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#672643 - 06/02/2019 08:51 Re: LiFePo laden bei Kälte [Re: Pinkpanther]  
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Südbayern
Die Verschlechterung des Wirkungsgrades bei Kälte ist kein digitaler sondern ein analoger Vorgang. Will sagen, es fängt wohl schon bei 10 Grad plus an und wird immer ausgeprägter, je niedriger die Temperaturen werden.

Das gilt für die Winstonbatterieen mit dem Yttrium auch, nur etwas weniger stark. Wenn es stimmt, was die Firma behauptet !! Wir sind von der Industrie seit bestimmt 50 Jahren immer wieder mit umsatzfördernden aber absolut falschen Behauptungen getäuscht worden. Der krasseste historische Fall ist die Nikotinlüge, derzeit aktuell ist die Zuckerlüge, vielleicht reden wir in 10-20 Jahren von der Yttriumlüge. Dann hat aber Winston seinen riesigen Umsatz schon gemacht.

Nach heutigem Wissens- oder Glaubensstand kann man das Kälteproblem mit zwei Maßnahmen verbessern: Die Yttriumzellen von Winston und geringe Ladeströme im Vergleich zur Batteriekapazität. Bei Letzterem hilft ein temperaturgesteuerter und lithiumangepasster Ladebooster, der bei niedrigen Temperaturen den Ladestrom deutlich reduziert. Meines Wissens machen die das ab 10 Grad plus.

Der Entladestrom ist offenbar weniger kritisch, kann aber auch besser beherrscht werden. Ich darf bei Kälte den Luftkompressor mit seinen 65 Ampere einfach nicht einschalten. Und der Startvorgang ist ja nicht davon betroffen, den macht die Starterbatterie aus Blei.

Mehr als Spielerei habe ich eine 70 Watt Batterieheizung eingebaut, die aber bislang nur bei laufendem Motor arbeitet. Es dauert damit ziemlich lange, bis man an der Temperaturmessung im Batteriekasten ein Grad Erhöhung messen kann. Demnächst will ich diese Heizung so schalten, dass sie auch dann aktiv wird, wenn Landstrom und damit das Netzladegerät angeschaltet ist. Dann könnte ich vor Abreise einen ganzen Tag vorheizen. Was das an Temperaturanstieg bringt weiß ich heute noch nicht.

Schöne Grüße aus der Kälte

Sepp

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#672646 - 06/02/2019 09:08 Re: LiFePo laden bei Kälte [Re: Dbrick]  
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>>>Erich: Gibts, zumindest beim Victron BMV 700 und sollte für LiFePo auf 1,05 eingestellt werden, für Blei 1,25. Der BMV ist nämlich für Blei und Li geeignet, nach separater Einstellung, natürlich.

Weil: jetzt habe ich nämlich das Handbuch!

grin Wolfgang

Zuletzt bearbeitet von W&E; 06/02/2019 09:10.

I = W + E = Co: Ich bin W(olfgang) und E(va) ist meine Copilotin.
So einfach kann die Entschlüsselung von Firmennamen sein!


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#672647 - 06/02/2019 09:49 Re: LiFePo laden bei Kälte [Re: W&E]  
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Ah, das habe ich mir auch gedacht: wenn man schon eine solche Funktion für Bleibatterien eingebaut hat, wird sie auch für die Lifepo4 angewandt.
Der Faktor 1,05 steht auch bei Wikipedia für Li-Ionen akku.
Bei Blei macht der Faktor 25% aus, hier nur noch 5% was dann zusammen mit den Toleranzen beim Messen eine eigentlich vernachlässigbare Funktion ergibt.
Aber das wieder zu entfernen und zu erklären wäre aufwendiger. Ich hatte beruflich öfter mit solchen quantitativen Entscheidungen zu tun und daher mein Interesse daran.
Gruß
Erich

@: Sepp Könntest du die Batterien im Aufbau platzieren gäbs das Problem ja nicht. Die großen Akku sind ja schwer und haben daher auch eine große Wärmekapazität - schlecht fürs Aufheizen.
Ich bin ja weiter am Experimentieren mit der Startbatterie: die Winston können eben keinen Kaltstart aber meine selbstgestrickte 5kg 20Ah Litium-Titanat funktioniert schon fast zufriedenstellend.
Wenn ich da noch etwa weiter bin, werde ich berichten.

Gruß
Erich

#672652 - 06/02/2019 13:08 Re: LiFePo laden bei Kälte [Re: Dbrick]  
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Mein Aufbau ist den ganzen Winter über auf ca.10° Temperiert.
Habe eine kleinen 400W Ölradiator drin stehen der das kostengünstig erledigt.
Ist auch besser für den Aufbau, ein ungeheiztes Haus nimmt ja auch Schaden auf längere Sicht.


Erfahrung ist nur der Name den wir unseren Irrtümern geben
#672665 - 06/02/2019 16:40 Re: LiFePo laden bei Kälte [Re: Ozymandias]  
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So mache ich das auch. Kostet bei mir ca. 300 Euro Stromkosten über den Winter. Allerdings auf mehr als 10 Grad eingestellt. Aber eine beheizte Garage, die mir leider fehlt, würde noch mehr Energiekosten verbrauchen.

Aber meine Batterieen habe ich außen, also unter dem Fahrgestell. Da nützt die Innenheizung nichts.

Sepp

Zuletzt bearbeitet von SeppR; 06/02/2019 16:41.
#672688 - 07/02/2019 10:32 Re: LiFePo laden bei Kälte [Re: SeppR]  
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Nur zur Info. Wer seine Lithiumbatterie im Aufbau verbaut hat wird diese Info nicht brauchen.

Ich habe meine 70 Watt Batterieheizung, bestehend aus 2 Heizfolien für Spiegelheizung unter die Batterie geklebt, letzte Nacht über laufen lassen: Schon nach etwa 5-6 Stunden war ein Gleichgewicht vorhanden: Aussen 5 Grad minus, innen 10 Grad plus. Die Heizung schafft also mindestens 15 Grad Temperaturdifferenz. Vielleicht sogar etwas mehr, aber bei 10 Grad Batterietemperatur schaltet das Thermostat die Heizung ab.

Fazit: So funktioniert das gut. Wenn ich allerdings frei stehe ohne Landanschluss würde diese Heizung stündlich knapp 6 AH Batteriekapazität fressen. Da müsste man dann aufpassen, dass man das Abschalten nicht vergißt.

Sepp

#672727 - 07/02/2019 23:37 Re: LiFePo laden bei Kälte [Re: Ozymandias]  
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Hallo Ozy

Was hast Du Dir denn da für eine Energieschleuder gebaut maul ? Wertvollen elektrischen Strom soll man nicht einfach verheizen! Das war schon immer so, aber heute ist das völlig unzeitgemäss. Zudem halte ich es auch für überflüssig, wenn nicht sogar für kontraproduktiv. Alle chemischen Reaktionen laufen bei höherer Temperatur schneller und vollständiger ab. Die Faustregel sagt Verdoppelung je 20°C. Das gilt auch für chemische Alterungsprozesse. Du beschleunigst also die innere Alterung Deines Aufbaus, wenn Du Deinen Aufbau im Winter auf konstant 10°C hältst.

Und der Verglech mit dem Haus hinkt leider auch, und zwar gleich doppelt. Einem klassischen Haus aus Stein, Backstein, Beton, Zement, Kalk, etc. setzt nicht die Kälte zu, sondern die Feuchtigkeit und die Pilze und Bakterien. Den Kunststoffen Deines Aufbaus setzen vor allem UV-Strahlung sowie Wasser und Eis in den Ritzen zu. Der wichtigste Schutz für unsere Fahrzeuge ist vor direkter Sonne und Regen.

Natürlich kann sich auch in unseren Aufbauten Schimmel bilden. Gegen den hilft aber zuerst einmal einfach frische Luft. Und dann reicht es völlig aus, wenn man den Aufbau alle paar Wochen mal mit der Standheizung aufwärmt und mit der warmen Luft allfällige Feuchte austrocknet. Das mag gleichzeitig auch die Standheizung.

Schimmel in Wohnhäusern bildet sich aus zwei Gründen: schlechte Durchlüftung und schlechte Isolation. Letztere bewirkt, dass sich an Wänden Kondenswasser bildet, das der Schimmel so liebt. Der Schimmel würde bei höheren Temperaturen sogar noch besser wachsen (siehe oben, denn auch Biochemie ist nur Chemie) … aber dann bildet sich eben auch kein Kondenswasser mehr und er stirbt ab..Und die hohe Luftfeuchtigkeit, die kondensiert, stammt zumindest in Wohnhäusern von ihren Bewohnern. Aber bei Dir ist der Aufbau ja in der kalten Jahreszeit nicht bewohnt. Ergo kaum Kondenswasser. Also: für permanente, leichte Belüftung sorgen und gelegentlich die Standheizung für 15 Min. laufen lassen ist mindestens so wirkungsvoll und spart jede Menge wertvollen Strom.

Sorry fürs „Besser-Wissen“, aber ich kann einfach nicht zuschauen, wie nutzlos Energie verschwendet wird.

Lieben Gruss
--
oliver

#672790 - 09/02/2019 19:05 Re: LiFePo laden bei Kälte [Re: Dámedos]  
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#672791 - 09/02/2019 19:08 Re: LiFePo laden bei Kälte [Re: Dbrick]  
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I have a lot of experience with Winston LFP cells. Below 0*C they are quite bad because the voltage under load drops significantly.

In general, charging a Lithium battery that is at a temperature <0*C will lead to degradation. It is best to use a small current until the cells have heated themselves enough.

#672792 - 09/02/2019 19:14 Re: LiFePo laden bei Kälte [Re: kldc]  
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wieso schreibst du englisch kratz


Gruß Juergen

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