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Starthilfekabel an Wohnraum-Batterie
#685731 02/08/2020 14:12
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Ex Muellmann
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Hallo Gemeinde der Wissenden,

für den Fall, daß meine Starter-Batt mal schwächeln sollte, würde ich ein 5m langes
Starthilfe-Kabel an die Wohnraum-Batt anlegen ... gibt es dabei was zu beachten ?

Es ist ein Iveco 55S18W mit Iveco Serien- LiMa 14 V / 120 A (1680 W) und
Iveco Serien-Batterie 110Ah/800A.

Die Wohnraum-Batt ist eine Winston LiFeYPO4 mit 300Ah.

Einfache Distanz ist knapp 4m - es werden scheinbar aber nur 5m-Längen bei
den längeren Starthilfe-Kabeln angeboten; 50qmm Querschnitt.

Anklemm-Reihenfolge wie bei Starthilfe unter Fahrzeugen ? Also

1. Beide Pluspole verbinden (Wohnraum-Batt zuerst)

2. Minuspol der Wohnraum-Batt mit einem Massepunkt am
Fahrzeugrahmen (??? das erscheint mir seltsam - es ist ja
ein und dasselbe Fahrzeug; Alu-Sandwich-Aufbau ist mit Masse
Fahrzeugrahmen verbunden)

("Motor des Spenderfahrzeugs starten,
anschließend Pannenfahrzeug starten" - dieser Punkt entfällt, bzw. wird
abgeändert durch)

3. Motor starten

4. nach geglückter Starthilfe einige Verbraucher wie Gebläse oder
Heizung im Fahrerhaus einschalten (alles, was an Starter-Batt hängt)

5. Kabel lösen:
- Minuskabel Fahrzeugrahmen
- Minuskabel Wohnraum-Batt
- Pluskabel Starter-Batt
- Pluskabel Wohnraum-Batt

Zur Abrundung der Info: Wohnraum- und Starterbatt sind über einen Ladebooster
mit einem Plus-Kabel verbunden; Starter-Batt lädt Wohnraum-Batt, wenn LiMa "an";
Wohnraum-Batt lädt Starter-Batt, wenn externe Spannung anliegt, u.a. also auch die
Solar-Module, sofern sie produzieren.

Was sagt Ihr dazu - herzlichen Dank schon mal im voraus


Hans-Joachim


Letzter Versuch, ansonsten: nix wie weg hier
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Re: Starthilfekabel an Wohnraum-Batterie
kookaburra #685732 02/08/2020 14:43
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Hallo Hans-Joachim,

bei meinem Fahrzeug ist das Kabel fest verbaut und kann bei Bedarf mit einem sogenannten "Natoknochen" sprich Batteriehauptschalter zugeschaltet werden.

Im Normalmodus wird über dieses Kabel über ein Trennrelais die Aufbaubatterie (160 Ah Lith.) von der Starterbatterie geladen.
Das funktioniert seit Jahren problemlos und hat mir bei Problemen mit der Starterbatterie geholfen.

Handelsübliche Starthilfekabel würde ich nicht nehmen sondern benötigte Kabelstärke berechnen und passendes Kabel im Fahrzeugzubehör- /Ersatzteilhandel kaufen.

Gruß,
Horst

Zuletzt bearbeitet von HorstPritz; 02/08/2020 14:46.

www.horst-pritz.de
35. Pritz-Globetrottertreffen 2020 leider wegen Coronaauflagen abgesagt
Re: Starthilfekabel an Wohnraum-Batterie
kookaburra #685734 02/08/2020 14:55
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Hallo Hans-Joachim

Mir ist noch nicht klar, wie der Aufbau-Akku mit der Fahrzeugseite verbunden ist. Pluspol Fahrzeug (wo angeklemmt? Direkt an der Starterbatterie?) über Ladebooster an Plus des Aufbau-Akku. Aber die Masse des Aufbau-Akkus? (Am Fahrzeug-Chassis? Am der Aluhaut des Sandwichaufbaus? Am Minuspol der Starterbatterie?) Wie ist der Ladebooster mit der Masse verbunden? — Ein Schaltschema würde diese Zweifel ausräumen.

Annahme: Starterbatterie-Minus und Aufbau-Akku-Minus sind permanent über einen Querschnitt von 35 oder 50 mm2 verbunden. Warum machst Du Dir jetzt die Mühe mit dem Starthilfekabel und setzest nicht einfach permanent einen Batterietrennschalter zwischen die beiden Pluspole, über ein 35 oder 50mm2 Kabel, d.h. quasi parallel zum Ladebooster? Etwa so habe ich das gelöst, wobei ich "nur" einen MOSFET-Ladestromverteiler statt einen Ladebooster verwende, weil ich letzteren für nicht nötig resp. kontraproduktiv halte. Ich habe seit 2014 eine 100-Ah-LiYFePO4 mit Winston-Zellen und starte damit meinen Bremach ohne Weiteres.

Besten Gruss
--
oliver

Re: Starthilfekabel an Wohnraum-Batterie
Dámedos #685735 02/08/2020 16:33
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Danke für Eurem Input, Horst & Oliver - mehr dazu s.u. .

Vorweg: Erich hier aus dem Forum hatte mir schon mal eine Lösung
skizziert. Aber ich scheue noch vor der Umsetzung zurück.
Einerseits mangels tieferem Verständnis / intellektueller
Kapazität. Andererseits, weil eine Entladung der Starter-
Batterie wie oben schon gesagt ziemlich unwahrscheinlich ist.

Ich habe eben erst das Radio im Fahrerhaus von Zündings- auf
Dauer-Plus umgelegt. Wenn ich das also mal leise/auf Mute
habe und vergesse, und ich am Straßenrand außerorts parke mit
eingeschalteter Parkleuchte, und es ist Winter, und die Motor-
heizung ist auf 7:30 für 30 Min programmiert .... dann, und
nur dann, könnte es um 8:00 morgens im Winter, wenn die Sonne
noch nicht scheint .... knapp werden. Daher wollte ich es
also so knapp und pragmatisch wie möglich halten.

Zu Eurem Input, Horst und Oliver:

einen Nato-Knochen hatte ich auch schon in Betracht gezogen.
Nur weiß ich nicht, wie hoch der dann fließende Strom ist, und
was das bewirkt, wenn die Starterbatterie wirklich "leer" ist
und dann plötzlich der 300Ah-Wohnraum-Akku dazu geschaltet
wird ...

Verbindung Aufbau-Starter-Batterie: Der Ladebooster hat ein
Minuskabel 35 oder 50qmm, das zur allgemeinen Minus-Schiene
im Aufbau geht, von dort an den Fahrzeug-Rahmen; die Minus-
Schiene hängt - wer hätte das gedacht - am Minus-Pol der
Aufbau-Batterie.

Ein Booster-Plus hängt an der Aufbau-Plus-Schiene, die durch
einen Hauptschalter trennbar am Plus der Aufbau-Batterie hängt.

Das andere Booster-Pluskabel von 50qmm geht direkt an Starter-
Plus in ca. 3-4m Distanz, 125A Sicherung.

Die Aluhaut des Shelters innen wie außen sowie einige Geräte-
gehäuse hängen an einer Masseschiene, die über 16qmm mit dem
Fahrzeugrahmen (und somit sowohl mit Aufbau- und Starter-Minus/
Masse) verbunden sind.

Ich wollte es halt vermeiden, schon wieder mühsamst ein 50qmm
Kabel durch ein extra zu bohrendes Loch im Shelterboden durch
den Rahmen nach vorne zu fieseln, mit Panzerrohr zu ummanteln,
und in die ohnehin überladen erscheinende "Anklemm-Mimik" der
Starterbatterie zu quetschen ... wie obern gesagt, so einfach
und pragmatisch wie möglich ... da schien mir das Starthilfe-
Kabel das Mittel der Wahl, das ich wohl für mich selbst wohl
nie einsetzen werde

Schöne Grüße


Hans-Joachim

Zuletzt bearbeitet von kookaburra; 02/08/2020 16:37.

Letzter Versuch, ansonsten: nix wie weg hier
Re: Starthilfekabel an Wohnraum-Batterie
kookaburra #685740 03/08/2020 05:08
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Moin Hans-Joachim,

als erste wurde ich die Elektrik so auslegen, das der Starterbatterie erst gar nicht leer werden kann, zb durch eine zusätzliche Batteriewächter.

Zweitens wurde ich prüfen ob deine LiPo Batterie grundsätzlich als Starterbatterie geeignet ist. Meine mal gelesen zu haben, das dies nicht immer der Fall ist, und billig sind die Dinge ja nicht.

Wenn das geht, spare bitte nicht an den Kabeln. Hier https://www.crosli.de/kabelquerschnitt-berechnen-kabelrechner/#batteriekabel gibt es zum Beispiel ein Rechenprogramm dafür. Zu dünn bei fast 4 meter Länge bedeutet im Günstigsten Fall das am Anlasser zu wenig strom ankommt, im schlechtesten gibt's Rauch und Feuer.

Setz auf jeden Fall direkt an der Versorgungsbatterie eine Sicherung, die hier: https://klabauter-shop.de/1735/abzweigbolzenhalter-abh-1-1-polig.html sind kompakt, hoch belastbar und sitzen direkt auf der Batteriepol.

Ich habe bei mein Ausbauprojekt ziemlich schnell gelernt, das mann 12 Volt nicht unterschätzen darf, es fliessen da teils extrem hohe Amperen durch die Kabeln.



Viel erfolg

Zuletzt bearbeitet von Adriaan; 03/08/2020 05:08.
Re: Starthilfekabel an Wohnraum-Batterie
Adriaan #685741 03/08/2020 05:15
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Original geschrieben von Adriaan
Elektrik so auslegen, das der Starterbatterie erst gar nicht leer werden kann
wenn's nur an der Elektrik liegen würde.
Ich hatte zwei Fälle, bei denen eine (nicht so alte) Starterbatterie über Nacht einfach defekt war (Plattenschluss??) - einmal in Nordspanien: abends an Stellplatz gefahren, abgestellt - morgens ging nicht mal mehr die Armaturenbrett-Beleuchtung an.
(und an dem Fahrzeug war - wie an meinem jetzigen - Wohn- und Fahrbereich strikt getrennt, elektrisch gesehen).

Damals hatte ich identische Batterien: also austauschen und weiter ging's - mußte dann allerdings abends entscheiden: noch Licht zum lesen - oder morgens lieber fließendes Wasser ... wink

Re: Starthilfekabel an Wohnraum-Batterie
BAlb #685742 03/08/2020 07:30
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Bernhard,

da hast du natürlich recht, es kann immer mal was passieren. Licht oder Radio anlassen, Sitzheizung usw. Da hilft dann auch der beste Verkabelung nicht. Defekte Batterie kann auch mal vorkommen.

Ich habe wie du Fahrzeug und Aufbau elektrik komplett getrennt, der einzige "verbindung" ist der Ladebooster. Und die kann ich zur Sicherheit bei längere Standzeiten mittels der eingebaute Sicherungsautomaten(diese in 60A: https://www.amumot-shop.de/sicherungsautomat-wohnmobil ) auch trennen damit der auf keinen Fall der Starterbatterie entladen kann.

Für den wirklichen Notfall mitten im nirgendwo habe ich ein kleines 1000W Stromaggregat dabei, geladen bekomme ich die Batterien damit auf jeden Fall.

Alternativ habe ich mich noch überlegt ein "jumpstarter" wie diese https://www.metro.de/marktplatz/pro...J4b7-6gIVl-N3Ch2icAKjEAYYBiABEgIz1fD_BwE (oder etwas ähnliches, starkeres) zu kaufen, den einfach permanent an der Versorgungsbatterie vollgeladen zu halten um im Notfall den Motor starten zu können. Habe mich dann auf grund der breitere Einsatzmöglichkeiten für ein Aggregat entschieden.

Oder wie schon gesagt ein Batteriewächter einbauen.

Möge eure Licht immer hell scheinen cool

Adriaan

Zuletzt bearbeitet von Adriaan; 03/08/2020 07:35.
Re: Starthilfekabel an Wohnraum-Batterie
Adriaan #685745 03/08/2020 11:27
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Original geschrieben von Adriaan
Für den wirklichen Notfall mitten im nirgendwo habe ich ein kleines 1000W Stromaggregat dabei, geladen bekomme ich die Batterien damit auf jeden Fall.
Hab mir sowas gebastelt:
http://www.viermalvier.de/ubbthreads.php?ubb=showflat&Number=635943#Post635943

Re: Starthilfekabel an Wohnraum-Batterie
BAlb #685746 03/08/2020 15:47
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Cooles Ding....
Der thread ist auch interessant, danke!

Adriaan


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