Oldtimer Markt lebt in seiner Welt, die Realität ist eine Andere. Die Wahrheit liegt bekanntlich dazwischen. Ich habe beim TÜV nach umfassenden Sanierungen (Instandsetzungen kein Totalaustasuch) 2014 (km Stand 135.000) ein Wertgutachten erstellen lassen und im Mai 2019 ein Folgegutachten. Trotz zusätzlichen 110.000km ergab dies eine Wertsteigerung. Der Wiederbeschaffungswert liegt 13k über dem Marktwert (Händler VK) und drückt das aus was, wohl eher zufällig, bisher in den Wagen investiert wurde. Schaut man sich die Angebote an, bewege ich mich mit meinen Zahlen etwas darüber, ich denke aber gemesen an dem was investiert wurde und was an Originalität vorhanden ist, ist das auch angemessen.

Jedem hier dürfte wohl klar das sein das ein Substanziel guter und absehbar zuverlässiger G für den täglichen Einsatz der noch etwas Originalität in sich trägt nicht unter 20-30k zu bekommen ist je nach Typ. Ich denke OM hat sich prinzipiell auf die Fahne geschrieben jeglicher Art von Hype auf Rädern (egal wie viele) grundsätzlich entgegen zu wirken. Das ist auch erstmal in Ordnung, mein Eindruck bei OM ist aber das dort Währungsstillstand Musealem Standard gegenüber gestellt wird. Ein G in Betrieb mit Gebrauchspuren ist einem 1er G nach OM allemal vorzuziehen den Letzter wird nach dem erstmaligem Gebrach dann wohl in eine Urne paßen.

Totalsanierungen etwa wie GFG sind absehbar sorgenfreier aber eben nicht mehr Original, somit auch nur mit geringer Wertsteigerung einzuordnen. Letztlich muß jeder für sich abwägen welche Prämissen er setzt. Mich interessiert ein Kratzer an einer Tür herzlich wenig solange die Tür (idealerweise) noch die erste ist und trotzdem nicht verfault, erst das drückt dann echte Pflege aus.



Auto fängt mit A an und hört mit O auf

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