Hallo,

Outdoorfrühstück, Kühlmittel aufgefüllt ohne anschließend durchnässt zu sein, Telefonat "Kühler ist abholbereit" , Abfahrt.

Es geht zurück nach Stokkseyri, ich nehme mir nur die Zeit eine Runde über den riesigen Parkplatz der "Blauen Lagune" zu
fahren - da steht ein einziges Auto ...

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... der schöne Strand Hafnarskeid von gestern, sieht bei Sonnenschein viel einladender aus.

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Ich steige bei Ingis ein und wir fahren zu DHL bis kurz vor Reykjavik. Es wird eine kurzweilige Fahrt, nach 40 Jahren als
Reiseleiter kann er zu allem und jedem etwas wissenswertes erzählen. Die Sonne scheint. Ich stehe vor seinem Haus auf
grobem Schotter, E-Lüfter raus, Kühlwasserschläuche ab, ATF Schläuche ab, die obere Motorölkühlerverschraubung löst
sich auch, bei der unteren tut sich nix. Gar nix ! Aber, die Sonne scheint. Anderes Ende vom Schlauch gelöst, mit dem
Überwurf am Kühler geht dieser aber nicht am Lenkgetriebe vorbei. Also noch mehr Schrauben an der Front gelöst. Selbst
im ausgebauten Zustand hab ich auf den Schraubenschlüssel einprügeln müssen bis zuletzt. Anschließend den Aluspahn
aus der Überwurfmutter geprökelt bis diese leicht auf den neuen Kühler ging. ATF ist nicht ausgetreten, Motoröl etwas
über ein Liter - konnte aber alles auffangen und zusammen mit den Putzlappen umweltgerecht entsorgen. Einbau in
umgekehrter Reihenfolge. 14:00 bis !8:00 Uhr vom Abstellen bis zum Starten, jetzt noch einen Abschiedskaffee mit
den Ingis und seiner Frau. Läuft ! Um 19:00 starte ich Motor und Scheibenwischer, fahre zum CP und lausche den
Regentropfen ...

Es regnet sinntflutartig, gestern hatte mir Ingis schon davon abgeraten, noch ein Tal mit gefährlichen Furten anzufahren.
Also doch noch Kultur. Thingvellir liegt auch deutlich mehr auf dem Weg zum Flughafen.

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Es regnet wieder wie bei einem heftigen deutschen Gewitterschauer, aber den ganzen Tag und annähernd waagerecht. Ich
steige erst wieder in Kevlavik am Supermarkt aus um die Vorräte in Rosti, für meine Nichte, aufzufüllen. Ich rolle schon zur
Kaffeezeit auf den CP, finde einen nicht überschwemmten Buckel, schmiere nochmal die Kreuzgelenke und inspiziere das
Auto von unten. Käffchen, Koffer packen, Auto umräumen etc. Nach dem Abendessen wird es ruhig, der Regen hat aufgehört
und es scheint die Abendsonne. Ich starte ohne Frühstück, leere das WC, kann mangels Spülwasser aber nicht spülen,fahre
zum Flughafen auf den gebuchten Parkplatz, fülle den Steuerrückerstattungsbogen aus, habe Ärger bei der Gepäckaufgabe,
es ist zu spät für Frühstück, Boarding, gebuchten Sitzplatz bekommen, Bilder gemacht.

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Da inzwischen die Coronaregeln auf Island verschärft wurden, konnte nur meine große Nichte die Reise fortsetzen. Sie
hatte die gesamte Zeit nur Sonnenschein, T-Shirt Wetter bis zum Sonnenbrand und keine technischen Defekte.

Island hat eine atemberaubende Natur, Onroad ist Offroad genug und die Freibäder sind toll !

Aber, für mich auch so viele Dinge, die keine Lust auf eine Wiederholung machen, als da wären :
- Teure und in meinem Fall komplizierte Anreise, auf Island selbst, fand ich es gar nicht mal sooo teuer.
- wir hatte die Tourispots fast für uns allein, in Relation zu der vorhandenen touristischen Infrastruktur graut mir vor einem
Besuch ohne Corona.
- Das Wellblech zehrt nicht nur an meinen Nerven, mein ganzer Körper leidet (ist vielleicht ein technisch lösbares Problem)
- meine Frau hätte, gesundheitsbedingt, spätestens nach einer Woche Regen, gestreikt.
- Scheisswetter, und Jetzt kommt mir nicht mit dem Spruch dazu ...
- Weite Fußmärsche sind nix für mich

Ich bin einfach nicht der Typ Urlauber für Island ... oder für die Wüste.