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#674879 - 17/04/2019 12:45 Neue Studie zu E-Fahrzeugen  
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Ohne Worte.
https://www.heise.de/autos/artikel/Ifo-Institut-E-Autos-erhoehen-CO2-Ausstoss-4401639.html
Nicht, dass wir schon oft darüber diskutiert haben und man die im Artikel teils beantworteten drängenden Fragen immer und immer wieder gestellt hat.
Keine Frage: Weiter einfach CO2-raushauen ist doof und unnötig. Aber wenn das die Alternative ist...?

Zuletzt bearbeitet von fmt58744; 17/04/2019 12:46.

Grüße
fmt58744



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#674881 - 17/04/2019 13:12 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: fmt58744]  
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Dreieich
Stimme in soweit zu, dass E für mich in keinem Fall eine Alternative ist - höchstens ein Zwang.
So rein privat sehe ich sowieso für die ganze Sache überhaupt keine Notwendigkeit... Mag ja jeder anders sehen.
Ich denke wir leben alle auf einem sehr hohen Niveau... und geht gegen unendlich sauber gibt es eben in der Realität
nicht. Mehr Angst macht mir der E Smog hihihi


Gruß Christopher

463.320
#674888 - 17/04/2019 19:17 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: GW350]  
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Könnte mir vorstellen, dass für viele kurze Pendlerwege auch die unkritischen Bleiakkus reichen würden. Schließlich sind in der Industrie E - Stapler und - Karren auch in anspruchsvollen 8h - Schichten im Einsatz. Viele Pendlerwege sind jedoch kurzzeitige Kurzstrecken ohne großes Gepäck. Seltenst werden mehr als 3 - 4 Plätze besetzt. Dann gäbe es eben reine Kurzstrecken - Autos. Mit einigen Klein(st) - PKW fährt bisher auch niemand 500km am Tag, also reine Zweitfahrzeuge.
Es erinnert mich an Tol - Collet, Hightec - Irrsinn statt Aufkleber in der Scheibe. Und was ist unter dem Strich sinnvoller ?
Christoph

#674913 - 18/04/2019 18:49 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: Himank4744]  
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Der Artikel hinkt natürlich ganz schön. Es wird für die E-Autos der CO2 Verbrauch für die Herstellung der Batterien berechnet, für die Diesel der CO2 Verbrauch bei der Herstellung der Motoren nicht. Das ist mir alles zu populärwissenschaftlich.

Dass bei Methan als Brennstoff der CO2 Ausstoß geringer sein als bei Diesel? Wegen dem C/H-Verhältnis? naja...marginal.

Meine liebste Variante wäre (jeder hat da ein eigenes Nutzungsmodell):
Man erzeugt seinen eigenen Strom auf dem Hausdach selbst. Dieser fließt nicht in irgendein Netz, sondern man erzeugt durch Elektrolyse aus Wasser den eigenen Wasserstoff in der Garage. Sicherheitstechnisch heute null Problem. Wirkungsgrad ist schlecht, das ist aber scheißegal, weil man die Zeit auf seiner Seite hat.
Den Wasserstoff tankt man dann einfach aus dem Drucktank in das Auto mit Brennstoffzelle. Sicherheitstechnisch heutzutage ebenfalls null Problem. Das eigentliche Problem dabei ist: Das will keiner, weil niemand dabei Geld verdient und der Staat schon dreimal nicht.
Das wäre für mich aber am sinnvollsten und ich würde es sofort kaufen.

Die allerliebste Variante wäre mir: Ausbau der Radwege, damit man ohne sein Leben ständig zu riskieren mit dem Rad sicher zur Arbeit kommt.
Für alle die einen kurzen Arbeitsweg haben eh die erste Wahl.

Der G ist ja nur Spaß :-)


Was klappert ist dran!
#674917 - 18/04/2019 20:08 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: magnum]  
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Alles richtig. Und wie kommt mein Werkzeug und das Material auf die Baustelle ?
Von wegen nur Spass, der G......
Witzknubbel !
Soll ich mir jetzt einen Wasserstoff Ford Transit kaufen ?
Der Gedanke macht mich schon krank....
Fahrrad ging auch, wenn wir zu elft fahren würden.......

Zuletzt bearbeitet von Datburki; 18/04/2019 20:26.

G-rüsse - Burkhard .
46023917065572 mit M102.987 Bj.89 (verkauft) & 4633411X1753593 mit OM642DE30LA Bj.08
Ein Auto ohne Stern ist ein Krüppel.

#674925 - 19/04/2019 06:53 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: magnum]  
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Original geschrieben von magnum
Der Artikel hinkt natürlich ganz schön. Es wird für die E-Autos der CO2 Verbrauch für die Herstellung der Batterien berechnet, für die Diesel der CO2 Verbrauch bei der Herstellung der Motoren nicht. Das ist mir alles zu populärwissenschaftlich.


Der Artikel geht auch darauf ein. Einfach mal selber lesen...

http://www.cesifo-group.de/de/ifoHo...19/Q2/pm_20190417_sd08-Elektroautos.html

Unter "Download" gibt es dann den gesamten Artikel...

Zuletzt bearbeitet von fmt58744; 19/04/2019 06:54.

Grüße
fmt58744



#674926 - 19/04/2019 10:03 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: magnum]  
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Hallo,

Original geschrieben von magnum

Den Wasserstoff tankt man dann einfach aus dem Drucktank in das Auto mit Brennstoffzelle. Sicherheitstechnisch heutzutage ebenfalls null Problem.


Ich verdichte also Wasserstoff in der heimischen Garage auf 700 bar und fülle das dann ins eigene Auto ohne Probleme? Irgendwie kann ich mir sowas gerade gar nicht vorstellen, von den Kosten ganz zu schweigen. Bietet sowas wirklich jemand an?

Grüße

Andreas

Zuletzt bearbeitet von AndreasHannover; 19/04/2019 10:04.
#674934 - 19/04/2019 19:22 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Alle sagten das geht nicht
Dann kam einer, der wußte das nicht
Und hat's einfach gemacht.

Die Koreaner und Japaner machen es uns doch vor...


Was klappert ist dran!
#674940 - 19/04/2019 21:59 Elektro G [Re: fmt58744]  
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Zum Thema Gibt es noch?

http://www.kreiselelectric.com/en/projects/electric-g-class/

P.s. ich denke ein Hybrid G ist schon in Vorbereitung wink


G-amboree VOL. 5. Mercedes G & PUCH G Treffen. 11-14. Juli 2019
www.GAMBOREE.INFO




#675719 - 23/05/2019 09:36 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: magnum]  
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Original geschrieben von magnum
[...]

Meine liebste Variante wäre (jeder hat da ein eigenes Nutzungsmodell):
Man erzeugt seinen eigenen Strom auf dem Hausdach selbst. Dieser fließt nicht in irgendein Netz, sondern man erzeugt durch Elektrolyse aus Wasser den eigenen Wasserstoff in der Garage. Sicherheitstechnisch heute null Problem. Wirkungsgrad ist schlecht, das ist aber scheißegal, weil man die Zeit auf seiner Seite hat.
Den Wasserstoff tankt man dann einfach aus dem Drucktank in das Auto mit Brennstoffzelle. Sicherheitstechnisch heutzutage ebenfalls null Problem. Das eigentliche Problem dabei ist: Das will keiner, weil niemand dabei Geld verdient und der Staat schon dreimal nicht.
Das wäre für mich aber am sinnvollsten und ich würde es sofort kaufen.
[...]

Der G ist ja nur Spaß :-)


reicht der von der pv- anlage erzeugte strom denn aus, um den bedarf an energie für die elktrolyse zu decken? bzw. wie groß müsste die pv- anlage sein, um so viel energie zu erzeugen, dass man je tag mindestens 100km fahren kann? bin da kein experte auf dem gebiet...

wir haben eine 15 jahre alte pv- anlage auf dem dach. soweit ich mal gelesen habe sollten die pv- anlage von zeit zu zeit gereinigt/ gewartet werden. bisher wurde das noch nie gemacht. auch durch die bereits vergangenen 15 jahre einsatz wage ich zu bezweifeln dass die pv- anlage (auch gereinigt) noch genau so viel energie produziert, wie zu beginn...


auch mal etwas weiter gedacht:
nicht jeder hat ein eigenheim mit platz auf dem dacht & das nötige kleingeld für solche anlagen...
wenn ich an die städte mit ihren hochäusern und 70qm- wohnungen denke...mehrparteienhäuser....jede partei hat mindesten ein auto....so groß ist das dach (und die fassade) auch nicht, dass jeder jeden tag seinen dicken hintern in die karre schwingen kann und seine brötchen beim 20mm entfernten bäcker holen kann, auch wenn alle nur noch wasserstoff tanken.
es sei denn die verbrennung von wasserstoff ist so effizient. aber dabei wird doch auch nur ein e- motor angetrieben, oder?

grüße
mathias


"Der gute Geländefahrer fährt langsam durch unbekanntes Gelände. Unerwartete Hindernisse lassen sich leichter erkennen und bewältigen. Durch falsches Fahrverhalten entstandene Schäden können einen langen Fussmarsch zur Folge haben."
#675729 - 23/05/2019 18:35 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: ghostbuster]  
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Eine PV Anlage liefert genügend Strom um eine Elektrolyse zu ermöglichen. Es dauert halt.
Ich rede ja nur von mir. Ein anderer mag ein anderes Nutzungskonzept bevorzugen.

Die ersten vollwertigen Brennstoffzellenautos wird es in ca. 6-8 Jahren von deutschen Herstellern geben.
Wer jetzt schon eines haben möchte kann unter derzeit drei Modellen wählen.Hunday, Toyota und Honda.
Ein Audi h-tron ist schon angekündigt und eine GLC auch.

Gruß
Alex


Was klappert ist dran!
#675741 - 24/05/2019 12:43 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Original geschrieben von AndreasHannover
Hallo,
Original geschrieben von magnum

Den Wasserstoff tankt man dann einfach aus dem Drucktank in das Auto mit Brennstoffzelle. Sicherheitstechnisch heutzutage ebenfalls null Problem.


Ich verdichte also Wasserstoff in der heimischen Garage auf 700 bar und fülle das dann ins eigene Auto ohne Probleme? Irgendwie kann ich mir sowas gerade gar nicht vorstellen, von den Kosten ganz zu schweigen. Bietet sowas wirklich jemand an?


Ähm ... nö. Seinen Wasserstoff tankt man an der Tanke wie jetzt auch. Brennstoffzelle ist im übrigen nach meiner bescheidenen Meinung der beste Weg für die eMobilität. Du hast alle Vorteile des Verbrenners (wenn man vom Sound mal absieht), einen sehr guten Wirkungsgrad und am Auto faktisch keine Emissionen durch den Motor mehr. Wasserstoff ist vorhanden in rauen Mengen. Regenerative Energie kann zur Herstellung verwendet werden. Aber eher nicht auf dem Dach in Deutschland. Das geht theoretisch sicher auch, ist aber wahrscheinlich wenig wirtschaftlich. Da gibt es Länder mit viel Wind, viel Sonne und mit viel Wasser. Die können das praktisch zum Nulltarif.

Gruss
Markus


280GE W46021217025824 (kurz offen), BJ83
230G W46021017001336 (kurz offen), BJ79
230G W46021017002951 (kurz offen, Wolfkarosse, steht zum Verkauf), BJ80
300GD W46033317024212 (lang), BJ82
https://w460.me
#675742 - 24/05/2019 14:44 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: mamuehei]  
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Hallo,

im ursprünglichen Beitrag steht das aber so, auf das habe ich mich bezogen. Der Wirkungsgrad bei dem Konzept Brennstoffzelle ist extrem unterirdisch, sowas macht man nur, wenn Kosten keine Rolle spielen, Raumfahrt und so. Stellt man dann noch Wasserstoff durch Elektrolyse her, ist eh Hopfen und Malz verloren.

Deshalb macht man das auch nicht, der in rauhen Mengen vorhandene Wasserstoff wird aus Erdgas gewonnen (Dampfreformierung) unter Freisetzung von der gleichen Menge CO2 als würde man das Zeug gleich verbrennen und nicht noch umständlich wandeln.

Grüße

Andreas

#675749 - 24/05/2019 19:24 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Völlig richtig.
Eben deswegen sollte man ihn ja aus der Elektrolyse von Wasser mit erneuerbarer Energie gewinnen.

Und erneuerbare Energien gibt es noch zu wenig oder wir kaufen sie mit Zertifikaten aus dem Ausland ein. Also selbst machen, auch wenn's aufwändig ist.
Wer sagt das geht nicht, ist kein Visionär. Pessimisten haben noch nie etwas erfunden.


Was klappert ist dran!
#675750 - 24/05/2019 21:16 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: magnum]  
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Moin,

F-Cell wie es ein Hersteller nennt hat sicher Zukunft - jedoch ist hier bis zur Serienreife noch ein weiter Weg.

Tankstellennetz, Energieaufwand zur Erzeugnung von Wasserstoff und viel Dinge mehr. Ich sehe hier eher eine Zukunft - dieser aktuelle Batterietrend - wir werden in einigen Jahren darüber lachen.

#675755 - 25/05/2019 07:41 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: magnum]  
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Hallo,

Original geschrieben von magnum

Eben deswegen sollte man ihn ja aus der Elektrolyse von Wasser mit erneuerbarer Energie gewinnen.


Das geht aber nicht selber in der Garage mit PV Anlage auf dem Dach. So wird der quasi nicht vorhandene Wirkungsgrad Wasserstoff wieder zum Raumfahrtthema machen.

Hat das noch niemand ausgerechnet? Wirkungsgrad Solarzellen - Elektrolyse - Handling - Verdichtung auf 700 bar(!) - Transport - wieder Handling - Brennstoffzelle - Antrieb. Was für eine gigantische Energieverschwendung. Was bleibt da übrig, 2%? Mehr?

Original geschrieben von GSM


Tankstellennetz, [...] wir werden in einigen Jahren darüber lachen.


Ich fange schonmal an. In Deutschland gibt es 60 Wasserstofftankstellen. Nach 9 Tagen ist die Hälfte der flüssigen Wasserstoffs verdampft. Die Veflüssigung benötigt 20% der Ausgangsenergie. Die Tankstellen bräuchten Verdichter mit einer Leistung von 700 bar, wie lange werden die halten? Und wer möchte in deren Nähewohnen oder sich auch nur aufhalten?

Ich fände es toll, wenn es funktionieren würde. Tut es aber nicht. Und schon mal sorry, aber ich bin nur der Überbringer der schlechten Nachricht. Ich hatte beruflich einiges mit Verdichterstationen für Gastransportanlagen zu tun. Der Aufwand ist riesig, Reparaturen kostspielig, Sicherheit das A und O. Und jetzt sollen die Leute mit -40°C kalten und auf 700 bar verdichteten Wasserstoff durch die Gegend fahren? Um Himmmels willen.

Grüße

Andreas

#675756 - 25/05/2019 09:26 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Hallo,

Original geschrieben von AndreasHannover
Hat das noch niemand ausgerechnet? Wirkungsgrad Solarzellen - Elektrolyse - Handling - Verdichtung auf 700 bar(!) - Transport - wieder Handling - Brennstoffzelle - Antrieb. Was für eine gigantische Energieverschwendung. Was bleibt da übrig, 2%? Mehr?
solange in Deutschland z.B. ein nicht gerade kleiner Teil der Windräder still steht, weil der Strom gar nicht abgenommen wird, bzw. es zu teuer ist, ausländische Stromkonzerne zu bezahlen, daß sie unseren zu viel produzierten Öko-Strom abnehmen, wären selbst 2% besser als minus 20%.


Grüße
DaPo


Fußball war doof, Fußball ist doof, Fußball bleibt doof.
#675757 - 25/05/2019 10:10 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Ich speichere diesen Beitrag mal, damit mein Sohn den wieder aufnehmen kann, wenn Serienreife und Massentauglichkeit von alternativen Antriebsformen gegeben sein wird.
Er ist 3....


Viele Grüße aus der schönen Lausitz, Volker


W461.401, GD250,1990
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#675758 - 25/05/2019 10:33 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: DaPo]  
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Hallo,

Original geschrieben von DaPo
solange in Deutschland z.B. ein nicht gerade kleiner Teil der Windräder still steht, weil der Strom gar nicht abgenommen wird


Das Problem sind die noch nicht vorhandenen Stromnetze, wenigstens daran wird ja gearbeitet. Dann klappt es auch mit den Windrädern. Ohne Strom wird es aber auch mit der Elektrolyse nichts, dezentrales Wasserstoff kochen ist etwas fürs Märchenbuch ;o)

Original geschrieben von Wölflein
Ich speichere diesen Beitrag mal, damit mein Sohn den wieder aufnehmen kann, wenn Serienreife und Massentauglichkeit von alternativen Antriebsformen gegeben sein wird.
Er ist 3....


Volkswagen forscht seit dem Ende des letzten Jahrtausends an der Brennstoffzellentechnik, mein ehemaliger Arbeitgeber hat seinerzeit Teile der Ausrüstung dafür geliefert. Mittlerweile haben sie es ja anscheinend endgültig begraben, sie haben sich also... bemüht.

Grüße

Andreas

Zuletzt bearbeitet von AndreasHannover; 25/05/2019 10:34.
#675767 - 25/05/2019 18:21 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Genau so hat man vor 20 Jahren über das LPG-Tankstellennetz gelacht.
Mit 4 KG Wasserstoff fahren schon etliche KFZ herum. Im Kevlartank. Reicht ja auch für 500km.


Was klappert ist dran!
#675769 - 26/05/2019 07:03 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: magnum]  
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Hallo,

nun sind "etliche" schwer zu quantifizieren. 10? 100? 200? Ich gönne es ja allen, und die Tankstellenzahl hat sich von 1999 bis 2014 ja tatsächlich vervierzehnfacht. Von einer zu vierzehn.

Der Markt wird es entscheiden, ich persönlich deke ja, dass der mittlerweile 5 Jahre alte Artikel immer noch aktuell ist. KLICK

Grüße

Andreas

#675775 - 26/05/2019 10:33 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: ghostbuster]  
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Ich hab mir das für mein Haus überlegt. Eine PV Anlage mit ca. 30kwp (ca 125m^2 Dachfläche) und dazu ein Wasserstoff System. Wenn du die Komponenten (Elektrolyseur/Brennstoffzellen/Steuerung/Tanks) einzeln kaufst wird das sehr teuer. Ein fertiges Paket mit bisher bester Preis Leistung was das von Home power solutions. Das kommt für die ersten 50 Kunden auf ca 50k€ netto zzgl PV Anlage und du bist mit dem Haus dann (ich meine) über 90% autark was Strom (und je nach Energieeffizienz des Hauses) auch Heizung angeht. Das hat sich aber bei meinem Haus nicht amortisiert, da wir viel Heizöl (ca 74.000kwh/Jahr) brauchen (bzw. Erst in ca 60-70 Jahren. Das System
Leistet 100% Autarkie bei Strom, 1000kwh Heizungsunterstützung und 2000kwh warm Wasser Unterstützung durch das HPS System)

Den überschüssigen Wasserstoff hätte man dann als Treibstoff für ein Auto gehabt. Das wäre also möglich - es bliebe aber bei dem Modell nicht so arg viel übrig.

Die Effizienz einer PV Anlage beträgt ca 18%. Die Pufferbatterie ca 98%. Der Elektrolyseur hat ca. 75% und die Brennstoffzelle ca. 50%.
Die Angaben sind die offiziellen von Home power solutions.
Also ein (im Haus) Gesamtwirkungsgrad von ca. 33% (ohne PV-Anlahe) und 6% absoluter Wirkungsgrad unter Berücksichtigung der PV Anlage (also 6% der Solaren Energie werden später eingespeist).
Da die Sonne aber „eh da“ ist ist der Wirkungsgrad im Haus entscheidend, nicht der absoluten.

Ich bin aber auch der festen Überzeugung, das Wasserstoff der Energieträger der Zukunft ist. Das Erdgas im aktuellen Gasnetz wird zunehmend mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff versetzt. Die Gasheizungen verbrennen das und die Erdgasbrennstoffzellenheizungen können bis ca 30% Wasserstoff auch sinnvoll arbeiten. Ich leite daraus ab, dass sich das langsam aber stetig in die Richtung entwickelt.

Gruß
Alex


Gruss
Alex

463.241 - G500 Bj 2000.
#675776 - 26/05/2019 11:38 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: fishermans-end]  
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Hallo,

interessant, ich melde dennoch vorsichtig Zweifel an. Wir haben ein etwas kleineres Dach (16 x 8 Meter) mit einer Solaranlage, da kommt man auf etwa 109 m² Solarmodule mit einem Wirkungsgrad von 16,2%. Wechselrichter und Zuleitung nagen zusätzlich am Wirkungsgrad, allerdings beträgt bei uns der KWP (kw peak, ein theoretischer Spitzenwert der so gut wie nie erreicht wird) bei 13,8 kwp. Unter günstigen Umständen erzielen wir damit 12 kw für wenige Minuten. 30 kwp erscheinen mir um mehr als den Faktor 2 zu hoch.

Original geschrieben von fishermans-end

Die Effizienz einer PV Anlage beträgt ca 18%. Die Pufferbatterie ca 98%. Der Elektrolyseur hat ca. 75% und die Brennstoffzelle ca. 50%.

Die Angaben sind die offiziellen von Home power solutions.


Und halten einer Überprüfung stand? Schon die optimistischen 18% der PV Anlage spielen bei der Gesamtbetrachtung keine Rolle. Erst ab hier folgt der Wahnsinn Wasserstoff.

Du brauchst als erstess eine Pufferbatterie... und hier kann die Betrachtung schon beendet werden. Welchen Sinn macht es, aus der im Akku gespeicherten elektrischen Energie mit enormen Aufwand Wasserstoff zu erzeugen, um ihn danach wieder in elektrische Energie zu wandeln? Ein Wechselakku wäre einfacher. Oder Akku zu Akku transfer, aber wir wollen ja gar keine Akkus, weil die Rohstoffe ausgehen. Dann hört die Betrachtung allerdings gleich am Anfang auf.

Egal, machen wir mal aus den 98% der Pufferbatterie realistische 90% (mit im Alter abnehmenden Tendenz). Ist in den 75% des "Elektrolyseur" bereits der Energiebedarf des Verdichters enthalten, der den Wasserstofff dann auf 700 bar komprimiert? Dann wäre das ein Spitzenwert, beinahe so schön wie die 98% der Pufferbatterie.

Ich kürze grob ab. 0,9 x 0.75 x 0.5 = 0,33 Von 3 kwh Solarstrom landet 1 kwh im Auto. Zzgl absurd hohe Kosten und Verschleiss, dass einem die Rechnung um die Ohren fliegt. In der Raumfahrt kein Problem.

Grüße

Andreas

#675784 - 26/05/2019 18:43 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Original geschrieben von AndreasHannover
[...]

Du brauchst als erstess eine Pufferbatterie... und hier kann die Betrachtung schon beendet werden. Welchen Sinn macht es, aus der im Akku gespeicherten elektrischen Energie mit enormen Aufwand Wasserstoff zu erzeugen, um ihn danach wieder in elektrische Energie zu wandeln? Ein Wechselakku wäre einfacher. Oder Akku zu Akku transfer, aber wir wollen ja gar keine Akkus, weil die Rohstoffe ausgehen. Dann hört die Betrachtung allerdings gleich am Anfang auf.

[...]
würde meiner meinung nach sinn machen, wenn die brennstoffzelle so einen verdammt guten wirkungsgrad hat. was ja, laut deinen ausführungen nicht der fall ist (sieht man das komplettpaket, als "selbsterzeuger" von wasserstoff).
wäre schön, wenn das funktioniert, dann hätte die pv- anlage bei uns auf dem dach einen guten sinn und zweck. grin



haben die guten alten blei- säure akkus eigentlich irgendetwas schädliches? glaube es wurde schon angesprochen: in staplern und ameisen laufen die doch auch sehr gut. relativ wartungsarm und die komponenten (blei, säure, destilliertes wasser, etc.) sind doch auch genügend und günstig vorhanden.
vielleicht ist der wirkungsgrad von denen nicht so toll wie von li- ion- akkus...? aber für zuhause, um strom der pv- anlage zwischenspeichern, im schlimmsten fall für 3 wochen (wenn man mal im urlaub ist) ohne große abnahme, wäre das doch eigentlich sinnvoll, oder?
sowas würde mir ja vorschweben, auch wenn kein elektro- fahrzeug im haushalt ist. strom speichern und damit dann die wärmepumpe betreiben...

grüße
mathias


"Der gute Geländefahrer fährt langsam durch unbekanntes Gelände. Unerwartete Hindernisse lassen sich leichter erkennen und bewältigen. Durch falsches Fahrverhalten entstandene Schäden können einen langen Fussmarsch zur Folge haben."
#675790 - 27/05/2019 07:53 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: ghostbuster]  
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Hallo,

solche Fragen treiben mich ja auch um. Bleiakkus haben einen schlechten Wirkungsgrad, aus dem Gedächtnis heraus irgendwas um die 50%. Dafür im Vergleich spottbillig, andererseits darf der Ladestrom nicht zu hoch werden, gerade bei Solar hat man aber häufig grosse Ströme unterzubringen. Das funktioniert überrwiegend... nicht

Um das totzuquatschen: Räume voll mit Bleiakkus sind starker Korrosion ausgesetzt, das stinkt und ätzt, es wird u.U. Knallgas frei und auf einmal fehlt das Dach. Das möchte man nicht.

Bei Elektrolyse hat man nicht nur das Knallgasproblem, sondern die Entsorgung von reinem Sauerstoff. Das Zeug ist in hohen Konzentrationen extrem gefährlich, da entzünden sich Materialien selbständig, von denen man nie angenommen hat, dass sie brennen können. Wenn es dumm kommt, entzündet man sich selber. Das möchte man auch nicht. (Die Zugänge Russischer Bunker wären im V-Fall mit Saurstoff geflutet worden. Kein Gasdetektor wäre angesprungen, aber beim ersten Funken...)

An sonnigen Tagen bringt unsere Anlage um die 80 kwh, um das wegzuspeichern bräuchte man schon einen Tesla. Eigentlich zwei Tesla, die wechseln sich dann ab...

Momentan denke ich drüber nach, die Heizung von Gas auf Elektrisch zu ändern.. Ich habe eine Split Klimaanlage, die mit der Wärmepumpe auch Heizen kann. Aus 1 kw elektrischer Leistung macht die etwas mehr als 3 kw Wärme. Das rechnet sich beinahe, unterstützt natürlich nur in den Übergangszeiten. Dafür kühlt und entfeuchtet sie im Sommer "für umme", ein für uns enormer Komfort. Ab etwa 27°C funktioniere ich nicht mehr einwandfrei. Nebenbei könnte sie auch das Brauchwasser im 300 Liter Speicher erwärmen, den Effekt sollte man aber nicht überschätzen. Nur etwa 10% vom Energieverbrauch der Heizungsanlage wird für die Brauchwassererwärmung aufgewendet.

Immerhin sollte in der saure Gurkenzeit so der komplette Ertrag der Solaranlage als Eigenverbrauch genutzt werden können, wenn es auch nicht viel ist. Es sollte grundsätzlich klar sein, dass die Hälfte des Jahres der Ertrag selbst einer etwas größeren privaten PV Anlage nicht ausreicht, um ein Elektrofahrzeug damit komplett betreiben zu können.

Grüße

Andreas

#675802 - 27/05/2019 15:22 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Hallo Andreas,

du hast recht. Auf mein Dach passt "nur" eine ca. 25KWP Anlage. Ich hab das mit den Handy geschrieben und nicht in die Unterlagen vom PV-Angebot geschaut. Die haben das Dach vermessen und entsprechend geplant. Ich kann den Eintrag aber leider nicht mehr korrigieren. Sorry.

Auf die Frage: Warum PV Energie in einer Batterie speichern und dann in Wasserstoff umwandeln? Eigentlich ganz einfach: Der Akku ist in der Regel ca. 10kwh groß. Beim home Power Solutions System 25kwh(Erklärung folgt). Das kann eine PV Anlage mit 10KWP rechnerisch in einer stunde leisten. Jetzt scheint die Sonne im Sommer aber noch 10 Stunden länger. Was passiert mit der Energie, die die PV in den restlichen Stunden erzeugt, die der Akku schon voll ist? Einspeisen ist ökonomisch nicht mehr reizvoll. Unter dem Gedanken der Dezentralisierung der Energieversorgung wäre es ja dann reizvoll, den Energievorrat des Gebäudes zu vergrössern. Also entweder weitere Akkus oder eben die Umwandlung elektrischer Energie in chemische Energie, die dann in "Tanks" gespeichert und zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt wieder rückgewandelt werden kann in elektrische Energie. Immer mehr Akkus ist aus Rohstoffsicht und globaler Umweltbetrachtung keine Lösung. Bleibt also nur ein chemischer Energiespeicher und der favorisierte ist halt zurzeit Wasserstoff.

Warum dann nicht gleich aus der PV in den Elektrolyseur? Ein Elektrolyseur und eine Brennstoffzelle mögen keine Lastwechsel. Die laufen am liebsten konstant mit ca. 80% Nennleistung. Da sind sie am effizientesten. Die Schwankungen der Leistungen dämpfen dann die Batterien ab.

Gruss
Alex


Gruss
Alex

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#675813 - 27/05/2019 19:03 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: fishermans-end]  
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Hallo,

ich habe jezt oberflächlich über die Webseite und Google geschaut. Die erste Anlage soll also im Januar 2019 ausgeliefert worden sein, der Spass beginnt bei 54 kEuro netto, der Wirkungsgrad liegt bei 40% und im Sommer, für Anhänger der Saunakultur durch Wärmeausnutzung bei bis zu 80%. Das klingt für mich etwas nach "Sparen, koste es was es wolle". Ob die Komponenten wartungsfrei sind (wohl kaum) ist wohl nicht anzunehmen. Das ist ja der große Haken bei der älteren eierlegenden Wollmilchsau, dem Gasmotor, der durch Strom- und Wärmekopplung verkauft wurde. Leider fressen die ständig nötigen Wartungsarbeiten jede Ersparnis komplett auf.

Lass dich nicht verführen. Bei deinem Dach bleiben rund 120 m² aktive Fläche für Solarkollektoren. Die Dinger haben einen Rand und dürfen nicht bis zu den Enden reichen, sonst deckt dir der nächste Herbststurm die ganze Pracht wieder ab. Mit Glück kommst du auf etwa 20 kwp, wenn du möchtest, dass Regenwasser in der Regenrinne landet und nicht drüberweg rauscht eher deutlich weniger.

Ich bin mir sicher, dass die nur dein Bestes wollen. Bei dieser Lösung würde ich aber anderen Leuten den Vorrang lassen. Dan lieber Lösungen die bereits funktionieren wie Eisspeicher, Wärmepumpen etc.

Ich Entschuldige mich, dass das hier endgültig nichts mehr mit E-Fahrzeugen zu tun hat.

Grüße

Andreas

Zuletzt bearbeitet von AndreasHannover; 27/05/2019 19:05.
#675814 - 27/05/2019 19:28 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Hallo Andi,

Da brauchst du dich nicht entschuldigen. Mit E-Autos direkt hat das nichts zu tun, indirekt jedoch mit deren Betrieb. Ich finde die Energieerzeugung gehört maßgeblich zum E-Auto dazu. Mit Kohlestrom geladen ist das Nonsens. Mit regenerativen geladen schon sinnvoll bis immer noch nicht sinnvoll - je nach individuellem Fahrzeug und Nutzungsprofil.

Ich werde in nächster Zeit keine PV installieren. Mich hat der Autarkiegedanke und der Idealismus angetrieben. Nach eingehender Prüfung haben mich die kaufmännischen Erwägungen gestoppt.

Die PV wäre im Zuge einer Aufdachdämmung statt Ziegeln aufgebracht worden und dann wäre nahezu die komplette Dachfläche Energie erzeugend gewesen. Die Zahlen waren schon plausibel. Ich habe über meine Eltern Erfahrungen mit zwei weiteren PV Anlagen.


Gruß
Alex


Gruss
Alex

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#675816 - 27/05/2019 19:49 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Original geschrieben von AndreasHannover
... Erst ab hier folgt der Wahnsinn Wasserstoff. ...

beer


Mit dem Elektromotorrad nach Island - Juni 2018:
http://www.uw4e.de

Und mein G: 463.328
#675831 - 28/05/2019 07:59 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: fishermans-end]  
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Hallo,

Original geschrieben von fishermans-end
Nach eingehender Prüfung haben mich die kaufmännischen Erwägungen gestoppt.


Einen habe ich noch wink

Ein überraschender Nebeneffekt unserer Solaranlage mit den auf Abstand installierten Modulen ist eine willkommene Absenkung der Innenraumtemperatur im Dachgeschoss. Trotz 140 mm Sparrendämmung plus Gipskarton ist man da im Sommer vorher stets weggelaufen. Jetzt lässt es sich dort aushalten, das ist für uns ein grosses Plus an Wohn- bzw Lebensqualität.

Wenn das zukünftig die Klimaanlage füttert ist es mir das schon wert, manche Dinge lassen sich halt einfach nicht in Cent und Euro beziffern.

Grüße

Andreas

#675872 - 29/05/2019 05:00 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: AndreasHannover]  
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Moin,

Das hättest auch mit einer passiven Kollektor-Anlage hinbekommen - da sind die Betriebs/Wartungskosten geringer.

Ich bin kein Freund von PV:

Betriebsrisiko trägt der Hausbesitzer
Gewinner sind die Verkäufer und die Bank
Wechselrichter alle 10J fällig
Effizienz lässt nach, Entsorgung fraglich
Und wehe ich muss an mein Dach um etwas zu reparieren...

Ja, ich kenne Versicherungen für sowas: ich habe hier meine persönlichen Erfahrungen und einige in meinem Umfeld: ich will von dieser „Bande“ niemanden sehen.

#675874 - 29/05/2019 08:12 Re: Neue Studie zu E-Fahrzeugen [Re: GSM]  
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Hallo,

als ich das Haus plante, sah ich alles für eine Solarthermie Anlage vor, also Brauchwassererwärmung durch Vacuumröhren. Also Platz, großer Wasserbehälter mit zweiten Wärmetauscher, Deckenverstärkungen um das Gewicht zu tragen. Als es nach einigen Jahren an die Realisierung ging, habe ich nachgerechnet und den Unsinn sehr schnell wieder fallengelassen.

Sowas ist völlig unwitrschaftlich. Der Energieanteil für die Warmwassererzeugung beträgt nur etwa 10% an der Gesamtrechnung, und davon spart man dann die plakativ beworbenen Fabelprozente. Reine Augenwischerei. Die Stromkosten der zusätzlichen Umwälzpumpe frisst die Ersparniss quasi auf, wird aber nie berücksichtigt.

Um die Hausheizung damit unterstützen zu können braucht man Dachflächen von grossen Scheunen, das kann man mit normalen Häusern vergessen. Nebenbei wird das dann so teuer, das mag niemand bezahlen. Im Sommer wird man die Wärme nicht mehr los und muss die Anlage entleeren.

Das Risiko trägt man immer selber, dafür kassiert man ja auch den Ertrag selber. In der Tat ist so eine Anlage versichert, man kann sich auch etwas Gutes tun und nicht jede Komponente so billig wie möglich einkaufen.

Unsere Anlage ist mittlerweile 9 Jahre alt.

Sie hat sich abbezahlt.
Sie funktioniert wie am ersten Tag.
Es sind keine billigen Dünnschichtmodule, mit denen die Entsorgung Probleme machen könnte.
Die Sonne scheint nicht mehr direkt aufs 30 Jahre alte Dach, der Temperaturstress ist geringer.
Es fallen keine Wartungsarbeiten an.
Ein neuer Wechselrichter wäre bezahlbar und würde nicht das bislang Erwitrschaftete auffressen.

Gut, im Winter schiebe ich manchmal Schnee weg, dass ist aber eher Sport. Erträge ergeben sich da sowieso quasi nicht. Bei den geringen Einspeiseerlösen aktuell wird das mit der Refinanzierung schwieriger, keine Frage. Deshalb ja auch teilweise exozische Projekte wie Wasserstoff. Es muss eine Lösung her, den Kram zu speichern. Sinnvoll zu speichern. Oder halt nur eine kleine Anlage irgendwo hin, so 3 bis 5 kwp, keine Ahnung, ob das wirtschaftlicher ist.

Grüße

Andreas

Zuletzt bearbeitet von AndreasHannover; 29/05/2019 08:14.
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