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#674134 - 18/03/2019 19:00 Re: Markus' 35-10 bzw. 40-10 Feuerwehr [Re: Ozymandias]  
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Moin,

Dächer müssen seit den 80ern in Deutschland an 4 Stellen eine mechanische, kraftschlüssige Verbindung haben - nur Kleben reicht nicht!
Es sind damals einige Hochdächer weggeflogen und das war der Anlass eine TÜV-Verordnung dahingehend zu erlassen.
Ob diese Richtlinie - deren genauen Wortlaut ich nicht kenne - noch besteht erfährt man ganz sicher von der eigenen Versicherung, die einen eventuellen, lebenslangen Pflegefall aus dem hinterherfahrenden Motorradfahrer zu übernehmen hat.

ymtc
Benedikt

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#674136 - 18/03/2019 20:29 Re: Markus' 35-10 bzw. 40-10 Feuerwehr [Re: Benedikt1]  
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Ozzymandias, welchen Kleber würdest du dann nehmen, um das Aluminium an der Karosse (Winkel) dicht zu bekommen?

Benedikt, das würde mich stark wundern. Mein TÜV Prüfer hat mir das so nicht erläutert. Ich muss nur genausoviele Spriegel einschweißen/schrauben wie auch werksseitig beim Hochdach verbaut wurden und das GFK selbst wird meines Wissens immer nur geklebt. Es war auch beim Spenderfahrzeug nur geklebt.

#674137 - 18/03/2019 20:54 Re: Markus' 35-10 bzw. 40-10 Feuerwehr [Re: Markus E]  
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Hallo Markus,

möglicherweise gilt das Geschriebene für die nachträglich aufgebauten GFK-Dächer von Westfalia, Reimo, SCA, etc. da diese keine - mit der umlaufenden Dachkante - verschweißten Spriegel haben.
Diese Dächer bestehen aus Außen- und perfekter Innenschale und wie will man dann noch was schweißen ohne die Oberflächen zu ruinieren.

Die Werksdächer vom Transit, Sprinter, LT, etc waren alle mit Spriegel an denen auch das Dach geklebt wurde. Möglich hat das der TÜV im Rahmen der Betriebserlaubnis für gut befunden.

Bei der ganzen Kleberei besteht immer die Gefahr des unbemerkten "Unterrostens" und dann fliegen die.


Ach, und Tipp am Rande, bei Deinem Umbau würde ich mir die Spriegel schenken! Zum Metallbauer, zwei 4m lange 2mm U-Profile kanten lassen und die oben rechts links innen an der Dachkante verschweißen.
Dann geht das Isolieren viel einfacher und hast keine Kältebrücken oben. Leg noch nen Weidezaundraht oben rum mit unter die Isolierung um die Faraday´s zu fangen.

Die Daily-Hütte ist nicht selbsttragend, wie die ganzen andern 2,5to Dosen (mit eingebautem Rost) und es besteht in keinem Fall Gefahr das die Hütte auf die Länge "bauchig" wird.

Dann würde ich wohl wieder ein paar Blechlaschen an das GFK-Dach nieten oder verschrauben (Spenglerschrauben).

Gruß
Benedikt

Zuletzt bearbeitet von Benedikt1; 18/03/2019 21:20.
#674138 - 18/03/2019 21:05 Re: Markus' 35-10 bzw. 40-10 Feuerwehr [Re: Markus E]  
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Original geschrieben von Markus E
Ozymandias, welchen Kleber würdest du dann nehmen, um das Aluminium an der Karosse (Winkel) dicht zu bekommen?




Sali Markus, die üblichen Verdächtigen zb. Bostik Simson ISR 70-05 AP.
Das Nachfolgeprodukt des bewährten Geto MSP 155e


Erfahrung ist nur der Name den wir unseren Irrtümern geben
#674139 - 18/03/2019 21:49 Re: Markus' 35-10 bzw. 40-10 Feuerwehr [Re: Markus E]  
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Original geschrieben von Markus E
...

Außerdem stehe ich gerade vorm Wechsel aller Öle. Ich habe schon viel gelesen und so bleibt nur die Frage nach passendem Öl für die Achsen...
Ich weiß, es muss GL5 sein. Original wurde mir Tutela W90 oder W140 befüllt. Was heißt das aber für mögliche Öle von z.b. Liqui Moly? Wären folgende alle möglich (da GL5) oder darf es ein bestimmtes nicht sein?

Vollsynthetisches Getriebeöl (GL5) LS SAE 75W-140
Hypoid-Getriebeöl (GL5) SAE 80W-90
Hypoid-Getriebeöl (GL5) SAE 85W-140

Letztlich sind da schon ordentliche Preisdifferenzen... Welches nehmt ihr für die Achsen (Diff und Radnaben)?

..



Das Tutela W140 entspricht einem 85W-140
Unmengen braucht man ja nicht davon.


Gruß Juergen

---------------------------------
Die unheimliche Macht der Berater - die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt
#674143 - 19/03/2019 08:00 Re: Markus' 35-10 bzw. 40-10 Feuerwehr [Re: juergenr]  
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Original geschrieben von juergenr
Original geschrieben von Markus E
...

Außerdem stehe ich gerade vorm Wechsel aller Öle. Ich habe schon viel gelesen und so bleibt nur die Frage nach passendem Öl für die Achsen...
Ich weiß, es muss GL5 sein. Original wurde mir Tutela W90 oder W140 befüllt. Was heißt das aber für mögliche Öle von z.b. Liqui Moly? Wären folgende alle möglich (da GL5) oder darf es ein bestimmtes nicht sein?

Vollsynthetisches Getriebeöl (GL5) LS SAE 75W-140
Hypoid-Getriebeöl (GL5) SAE 80W-90
Hypoid-Getriebeöl (GL5) SAE 85W-140

Letztlich sind da schon ordentliche Preisdifferenzen... Welches nehmt ihr für die Achsen (Diff und Radnaben)?

..



Das Tutela W140 entspricht einem 85W-140
Unmengen braucht man ja nicht davon.


Wenn es günstiger sein soll: https://www.ravenol-shop.de/FinSearchAPI/search?sSearch=SAE+85W-140

#675550 - 14/05/2019 14:54 Re: Markus' 35-10 bzw. 40-10 Feuerwehr [Re: ida]  
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Mal wieder ein Update von mir:

Das Dach ist gekürzt, wieder zusammenlaminiert und auch die Lücke hinten von den hohen Hecktüren haben wir mit GFK geschlossen.
Ich muss sagen, das hat super geklappt und dank meiner Helfer waren wir nach 3 Tagen fertig.

Aber eins nach dem anderen...
Ich will euch das Vorgehen nicht vorenthalten. Für den ein oder anderen könnte das hilfreich sein.

Als erstes haben wir das zu lange Dach in zwei Teile zerlegt (Flex oder Fein) und die beiden Teile dann überlappend auf das Fahrzeug gelegt. So ließ sich gut anzeichnen, wo final geschnitten werden musste und die beiden finalen Schnittkanten sind dadurch identisch.
Das klingt jetzt recht schnell gemacht. In Wirklichkeit hab ich lieber 5 oder 10 mal gemessen und das Positionieren des Dachs in der Regenrinne sollte auch keine Sorgfalt vermissen lassen.

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Als nächstes haben wir die beiden Teile an den Schnittkanten beidseitig angeschliffen, um sie zur Verbindungskante hin zu verjüngen, sodass später beim Laminieren das Dach an der Stelle nicht doppelt so dick und vor allem stabil wird.
Ob es eine gute Idee war oder nicht kann ich schlecht beurteilen. Wir haben uns aber dazu entschlossen im montierten Zustand (also auf dem Fahrzeug) zu laminieren.
Dafür haben wir die Teile mit kleinen Hölzern in der Regenrinne fixiert und uns verschieden breite Stücke von Glasfasergewebe zurechtgeschnitten. Zuerst werden die schmäleren Stücke und dann immer breitere aufgebracht. Glasfaser, Harz, Glasfaser, Harz, etc... Nachdem wir von links nach rechts damit außen fertig waren, ließen wir das ganze über Nacht aushärten. Um ehrlich zu sein hab ich der ganzen Sache dabei noch nicht wirklich viel Stabilität zugetraut. Am nächsten Tag war das anders. Wir konnten das Dach problemlos anheben und Hölzer als Abstandhalter zwischen Fahrzug und Dach legen. Dann folgte die gleiche Prozedur von der Innenseite...

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Nach einer weiteren Nacht machten wir uns an die Lücke an der Rückwand. Es bietet sich sehr an, das anfangs herausgeschnittene Teil gleich zu benutzen um das Loch zu schließen. Dabei ist ein möglichst genaues Zurechtschneiden sehr sinnvoll, um möglichst kleine Spaltmaße zwischen Dach und eingefügtem Teil zu haben. Schwierig wird's dann aber nochmal, das in Position zu fixieren, bevor's wieder ans Laminieren geht. Die perfekte Variante hab ich dazu noch nicht gefunden. Hat aber trotzdem geklappt. An der Stelle wäre es rückblickend aber wohl sinnvoll gewesen das Dach herunterzuheben und umzudrehen und das Loch am Boden zu schließen. Wir haben auch das auf dem Fahrzeug gemacht und zwischenzeitlich wieder Hölzer zwischengelegt. Nach diversen Runden von Gewebe, Harz, Gewebe, Harz war es dann vollbracht. Fast zumindest...

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Es folgten lange Stunden des Schleifens. (Es staubt gewaltig!) Innen nur wenig, um abstehende Glasfaserfäden loszuwerden. Außen sehr viel, um eine glatte Oberfläche hinzubekommen. Nebenbei: Bitte tragt Handschuhe. Zum einen beim Laminieren Latexhandschuhe, da das Harz auf der Haut nicht unbedingt angenehm ist . Zum anderen dickere Handschuhe beim Schleifen. Die Spreißel, die man sich bei Berührung der ungeschliffenen Oberfläche unter die Haut zieht, wünsche ich nämlich nicht einmal meinem ärgsten Feind.

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Als vorletzter Arbeitsschritt folgte bei uns Spachteln. Je sauberer und genauer man davor gearbeitet/geschliffen hat, umso weniger Spachteln ist nötig. Evtl ja auch gar nicht?!? Nachdem die Spachtelmasse getrocknet war, nochmal schleifen. Dann der letzte Akt: ein Anstrich mit Celko (hoffe das schreibt man so?!?). Daraus ist auch werksseitig die weiße Oberfläche/ oberste Schicht des Dachs.

Es war eine tolle Erfahrung. Vielen Dank nochmal an Turi und seinen Helfer. Ohne euch beide wäre das bei weitem anders abgelaufen. Insgesamt wird GFK aber wohl nicht mein Lieblingswerkstoff. Die Verhältnisse beim Anrühren des Harz sind je nach Sonnenschein/Luftfeuchtigkeit sehr schwer einzuschätzen, sodass die ein oder andere Schale mit Harz bzw, das getränkte Vlies hart wurde, bevor wir es ganz auf dem Dach hatten.... Da bleibe ich doch eher bei Holz.

Angeklebt habe ich das Dach noch nicht. Ein Problem stellt sich nämlich im Augenblick noch: Würde ich das Dach in der Regenrinne ankleben, käme es vorne über der Scheibe zum Kontakt zwischen Scheibengummi und Kleber. Das würde aber ein Wechseln der Scheibe für immer unmöglich machen. Das würde ich dann doch gerne verhindern. Vorschläge?
Könntet ihr bitte Bilder vom Originalhochdach vorne zeigen. Ich glaube nämlich in Erinnerung zu haben, dass der Scheibengummi da außen auf dem Dach aufliegt. oder täusch ich mich?

#675553 - 14/05/2019 17:21 Re: Markus' 35-10 bzw. 40-10 Feuerwehr [Re: Markus E]  
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Schöne Arbeit! daumenhoch

Vorschlag wegen Frontscheibe:

Scheibe Raus, den Anschluss an den oberen Querholm bis knapp unter die Auflage des Scheibengummis sauber anlaminieren, Scheibe wieder rein.
(Ich würde zusätzlich zum Gummi im oberen Bereich danach noch etwas dauerelstische Dichtmasse einbringen, damit sicher nichts drunterläuft)

[Linked Image]





Grüße
Adrian


Zuletzt bearbeitet von Pesca; 14/05/2019 17:54.


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