Als wir uns in einem Bach in der Mongolei festfuhren, waren Greifzug, Bleche, Erdanker etc. völlig unbrauchbar. Ein UAZ hat uns schließlich herausgezogen. Beim Versacken im Salzsee der Makarikari-Sümpfe in Botswana, war das alles genauso sinnlos.Erdanker ging nicht in hartgetrockneten Lehm, Reifen griffen nicht auf Sandblechen, kein Baum in 1000m Entfernung.... Letztendlich retteten uns die Schneeketten, die zufällig noch hinter dem Fahrersitz lagen.

Reparaturen:
Motorüberholung notwendig bei 70 000 km in Santiago de Chile. Unbekannte Gründe für vorschnellen Verschleiß. Übergresprungene Kette in Arica/Chile. Defekte Blinker- und Vorglührelais in Ecuador. (Wartezeit: rund fünf Wochen) Fahrzeugüberhitzung in Nordamerika; bis jetzt nicht behoben (Hierzu: Wasserpumpe mit kleinerem Rad, Kühler mit neuem Netz, Thermostat, mehrfach Kühlflüssigkeit, Kühlerverschluss, Ölkühler......Mehrmals K-Flüssigkeit auf CO überprüft. Bislang erfolglos.

In Luxor/Ägypten dann gerissener Zylinderkopf; ersetzt durch einen zufällig vorhandenen aus einem Schrottmotor in einer MB-Werkstatt. Irgendwann neue Lichtmaschine und das übliche Verschleißzeug.

Thema "Weltweite Ersatzteilversorgung bei Mercedes"

In Nordamerika jedenfalls nicht. Dort waren wir wohl der einzige G; Schlosser der MB-Werkstätten fragten uns: "Is this a Junimog?"
Und der Herr vor dem Computer fand unser Auto nicht in seinen Daten "461, whats that"
Das Vorglührelais sollte bei MB in Gayaquil 3500 $ kosten. Nein, er hätte sich nicht um eine Null vertan, meinte der freundliche Angestellte, der es bestellen wollte. !00% Zoll, MB-Teilepreis und Versand wären so teuer.
Mag sein, dass es bei MB alles gibt. Doch oft so teuer, dass man (ich) es mir nicht leisten kann oder will.

Sollte ich zu einem Fahrzeug raten, wäre dies ein stabiler Kastenwagen mit nachgerüsteten Achssperre und die Mitnahme von Schneeketten für alle Fälle. Allemal besser als ein LKW und bequemer als ein Geländewagen.

Gruß Gerd

#649760 - 03/04/2017 01:37 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Deutschland Kassel
Hallo Rucksacktourist(Name unbekannt),

willst du alleine reisen?Oder zu zweit?

schau mal auf unserer Seite: martinamario.de

Wir haben es 13 Monate im "G" ausgehalten.

Aber das leidige Thema, welches Fahrzeug, wurde schon oft genug in div. Foren durchgekaut.

klein hat Vorteile
klein hat Nachteile
Groß hat Vorteile
Groß hat Nachteile

Am Ende entscheidest du.

Gruß Mario

#649762 - 03/04/2017 05:08 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Und dann gibt's noch Mittelgroße, das vergessene Kind.


Erfahrung ist nur der Name den wir unseren Irrtümern geben
#649815 - 04/04/2017 20:28 Re: 4x4 für Langzeitreise [Re: rucksack.tourist]  
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Mecklenburg an der Ostsee
Hallo Rucksackreisender,

ich nehme nach dem Namen an, dass Du vom Rucksack kommst und ein Fahrzeug mit festem Dach und den Möglichkeiten der Gepäckmitnahme schon ungewohnter Luxus sind?
Von den Dir genannten Reisezielen nach Osten wäre eine Toyota-Basis sinnvoll, in Nordamerika hingegen sind die dort heimische Marken vorteilhaft in der Ersatzteilversorgung. Nur benzingetriebene Toyota J4, J6 und J8 werden von Liebhabern geehrt und sind im Markt gut vertreten.
Eine Fahrzeugmarke, welches vor Ort den Mechanikern bekannt ist und für das Ersatzteile gehandelt werden, ist immer ein Riesen-Vorteil!
Außer in Nordamerika und geringer in Deutschland ist das im Osten, in Afrika und Australien und mit geringen Abstrichen in Südamerika ...sehr einfach : Toyota.

Die Toyota- Fernreisemobile von uns und unseren Freunden wogen alle > 3,5t vollgetankt und haben keine Probleme deswegen erlebt. In den Anden böten sich die hubraumstarken Modelle (am besten mit Turbo) an.. Das Gesammtgewicht vollgetankt, also >300l Diesel und >100l Wasser, ist in den Gegenden -wo benötigt- nur technisch und nicht zulassungsjuristisch relevant.

So schön ein 240GD mit Riesenaufbau ist, für Deine Ziele würde ich ihn nicht nehmen....es sei denn Du willst Dich vom Wandertempo nicht zu schnell entwöhnen.

Uns hat ein Geländewagen (Landys SIII, BJ45, HZJ 78, J8/J4 Umbau) zu zweit immer gereicht, wir leben draußen und der Wagen ist nur eine Schutzhütte. Dafür gab es nie Probleme auf den kleinen Pisten und zarten Brücken, die eben von Geländewagen und nicht LKW genutzt werden. Auch Fähren oder maut sind günstiger, Fahrten in einer Altstadt verursachen keine Massenflucht und eine Bergung im Falle des Falles leichter als die eines LKW.
Das Problem der Zulassungsbeschränkung für LKW in die Nationalparks, wie in Afrika, wirst Du auf Deiner Route ja nicht erleben...

Einen Leicht-LKW oder Transporter ohne Allrad wäre für mich selbst in Deutschland (komme aus MV) keine Option.
Aber die Fahrzeugwahl hängt einfach zu sehr an den persönlichen Vorlieben und ist immer ein Kompromiss nach den eigenen Prioritäten...
Wenn Du eine wirklich konkrete Beratung möchtest, mußt Du mehr über Dich und Deine Wünsche erzählen...








Zuletzt bearbeitet von Soenke; 04/04/2017 21:08.

Gruß Sönke

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