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#656361 - 27/10/2017 02:58 Vorstellung und Frage … neue Weltreise  
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Christopher Many Offline
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Hallo guten Morgen allerseits,
und viele Grüße aus Bali, Indonesien! Jetzt dürfte bald die Sonne über Mitteleuropa aufgehen – hier ist es bereits mittags, und ich sitze gerade bei meiner sechsten Tasse Kaffee und überlege, wie ich meine Frage am besten formulieren soll smile Zuvor möchte ich aber „danke“ sagen … ich habe lange im „IVECO, BREMACH und SCAM“ Forum gestöbert und finde die Seite einfach toll! Es ist schön eine Gruppe zu finden, wo sich Menschen gegenseitig derart zu helfen versuchen (besonders wenn man sich nicht persönlich kennt), und ich hoffe, ich kann mich eines Tages bei Euch für Eure Tipps und Infos revanchieren!

Kurz zu meiner Person … nun, ich bin der Christopher, und meine Partnerin heißt Laura. 1997 habe ich mich permanent aus Deutschland abgemeldet, und seitdem befinde ich mich auf Weltreise. Bislang hatte ich knapp die Hälfte dieser Zeit den Lenker einer Yamaha XTZ 660 Ténéré in den Händen, und die andere Hälfte war ich mit einem Land Rover Serie III (Baujahr 1975) unterwegs.

Im Augenblick befinden wir uns auf der dritten Weltumrundung. In zwei Wochen kehren wir zurück nach Darwin/Australien wo unsere Motorräder auf uns warten, und fahren nach Alice Springs, Tasmanien und Sydney. Und dann? Tja, was dann smile Sicher ist nur, dass wir uns auch nach 20 Jahren auf Achse nicht häuslich/sesshaft einrichten wollen, solange es noch so viel auf unserem Planeten zu entdecken gibt.

Sicher ist aber leider auch, dass wir langsam ein wenig älter werden smile Mein Land Rover war damals halbwegs bequem, aber seit 2012 hausen wir im Camping-Zelt, mit Motorrad daneben. Besonders meine Laura würde gerne ein bisschen mehr „Luxus auf Rädern“ haben … sprich Kühlschrank, warme Dusche und bequemes Bett. Und ich hätte auch nichts gegen ein KALTES Bier, wenn wir irgendwo in der Wüste unterwegs sind smile Versteht Ihr sicherlich, nicht? Motorräder haben weder Klimaanlage noch Gefriertruhe (sollte jemand erfinden!).

Und so komme ich nun zu meiner eigentlichen Frage: nach langer Recherche denke ich, dass ein DAILY 4x4, BREMACH oder SCAM unsere Bedürfnisse perfekt erfüllen würde. Alle drei Fahrzeugarten könnten wir uns als Zuhause und Basis für die nächsten 20 Reise-Jahre prima vorstellen. Jetzt geht es also nur noch um die genaue „Spezies“ (Typenbezeichnung, Baureihe, Baujahr, Motor) und hier bitte ich Euch um Tipps. Es gibt so viele unterschiedliche Modelle (35.10, 40.10, 55s17, 55s18, T-Rex, Job, Extreme, Power-Daily Ukraine, Zastava Rival Serbien, usw, usf), und ich möchte gerne die große Auswahl etwas einschränken. Anders gefragt: welche Modelle könnten für uns interessant sein, und welche nicht? Mit Land Rover kenne ich mich aus – Dailys und Bremachs sind für mich Neuland.

Die grundsätzlichen Rahmenbedingungen? Definitiv eine Einfachkabine mit Pritsche (ich baue später eine Absetzkabine). Je länger die Pritsche, umso besser, denn falls möglich, soll die Absetzkabine knapp 3,5m Länge haben. Ich darf bis 7,5 Tonnen fahren. Das Fahrzeug wird weder in Deutschland zugelassen noch versteuert; der deutsche TÜV ist insofern für mich unwichtig. Verwendungszweck? Eine weitere Weltreise und „Haupt-Wohnsitz“ … und dabei fände ich es schöner, wenn das Fahrzeug nicht zuuuuuu viel Computerelektronik hat. Als Ex-Landyfahrer bin ich (notgedrungen) zum Mechaniker geworden, und das Schrauben macht mir irre Spaß … komplexe elektronische Motordiagnosen mit dem Laptop liegen mir allerdings eher nicht smile Ach so … und falls es gute Benzin-Motoren gibt, fände ich diese Option zumindest interessant; dann müsste ich mir bei einer Winterfahrt durch Sibirien keine Sorgen machen. Aber wenn Ihr meint die Diesel-Versionen seien zuverlässiger, dann Reise ich eben dorthin, wo die Temperaturen weniger extrem sind.

Welche DAILY, BREMACH, SCAM Modelle bleiben anhand meiner „Kriterien“ noch übrig?

Uii, jetzt habe ich vielleicht zu lang geschrieben … sorry! Meine Kaffeetasse ist auch leer. So sage ich schon mal herzlichen Dank für Eure Tipps, ein schönes Wochenende, und stets gute Reise! Viele Grüße derweil aus Bali,
Christopher

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#656364 - 27/10/2017 06:01 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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Pesca Offline
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Servus Christopher,

kurze Antwort auf deine lange Frage:

Ich würde den hier kaufen:
Iveco 40-10 Model "Keller"

Spart dir enorm viel Zeit, Geld und Nerven und ist zwar vom Anschein her viel Geld aber als beweglicher Hauptwohnsitz sollte es lieber Qualität sein, und nach Renovierung Fahrgestell plus Kabine plus Ausbau wirst du fast genausoviel ausgegeben haben.


alternativ :

40-10 Doka ohne Aufbau

Grüße aus der alten Heimat (Bayern)

Allzeit gute Fahrt euch zwei.

Adrian


Höchste Zeit ist's! Reise, reise!
#656366 - 27/10/2017 06:14 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Pesca]  
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Das Fahrzeug der Regensburger Panamerikafahrer stand doch auch zum Verkauf, der ist glaube ich auch gut.


Gruß Mathias

Irgendwie ist das blöd so ohne Landy :-(

#656369 - 27/10/2017 06:34 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Hasi]  
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Denkt einfach daran dass die "alten" Dailys mittlerweile bald alle im Rentenalter angekommen sind und dass anders als bei Landrover die Ersatzteilversorgung immer dünner wird.
Global gesehen sind sowohl Daily 4x4 wie auch Bremach als absolute Exoten anzusehen.


Erfahrung ist nur der Name den wir unseren Irrtümern geben
#656379 - 27/10/2017 10:49 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Ozymandias]  
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Christopher Many Offline
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Hallo allerseits (und besonders Adrian, Mathias und Ozymandias),
Vielen Dank für Eure ersten Rückmeldungen! Vorweg, damit keine Missverständnisse aufkommen: es werden noch einige Monate vergehen, bis ich aktiv nach einem Daily/Bremach/Scam innerhalb Europas (oder auch außerhalb Europas) suche. Soweit bin ich noch nicht – bis Mai/Juni reisen wir weiterhin durch Australien. Im Augenblick möchte ich lediglich eine Liste der Fahrzeuge aufstellen (Modelle, Typenbezeichnung, Baureihe, Baujahr, Motor), die überhaupt in Frage kämen.

Ob ich mein Traumfahrzeug später anhand dieser „Liste“ tatsächlich finden kann (wie Ozymandias schreibt: alte Dailys/Bremachs sind Exoten“), nun, damit beschäftige ich mich ab Mai/Juni. Vielleicht habe ich Glück, und finde ein Bremach in der Ukraine, oder ein Daily in Italien … Verkaufsort spielt bei uns keine Rolle.

@Adrian … Hallo nach Bayern, und danke für Deine beiden Tipps! Also, für meine „Liste“ empfiehlst Du:
>1< Iveco Turbodaily 40-10 4x4 mit 2,8l Kettengesteuerter TD, 103PS, Baujahr 1999
>2< Iveco Turbodaily 40-10 4x4 mit 2,5l Kettengesteuerter TD, 103PS, Baujahr 1989

Ich nehme an, beide Varianten gibt es immer auch als Pritschenfahrzeug mit Einfachkabine? Bei beiden Fahrzeugen steht identisch „Dafür hat er aber auch keinerlei Elektronik und läuft auch auf 5000m höhe problemlos“ … ab welcher Baureihe (oder ab wann) wurden denn die 4x4 Dailys „computerisiert“?

@Mathias … Hallo aus Bali! Weißt Du noch, womit die Regensburger unterwegs waren?

@Ozymandias … Grüße von der südlichen Hemisphäre! Danke für den Hinweis. Ich denke aber, dass ich mit einem Exoten klarkomme. Wie schrieb einst Shelly in dem Sonett „Ozymandias“, über die Vergänglichkeit irdischer Werke (inkl. Ivecos)? „I met a traveller from an antique land …“ smile

Gute Fahrt aus Bali und bis später,
Christopher

#656381 - 27/10/2017 11:07 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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Hallo Christopher,

hier findest du im Forum viele Infos zu den Versionen der alten und neuen Daily`s link

Kurz gesagt es gibt vom alten 40.10W Fahrgestelle (2800mm + 3200mm Radstand, Kasten und Kombis (2800mm) und vom neuen nur Fahrgestelle, lang/kurz mit Singelcab oder als Doka.
Die alten haben bis 1996 2,5Ltr und ab 96 2,8Ltr, beide mit Kette.
IVECO ET sind im Verhältnis recht bis sehr (4x4) teuer und ja es werden weiterhin Teile entfallen, wenn es auch noch vieles gibt und Alternativen gesucht/gefunden werden - 1999 wurden die letzten 40.10W gebaut.

Der von Adrian genannte rote ist sicher kpl überholt und mit einigen Modifikationen aufgewertet, aber ich finde den Preis für altes Fahrzeug zu hoch. Man bekommt eine Komplettrestauration hier kaum bezahlt. Und es gibt für 2000,-€ wenger schon einen "neuen" - - ok nicht in Deutschland und als Doka - aber als Vergleich dient er dennoch. mobile
Für soviel Geld wird man auf Sicht einen guten gebrauchten "neuen" Daily 4x4 finden, mit einem leeren Koffer dazu.
Und wenn man den richtig modifiziert (DPF raus für außerhalb der EU) wird ein "neuer" auch nicht mehr Probleme bereiten, wie ein 20 - >25 Jahre alter 40.10 - die allgemeine Fobie vor der Elektronik ist nicht wirklich begründet, wie sich mittlerweile zeigt.

Der 40.10W Kasten aus Regensburg vom Ulli ist bereits verkauft. Der Faden darüber link


Gruß Juergen

Daily96 40.10-W & Defender Td5 110SW
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"Entwicklungshilfe": Konzerne als Retter - oder wie man Flüchtlinge produziert
#656391 - 27/10/2017 15:41 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: juergenr]  
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Der Preis ist happig, das gebe ich zu.
Aber günstig bekommt man die (zugegeben teilweise sehr alten) Iveco 4x4 nie.

Entweder du zahlst gleich oder zu zahlst später viel hinnein. Schnäppchen erweisen sich meist als Geldgrab.

Aber ich kann Jürgen bzgl. der Elektonik beipflichten, nicht immer ist sie Fluch oft auch Segen.
Die ersten CAN-Bus-Systeme sind auch schon 25 Jahre alt und laufen oft immer noch.
Wir werden über kurz oder lang eh nicht darum herum kommen.

In diesem Sinne:
Wenn ich mir (ausserhalb von Iveco) einen "neuen" für ein Reisefahrzeug suchen müsste würde ich mal in dies Richtung suchen:
Fuso Canter

Einige Ausbauhersteller haben schon hübsche Modelle mit diesem Mitsubishi verwirklicht.
In Asien ein sehr verbreitets Model, wird auch bei uns (Europa) immer häufiger.


Grüße


Höchste Zeit ist's! Reise, reise!
#656392 - 27/10/2017 17:31 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Pesca]  
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HorstPritz Offline
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Hallo,
der Iveco von den Keller´s ist ein tolles Auto sehr schön gemacht, aber leider keine Dusche/Naßzelle wie oben gewünscht. Zumindest kann ich auf den Bildern keine finden.
Wert ist er den geforderten Betrag sicher.
Gruß,
Horst


www.horst-pritz.de
33. Pritz-Globetrottertreffen von 14.-16. September 2018
in Tittling/Bay.Wald, neben Museumsdorf Bay.Wald
#656394 - 27/10/2017 18:19 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Pesca]  
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Original geschrieben von Pesca


In diesem Sinne:
Wenn ich mir (ausserhalb von Iveco) einen "neuen" für ein Reisefahrzeug suchen müsste würde ich mal in dies Richtung suchen:
Fuso Canter

Einige Ausbauhersteller haben schon hübsche Modelle mit diesem Mitsubishi verwirklicht.
In Asien ein sehr verbreitets Model, wird auch bei uns (Europa) immer häufiger.


Grüße


Ich nicht, dieser Aufkleber am 4x4 Fuso irritiert mich zu sehr.

[Linked Image]


Erfahrung ist nur der Name den wir unseren Irrtümern geben
#656395 - 27/10/2017 18:32 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Pesca]  
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Hallo Christopher,

wo wollt ihr denn kaufen?
Wenn ihr bald wieder in Australien seid, könnt ihr auch dort nach Mobilen auf Iveco und Fuso suchen.
Beide sind dort nach meinen Recherchen neu und gebraucht gut vertreten.
Ihr spart dann auch die penible Reinigung, wenn ihr das Fahrzeug nach Australien bringen wollt wink

Der australische Fuso-Ausbau von Earthcruiser wird jetzt auch nach D/Europa exportiert...
Iveco wird z.B. bei EVA4x4 aufgebaut, die beginnen jetzt scheinbar auch mit Fuso.

Ich hatte mir auf der Allrad in Bad Kissingen die Fuso-Fahrzeuge angesehen - die Sitzposition im Fuso
fand ich persönlich für lange Strecken nicht so angenehm.

Viel Erfolg bei der Suche...

Harry

#656403 - 28/10/2017 07:17 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Clou_40_10]  
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Hallo allerseits (und besonders Jürgen, Adrian, Horst, Ozymandias und Harry),
Ein neuer Tag auf Bali beginnt … und mein Tag fängt bereits super an: mit Post und Fahrzeug-Infos von Euch! Danke. Dailys und Bremachs zum Morgenkaffee, lecker lecker smile Was könnte ich mir mehr wünschen?

@Jürgen … Guten Morgen! Solche Infos und Links zu den verschiedenen Versionen sind genau was ich suche. Vielen Dank dafür. Ich werde mir gleich alle Datenblätter in Ruhe anschauen, und versuchen fleißig dazuzulernen. Danach melde ich mich wieder smile

@Adrian … Hallo von der Insel! Über Kaufpreise möchte ich im Augenblick nicht soooo viel nachdenken. Schritt für Schritt … zunächst möchte ich einfach nur verstehen, welche Bremach/Daily Modelle überhaupt für mich in Frage kämen. Erst im Anschluss zähle ich das Kleingeld in meiner Börse. Was ich aber mit Sicherheit schon mal sagen kann, ist dass meine finanziellen Mittel als Dauernomade nicht gerade üppig sind smile Doch das Reisen hat mich gelehrt: wo ein Wille ist, ist auch immer ein Weg. Modifikationen, Restaurationen, Reparaturen, Ausbauten, usw habe ich in der Vergangenheit immer selber durchgeführt … zum Teil weil ich mir eine Mechaniker-stunde nicht leisten kann, zum Teil weil ich es einfach liebe, selber am Fahrzeug zu schrauben!

@Ozymandias … 4x4 Fuso möchte ich ebenfalls nicht als „Zuhause“ haben smile Wir liebäugeln nur mit Bremach/Daily/Scam.

@Horst … Einen schönen guten Morgen! Ich stimme Dir zu: Keller’s Iveco schaut toll aus, mit oder ohne Nasszelle. Ich suche aber eigentlich kein fertig ausgebautes Fahrzeug, sondern einfach nur ein Fahrgestell (oder Pritsche), wo ich später eine absetzbare Wohnkabine selber drauf montieren kann. Wie das Fahrzeug optisch (kosmetisch) aussieht, ist mir nicht so wichtig – mein Land Rover „Matilda“ ist wahrlich auch keine Schönheit (ich ebenso nicht). Ja, sogar ein Unfallvehikel wäre theoretisch denkbar!

@Harry … Hallo hallo smile Du hast völlig recht … wir haben in den letzten 12 Monaten in Australien etliche 4x4 Dailys gesehen! Auch die EVA Umbauten haben wir öfters in Augenschein genommen. Doch leider sind 4x4 Ivecos in Oz (für unsere Verhältnisse) zu teuer. Italien, zum Beispiel, scheint als Kaufland günstiger zu sein. Aber wie gesagt: soweit sind wir noch nicht – derweil möchte ich nur eine „Modell-Liste“ aufstellen, um die Auswahl einzuschränken.

Dazu eine Frage … bisher haben sich nur Daily-Fans zu Wort gemeldet. Was ist aber mit Bremach? Da gibt es doch auch den GR35, NGR, TGR, Brick, Job, Extreme und T-Rex (und vielleicht noch weitere). Welche Modelle könnten für uns interessant sein, und welche nicht?

Viele Grüße, gute Fahrt und bis später!
Christopher

#656418 - 28/10/2017 14:27 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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Hallo Christopher,

Das ist ja eine Überraschung : den Autor meines Lieblingsreisebuchs (ich meine das erste, ich bin kein Motoradfahrer) hier anzutreffen.
Ich finde es momentan nicht mehr weil ich es schon oft empfohlen und verliehen habe. Ich hoffe aber sehr das ich es wiederbekomme.
Ich wollt dir ja schon immer mal eine Rückmeldung zukommen lassen - also hier:
Danke für dein sehr persönliches Buch ohne gewollte Superlative, ohne Sponsoring für irgendwas, sowa ist ja in der Reise-"szene" schon selten geworden, aber mir gefällt das umso besser.

Also ich habe mir einen Bremach gekauft, weil ich auch da hinkommen können möchte, wo du warst, mir aber Landrover nicht gefällt und zu klein erschien.
Ich bin aber langsam - weil mich keiner mehr treiben kann - hab also noch keine Erfahrung, ob das so klappt.
Siehs dir selber an:

http://www.viermalvier.de/ubbthreads.php/topics/652770/1.html

Ich sehe die Vorteile beim Bremach im einfachen Aufbau und noch einfacher Technik, besondes bei den Modellen wie meines.
Dazu einen robusten und billigen ALU - Shelter. An desen stabiler Struktur kann ich beliebig rumschnitzen, so wie ich das brauche und das Ding hälter weiter.

Nur einen gebrauchten Bremach zu finden ist schwer. Ich hab ein Jahr gesucht und dann Glück gehabt.

Gruß
Erich

#656421 - 28/10/2017 15:25 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Dbrick]  
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Hi Christopher,

wie unverhofft, dich hier zu sehen - so wie ich dich einschätze anhand von allem, was ich von dir gelesen habe (hier und in deinem ersten Buch, welches ich übrigens auch sehr genossen habe), ist eher der "alte" Daily 4x4 was für dich, also die erste Generation mit den runden Lichtern oder die zweite Generation "NewDaily" ab 1990, die die meisten hier fahren. Ein grundsolides Fahrzeug mit ein paar wenigen bekannten Schwachstellen, die sich aber gut präventiv in den Griff bekommen lassen, und dabei sehr gut selbst zu reparieren. Wer mehrfach sein Landrovergetriebe repariert und in Angola wegen Rahmenbruch das gesamte Fahrzeug auf einen anderen Rahmen umgebaut hat (!) wird mit dem Daily I oder II technisch sehr gut klarkommen. Die Ersatzteilversorgung ist bei den 4x4-spezifischen Teilen nicht mehr ideal und nicht ganz billig, aber du weißt ja wie man improvisiert, TÜV ist auch kein Problem. Viele Teile, v.a. Motor und Schaltgetriebe, sind gleich wie beim 4x2 und recht gut zu bekommen. Das Verteilergetriebe ist ein BorgWarner und wurde auch in diversen US-4x4 verbaut, auch gut zu bekommen.

Ich wage zu vermuten, dass die aktuellen Bremach T-Rex in der Anschaffung eventuell das Budget eines Dauerreisenden sprengen könnten (ohne natürlich deine finanziellen Mittel zu kennen). Auch haben die dann die ganzen elektronischen Rafinessen für die europäische Zulassung, die du eher vermeiden willst. Die älteren Modelle (Extreme, T-Trek) sind meines Halbwissens nach wieder recht vergleichbar mit den Daily I und II.

Dir macht es ja nichts aus einen Rechtslenker zu fahren, dein Landrover kam ja auch aus Schottland. Lass dir gesagt sein, dass die Daily II 4x4 in UK meiner Einschätzung nach zwar nicht weit verbreitet, aber trotzdem deutlich günstiger zu bekommen sind. Oft ist der Zustand auch dementsprechend schlecht (Rost, Rost, Rost), aber ich habe schon mindestens zweimal gute Pritschen mit Einfachkabine mit sehr geringer Kilometerleistung gesehen, die lange Jahre bei der Royal Air Force im Dienst waren (zivile Farbe, weiß) und kaum bewegt wurden. Ich vermute die waren unter Dach geparkt und demnach korrosionsmäßig in gutem Zustand, und die Preise waren auf den ersten Blick sehr gut verglichen zu Deutschland, wo sowas immer gleich als ultimatives Expeditionsfahrzeug gehypt wird. Da würde ich zumindest mal die Augen offenhalten.

Ansonsten bin ich neulich in einem anderen Forum auf dieses Fahrzeug gestoßen:
VW LT 4x4

Der ist nicht gerade billig (und der Händler ist auch nicht gerade bekannt für günstige Preise), sieht auf den ersten Blick aber auch interessant aus und bietet mehr Platz als der Daily. Klar, keine Pritsche, aber vielleicht willst du ja den LT 4x4 in dein Beuteschema aufnehmen?

Ich hoffe dann mal, dass da dann auch ein Buch über die Reisen mit diesem Fahrzeug folgt ;-) und wünsche viel Erfolg bei der Suche
Raphael

(Im Moment auch Exildeutscher in England)


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#656433 - 28/10/2017 19:11 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: raphtor]  
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ein LT 1 4x4 wie in dem Link, ist bzgl. der Allradtechnik ein noch größerer Exot wie ein Daily 4x4 ...


Gruß Juergen

Daily96 40.10-W & Defender Td5 110SW
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#656441 - 29/10/2017 05:49 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: juergenr]  
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Original geschrieben von juergenr
ein LT 1 4x4 wie in dem Link, ist bzgl. der Allradtechnik ein noch größerer Exot wie ein Daily 4x4 ...


Das mag wohl sein, war nur ein Gedanke.

Noch eine Anmerkung am Rande, für jemanden der so weit herumkommt wie du - die Daily I, II und die militärische Variante WM sind sehr ähnlich zueinander, mit vielen Gleichteilen, oder Teilen die passend gemacht werden können. Es ist vielleicht interessant zu wissen, dass es diverse Lizenzbauten in diversen Ecken der Welt gibt (Zastava in Serbien, auch wenn der anscheinend qualitativ jenseits von Gut und Böse ist; Western Star Trucks in Kanada mit der militärischen Variante LSVW / M40.10WM; NAVECO in China mit einem militärischen Daily II 4x4, der dem Zivilen sehr ähnlich sieht).

Gruß
Raphael


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#656455 - 29/10/2017 10:32 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: raphtor]  
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Zur Ergänzung: Die Besonderheit beim Bremach ist der starre Rahmen - als wesentlicher Unterschied zum Daily.
Was viele als Einschränkung der Geländegängigkeit ansehen und damit abschreckt , mir aber
einen Zwischenrahmen zum Aufbau erspart: rund 200kg weniger Gewicht haben auch einen Einfluß im Gelände.

Der Bremach Rahmen hat bei allen Modellen immer die gleiche Struktur, nur haben die Modelle mit höherer Belastbarkeit dickeren Stahl.
Wie Raphael richtig schreibt, sind die moderneren T-Rex natürlich mit den neueren Motoren auch auf besseren Diesel angewiesen.
Die verwirrenden Bezeichnungen Job, Brick, Extreme ... sind lediglich Ausstattungsvarianten und meist umrüstbar. Die älteren Modellle vor T-Rex sind alle als "TGR" homologiert.
Die noch älteren eckigen Modelle GR,NGR, TTREK, wenn vor 2000 gebaut wären mir zu unsicher bei Ersatzteilen und Wartungsmöglichkeiten.
Rost ist ein Thema bei allen Blechkabinen (vor T-ReX).

Mehr fällt mir gerade nicht ein, das denke ich sind so die wichtigsten Unterschiede für eine Auswahl

Gruß
erich

#656479 - 30/10/2017 03:48 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Dbrick]  
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Hallo allerseits (und besonders Erich, Raphael und Jürgen),
Mein Kopf raucht smile Ich bin immer noch dabei die vielen Datenblätter der unterschiedlichen Daily/Bremach Versionen zu studieren und zu vergleichen (danke nochmal Ozymandias und Jürgen für den Crashkurs). Aber auch wenn ich die Tastatur meines Laptops vor lauter Rauch kaum noch erkennen kann, bin ich begeistert. Laura wundert sich die ganze Zeit, warum ich von früh bis spät am Computer hocke und dabei breit grinse. Euch muss ich aber bestimmt nicht erklären wieso smile

@Erich … Hallo aus Indonesien! Es freut mich sehr, wenn Dir mein Landy-Buch ein bisschen gefallen hat … vielen lieben Dank. Das Schreiben hat mir jedenfalls irre Spaß gemacht. Leidenschaften braucht der Mensch, finde ich. Je mehr davon, umso besser. Ich begeistere mich für Laura, Landys, Länderreisen, Literatur … und langsam auch für Dailys und Bremachs.

Bezüglich „Sponsoring“ … och, ich denke, das muss jeder für sich entscheiden. Du hast aber völlig recht: Ich werde nicht von Firmen gesponsort, und muss meine Reisen nicht durch Diavorträge oder Lesungen finanzieren – glücklicherweise, denn ich neige sehr zu Lampenfieber. Stattdessen kann ich mich voll auf das konzentrieren, was ich am liebsten tue: durch die Welt zu reisen und einfach nur über meine Erfahrungen zu schreiben, ohne durch andere Dinge abgelenkt zu werden. Der einzige Nachteil dabei ist (ein riesen Nachteil!), dass ich nur von meinem Autorenhonorar lebe – andere Einkommensquellen habe ich nicht. Und Autorenhonorare sind sehr mager (zwischen 6% und 10% des Buchnettopreises sind üblich) … in anderen Worten: ich erhalte ungefähr 1 Euro pro Buch (der Verlag bekommt den Rest). Entsprechend befinden sich keine Reiseschriftsteller auf der „Forbes List of Wealthiest People on the Planet“ smile

Aber hey … alles ist ok so. Statt Nomade und Autor zu werden, hätte ich auch was „g‘scheites“ als Beruf aussuchen können smile Ein Leben auf Achse zu führen war allein meine Entscheidung. Ich bin glücklich, und das Geld genügt, um meine Reisekosten zu decken, Sprit zu kaufen und mir den Bauch zu füllen. Gelegentlich kann ich mir sogar ein riesiges Glas Nutella leisten smile Ob das Geld für ein Daily/Bremach/Scam reichen wird, tja, mal sehen.

Womit wir wieder beim Thema wären … Bremach! Mensch ist Dein Bremach Brick (Bj. 2004) toll!!! Eine Augenweide. Gratuliere. Und ich verstehe Dich vollkommen: mein Landy war/ist zwar super (habe ich immer noch) … aber wie Du schreibst: viel Wohnraum hat man nicht. Also ja: ein Brick – mit Alukoffer - könnte ich mir durchaus als „Haus“ für die nächsten 20 Jahre vorstellen. Eine kurze Frage (weitere folgen bald, wenn ich darf) … Du hast eine Doppelkabine; gibt es alle Bremachs auch mit Single-Cab?
Bis später Erich, und liebe Grüße aus Bali!

@Raphael … Hallo Raphael! Ja, ist irgendwie lustig: ich bin erst vor Kurzem von dem Daily/Bremach Virus befallen worden. Und nun bin ich hier um Heilung zu suchen smile Danke für Deine vielen Tipps … ich habe alle „Pros und Kontras“ in einer übersichtlichen Tabelle aufgeschrieben, damit ich mich später besser entscheiden kann.

Mit Deinen Vermutungen liegst Du übrigens ganz richtig: ob Links- oder Rechtslenker ist mir egal, Lizenzbauten wie Zastava und NAVECO fände ich evtl. interessant (gibt/gab es nicht auch einen UAZ T-Rex aus Russland?), und für einen nagelneuen T-Rex (oder Daily) fehlt mir tatsächlich das Geld. 50.000 Euro = 50.000 Buchverkäufe, hmm. Nein, geht nicht smile

Darf ich Dir schnell noch zwei Fragen stellen? Du schreibst dass die neuen Bremach T-Rex … und ich nehme an auch alle New Daily ab Baujahr 2007 … viele elektr. Raffinessen haben, die in meinem Fall vielleicht unerwünscht wären. Jürgen schreibt dazu: >>wenn man den richtig modifiziert (DPF raus für außerhalb der EU) wird ein neuer auch nicht mehr Probleme bereiten, wie ein alter 40.10<<. Ich habe zwar keine „Elektronik Phobie“ (auch ein alter Hund kann neue Tricks erlernen), möchte mich aber vergewissern, dass mein Fahrzeug z.B. auch auf 5000m und bei -10 Grad (oder +40) anspringen kann. Elektronisch geregelte Direkteinspritzung, EDC, gekühlte Abgasrückführung, Vorkatalysator, DPF und SCR-System mit AdBlue … als Elektronik-Greenhorn habe ich absolut keine Ahnung, wie empfindlich diese Teile sind. Ich weiß nur dass mein Laptop dauernd Probleme macht, wenn es zu heiß, kalt, staubig oder nass wird smile Wären die „Modifikationen“ die Jürgen erwähnt nur gering, oder so umfangreich, dass ich mir definitiv einen älteren Iveco/Bremach kaufen sollte?

Und meine zweite Frage … Erich schreibt: >>Der Bremach Rahmen hat bei allen Modellen immer die gleiche Struktur, nur haben die Modelle mit höherer Belastbarkeit dickeren Stahl.<< Ist das bei den Dailys genauso? Also haben die 55s17W (bzw. 40.10) einen festeren Rahmen wie die 35s17W (bzw. 35.10)? Oder die WM?

Viele Grüße von Bali nach England … und Danke für Deine netten Worte zu meinem Buch. Ja, ein „Band III“ wird es nach der nächsten Weltumrundung definitiv geben, und ein Daily oder Bremach würde die „Hauptrolle“ (oder zumindest eine wichtige Nebenrolle) spielen smile

@Jürgen … Hallo Jürgen! Nee, LT 1 4x4 ist nichts für uns smile

Danke, bis bald, und immer gute Fahrt,
Chris

#656516 - 31/10/2017 08:36 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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Hi Christopher,
habe soeben einen 4.10 von der Schweizer Feuerwehr mit Pritschenaufbau erworben.
4x4, Sperre hinten und vorne sowie Freilaufnaben. In einem tollen Zustand mit 17.000 km. Fährt sich hervorragend, zumindest für LKW-Oldie-Verhältnisse. Der dt. TÜV wurde ohne Probleme gemeistert dank dem Fahrzeugzustand. Wie aus erfahrenem Munde zu hören ist, von Horst, wird die Ersatzteilversorgung problematischer und teuer, aber es gibt Keller.

Keinerlei Elektronik, damit von jedem Dorfschmied in Asien oder Afrika, wenn befahrbar, zu reparieren. Kein Getöns mit dem Umbau des Partikelfilters und auch mit schlechterem Diesel in 5000 mHöhe fahrbar. Auch wenn hier von Reisen mit moderneren Fahrzeugen gesprochen wird, weil es die Zukunft sein wird, muß, wenn der Markt leergeräumt sein wird , so ist für Do It Your Self Schrauber ein 4.10 von Daily die günstigere Version.
Wünsche dir noch eine schöne Zeit.
Konrad

Zuletzt bearbeitet von hakopa; 31/10/2017 08:41.
#656519 - 31/10/2017 11:40 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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Hei,

ich lese gespannt mit und als Du davon sprachst, es könne auch ggf. ein Unfallauto sein, fiel mir das Angebot von Markus ein - ist immer noch im Ersatzteil - Faden aufgeführt. Es stehen keine Preise dabei (oder ich habe sie beim Überfliegen übersehen) , aber er bietet das Corpus delicti mit oder ohne den Dustdevil - Aufbau an.
Ich habe selber auch so einen Staubteufel auf meinem Bremach und bin damit hochzufrieden. Bei Deinem handwerklichen Geschick könnte das ja vielleicht tatsächlich eine Option sein. Duschen geht in der Kiste allerdings eher theoretisch...
Ganz viel Erfolg bei Auswahl und Suche wünscht

Krischan

#656553 - 01/11/2017 16:46 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Krischan]  
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Hallo,

zu den Bremach Modellen findest du hier einen Überblick
http://www.bremach-reisemobile.org/technik/bremach-modelle
Zu Brick/Job/Extreme noch die Anmerkung, dass ein wesentlicher Unterschied ist, ob kleine oder große Reifen drauf sind.
Extreme hat die großen, ist auch auf Fotos an 2 Trittstufen zu erkennen.
Erich´s 2004 dürfte (hat) noch Euro 3 haben,, meiner 2007 hat Euro 4. Die ersten T-Rex haben auch noch Euro 4 - siehe Modelle im Link oben. T-Rex haben alle die großen Reifen. Einzelkabine sollte es bei allen geben.


Gruß
Reinhard

#656565 - 02/11/2017 06:26 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Reini aus Vlbg]  
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Christopher Many Offline
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Hallo allerseits (und besonders Konrad, Krischan und Reinhard),
Es tut mir leid dass ich ein paar Tage gebraucht habe um mich zurückzumelden. Ihr kennt aber sicherlich alle die Situation, wenn man unterwegs ist: mal findet man keine Internetverbindung, mal ist man mit Visumbeschaffungen und Behördenkram beschäftigt, und mal gibt es Stromausfall (Murphys Reise-Gesetz Nummer 17: „The power will always cut off one second before you press the send button.“).

Aber heute bin ich wieder kurz online. Auf Bali ist das WiFi-Netz recht gut ausgebaut. Sobald wir jedoch wieder in Australien sind, in neun Tagen, dann kann es zuweilen Wochen dauern, bis ich ein Lebenszeichen von mir geben kann. Wir werden hauptsächlich im Outback unterwegs sein, und tja … Kängurus skypen nicht smile Entsprechend gibt es kaum Telstra-Türme.

Als ich mich am 27.10. hier im Forum neu angemeldet habe, habe ich geschrieben: „ich hoffe, ich kann mich eines Tages bei Euch für Eure Tipps und Infos revanchieren!“. Seitdem grübele ich die ganze Zeit nach, was ich denn für Euch tun könnte … ist ja nicht fair, wenn ich nur Fragen im Forum stelle. Da bekomme ich bald Gewissensbisse smile Aaaalso … mit Bremach/Daily Reparaturtipps werde ich (noch) lange nicht dienen können. Aber viele von Euch sind Fernreisende, und Ihr seid immer wieder in Afrika, Amerika, Asien oder Australien auf Tour. Andere sind zwar noch in Europa, wollen aber bald zu einer großen Fahrt aufbrechen. Und zum Thema „Fahrzeug-Weltreise“, da kann ich ab und zu ein bisschen helfen! Egal ob „Verschiffungen von Indonesien nach Australien“, „Kostenfragen und Reisebudgets“, oder von mir aus auch „Bierpreise in Botswana“ … ich würde immer versuchen, eine halbwegs nützliche Antwort zu geben. Versprochen.

@Konrad … Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Neuanschaffung!!! Ihr werdet sicher die schönsten Abenteuer zusammen erleben smile Postest Du irgendwann auch Bilder von Deinem 40.10er? Wann beginnt die erste große Fahrt? Keine (oder relativ wenig) Elektronik würde mir persönlich wahrscheinlich eher liegen – mit meinem Landy „Matilda“ bin ich damals am Vulkan Uturuncu in Bolivien bis auf 5.550m gefahren, und es wäre schön, wenn dies auch mit einem Daily/Bremach ginge.

@Krischan … Hei zurück aus Bali! Ich habe das Angebot von Markus gefunden. Danke! Aber Du hast recht: Preise habe ich auch nicht gesehen, und die Anzeige ist 12 Monate alt. Markus‘ Bremach wäre eine Option … solche Unfallschäden stören mich überhaupt nicht. Kosmetik ist mir egal (ich mag 4x4s mit „Charakter“, und Dellen, die Geschichten erzählen) und TÜV muss ich ja nicht bestehen. Wenn der Schaden nicht zu schlimm ist, stelle ich die Fahrtüchtigkeit irgendwie wieder her. Ist doch schade, finde ich, wenn ein liebgewonnenes Fahrzeug mit noch ein bisschen „Leben im Motor“ verschrottet wird. Weiß jemand im Forum noch etwas über Markus‘ TGR?

@Reinhard … Vielen Dank und Grüße von der Insel! Ich habe die Bremach-Reisemobilseite durchgelesen, und laaaaaangsam wird mein Horizont erweitert smile Bezüglich Schadstoffklassen … hmm, ich bin mir nicht sicher, ob ich mich um „Euro 3“, „Euro 4“ oder gar „Euro 1“ kümmern muss, da mein Fahrzeug nicht in Deutschland – vielleicht nicht einmal in Europa – zugelassen wird. Sollte ich tatsächlich eine grüne Plakette benötigen (für das Befahren von Umweltzonen in Deutschland), dann achtet „green-zones.eu“ und TÜV-Süd bei ausländischen Fahrzeugen angeblich nur auf das Datum der Erstzulassung. Greenzones Serviceteam schrieb mir dazu: „Ein Diesel mit der Erstzulassung 2006 bekommt eine grüne Plakette, und ein Benziner ab 1993, wenn ein Emmisionsschlüssel in der Zulassungsbescheinigung fehlt. Sie können gerne ordern.“

…..
Bevor ich aber eine Plakette bestelle, brauche ich zunächst ein Fahrzeug! smile Noch mehr: ich muss mich zwischen Bremach und Daily entscheiden (und welches Modell). Ich habe alle Datenblätter von Ozymandias studiert, sowie Reinhards Bremach-Link, um mir einen ersten Überblick zu beschaffen. Wenn ich darf, würde ich gerne ein paar konkrete Fragen stellen – eben Sachen, die ich nicht aus den vielen Datenblättern genau entnehmen konnte. Darf ich „loslegen“? Sind nicht sehr viele smile

Herzliche Grüße, gute Reise und bis bald,
Christopher

#656567 - 02/11/2017 08:06 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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Alle drei Fahrzeugarten könnten wir uns als Zuhause und Basis für die nächsten 20 Reise-Jahre prima vorstellen.

Dann dürfte der alte Daily ausfallen, die neuesten davon sind schon 18 Jahre alt - und es gibt jetzt schon das eine oder andere Teil nicht mehr, z. B. Bremskraftverstärker.

#656570 - 02/11/2017 09:24 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: BAlb]  
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Alle drei Fahrzeugarten könnten wir uns als Zuhause und Basis für die nächsten 20 Reise-Jahre prima vorstellen.

Dann dürfte der alte Daily ausfallen, die neuesten davon sind schon 18 Jahre alt - und es gibt jetzt schon das eine oder andere Teil nicht mehr, z. B. Bremskraftverstärker.


Dito bei den alten Bremach aus der Vor-Trex Zeit.


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#656576 - 02/11/2017 16:58 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Ozymandias]  
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Hallo,
Christopher, klar ich verstehe, je weniger Schadstroffklasse desto lieber ist dir das. Dann wird es aber mit Bremach sicher kritsch, da die Brick/Extreme Baureihe mindestens Euro3 hat und Vorgängermodelle wegen Ersatzteilversorgung immer schwieriger werden.
Und Fragen ist immer o.k. - wenn die Leute antworten wollen dann tun sie es.......


Ozy - Ersatzteile vor T-Rex Zeit - siehst du das für meinen Extreme BJ2007 auch schon kritisch ?
(Ich bin mit der Entwicklung von Bremach - Verkauf an Tekne auch nicht glücklich)

Gruß
Reinhard

#656592 - 03/11/2017 07:57 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Reini aus Vlbg]  
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Hallo,


Ozy - Ersatzteile vor T-Rex Zeit - siehst du das für meinen Extreme BJ2007 auch schon kritisch ?
(Ich bin mit der Entwicklung von Bremach - Verkauf an Tekne auch nicht glücklich)

Gruß
Reinhard


Sali Reinhard
Die Frage anders - würdest du dein Auto jetz hier heute nochmal kaufen?
Der Bremach ist immer ein Exote gewesen und wird es immer auch bleiben und die vielen Handänderungen helfen da auch nicht.
Bei meinem TGR gabs schon vor 15 Jahren nicht mehr alle vitalen Ersatzteile zu kaufen. Musste ganze Baugruppen ersetzen damals.

Und konkret jetzt hier stellt sich die Frage nach den 20 Jahren und da würde ich weder den Bremach noch den Iveco kaufen egal welchen Baujahres. Der Zeithorizont ist zu lang dafür.
Ich für mich habe da ja die Konsequenzen gezogen und mir ein Fahrzeug gekauft wo ich bloss ins WWW gehe und beliebig Ersatzteile kaufen kann auch wenn die Kiste mal 30 Jahre alt ist.

LG Ozy


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#656594 - 03/11/2017 08:49 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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Hallo Christopher,

obwohl ich vom Iveco begeistert bin will ich ein Fahrzeug hier nicht unerwähnt lassen, das ist der Mercedes Vario mit Allradantrieb. Er ist zwar etwas schwerer als die Iveco´s oder Bremach´s ab dafür ist die Ersatzteilversorung ungleich besser und günstiger.
Wichtig ist nur daß Du einen Führerschein über 3,50 to hast.

Etwas fände ich bei der ganzen Diskussion noch interessant da wir sonst alle nur in die Luft reden, wie hoch schätzt Du Dein Buget für das Fahrzeug ein. Es hat keinen Sinn hier alle möglichen Fahrzeug anzusprechen wenn sich hinterher heruasstellt dass Du in anderen Preisregionen denktst.

Viele Grüße,
Horst


www.horst-pritz.de
33. Pritz-Globetrottertreffen von 14.-16. September 2018
in Tittling/Bay.Wald, neben Museumsdorf Bay.Wald
#656604 - 03/11/2017 16:47 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: HorstPritz]  
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Hi Christopher,

ich greife auch nochmal deinen angestrebten relativ langen Nutzungszeitraum von 20 Jahren auf. Wenn man sich das nochmal in Ruhe überlegt willst du eigentlich eine der beiden folgenden Optionen:

A) Ein ganz oder fast neues Exemplar von einem möglichst schon bewährten, aber noch aktuellen Fahrzeugmodell. Ein neues Fahrzeug dürfte auf jeden Fall eine Weile problemlos und bei entsprechender Pflege auch 20 Jahre halten, und du hast es weitgehend selbst in der Hand. Auch die Ersatzteilversorgung müsste bei eigentlich allen Marken für mindestens 10-15 Jahre ohne größere Schwierigkeiten gegeben sein. Dabei kommen dann auch exotischere Fahrzeuge wie Bremach, IVECO Daily 4x4, etc in Frage.

B) Wenn ein (fast-)Neufahrzeug aus Budgetgründen oder aufgrund der komplexeren Technik (Abgasreinigung vs. Dritte Welt) nicht in Frage kommt, suchst du ein Fahrzeugmodell, welches möglichst wenig exotisch und möglichst weit verbreitet ist, am besten auch bei diversen Streitkräften dieser Welt, so dass die Hersteller einen Anreiz haben die Teile vorzuhalten. Gerade Ex-Militärfahrzeuge sind oft auch mit geringer Kilometerleistung und wenig Korrosion zu haben, so dass auch ein 20 Jahre altes Fahrzeug problemlos weitere 20 Jahre halten kann - und je weiter verbreitet es ist/war, desto besser die (Gebraucht-)Ersatzteilversorgung auf die lange Sicht. Die Klassiker in dieser Kategorie wären zB Landrover, Toyota Landcruiser (dir zu klein) und Unimog oder andere klein-LKW, die teils auch recht erschwinglich sind.

Was du hingegen eher nicht willst, ist jetzt einen 20-30 Jahre alten Bremach zu kaufen, von dem es weltweit womöglich nur ein paar Dutzend gibt, und komplett von 1-2 Spezialfirmen wie Erich Christ oder Familie Keller abhängig zu sein. Wer weiß, ob es die in 10 Jahren noch gibt, oder ob sie nicht selbst auf Dauerweltreise gehen?

Das ist jetzt nur die Verfügbarkeit. Wenn du dich schon auf die Fahrzeugklasse "Klein-LKW ~ 3.5t" eingeschossen hast, wird kein Weg am Daily/Bremach vorbeiführen... und dann würde ich dir eher den Daily empfehlen, da weiter verbreitet.

Gruß
Raphael


Fuel-to-Noise-Converter (F2NC) Iveco TurboDaily 4x4 40-10 WC a.k.a."Sammy", FGst-Nr. ...5939317
#656614 - 03/11/2017 20:30 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: raphtor]  
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Überseht dabei aber nicht, dass ein totes CAN-Bus-Gerät irgendwo im Fahrzeug nach 15-20 Jahren auch bei absoluter Großserie das Aus bedeuten kann. Das alte "Jahrtausendwende-Fahrzeug" ist da Dorfschmied-tauglicher, und sehr viele Teile an den Extremes sind Normteile, dh. ab der letzten gößeren Überarbeitung für die Rheinbraun (1998) wesentlich beherrschbarer als zB ein x-beliebiger Ford (die treten nach guten 10 Jahren alles modellspezifische in die Tonne - da kann ein Lenkstockhebel zum Megaproblem werden, und die Restbestände gibts dann in Gold).

Wenn ich abwäge: Knapp 20 Jahre und sauberer Wartungszustand ist etwas für Hobbyschrauber für die nächsten 10 Jahre. Wenn nicht: max. 10 Jahre für die nächsten 10.

Grüsse
Peter

#656629 - 04/11/2017 09:20 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: PeterM]  
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Hallo allerseits (und besonders Bernhard, Ozymandias, Reinhard, Horst, Raphael und Peter),
Ihr seid spitze, wirklich. Nach dieser letzten „Diskussionsrunde“ im Forum ist mein Kopf jetzt klarer, und ich weiß, was wir tun werden. Laura und ich haben Eure Posts immer wieder gelesen, und dabei Eure unterschiedlichen Ansichten, Erfahrungen und Fakten verglichen. Was wir von Euch gelernt haben? Wie wir so oft auf dieser Erde schon erlebt haben, egal ob man über Weltpolitik, Philosophie oder Allrad LKWs debattiert – alles gleichwertige Themen, finde ich – es gibt häufig keine Schwarz-Weiß-Antwort auf eine gestellte Frage. Und das ist gut so! Sonst wäre das Leben stinklangweilig, nicht wahr? smile

Zwei Gruppen haben sich im Daily/Bremach Think-Tank gebildet. Ozymandias und Bernhard (wohl auch Jürgen?) sind der Ansicht, dass ich mir für die nächste Weltreise eher einen Daily ab Baujahr 2007, oder aber einen T-Rex ab Baujahr 2009 kaufen sollte (wenn überhaupt), weil die Ersatzteile für ältere Modelle bereits heute schwer zu finden sind (geschweige denn im Jahre 2030).

Erich, Konrad, Krischan und Peter (wohl auch Adrian?) sind der Ansicht, dass meine Improvisationstalente und Schrauber-Fähigkeiten ausreichen könnten, einen alten Dinosaurier irgendwie am Leben zu erhalten. Möglich; kann ich nicht sagen. Mein Landy Matilda war am Ende der letzten Reise auch ein „Mutant“, und hatte diverse Fremdteile. (Man muss es dabei nicht ins Extreme treiben, und bei einem Rahmenbruch Baumstämme links und rechts ans Fahrzeug binden … oder wenn ein Kolben kaputt ist, den entfernen, und vorrübergehend einen gut passenden Holzzylinder hineinhämmern. Nee, das lasse ich in Europa lieber sein!)

Raphael nimmt eine tolle Mittelposition ein. Laura und ich mögen Deine (A), (B) und (C) Optionen … Danke für Deine „ruhige Überlegung“! Genauso machen wir’s auch:

A) Falls wir genug Geld zusammenkratzen können, kaufen wir einen gebrauchten T-Rex. Wenn ich alles richtig verstanden habe, gibt es die seit 2009, werden immer noch gebaut, und Ersatzteile sind relativ einfach zu bekommen? Ja?

B) Falls die „Buch-Börsenkurse“ fallen, und ich mir keinen T-Rex leisten kann (auch nicht als Unfallfahrzeug), dann suche ich ein günstigeres, nicht-exotisches Fahrzeug. Unimog, obwohl toll, geht bei uns nicht: zu hoher Spritverbrauch. Wir würden sehr gerne unter 15 Liter/100km bleiben (müssen sogar, wenn wir unsere jährlichen Reiseausgaben weiterhin unter 6000,- Euro halten wollen). Hmm … ich denke da eher an den 4x4 GAZelle (oder ähnlich) als Fahrgestell, mit Einzelbereifung hinten (und größere Reifen), sowie Single-Cab. Für uns ist es kein Problem, für einige Monate nach Russland zu fahren, und dort ein Fahrzeug zu kaufen. Wäre eine spaßige Tour smile

Dennoch schade. Ich habe mich regelrecht in den Bremach Extreme TGR 60 (2006-2011) verliebt … so wie Reinhards Fahrzeug, oder die Brick-Version von Erich (Laura ist aufgrund meiner Verliebtheit aber nicht eifersüchtig geworden). Und sollten wir die nächste Weltreise mit einem GAZ antreten, müsste ich auch Forum wechseln. Seufz.

Jedenfalls habe ich für alle Helfer im Forum eine virtuelle Kiste Freibier hier für Euch stehen … greift bitte nach Herzenslust zu! Sollten wir uns eines Tages „in echt“ treffen … an einem Lagerfeuer in Europa vielleicht, oder sonst irgendwo auf der Welt … dann kaufe ich die erste Runde „echtes Bier“ smile Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch aus Bali und bis später ... Prost!
Christopher

PS @Horst … Hallo und guten Morgen von der Insel! Danke für Deine Zeilen smile Ja, mein Führerschein geht bis 7,5 Tonnen. Deine zweite Frage – mein Fahrzeugbudget – ist aber schwieriger zu beantworten. Wie ich weiter oben im Thread geschrieben habe, erhält man als Autor kein festes, kalkulierbares Einkommen, sondern nur ein Honorar. Diese Honorare werden nur einmal jährlich gezahlt, und erst dann, nicht früher, erfahre ich wie viele Reise-Fans meine Bücher gekauft haben. Das ist bei fast allen Schriftstellern so – außer man verlegt seine Bücher selber. Deshalb habe ich meine allererste Frage am 27.10. so vorsichtig formuliert: ich wollte nicht dass man Dailys/Bremachs für mich aktiv sucht, sondern ich wollte nur erfahren, welche Modelle überhaupt als Dauerreisefahrzeug und „Haus“ für uns geeignet wären. Aber ich glaube, die Frage ist nun beantwortet worden smile Mach’s gut, Horst, und immer gute Fahrt!

#656631 - 04/11/2017 11:00 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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Sali Christoph

Da du gerne liest hbe ich hier einen Text für dich den ich als ausserordentlich gut verfasst finde bezüglich Fahrzeugfindung. Sehr ausgewogen ohne zu Werten.

http://www.viermalvier.de/ubbthread...500-diesel-pop-up-kabine.html#Post648043

LG Ozy

PS: Ihr kommt mit 6000€ p.A. aus inkl. aller nötigen Versicherungen aus?
Kannst du mir das ausführen? Dann hab ich ein starkes Argument mehr um meine Frau zu überzeugen abzuhauen hier. Wir gingen bis dato von 40000€ p.A. aus als Paar.


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#656635 - 04/11/2017 18:46 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Ozymandias]  
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Südbayern
Kompliment. Der Mann hat seinen RAM 2500 sehr gut dargestellt. Viele seiner Überlegungen treffen auch für mich und andere zu.

Preislich dürfte man da bei Einkauf in den USA mit fertiger Kabine recht günstig wegkommen. Ob man so ein Fahrzeug dann nach Europa einführen kann steht auf einem anderen Stern.

Hauptnachteil für mich wäre die lange Motorhaube, die zwar in die Gesamtlänge eingeht aber nicht in die Wohnraumlänge. Meine 300cm Wohnraumlänge bei 5,50 Meter Gesamtlänge bekommt ein RAM nie hin.

Die erwähnte Gazelle in Russland gekauft erinnert mich an viele andere Einmalartikel. Die sind so billig, dass sich eine Reparatur kaum noch lohnt. Das könnte für die Gazelle auch zutreffen.
Ja, wohl, die Arroganz des Bremachfahrers ist nicht zu überhören.

Sepp

#656664 - 06/11/2017 06:04 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: SeppR]  
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Guten Morgen allerseits (und besonders Ozymandias und Sepp),
Eine neue, aufregende Woche beginnt! Mit Schnee in Deutschland, habe ich sogar gehört. Stimmt das? Falls ja, dann schickt mir bitte eine Bremach-Ladung von dem weißen, kalten Zeug nach Bali. Hier ist es viel zu warm, und Schnee habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen … zuletzt in China, glaube ich. Hm.

@Ozymandias … Hallo aus der Ferne und danke für den „RAM-Text“. Sehr interessant! Aber dazu später mehr. Zuerst gehe ich auf Deine gestellte Frage ein (>>Ihr kommt mit 6000€ p.A. aus inkl. aller nötigen Versicherungen? Kannst du mir das ausführen? Dann hab ich ein starkes Argument mehr um meine Frau zu überzeugen abzuhauen hier. Wir gingen bis dato von 40000€ p.A. aus als Paar<<).

Na klar kann ich das ausführen – mit so vielen Details und Budget-Tabellen wie Du möchtest! Zusammen schaffen wir es doch locker, Deine Frau zu überzeugen smile Die 6000 Euro pro Jahr sind völlig richtig … pro Person natürlich, da Laura und ich derzeit zwei Fahrzeuge haben, und nicht gemeinsam in einem 4x4 sitzen und Kosten teilen können. Bei meiner achtjährigen Weltreise mit Land Rover „Matilda“ habe ich aber auch nur 6000 Euro/Jahr im Durchschnitt ausgegeben – inklusive Verschiffungen, Versicherungen, Länder-Visa, usw.

Also … wo fange ich an? Dummerweise braucht man gewisse Finanzmittel, wenn man um die Welt fährt, es sei denn, man will unterwegs arbeiten. Wie viel Langzeitreisende ausgeben, ist ganz unterschiedlich, und hängt von vielen Faktoren ab. Ich kenne Langzeitreisende, die tatsächlich 40.000 Euro/Jahr ausgeben (oder sogar mehr), sowie viele, die mit weniger als 6000 Euro/Jahr auskommen. Wie ihre Budgets ausschauen kann ich nicht sagen; nur meine Unkosten kann ich verraten.

Auf meiner ersten Reise mit „Puck“ (meine Yamaha XTZ660) von Europa nach Neuseeland, das war zwischen 1997 und 2000, habe ich 15.000 Euro ausgegeben, damals noch die entsprechende Summe in Deutscher Mark. Die Reise dauerte knapp vier Jahre, was durchschnittliche Ausgaben von 340 Euro pro Monat ergibt. Meine achtjährige Weltumrundung mit Matilda (Verbrauch 13-15l/100km) zwischen 2002 und 2010 kostete 50.000 Euro oder 520 Euro pro Monat. Und jetzt, auf meinem dritten Trip, habe ich in den ersten vier Jahren 24.000 Euro oder 500 Euro pro Monat ausgegeben. Ebenso die letzten 12 Monate in Australien: 500 Euro/Monat (oder 6000 Euro/Jahr) reichten völlig.

Warum dies geht? Weil ich laaaaangsam fahre und mir Zeit lasse smile Die Ausgaben für Treibstoff, Visa, Verschiffungen und Flüge machen einen Großteil der Gesamtkosten einer Weltreise aus. Dieser Anteil an der Gesamtsumme ändert sich nicht, gleich ob Du Deine Reise nach einem oder nach zehn Jahren beendest. Worauf Du aber Einfluss hast, sind die Kosten pro Jahr. Angenommen, ein Overlander, der mit dem Motorrad von Europa nach Australien fährt, legt 50.000 Kilometer zurück, einige Umwege eingeschlossen. Wenn sein Bike sechs Liter auf 100 Kilometer verbraucht und der Spritpreis im Durchschnitt einen Euro pro Liter beträgt, muss er allein für Benzin 3000 Euro rechnen. Die Genehmigung für eine Fahrt durch China (mit oder ohne Guide) kann mit 2000 Euro veranschlagt werden, die Kosten für die übrigen Visa mit 700 Euro und die für die Verschiffung von Indonesien nach Darwin zusammen mit dem Flug für ihn selbst nochmals mit 1000 Euro. Insgesamt macht das 6700 Euro (dazu kommen nur noch die Kosten für Verpflegung, etwaige Campingplätze und Versicherungen, die zur Reisedauer proportional sind). Dieser Anteil der Gesamtsumme – die 6700 Euro – sind für eine einjährige Reise eine stolze Summe. Lässt es der Overlander aber so gemächlich angehen, dass er vier Jahre unterwegs ist, sinken die durchschnittlichen jährlichen Ausgaben auf 1675 Euro. In der Summe ist eine vier Jahre dauernde Fahrt mit dem Motorrad also nur etwa doppelt so teuer wie eine einjährige und nicht viermal!

Wenn Du nun diese 1675 Euro von der Gesamtsumme 6000 Euro abziehst, und die Differenz durch 365 Tage teilst, dann bleiben Dir fast 12 Euro pro Tag für Essen, Auslandskrankenversicherung und Campingplatz (sofern Du nicht eh überwiegend „wild“ übernachtest). Dies ist genug … auch in Australien oder Europa (es lebe ALDI!), wo das Leben verhältnismäßig teuer ist. In Südostasien, Indien, Bolivien (etc) bekommt man eine füllende Mahlzeit bereits für 2-3 Euro, eine Flasche Lao-Bier kostet 1 Euro, und ein Liter Sprit in Venezuela und Ägypten kostet nur wenige Cent.

Ok … hier fahren alle LKW, und nicht Motorrad. Aber im Prinzip bleibt die Rechnung (fast) gleich: als Beispiel dient meine Land Rover Reise. Mit Matilda hatte ich höhere Sprit- und Verschiffungskosten. Dafür war ich oft zu zweit unterwegs (z.B. mit Laura), und konnte diese Ausgaben teilen. Auch war ich mit Matilda noch viel seltener auf dem Campingplatz. Ganz wichtig aber: ich war acht Jahre unterwegs, und nicht nur vier!

Luxus kann ich mir nicht leisten, aber ich drehe auch nicht jeden Cent mehrmals um, bevor ich ihn ausgebe. Mein Budget von 24 000 Euro (6000 Euro pro Jahr, 500 Euro pro Monat), das auch Laura für sich aufbringen musste, hat sich auf unserer 48 000 Kilometer langen Fahrt zwischen Deutschland und Australien wie folgt aufgeteilt:

– Ausgaben für Verschiffungen und Flüge: 1300 Euro
– Ausgaben für Visa: 730 Euro
– Ausgaben für die Beschaffung der China-Permits ohne Guide: 2000 Euro
– Ausgaben für Carnets de Passage: 241 Euro
– durchschnittliche Ausgaben für Benzin pro Monat: 56 Euro
– durchschnittliche Ausgaben für Übernachtungen pro Monat: 82 Euro
– durchschnittliche Ausgaben für Essen, Trinken und kleine Einkäufe pro Monat: 200 Euro
– durchschnittliche Ausgaben für Ersatzteile, Werkzeug, Motoröl etc. pro Monat: 15 Euro
– durchschnittliche Ausgaben für Krankenversicherung pro Monat: 58 Euro

Ich kann versuchen einige Statistiken, Pi-Charts und Kostentabellen hier einzufügen, wenn ich durchblicke wie das geht (mit „picr.de“?). Dann müsste Deine Frau 100 prozentig überzeugt sein, nicht? smile Erklärungen befinden sich dazu auf meiner Facebook-Buchseite (Post am 21.09.) … kann man aber auch so gut verstehen, denke ich. Die Seite ist öffentlich, und Du musst nicht bei Facebook sein, um alle Bilder/Charts/Beiträge sehen und lesen zu können. Ansonsten stehen die genauen Infos in meinen beiden Büchern. Gebe einfach meinen Namen (oder Buchtitel) in Anführungszeichen bei Google ein, dann findest Du alles.

Tja … dann wünsche ich Dir viel Glück, Ozymandias smile Hier die Tabellen als JPEG … mal sehen ob es klappt. Mit Computer-Zeug kenne ich mich nicht so gut aus.

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Viele Grüße aus Bali und gute Fahrt! In vier Tagen geht es zurück nach Darwin! Yuhooooo smile
Christopher

PS: @Sepp … Hallo und sorry! Vor lauter „Reisegeld Details“ hätte ich Dich fast vergessen. Ein RAM wäre, aus den gleichen Gründen, auch nichts für uns. Zwar kann ich Fahrzeuge in einem beliebigen Land (auch USA) kaufen und nach Europa für Reisezwecke bringen, aber meine Laura wünscht sich eben ein größeres „Haus“: eine absetzbare Kabine mit den Dimensionen 3,5m x 2m x 2m. Um Laura nicht zu enttäuschen, werde ich so einen Koffer bauen. Frauen darf man nicht enttäuschen … ist ein Universalgesetz. Und neiiiiiiiiin … ich höre keine „Arroganz des Bremachfahrers“ weil Du sagst, die GAZelle wäre ein Einmalartikel smile Bremachs sind eindeutig die besseren Fahrzeuge! Ganz klar. Sollte ich jedoch nicht genug Geld für einen neueren Daily/Bremach zusammenkratzen können, bleiben mir nicht viele Möglichkeiten. Ich muss meine Finanzen sehr kritisch prüfen. Ein Fahrzeug soll das Reisen schließlich möglich machen, und mich nicht daran hindern, weil ich meine gesamten Ersparnisse für die Anschaffung des LKWs ausgegeben habe, und kein Benzingeld mehr habe smile Es gibt in Russland übrigens nicht nur die GAZelle, sondern auch den 4x4 Sadko, 4x4 Valdaj, 4x4 Sobol, 4x4 Silant, 3303, 3308, 3310, und mehr. Mal sehen was passiert. Viele Grüße derweil und mach‘s gut! Christopher

#656693 - 06/11/2017 17:47 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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Servus,
na da muss ich auch noch meinen Senf dazugeben.
Ich habe mich damals auch die Gazelle ein bischen angeschaut. Damals hatte es noch die sog. Swiss edition gegeben, wo glaub ich entsprechender Hohlraumschutz etc. gemacht wurde . Hab dann bei uns zu Hause mal per Zufall jemand getroffen und er hat gesagt irgendwas ist immer kaputt. Anschliessend war die Gazelle nicht mehr im Rennen.

Zum Thema Reisebudget muss ich schmunzeln, hängt halt davon ab ob man nach Skandinavien oder z.B die Ukraine reist.
Ich hatte letzes Jahr alle mühe die restlichen 80€ in der Ukraine loszuwerden smile Mit ein paar guten Flaschen Wein hab ich es dann geschafft weinglas

Gruß
Reinhard

#656700 - 07/11/2017 01:56 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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Hallo Christopher,

wider besseren Wissens haben wir uns (5 köpfige Familie) für eine einjährige Reise durch Südamerika einen alten Bremach gekauft (TGR35 Bj.97). Überzeugt hatte uns damals die hohe Belastbarkeit des Rahmens und das solide Fahrwerk. Bei kleinen Fahrzeugen gabs da wenig vergleichbares. Wir hatten davor lange einen 170er Magirus und wollten definitiv weniger Auto und mehr Wohnung. Den Vario fanden wir auch sehr spannend ist aber auch wegen der Größe ausgeschieden. Außerdem gibt es den selten als Allrad.
Mit dem Bremach wurde ich dann auch noch mächtig über den Tisch gezogen. Die Substanz war ziemlich runter. Das Auto hat viele viele Arbeitsstunden gefressen. Am Ende hatten wir dann aber eine passable Basis für ca. 15.000.-€ (Meine Zeit natürlich nicht gerechnet). Das ein oder andere Teil musste ich mir anfertigen lassen, jede Menge Blech musste gebogen werden und was noch über Erich Christ zu beziehen war habe ich dort gekauft. (Lager, Dichtringe etc. sind Industrieware). Als Wohneinheit haben wir eine gebrauchte Bimobil Kabine (VD280) draufgesetzt.
Zu Beginn der Reise sind dann noch ein paar Reparaturen angefallen. Man kann sagen alles an dem Wagen was ich nicht überarbeitet hatte ist dann nach und nach noch gekommen. Mit viel Hilfe aus dem Forum und div. lokalen Mechaniker haben wir aber alles in den Griff bekommen.
Zusammenfassend kann ich sagen die Qualität (zumindest des TGR) lässt etwas zu wünschen übrig. Und trotzdem sind wir sehr zufrieden mit dem Womo.
Die Gründe sind hauptsächlich:
- einfache Technik
- stabile Basis
- geringe Abmessungen, enge Straßen, Dörfer etc.. kein Problem
- geringes Gewicht (voll beladen ca. 3700kg)


Liebe Grüße aus Ecuador und viel Erfolg bei der weiteren Suche

Zuletzt bearbeitet von stanjakow; 07/11/2017 02:09.
#656708 - 07/11/2017 09:52 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: stanjakow]  
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Die Absolutheit ist wohl ein Phänomen aller Glaubenskriege..

Wenn ich ein 15 Jahre altes Auto mit unklarer Servicehistory und Einsatzbedingungen kaufe, und zwar völlig egal, welches, wird das eine Komplettrevision - Punkt. Oder ich gehe auf Abenteuerreise. Tue ich das aber, ist das Argument "wenig Elektronik", oder vielleicht besser "dorfschmiedtauglich" valide. Vermutlich kann ich das thema in eine Zahl fassen: Unter eher 20k Euro inkl. Selbstschrauben komme ich nicht weg, entweder zahle ich das fürs Fahrzeug allein oder für Fahrzeug und Revision.

Kauft mal modellspezifische Teile, die nicht alltägliche Ersatzteile sind, für einen älteren Ford PkW.. dagegen ist die Ersatzteilverfügbarkeit in Italien paradiesisch.

Grüsse
Peter

#656729 - 07/11/2017 18:24 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: PeterM]  
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Mein Trex ist nun 7 Jahre alt. Er hat aber EURO 4 und Steuerelektronik. Ersatzteile gibt es natürlich noch alle.

Ob das in 10 Jahren auch noch so ist, wer weiß? Der Motor wurde jedoch millionenfach produziert und Teile dafür sollten auf allen Schlachthöfen Europas zu finden sein.
Eine 20-jährige Reiseperspektive halte ich aber schon mit diesem Typ für gewagt.

Den Daimlers sagt man nach, dass sie eine besonders lange Ersatzteilversorgung leisten. Aber möglicherweise ist das auch nur ein oft abgeschriebenes Gerücht.

Sepp

#656741 - 08/11/2017 07:11 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: SeppR]  
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Hallo allerseits (und besonders Reinhard, Stanjakow, Peter und Sepp),
Heute gibt es nur eine schnelle Rückmeldung von mir. In 48 Stunden geht unser Flieger von Denpasar nach Darwin, und wir müssen unsere Sachen packen. Die Motorradreise geht endlich weiter! Sollte alles nach Plan gehen (wobei wir bezüglich „Pläne“ immer sehr flexibel sind), dann werden wir Weihnachten im Outback verbringen, mit Aussicht auf Uluru/Ayers Rock.

@Reinhard … Guten Morgen! Und danke für Deinen „Senf“. Ich liebe Senf (sobald wir nach Europa zurückkehren, werde ich als Allererstes eine Weißwurst mit Händlmaier bestellen; zuletzt 2012 genossen). In Sachen GAZelle, da stimme ich Dir zu: sollte mein Budget für einen Bremach nicht ausreichen, und ich anderweitig auf Fahrzeugsuche gehen muss, wären meine „GAZellen-Erwartungen“ gering. Doch es gibt weitere klein LKWs aus Russland, die z.T. in riesigen Stückzahlen produziert wurden (auch fürs Militär), und die ich gerne probefahren würde: 4x4 Sadko, 4x4 Valdaj, 4x4 Sobol, 4x4 Silant, 3303, 3308, 3310, usw.

Zum Thema Reisebudget, da stimmt Deine Gegenüberstellung „Skandinavien – Ukraine“ einerseits schon. Die Ausgaben für den täglichen Bedarf wie Essen und Benzin schwanken stark von einem Land zum anderen. So kann man für einen Euro in Venezuela 50 Liter Benzin kaufen, in der Türkei bekommt man dafür aber nur einen Dreiviertelliter. Ein Gläschen Bier in Australien kostet das Fünffache von Beer-Lao. Usw. Trotzdem … man kann sowohl in Skandinavien/Deutschland/Australien, als auch in Laos/Ukraine, mit (z.B.) 500 Euro/Monat auskommen … sofern man bereit ist, in teuren Ländern gewisse Abstriche an der gewohnten Lebensweise zu machen. In Laos gehen wir öfters ins Restaurant, in Australien nur einmal im Monat; in Malawi suchen wir öfters Campingplätze auf, in Norwegen nie; in Ägypten dürfen wir ruhig 300km/Tag fahren (wenn wir wollen), aber in der Türkei, wo Sprit so teuer ist, halten wir unsere durchschnittlichen Tagesetappen unter 50km, und machen keine großen Umwege. Fazit: bloß weil ein Land relativ teuer ist, so bedeutet dies nicht zwingend, dass Du mehr pro Reisemonat ausgeben musst.

@Stanjakow … Hallo Stanjakow (und Familie)! Eine Bremach-Reise durch Südamerika … und Ihr seid immer noch dort, in Ecuador? Herrlich! smile Hey, ich wünsche Euch weiterhin eine ganz tolle und sichere Fahrt. Ich denke, unsere Fahrzeugwünsche sind ähnlich: geringe Abmessungen, mehr Wohneinheit weniger Auto, hohe Belastbarkeit, relativ einfache Technik, Weinkeller, usw. Herzliche Grüße aus Bali, und ich bin gespannt, wann sich unsere Wege kreuzen werden!

@Peter … Hallo von der Insel smile Gewiss … ein 15 Jahre altes Fahrzeug zu kaufen, ohne zu wissen, was das Fahrzeug bereits alles durchgemacht hat, ist immer ein Risiko. Ein (finanzielles) „Abenteuer“, wie Du schreibst. Kann gut gehen, oder auch nicht. Pauschal zu sagen „unter 20.000 Euro inkl. Selbstschauben, da kommt man nicht weg; entweder zahlt man das fürs Fahrzeug allein oder für Fahrzeug und Revision“ … hmm … Du bezieht Dich hier aber nur auf Bremach/Daily, richtig? Denn um die Welt zu fahren, da braucht man wahrlich kein Auto oder LKW für 20.000 Euro. Mir sind eine Menge Leute begegnet, die mit einem Opel Corsa, Series Landy, uralt-Toyota, Citroën 2CV, VW-Bulli, oder einer 50-Kubikzentimeter-Vespa um die Welt fuhren und jede Menge Spaß dabei hatten … ohne große Kosten bei der Anschaffung bzw. Revisionen unterwegs zu haben. Für meinen Land Rover Bj. 75, zum Beispiel, da habe ich 700 Pfund bezahlt (und weitere 500 Euro Materialkosten für den Ausbau zum Camper). Klar … ich hatte viele Reparaturen mit „Matilda“ in acht Jahren. Doch wenn man die normalen Verschleißerscheinungen (und Reifenwechsel) von der Gesamtrechnung abzieht, dann habe ich für Fahrzeug + Ausbau + sämtliche Reise-Revisionen/Reparaturen/Ersatzteile weniger als 4.000 Euro bezahlt. Land Rover sind natürlich nicht mit einem Bremach/Daily zu vergleichen; wie Ozymandias schon sagte: anders als bei Land Rover wird die Ersatzteilversorgung immer dünner, und Teile sind mitunter teuer.

@Sepp … T-Rex smile Immer noch mein Traum 4x4!!!

Nun muss ich aber gehen … Viele Grüße und bis demnächst, hoffentlich aus Australien!
Christopher

#656769 - 08/11/2017 22:55 Re: Vorstellung und Frage … neue Weltreise [Re: Christopher Many]  
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PeterM Offline
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PeterM  Offline
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Sicher beziehe ich mich auf den kleinen LkW mit Koffer oder ausgebautem Kasten - davor reden wir doch hier? Mit Bestelleidenschaft wie beim Landy geht's auch um 10-15k (schlicht deshalb, weil die abgabewilligen Expeditionsfahrzeug-Besitzer sich die Frage auch schon gestellt hatten). Mit einem G unter 7k oder 8k brauchst Du auch nicht zu planen beginnen..

Grüsse
Peter

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