Nach regem Interesse von "wildwux" (zu finden bei "Travel" - Lissabon - "Te-Scho") beginne ich nun einen "Fotokurs" in loser Folge!
Dieser Beitrag ist ernst gemeint, basiert einzig auf MEINER Einschätzung und Erfahrung, ist jeglicher fachspezifischer Diskussion offen (auch ich weiß nicht alles!) und ich bitte nur darum, den Thread nicht zu zerblödeln. Ich bitte auch bewußt die Admins und Mods, unsachliche Kommentare eiskalt zu streichen, wenn auch mit Bitte, wer, warum und wann usw.
Man bat mich (aus einer PM heraus), folgendes als Einleitung klarzustellen:
"Das Bild ist - im Gegensatz zum Film - immer das, was vor einem liegt, hängt, dargestellt wird und immer da ist - solange man es betrachten will."
Des weiteren möchte ich nochmal betonen, daß eben dieses Bild völlig unabhängig von Fotograf (Gestalter), Technik und Aufnahmebedingungen seine Wirkung tun muß und soll. Auf das Endergebnis und seine Wirkung kommt es an. Egal ob "gestaltet", bearbeitet, geplant, beschnitten oder verändert usw.!
kommen wir zu Punkt 2, die an Punkt 1 anschließen soll.
(ich betone ein weiteres Mal, daß Auslassungen aufgrund meiner Wenigkeit durchaus Programm sind)
Ich höre oft: "Boah, die Kamera (sowieso) macht tolle Fotos, die belichtet gut, die sind immer scharf".
NEIN
aber auch ein kleines jein.
Ein GUTES Bild entsteht im Kopf des Fotogestalters (die Idee/die Umsetzung) und mit Hilfe "besserer" Technik.
Ein gutes Bild liegt am Schluß "auf dem Tisch" (oder ist auf einem Bildschirm, auf einer Projektion usw.) zu sehen.
Mittlerweile sind "gute Bilder" dem Medium, das der Darstellung dient, verdammt schnell anpassbar. Ich brauche keinen "Fine-Art-Print", wenn ich mit einer Bildschirmauflösung von 72 dpi und 800x600 Pixeln arbeiten will).
Trotzdem ist die Bildaussage allein wichtig, es mag unscharf, niedrig aufgelöst oder weiß der Teufel was sein, zählen tut nur, was "andere begeistert, in den Bann zieht, sie so schnell nicht mehr los läßt"!
Egal, ob analog oder digital. Wichtig ist, was "begeistert"
Mir kommts selbst vor, als säße ich in der einer der ersten Vorlesungen von HM1, irgendwie ist das "eh klar". Aber man sollte sich das verinnerlichen!
Punkt 3 schließt dran an.
Was also macht das (gute) Bild?
In erster Linie das Bewußtsein, die Kreativität des Fotografen (Bildgestalters), die Beobachtungsgabe und die Erfahrung, die Offenheit, zu testen, zu probieren usw.
UND
der bewußte Umgang mit der Technik, die letztlich dafür sorgt, was "festhaltbar" und vor allem WIE ist.
Also halten wir fest: Urheber eines guten Bildes ist sicher das "image", das im Kopf entsteht. Das im Einklang mit den optisch-physikalischen Möglichkeiten des Werkzeuges, das man dafür benutzt (in dem Fall Kamera, nicht Computer oder Leinwand und dergleichen).. KANN interessant werden.
Deshalb wird das nächste Kapitel der Kameratechnik gewidmet, physikalischen Grundgesetzen, aber auch technischen Daten.
Wichtige Werte wie Belichtungsmessung (Mittleres Grau), Verschlußzeit, Blende, Brennweite usw. werden aufgeführt.
Zum Abschluß von Kapitel 3 noch weiter Grundsätzliches:
Es gibt DREI Arten, ("Foto"-)Bilder zu machen:
a) man ist ein guter Beobachter/Kamerabeherrscher und "fotografiert drauf los" (Journalist, Sportfotograf (z.B.)- mit DEM Blick für ein Bild)
b) man ist ein guter "Phantast" und gestaltet ein Bild (mit allem Drum und Dran, Licht, Schärfe, Perfektion usw.)z.B. Mode- oder Still-Life-Fotografie
c) man kann beides, muß sich aber mit von Natur gegebenen Lichtverhältnissen auseinandersetzen (z.B. Architekurfotografie)
Wer interessiert ist, möge bitte "gute und schlechte Bilder" einstellen und erklären, warum er das so sieht...
Damit fangen wir mal an, wenn auch noch einige Grundlagen fehlen mögen.
Irgendwann stolperte ich über dieses (inszenierte) Bild.
Das find ich total Klasse! Leider blieb es mir bisher versagt was der Künstler damit ausdrücken möchte.
Nach meinem dafürhalten ist das der durchgeknallte, fallsüchtige, suizide Ex Mann von Frau Antje auf Urlaub in Südafrika der austesten wollte wann er von Mob wegen seiner Zündeleien gelyncht wird.
Ich bin mir aber ziemlich sicher das der Künstler damit eine durchaus ernstgemeinte Message rüberbringen möchte.
Wie Lupo schon sagte: "der Blick für ein Bild" Wenn mich ein Szenario in seinen Bann zieht, dann guck ich auf Monitor oder durch den Sucher meiner Kamera, wo dann schon, vor dem Abdrücken, das fertige Bild, wie ich es mir vorstelle, zu sehen ist. Dann noch so ein paar Grundregeln: - Motiv nicht in die Mitte - Horizont nicht in die Mitte besser mit Dritteln arbeiten
Belichtungszeiten....darauf würd ich jetzt nicht eingehen! Es geht ja um ein gutes Motiv, vor allem: wie man daraus ein gutes Bild machen kann
Wie Lupo schon sagte: "der Blick für ein Bild" Wenn mich ein Szenario in seinen Bann zieht, dann guck ich auf Monitor oder durch den Sucher meiner Kamera, wo dann schon, vor dem Abdrücken, das fertige Bild, wie ich es mir vorstelle, zu sehen ist. Dann noch so ein paar Grundregeln: - Motiv nicht in die Mitte - Horizont nicht in die Mitte besser mit Dritteln arbeiten
Belichtungszeiten....darauf würd ich jetzt nicht eingehen! Es geht ja um ein gutes Motiv, vor allem: wie man daraus ein gutes Bild machen kann
Jein
Alles ist möglich, WIRKEN muß es. Der goldene Schnitt und dergleichen sind anständig, aber kein Muß! WIRKEN muß es (nochmal!). Und ich greife etwas vor: Der ("westliche") Mensch liest/sieht von oben links nach unten rechts... was das Licht mitunter bedingt, bzw. wo man Licht einsetzt, das von "links oben kommt". Aber damit "fällt" der Betrtachter aus dem Bild, weil diese Betrachtungsrichtung "normal" ist. Kommt dagegen das Licht aus einer anderen Richtung (z.B. nur von rechts oder gar von unten rechts), ist der Betrachter (unbewußt!!!) irritiert und bleibt länger "im Bild hängen". Absolute (oder fast absolute) Symmetrie sorgt dahingegen für eine "Ausgewogenheit im Bild"... der Betrachter findet Ruhe und Zufriedenheit und weiß nicht, warum er das Bild verlassen sollte.
Wenn ein Bild nicht symmetrisch sein soll, sollte man das auch "klar" darstellen, nicht daß es so aussieht, als wärs nicht gelungen, oder ein Fehler. Gutes Besipiel ist mein Bild von dem Kunstwerk in der U-Bahn-Station in Lissabon. Es ist ganz leicht "verdreht" (1-3 Grad?)... aber weder Fleisch noch Fisch! Ich habe bei der Schnellbearbeitung schlichtweg übersehen, daß es entweder RICHTIG schief sein sollte oder absolut ausgerichtet.
der sonnenuntergang ist irgendwie überladen, palme, sonne und wasser wären das motiv. da ist aber noch vordergrund, die dunklen wolken oben und dann die wolken/insel links hinten mit drauf. dadurch ist mir das zuviel.
edit und das was hinter der palme ins wasser ragt, gehört da natürlich auch nicht hin.
...... so, dann schicke ich dir mal nen Foto - weil ja Sonnenuntergänge sehr beliebtes Objekt sind.
und nun "zerpflücken" wir das mal bitteschön:
Mein (!) Eindruck::
Überfrachtet, nicht ausgewogen. Büsche im Vordergrund sind überflüssig (und vermutlich angeblitzt oder beleuchtet) lenken vom Inhalt ab weniger ist mehr und näher ran ist oft besser
Was aber nichts daran ändert, dass das Bild für den ders gemacht hat eine ganz eigene Bedeutung und Schönheit hat.
Alles ist möglich, WIRKEN muß es. Der goldene Schnitt und dergleichen sind anständig, aber kein Muß! WIRKEN muß es (nochmal!).
Da geb ich Dir auf jeden Fall voll Recht! Waren ja auch nur ein paar "Kanns" und keine "Mussis" .
Original geschrieben von Lupo
Wenn ein Bild nicht symmetrisch sein soll, sollte man das auch "klar" darstellen, nicht daß es so aussieht, als wärs nicht gelungen, oder ein Fehler.
Find ich auf jeden Fall! Entweder richtig gerade oder richtig schief...aber so ne Schiefstellung einstelligen Grad-Bereich.....sieht IMO fast nie gelungen aus.
Aber wie Du schon sagtest: Alles ist möglich! Erzähl ruhig weiter, es ist sehr interessant!
Ich selbst bin aber auch kein Profi. Nur ein ambitionierter Amateur, der gern LowLight und Technik fotografiert. Landschaft und Architektur ist teils auch noch dabei. Menschen, Insekten, Makros eher nicht(außer Familie ;))
Hallo Lupo,wenn Du hier einen Fotokurs machen möchtest,bitte auch für Laien-wie mich! Der Goldene Schnitt mag manchen kein Begriff sein... Liebe Grüße, Dietmar
ok, einigen wir uns drauf: jedes foto ist also schön und gut und wertvoll für den der's gemacht hat. kurs ende.
So dumm ist das gar nicht!
Auch das zählt und eine tatsächliche objektive oder sachliche Betrachtung eines Bildes gibts nicht!
Wenn ich mir die Bilder aus meiner Kindheit so ansehe, dann kommen mir die Tränen (vor Lachen und schöner Erinnerung), (versucht) sachlich betrachtet... sind sie grottenschlecht, die Filme mittlerweile stichig oder ausgeblichen, unscharf, über- oder unterbelichtet.
Dennoch hatten wir hier zum Thema: Das "gute" Bild.
Wie bessere Fotos machen, mit welch Wissen und welch Verstand rangehen?
Auflösung und Schärfe sind nicht alles, auch nicht die Super-High-Tech-Kamera.
Ich persönlich fotografiere "gerne" "plakativ", also auch "scharf" (mit Unschärfen spielend, wenn's sein muß)..., aber was ist mit dem Gefühl, das man mit dem Bild (immerhin ist das Auge das wichtigeste Sinnesorgan des Menschen) transportiert/transportieren will?
Vielen Dank für Euer Interesse und ich hoffe, da kann noch viel dazu geschrieben werden, mittlerweile springen wir von Kurspunkt 3 bis zu 127!
Hallo Lupo,wenn Du hier einen Fotokurs machen möchtest,bitte auch für Laien-wie mich! Der Goldene Schnitt mag manchen kein Begriff sein... Liebe Grüße, Dietmar
Ich komme ja gar nicht mehr dazu, meinen Kurs mit seinem absolut durchdachten Aufbau nur annähernd so durchzuführen, wie mal gedacht! ;-) Auch der goldene Schnitt sollte noch in Kursfolge 11 bist 17 erklärt werden...
Aber ich mag es, wenn das hier etwas Eigendynamik bekommt!
das ist ein ganz neues bild, das hat doch nichts mehr mit "so, wo also liegt der Teufel im Detail?" zu tun. wenn ich den ausschnitt ändere ist das mehr als ein detail. landcruiser und ich haben doch gesagt, dass das bild völlig überladen ist, also 5 meter zurück und mehr brennweite, dann hat man's. und davon bilder nachträglich zu beschneiden halte ich nicht viel und bei nem sonnenuntergang erst recht nicht, da hat man wirklich genug zeit, da kann man vorher nachdenken, bzw nächsten tag wiederkommen.
Wird ja auch seit Jahren als "Bildschirmformat" VERKAUFT.
Komisch nur, daß die beiden menschlichen Augen so überlappende Kreise (wird dann zu einer Fast-Ellipse) von ca. 4:3 sehen... Na sowas (!), das klassische Filmformat ist daran angelehnt bzw. triffts sogar voll! 3:2 bei Kleinbild, 6:4,5 (sic)/7:6 bei Mittelformat (jaja, ich weiß schon um die Zwischenformate), oder ab 12:9 (Großformat)
Wohlgemerkt möchte ich (ich greife dem Kapitel 235 vor) darauf hinweisen, daß ein Foto z.B. (ha! da war es wieder) von links oben nach rechts unten betrachtet wird... da anders "gescannt/wahrgenommen" wird wie ein Film, den man mit bis zu 40 Bildern/s erfassen muß.
Auf einem Foto kann ein Blick ruhen oder "schweifen", beim Film nicht, da alles zu schnell geht.
(das ist dann Kapitel 538 und dort wird auch erklärt, warum Fotografen die angeblich besseren Filmemacher sind - Stichwort Wim Wenders)
Der goldene Schnitt besteht übrigens definitiv nicht im Filmformat, sondern in der Anordnung der "interessanten Dinge" im Bild/auf dem "Foto"
das ist ein ganz neues bild, das hat doch nichts mehr mit "so, wo also liegt der Teufel im Detail?" zu tun. wenn ich den ausschnitt ändere ist das mehr als ein detail. landcruiser und ich haben doch gesagt, dass das bild völlig überladen ist, also 5 meter zurück und mehr brennweite, dann hat man's. und davon bilder nachträglich zu beschneiden halte ich nicht viel und bei nem sonnenuntergang erst recht nicht, da hat man wirklich genug zeit, da kann man vorher nachdenken, bzw nächsten tag wiederkommen.
weiter: kapitel 4 ?
Vielen Dank für die konstruktive Kritik,
ich denke Du bist schon bereit, Kapitel 4 zu übernehmen. Laß uns doch den Einschub machen, warum nicht!
Behandel doch mal den Bildbeschnitt, das Original, die Aussage, die "Plakativität", das Für und das Wider.
also das Bild von Peter find ich total bescheuert.
habe ich beim ersten betrachten gedacht
Aber er hat recht, irgendwie hat das was, ich könnte nicht mal sagen was. Was der Künstler damit sagen will bleibt mir auch verschlossen. Aber das ist "ein Bild".
Lupo, du kannst hier noch 200 Seiten schreiben übers fotofieren, ich werde das nie kapieren
Ich sach immer, man braucht das Motiv und das "Auge" das Motiv überhaupt zu erkennen, das fehlt mir völlig.
Viele hier die gerne und gut fotografieren haben das "Auge" und die Bilder schaue ich mir gerne an.
Langsam... Ich will was lernen und bin grad dabei!
Marion's Bild könnt von mir sein. Gut gemeint, doch verwirrend viel drauf das eigentlich nichts aussagt/durchbringt. Ich hab nun mit nen Bildbetrachter ein "Fenster" gemacht und etwas rum geschoben. Die Sonne, die Wolke und etwas Palme hätten gereicht, die seltsame "Wurst" und der grüne Busch im Vordergrund stören. Weniger ist mehr!
Peter's Bild: Hmm, "hübsch" und sonst nix! Ich bin wohl künstlerischer Grobmotoriker.
ja, weniger ist oft mehr... durch Bildbeschnitt/Ausschnitt kann man ein Bild auch "interessanter" machen. Ich betone nochmal, daß das Endergebnis zählt. Es ist also absolut NICHTS dagegen einzuwenden, wenn ein "gemachtes" Bild verändert oder beschnitten wird, so daß es interessanter wird.
Ein fest vorgegebenes Seitenverhältnis (Chip/Filmformat) muß noch lange nicht dem Motiv entsprechen, es kann zuviel oder auch zu wenig zeigen.
Insofern macht ein Teilausschnitt das Bild interessant, weil der Betrachter eigentlich gerne wissen will, was da drum rum noch so sein könnte. Allerdings will der Betrachter dann das "Rätsel", was drumrum sein könnte auch gerne aufgelöst haben. Ihn mit "zu wenig" zu enttäuschen ist dann auch der falsche Weg.
Laßt mich das mal mit Peters Bild probieren. Was uns das Bild sagen will, weiß ich auch nicht, aber es hat was, ja... wenn auch die Motivanordnung etwas langweilig ist... aber es ist skurril, das reicht, um es im Kopf zu behalten.
Und noch was zu den Ausschnitten. Ein absolut unumgängliches Lernen übers Bild ist immer, eine verschiebbare Maske zu haben, bei der man bei einem "Grobbild" einen Ausschnitt sucht, der der Bildaussage dienlich ist... im einfachsten Fall macht man das mit den Händen, die ein veränderbares Parallelogramm/Rechteck schaffen, im besseren Fall mit zwei schwarzen Passepartous oder eben in der Bildbearbeitung.
.. ja, daran zeigt sich deutlich, WAS will ich mit dem Foto erreichen? Zeigt hier im Beispiel 4 total unterschiedliche Aussagen. Sehr interessant der Vergleich!
Im Urlaubsfoto geht es aber um Momentaufnahmen, nicht "gestellte", nicht vorgedachte, nicht wiederholbare Augenblicke. Man will zumindest für die Erinnerung erfassen - und das oft in Windeseile.
Und das ist das Schwierige - wenn mans gut machen will - an der Sache.
Tja, das ist eines der Hauptprobleme. Man nimmt sich keine Zeit mehr für ein Bild, man überlegt gar nicht mehr, was es eigentlich bezwecken/ausdrücken soll. Im digitalen Zeitalter - wo das Foto "nix" mehr kostet, wird munter "draufgehalten", es wird nur noch "festgehalten"... der Sucher ist zum Fremdwort geworden, alles geht nur noch schnellschnell übers Display, das meist einen halben Meter von einem weg irgendwo betrachtet wird. "DRAUFHALTEN, paßt schon" Die Myriaden von Bildern, die mit "Knipskisten" gemacht werden, sind deshalb oft schlechter als früher, weil man sich keine Gedanken mehr macht, wie man das Bild eigentlich gestalten könnte. Statt den Standpunkt, die Perspektive oder die Aufnahmehöhe zu verändern, eine Brennweite bewußt einzusetzen - wird elektronisch hin oder hergezoomt für den Bildausschnitt. Kaum einer macht sich mehr die Mühe, sich mal auf den Boden zu legen oder eben dahin zu gehen, von wo aus das Motiv deutlich besser ins Licht zu rücken wäre.
Wie so oft, wenn langjährige Experten ihr Metier anderen vermitteln sollen, fehlt mir hier eine wichtige Expertise: Holt doch bitte mal die Anfänger an der Basis ab! Bevor ein Bild beschnitten werden kann, muß es ja "in den Kasten"! Beschreibt doch erst mal das "wie", bevor das "wann" und "warum" oder "was hat er sich dabei gedacht" besprochen wird! Sonst läuft das hier Gefahr, zu ner Podiumsdiskussion unter Experten zu werden. Und ich wollt doch hier was lernen! :-)
Oder bin ich mal wiedder zu ungeduldig, und das kommt alles noch?
Langsam... Ich will was lernen und bin grad dabei!
Marion's Bild könnt von mir sein. Gut gemeint, doch verwirrend viel drauf das eigentlich nichts aussagt/durchbringt.
und
Original geschrieben von Lupo
Kaum einer macht sich mehr die Mühe, sich mal auf den Boden zu legen oder eben dahin zu gehen, von wo aus das Motiv deutlich besser ins Licht zu rücken wäre. L.C.
Genau ! Beides trifft den Nagel auf den Kopf! Ich hab natürlich bewußt ein Foto rausgesucht, an dem ich bereits selbst viel kritisiere. Der Himmel hätte nicht mit dunklen Wolken abschließen sollen. Die Palme wäre da besser rausgekommen (und die war in Verbindung mit dem Sonnenuntergang das Erotische an der Momentaufnahme)- und dazu hätte man sich auf den Boden legen müssen. Fazit: mehr Körpereinsatz zeigen und nicht auf dem gemütlichen Stuhl am Abendbrottisch sitzen bleiben. Die Erinnerung an Teneriffa bleibt jedoch bestehen - der Wert des Bildes hätte aber optimaler ausfallen können dadurch zum Beispiel.
und zu Rumpelstielzchens
Original geschrieben von Rumpelstielzchen
......Beschreibt doch erst mal das "wie", bevor das "wann" und "warum" oder "was hat er sich dabei gedacht" besprochen wird! Sonst läuft das hier Gefahr, zu ner Podiumsdiskussion unter Experten zu werden. Und ich wollt doch hier was lernen! :-)
Wird ja auch seit Jahren als "Bildschirmformat" VERKAUFT.
Komisch nur, daß die beiden menschlichen Augen so überlappende Kreise (wird dann zu einer Fast-Ellipse) von ca. 4:3 sehen... Na sowas (!), das klassische Filmformat ist daran angelehnt bzw. triffts sogar voll! 3:2 bei Kleinbild, 6:4,5 (sic)/7:6 bei Mittelformat (jaja, ich weiß schon um die Zwischenformate), oder ab 12:9 (Großformat)
Wohlgemerkt möchte ich (ich greife dem Kapitel 235 vor) darauf hinweisen, daß ein Foto z.B. (ha! da war es wieder) von links oben nach rechts unten betrachtet wird... da anders "gescannt/wahrgenommen" wird wie ein Film, den man mit bis zu 40 Bildern/s erfassen muß.
Auf einem Foto kann ein Blick ruhen oder "schweifen", beim Film nicht, da alles zu schnell geht.
(das ist dann Kapitel 538 und dort wird auch erklärt, warum Fotografen die angeblich besseren Filmemacher sind - Stichwort Wim Wenders)
Der goldene Schnitt besteht übrigens definitiv nicht im Filmformat, sondern in der Anordnung der "interessanten Dinge" im Bild/auf dem "Foto"
L.C.
und in den anderen Ländern von rechts nach links...
und davon bilder nachträglich zu beschneiden halte ich nicht viel
Warum eigentlich nicht? Nicht immer ist das kameravorgegebene Format optimal. Auch ist es nicht immer möglich den optimalen Standort einzunehmen (manchmal gibt es Wände, oder Abgründe) und im Zweifel wähle ich vielleicht bewußt lieber das bessere Objektiv mit der falschen Brennweite, beschneide dafür dann später wie gewünscht
Original geschrieben von Thomas_G
und bei nem sonnenuntergang erst recht nicht, da hat man wirklich genug zeit, da kann man vorher nachdenken, bzw nächsten tag wiederkommen.
Auch hier habe ich schon erleben müssen, daß man doch gar nicht soo viel Zeit hat, wie man denkt. Und am nächsten Tag bin ich vielleicht schon woanders, oder es regnet, oder das Schiff fährt gerade nicht mehr so toll durch die Sonnenspiegelung usw. Also im Zweifel bin ich schon dafür, lieber etwas mehr aufzunehmen um später gezielt zu beschneiden. den Ausschnitt später zu vergrößern ist nämlich technisch nicht möglich!
Prinzipiell ist es aber auch meine Strategie, lieber etwas länger brauchen, bis das Bild "im Kasten" ist und dafür nicht mehr nachbearbeiten müssen.
Henning
Wer offen für alles ist, kann nicht ganz dicht sein.
Hier mal noch zwei Beispiele, wie ich das meine: Original
und Beschnitt:
Hier war nicht lange Zeit, den richtigen Ausschnitt zu wählen oder den Standort zu wechseln. Und ich muß zugeben, die Nachbearbeitung (Beschnitt, mehr war´s eigentlich nicht) ist erst entstanden, als ich mich zu Hause nochmal intensiver mit diesem Bild auseinander gesetzt habe. Sozusagen erst beim dritten Ansehen.
Henning
Wer offen für alles ist, kann nicht ganz dicht sein.
wenn ich den zeitpunkt/standort für den sonnenuntergang verpasst haben, dann mach ich nicht hastig irgendwas und schnippel dann die hälfte weg. sonnenuntergang gibts hier bei uns täglich...
denkt mal 15 jahre zurück, da kommt einer mit seinen 32 bildern aus dem urlaub zurück, gibt euch den stapel und alle bilder haben ne andere größe, weil er die mit der schere erst anpassen musste. na, das hätte ja spass gemacht. nur weils heute so leicht ist am rechner fehler zu beheben, versuche ich immer sie nicht erst zu machen. das wird doch kein fotokurs, so nach dem motto: scheiss auf das bild, das machen wir am rechner zuhause hübsch... es gibt sicherlich extrem situationen wo es nicht anders geht, aber der hobbyfotograf hat zeit und spass genug, der kann normalerweise warten bis alle leute aus dem bild gegangen sind. der muss nicht hastig irgendwas knipsen und schnell weiter zur nächsten sehenswürdigkeit. es geht doch darum sehen zu lernen, motive erkennen und das wenn die knipse in der hand ist und nicht erst abends am rechner.
Da will ich auch gar nicht widersprechen. 1. ist es absolut richtig, man sollte lieber Fehler vermeiden, als sie später beheben zu wollen. 2. ist bei Vielen das Problem, das sie die Fehler nicht erkennen (hier soll ja dieser Kurs helfen!) und auch weder Zeit noch Lust oder die Kenntnis (Technik) haben, diese im Nachhinein zu beheben. Aber warum soll ich die mir heute zur Verfügung stehende Technik nicht nutzen und lieber ein Bild wegschmeißen, statt noch rauszuholen was rauszuholen geht?
In unserem Alaskaurlaub habe ich auch noch mit Film fotografiert. Ich bin mit insgesamt 15 Filmen in 3 Wochen ausgekommen und hatte im Endeffekt ca. 400 bessere Bilder, als ein Mitreisender, der etwa 1.500 digitale Bilder geschossen hat. An meinem Blick für´s Motiv und der Vorgehensweise beim Fotografieren hat sich mit der digitalen Kamere nichts geändert, aber die neu hinzugekommenen Möglichkeiten der Nachbearbeitung nutze ich gern.
Im Übrigen macht ein Beschnitt nur Sinn, wenn das Bild entweder allein wirken soll oder im Zusammenhang wie z.B. einem Fotobuch wirkt. Ein Fotobuch mit lauter gleichgroßen Bildern ist nämlich auch der absolute Langweiler. Da helfen auch die besten Einzelbilder nicht.
Und nun bitte weiter mit dem Kurs, ich möchte nämlich auch noch was lernen - das Wort hat Lupo
Wer offen für alles ist, kann nicht ganz dicht sein.
ich laß Euch gerne noch etwas diskutieren... das mit dem Beschnitt kam etwas dazwischen, ist mir aber nicht unrecht.
Allerdings war ich ursprünglich davon ausgegangen, daß ich so einmal die Woche ein neues Kapitel aufmache...
also auch ich hab nicht immer Zeit... vor Sonntag KANN ich terminlich nicht weitermachen, da ich schon Fundiertes schreiben will... und das zeit braucht.
Dennoch... es gibt kein festes Programm... Unterredung und Diskussion über "das gute Bild" sind doch DIE Basis.
Aufdröseln geht immer, Grundlagen vermitteln auch.
Das Beschnitt-Beispiel (so einfach (und gut!) es ist) von hra_68 finde ich absolut passend!
meine frau schaute gerade mal, im vorbeigehen, auf den monitor und fragte: was ist das denn? ein waschbär?
genau das dachte ich auch, das photo zeigt nur wasser und bär (und fisch, der aber gut guckt). ich hätte lieber ein tier mit umgebung, wo ich die grösse abschätzen kann. so sieht das wirklich aus wie ein waschbär das ist ein bär, der muss gross und gewaltig wirken, dadurch dass das foto von "oben" aufgenommen wurde, wirkt der sehr klein
Also ich möchte auch meine Fotos so machen, dass ich nachher nicht nachbearbeiten muss. Aber wenn es sein muss, weil irgendwas unpassendes im Weg ist oder ich nicht die optimale Position erreichen kann, dann bin ich froh um PhotoShop oder ähnliches.
Aber ich will nicht künstlerisch hochstehende Fotos produzieren, sondern schöne, unterhaltsame Reisefotos, die den Betrachter fesseln und wo er nicht einfach nur weiter Blättert (ja ich mach Alben) oder schnell weiterklickt in der Hoffnung das der "Diaabend" bald zu ende ist. Also Fotos wo das Auge hängen bleibt, weil sie spannend sind.
Bild von hra_68: Im Orginal scheint mir der Bär etwas verloren im Wasser und mein Auge bleibt eher an der Verwirbelung des Wassers hinter dem Bären hängen als am Fisch. Zwar "erblicke" ich im Beschnitt auch erst den Rücken des Bären aber mein Blick fällt dann gleich auf den Kopf und Fisch runter.
Was mir zeigt, dass ich auch oben links anfang mit schauen!
Bevors RICHTIG weitergeht... und da werden Ausschnitt - egal ob beschnitten oder "original" sowie Brennweite, Belichtungszeit, Schärfe, Blende usw. bald eine Rolle spielen.
Ich hatte "damals" bereits 10 Jahre fotografiert (u.a. für die örtliche Presse), als ich meine Werbephotographenausbildung anfing.
Das war ganz komisch... ich lernte völlig neu zu fotografieren, die Dinge ganz anders zu sehen.
Was die Werbephotographie auszeichnet, ist eigentlich, daß man gar nicht so sehr "Fotograf" ist. Also auch niemand, der sich so an seiner Kamera, Ausrüstung usw. aufhängt, sich immer das neueste und besser Modell kauft usw. Auch das "lange Rohr" zum Angeben ist überhaupt nicht interessant.
Was ich sagen will: Das wichtigste sollte bedacht werden: "Fotografieren ist Gestalten mit Licht"! Nach meiner Ausbildung waren mir die Augen neu geöffnet und ich konnte mit diesem "Wissen" natürlich auch an bereits vorhandene Motive ganz anders rangehen. Licht ist mein Leben!
Ohne Licht gehts (praktisch) gar nicht.
Also lernte ich in erster Linie, ein "Objekt" ins rechte Licht zu rücken, bzw. das Licht dafür überhaupt zu schaffen. Übrigens DER Unterschied. Der "Reportage-Fotograf (Sport/Reise) usw." hat ein gutes Auge, findet den richtigen Augenblick, den richtigen Ausschnitt und drückt ab.
Der Werbefotograf überlegt sich, wie er was mit welchem Licht eben "ins rechte Licht" rücken kann. Ein Werbefotograf baut Stunden, Tage, Wochen etwas "Künstliches" auf, setzt es eben ins rechte Licht... und erst ganz am Schluß kommt hilfreiches Handwerkszeug wie Kamera usw. . zum Zuge, es wird "geknipst", fertig. Zeitverhältnis von 10:1 bis 10000:1
Also will ich mit Hilfe von Licht jetzt mal einen Einschub machen und Euch bitten, sich übers Licht Gedanken zu machen (dazu später auch noch weitere Ausführungen zu Lichtarten, Intensitäten usw.)
Gedanken zu Gestaltung mit Licht, Ausschnitt und einem Objekt, das ins rechte Licht zu setzen.
Was wäre ein "Kurs" ohne Aufgabe?
Hiermit fordere ich Euch auf (ich habe lange überlegt, was wir uns als Objekt nehmen könnten), ein stinknormales Watteohrputzstäbchen zu fotografieren. Licht ist frei, Hintergrund, Brennweite... aber das Bild soll sich bitte möglichst auf das Wattestäbchen konzentrieren/reduzieren.
Je mehr (hoffentlich) völlige unterschiedliche Bilder wir zusammenbekommen, desto mehr kann erläutert, diskutiert und erklärt werden.
Im digitalen Zeitalter - wo das Foto "nix" mehr kostet, wird munter "draufgehalten", es wird nur noch "festgehalten"... der Sucher ist zum Fremdwort geworden, alles geht nur noch schnellschnell übers Display, das meist einen halben Meter von einem weg irgendwo betrachtet wird. "DRAUFHALTEN, paßt schon"
Ja, das ist teils furchbar. Es gibt sogar Leute, die drucken dann all diese Bilder aus und heften sie dann in ein Album! 20 Bilder, wie der Balg aufm Bett liegt......in ein und derselben Position!!!!
Wir räumen immer nach dem "Entwickeln"(ich fotografiere RAW), gleich den Ordner auf. Von 80 Kinderfotos bleiben dann ca. 25!
EDIT: Ich hab gerade Deine Aufgabe gelesen, Lupo! Klingt sehr interessant, ich wag mich da mal ran, in den nächsten Tagen, wenn kurz Zeit ist
Wenn ich heute Abend zurück bin aus den Alpen möchte ich (echt allen Ernstes!!!) Wattestäbchen-Fotos sehen. Wer mit Bildbeschnitt/Größe nicht klar kommt, dem empfehle ich einen kostenlosen Download vom Programm "irfanview" aus dem Netz... das ist nicht nur ein gutes Bildbetrachtundgsprogramm... sondern bietet auch einfache Bildbearbeitungsmöglichkeiten. Um 700 Pixel Breite zu erreichen, sind nur wenige Mausklicks erforderlich.
(Über Bildschirmkalibrierung/Betrachtungslichtverhältnisse und eingebette Profile usw. reden wir viel später!)
Lupos innigster Wunsch nach Sauberkeit und Wattestäbchen ließ mich jetzt nicht in Ruhe(obwohl ich eigentlich für meine 750km Nachtfahrt vorschlafen sollte). Ich hab mich jetzt nochmal schnell lang gemacht und versucht so nem Q-Tip in freier Wildbahn aufzulauern. Ich fand nach langem Warten auch Einen, der von einer gemeinen Wäscheklammer gefangen gehalten wird Nachbearbeitet wurde nichts(mein Laptop ist in der Reparatur, somit nur Frauchens Netbook mit Irfan View)....einfach nur ein JPEG "out of the cam" belichtet mit nem indirekten Blitz.
Ich bin auch sehr gespannt, was sonst noch alles kommt! Man sieht somit, die gleiche Sache aus X verschiedenen Blickwinkeln. Gucke dann morgen ganz ganz früh mal rein, wenn ich wieder daheim bin.
ich werfe mal einen Scan einer Postkarte ein, bitte verzeiht, daß ich die Daten nicht besser zur Verfügung habe (auch über Datenqualtität werden wir noch sprechen)... aber JETZT kommts auf das Bild, den Bildausschnitt und die Bildwirkung an, auch auf die "Kreativität".
Also:
WAS kann man mit einem "verschissenen" Wattestäbchen machen? Wie kann man es in "Szene" setzen, ins rechte Licht rücken... usw.
Erst werdet Ihr "Aua" schreien... dann nachdenken (so hoffe ich).
Das Bild ist NICHT von mir, aber von einem mir bekannten Fotokünstler, der mit dieser Kleinigkeit durchaus auch kleines Aufsehen erregt hat. Es ist ne Frechheit, aber auch nicht ungenial! Seinen Namen nenne ich gerne NACH der Diskussion.
Ich habe selbst auch ein paar Dinge im Kopf, wie ich mal an ein Wattestäbchen rangehen würde, aber das muß noch warten.
... o.k. --- ähnelt aber, wenn auch nicht in Aussage und als "Künstlerbild" deklariert, doch wohl ganz meinem ersten Foto, das laienhaft vom Handy aus geschossen wurde.
Also doch "Technik" als Voraussetzung? Ganz abgesehen vom Wert der Aussage des Fotos. Provokation mit dem Bild zu erzeugen, war nicht die Aufgabe! Und die Zeitspanne : bis zum Abend ---- dann wohl auch zu kurz zum lange nachdenken, auszuprobieren,.......
Also wieder spielt die ZEIT und die Aussage, was will ich mit dem Foto bewirken, die größte Rolle.
Erstens wüßte ich nicht, wo dieses Bild einem Deiner ähnelt, zweitens war Provakation ja auch nicht ausgeschlossen.
Was ich damit bezwecken will, ist einfach: Sich allumfassende Gedanken zum Wattestäbchen (und damit zum abzulichtenden Objekt) zu machen.
Was macht ein Wattestäbchen, was ist es, was bezweckt es, wie ist es aufgebaut.
Ist es ein Synonym für Reinheit oder gar Unreinheit? Was ist mit den "weichen, flauschigen" Watteköpfchen? Wo ist es dann doch nur Wegwerfprodukt. Wie unterstütze ich aufnahme- und lichttechnisch eben die Funktion und Form eines Wattestäbchens?
Das mag alles "lächerlich einfach" klingen, ist aber meiner Meinung nach ECHT ein Grundsatz zum Verständnis von "guter" Fotografie!
Das nächste Thema wird übrigens die simple (hach, wenns simpel wäre!) Abbildung EINER Münze. Aber ich möchte mit den Wattestäbchen noch nicht fertig sein.
bis auf den "falschen Autofokus"... Glasplatten sei Dank!
L.C.
Interessant, daß sich die Lichtquelle NICHT spiegelt bzw. die Glasplatte eine angerauhte sein könnte! Da spielt aber dann die Brennweite ne Rolle... oder gar ein Ausschnitt (eben dank der Brennweite)
Ich sach doch... die Themen MÜSSEN sich und werden sich überlagern!
Also ... Glas ist schon mal richtig! Ist allerding ein Glastisch, der auf der Unterseite dieses interessante Tropfendesing hat. Jaja der Fokus ... hier reicht einfach der Nahbereich meines Objektivs nicht mehr. Das Licht ist ganz einfach difuses Zimmer-Kunst-Licht. Mit Stativ und langen Belichtungszeiten kein Problem.
Last edited by hra_68; 13/11/201019:00.
Wer offen für alles ist, kann nicht ganz dicht sein.
In den "Tropfen" sehe ich die Spiegelung des Lichts eher "oben links", in der Beleuchtung des Wattestäbchens eher oben mittig/oben rechts?
Ich gehe davon aus, daß die Hauptbeleuchtung des "Szenarios" eher von oben rechts/mittig kommt. Aber... haben diese im Tisch eingearbeiteten Wassertropfen auch noch einen Helligkeitsabsatz oder ist das nur die Lichtbrechung des Glases, die dazu führt?
Da kann man schon ins Grübeln kommen - gelle? Das ist wie bei den Bildern von der Mondlandung, da stimmen die Schatten doch angeblich auch nicht. Aber zu Erklärung: Das Licht ist leicht rechts über dem Stäbchen. Die Tropfen "im" Tisch sind eigentlich negativ. Also die sind unter der Glasplatte und dann von untern mit Farbe überzogen. Tatsächlich sind es sozusagen Vertiefungen, daher die gegenläufigen Schatten - aber sowas kann/will das menschliche Auge nicht begreifen.
Wer offen für alles ist, kann nicht ganz dicht sein.
mir gefällt´s. Es ist vielleicht nicht schön, aber gut. Es spricht an, weil es nicht symmetrisch ist. Das Stäbchen steht frei im Raum, was ja eigentlich nicht geht und (da man ja von oben nach unten sieht) bekommt man erst dann mit, warum das doch funktioniert. Die Erkenntnis ist überraschend und vielleicht nicht das was man sehen möchte.
Warum sind mir in der Schule eigentlich nie so viele Gedanken gekoemmen, wenn ich ein Bild interpretieren sollte?
Wer offen für alles ist, kann nicht ganz dicht sein.
Dieses Bild habe ich grad am Schreibtisch gemacht, NICHT im Studio oder so!
Es besteht eigentlich aus einer simplen einzelnen Aufnahme eines Wattestäbchenkopfes. Und den habe ich "nach Gusto und Gefühl" einfach mehrfach in ein Panorama-Schwarz einkopiert. Gesamtdauer: Incl. Bearbeiten und Hochladen: ca. 5 Minuten.
Ich habe am Schreibtisch nur einen Vorteil, ich habe ein Leuchtpult, das mir von "unten"/"hinten" Licht liefert.
So, nun wollte ich also eine "blumige" Silhouttenbeleuchtung für das Wattestäbchen, nettes Licht von hinten, das dann die Konturen etwas verstärkt. Das geht natürlich nur, wenn man das Objekt vor einem dunkleren Hintergrund als das "Leuchtpultweiß" plaziert. SChwarz, blau oder rot.. ist in dem Fall egal.
Nur wenn ich das Wattestäbchen direkt auf den "Hintergrund" lege, bekommts kaum mehr das gewünschte Licht ab.
Also brauchte ich einen kleinen "schwarzen Untergrund" und einen Abstandshalter, damit das Licht auch ankommt.
Faul wie ich bin, sehe ich ein schwarzes Netzteil fürn Lappi und einen Radiergummi rumliegen.
Super.....ich lese gespannt mit! Einer der besten Freds hier! Lupo, Hut ab! Auf solch eine Idee wäre ich nicht gekommen. Ich mache aber auch kaum Bildbearbeitung mit Photoshop(Panoramen, PhotoRAW....richtiges Ändern eigentlich nicht!) und bin nicht soooo kreativ. Ich seh etwas und denk mir, wie es auf dem Bild aussehen müsste. Das setz ich dann im Sucher um und drücke ab
genau dahin will ich ja auch führen... natürlich gehts letztlich drum, aus einem vorhandenen Motiv (z.B. der simple Sonnenuntergang) das Bestmögliche rauszuholen.
Aber ich will mit den Aufgaben und meiner eigenen bescheidenen schnellen Auseinandersetzung einfach klar machen, daß LICHT, Ausschnitt, Bildformat und Bildgestaltung IMMER wichtig sind.
Probieren und Üben ist absolut wichtig, auch das Bewußtsein dessen, was technisch möglich ist und was man überhaupt mehr oder weniger "kreativ" will/ausdrücken will.
.... tschultschung, ich MUSS da mal was Lustiges jetzt dazwischen setzen und ich hoffe, der Kurs verzeiht mir diesen Spaß.
(Da der Kurs anregt zum Ausprobieren und Experimentieren und die Situation heute wiedermal sehr lustig ist - wie jedes Jahr um diese Zeit, aber nicht auf den Tag und die Stunde genau bestimmt werden kann .)
Zur Erklärung: - vom Balkon aus mit dem Handy fotografiert - heute, 14.11.2010 um 14:31 Uhr - Temperatur ca. 28°C im Garten - Sonne ohne Ende - unser Nachbar bei den Anfängen der weihnachtlichen Vorbereitung seines "Gartengrundstückes" (das nimmt bis zum Abend noch gewaltige Ausmaße an!)
Kann man da lange überlegen und vorbereiten? Da muß man einfach.
So, nun haben wir also ein wenig rum"gestaltet"... Wattestäbchen hätten es ruhig mehr werden dürfen.
Egal... wir können hier nicht tagelang drauf warten, bis es "weitergeht"
Drum mach ICH weiter mit einer neuen Aufgabe.
Ich fasse zusammen: ICH will Euch in Form von Gestaltungsaufgaben zeigen, daß man sich mit dem zu fotografierenden Objekt (egal ob die Situation geschaffen oder vorgefunden wird) auseinandersetzen muß.
"Draufhalten" allein führt nur per Zufall zu einem guten Ergebnis.
Ihr müßt Euch also immer über Gestaltungsmöglichkeiten bewußt sein:
a) welches Format (welcher Beschnitt) unterstützt die angestrebte Bildaussage b) wo hilft das Licht zur Gestaltung/ wo wird es bewußt eingesetzt c) welches Objekt braucht welche Blende/Verschlußzeit, Schärfe/Schärfentiefe (gerade das sollten wir im Anschluß dann diskutieren)
(natürlich gehts hier später noch weiter um Kontrasttheorien, Unschärfen, Gefühl im Bild usw. - aber nicht alles auf einmal!)
Ich will Euch (bevor die Münze - falls überhaupt - kommt (die ist schwer!)) eine neue Aufgabe stellen:
Bitte versucht, unter der Berücksichtung (aber jeder ist natürlich frei!) meiner Zusammenfassung ein neues Bild zu gestalten.
Keine Vorgabe außer: Macht ein Bild mit einem simplen Flaschenöffner, bzw. wo einer drin vorkommt. Was Inhalt des Bildes oder Aussage ist, sei dahingestellt, aber macht ein interessantes Bild, bei dem der Betrachter hängen bleibt!
.... so , nun mein Versuch (leider auch wieder nur vom Handy)... und vorab zur Erklärung:
- Hintergrund ist "in echt" tief schwarz und matt - Farbeffekt am unteren rechten Bildrand sollte zur Auflockerung dienen (also gewollt und kein "Ausrutscher" ...und ist der Schein einer Kerze) - das Foto soll zur Frage anregen: "WAS ist an der Situation falsch?" (ist es der richtige Öffner für ne Bierflasche?)
Leider nicht viel Zeit und meine Stative nicht bei der Hand, Taschenlampe hingelegt und freihand fotografiert. Nachbearbeitung keine. Ich hoffe, daß es gefällt
Bella ist auf die nicht grad güldene Idee gekommen zu versuchen, ein Bild über das FTP Protokoll zu verlinken. Was natürlich nicht funktioiert, solange der FTP Server keine anonyme Anmeldung akzeptiert.
Da müssen wir noch etwas mit der Technik Internet üben :-)
Da ich so nen Ändern Button hab, ich ichs mal auf http:// umgestellt und korrigiert.
Leider nicht viel Zeit und meine Stative nicht bei der Hand, Taschenlampe hingelegt und freihand fotografiert. Nachbearbeitung keine. Ich hoffe, daß es gefällt
dann sollte Bella seinen Beitrag einfach löschen oder?
Nichts muss gelöscht werden. Es kann immernoch als schlechtes Beispiel dienen . Ich bin leider mit fast allen Bilderhostern auf Kriegsfuß. Bekomme in diese Richtung nichts hochgeladen. Daher muß ich jetzt über nen eigenen FTP gehen, damit ich ein Bild irgendwie bei Euch angezeigt bekomme.
Bis hier noch Flaschenöffneraufnahmen eintrudeln, kannst Dich ja schon mal mit der nächsten Aufgabe auseinandersetzen... letztlich ist es ja egal, obs ein wenig durcheinander kommt. Kritik und Bildbesprechung kommen ja per Bild-Zitat da oder dort trotzdem nicht durcheinander.
Also ich hätte gerne eine Aufnahme eines stinknormalen Glases (Wasser- oder Weinglas o.ä. mit/ohne Inhalt). Da wirds mit dem Licht schwierig, auch der Ausschitt zählt, Schärfe/Unschärfe, Gag usw.
Dein Bild vom Korkenzieher wäre technisch verbesserbar, aber der "Gag" ist so groß, daß die Bildwirkung einfach stimmt. Es ist ein spannendes Bild - meiner Meinung nach!
Dein Bild vom Korkenzieher wäre technisch verbesserbar, aber der "Gag" ist so groß, daß die Bildwirkung einfach stimmt. Es ist ein spannendes Bild - meiner Meinung nach!
L.C.
Vielen Dank! Natürlich ist auch ein Bella nicht unfehlbar und ich bin auch nur ein etwas begeisterter Amateur in Sachen Fotografieren. War auch nur eine 5min Aktion gestern nacht kurz vorm Hinhauen(ich bin ja 2h Später als Ihr), da hätte man noch einiges besser machen können . Mit der Glas-Geschichte setz ich mich heut abend mal auseinander....mir schwebt da schon Etwas vor
P.S. Danke Flashman fürs Ändern. Ich hab noch nie etwas vom FTP anzeigen lassen. Bei mir gings natürlich auch ohne http präfix(klar, ich bin ja auch eingeloggt :D).
Ich warte immer noch auf Flaschenöffneraufnahmen... und ich dachte EIGENTLICH echt an Bierflaschenöffner... aber Öffner ist Öffner.
Nun ja, ich selbst hab auch noch keine gemacht. Die sehr sehr geile Aufnahme von Bella ist für andere "Kursteilnehmer" ja doch evtl. etwas desillusionierend. Einfachste Technik, geile Idee, insgesamt gute Umsetzung. Tolle Bildwirkung ohne großes Farbenspiel.
Aber wenn man z.B. mal nach "Flaschenöffner" googelt... wird einem schon klar, daß es auch noch anderes gibt, wenn oft auch nicht besonders kreativ umgesetzt.
Ich will dennoch auf die anderen beiden eingehen:
Sowohl Wildwux als auch Marion² haben sich an einer eleganten (plakativen) Aufnahme versucht, in dem sie sich die Mühe machten, vor "schwarzem" Hintergrund zu fotografieren. ist leider nicht so ganz gelungen, da fast sämtliche schwarze Oberflächen bei "falscher" (unbedachter) Handhabung natürlich auch ein gewisses Reflektionsvermögen haben (schwarzer Samt ist besser geeignet als schwarzer Karton, z.B.). Und je länger oder intensiver "schwarz" mit Licht bestrahlt wird, desto mehr wird auch schwarz "hell". Man kann auch schwarzen Samt (mit seiner Restreflektion) fotografieren, so daß alles schneeweiß wird. In DEM Fall ist es also ratsam, einen schwarzen Hintergrund so weit vom aufzunehmenden Objekt zu entfernen, daß er gar nichts von der Lichtquelle direkt abbekommt. (Wir kommen später noch zu Belichtungsmeßmethoden der Kameras und eben zum "mittleren Grauwert)
Was dabei rauskommt, müssen wir leider sehen: Beide "schwarz" gedachten Hintergründe werden ein suppiges Mischmasch aus braun-grün-magenta-grau.
Nun zur Bildgestaltung: In beiden Bildern ist nicht viel "Pepp". Bilder müssen nicht plakativ alleine sein, damit sie auf den Betrachter wirken. Dennoch schadet Plakativität nicht. Subtile, über- oder unterbelichtete, teils unscharfe Bilder können natürlich genauso wirken. Stutzig machen mich zwei Dinge:
Einen Weinkorken versucht man normalerweise möglichst "gerade" aus der Flasche zu bringen.
Mit einem "Drehverschlußöffner" macht man keinen "Kapsel"-Deckel auf. Die Lichteinstreuung von unten bei Marion stört mich eher, als daß sie mir gefällt, da sie keinen besonderen Effekt ausmacht und eher vom Hauptgeschehen ablenkt. Aber das ist Geschmackssache und über "Kunst" kann man bekanntlich streiten.
Ich habe mal schnell (also ohne Perfektionsanspruch - so viel Zeit hatte ich nicht) die Aufnahme von Wildwux geändert, gedreht und auch die Positionierung des Objekts verschoben und etwas gedreht. Da das Bildformat gedreht ist, verzichte ich auf die 700px Bildbreite.
Ja stimmt, ohne den Masten im Hintergrund kann man sich mehr aufs Hauptmotiv konzentrieren.
Edit: auch die fehlende Dachkante, Welche dem Beschnitt zum Opfer fiel, wirkt sich gleich positiv aus. Wenn man es extrem schön möchte, dann noch die Stromleitungen wegstempeln mit Photoshop
Ich hab jetzt mal auf die Schnelle. Von links geblitz, noch ein wenig die dunklen Bereiche + Sättigung erhöht......und da ich keinen Kirschsäft mehr da hatte(Alkohol schon gar Keinen). Hier das Ergebnis:
Ich hoffe, daß ich jetzt mit dem Martiniglas nicht total am Thema vorbeischlittere
also ich hätte etwas mehr Diskussion untereinander und Probieren am Objekt erwartet, ich hoffe nicht, daß ihr bereits in den Startlöchern sitzt und auf eine neue Aufgabe "wartet"... ein paar Ideen/Umsetzungen zu "Flaschenöffner" und "Glas" dürfen ruhig noch kommen.
ahso....ich dachte, daß Du an unseren Objekten kritisierst . Also Marions Beschnitt beim Glas(Strommasten und Dachkante wech) fand ich schon eine deutliche Verbesserung. Ansonsten fällt mir gerade nicht so viel ein
ahso....ich dachte, daß Du an unseren Objekten kritisierst . Also Marions Beschnitt beim Glas(Strommasten und Dachkante wech) fand ich schon eine deutliche Verbesserung. Ansonsten fällt mir gerade nicht so viel ein
Ja klar, aber wie schon gesagt, ich bin sicher nicht das "Maß der Dinge" (das gibts sicher auch nicht) und Geschmack bleibt Geschmack und über Kunst kann man streiten... klar...
Also ich meinte, daß die "Teilnehmer" doch auch untereinander diskutieren und sich austauschen sollten, probieren, neue Einfälle, Kritik, Lob... alles.
Und bevor ich "Kritik" übe, wollte ich halt ein wenig zusammenkommen lassen.
Dennoch, ich will nur, daß Ihr einen Blick und Geduld für ein Bild bekommt, das interessant ist oder es macht (auch ich mache mit Schnellschüssen da "Fehler" (aber ich weiß ziemlich sofort, worans liegt).
Ich habe hier gestern bei mir auch noch einen echten Fotokurs eröffnet mit einem guten Freund... der hatte "Normalobilder" vom Landy am Strand usw. Wir haben ewig über Bildausschnitt und Beschnitt diskutiert und probiert... dabei kamen sehr viel bessere Ergebnisse zu Tage. Weniger ist mehr! (oft). Vielleicht darf ich davon die nächsten Tage ein paar Beispiele einstellen.
Ja, so ein paar Beispiele im Beschneiden sind(für mich zumindest) sehr sehr hilfreich. Ich selbst bin eher der Typ, der versucht das fertige Bild aufzunehmen, ohne groß zu Beschneiden o.ä.. Bei meinem Martiniglas musste ich alles über dem Schreibtisch wegschneiden. Die Unordnung hat auf dem Bild nichts verloren .
Marions Negativbild gefällt mir recht gut. Mit den künstlichen Tropfen eher nicht.
Mir gefallen vor allem "störende" Objekte nicht im Bild, bei Marion die Leitungen, bei Dir die Staubkörnchen, die hell erleuchtet glitzern... war das erste was mir bei beiden Bildern aufgefallen ist.
Da stimm ich Dir voll zu. Ich wollt sogar nochmal loslegen und den Tisch abstauben, als beim Aufnahmen "entwickeln"(ich schieße immer in RAW) den Fehler bemerkte. Hatte aber dann doch nichtmehr die Zeit......und zum Wegstempeln im Photoshop war ich auch zu "faul"
a) Will ich das Foto auch anderen zeigen, die Situation vorort damit zum Ausdruck bringen? b) Soll es der Wirklichkeit entsprechen oder sollte ich es retuschieren? c) WAS wäre dann "störend" an einem Foto?
Ich nehme mir mein Glas-Foto als Beispiel.
Beantworte ich mir a) mit "ja" - dann sollte ich auch die Hochspannungsleitungen und -Masten nicht retuschieren (die gehören da hin!), die Hausecke mit der Dachrinne aber wegschneiden. Damit stimmt aber das Gesamtbild wieder nicht, es verschwinden Sachen mit (wie die Hälfte des Mastes), die da durchaus hätten stehen bleiben sollen.
Beantworte ich mir Frage a) mit "nein- es soll die Darstellung eines Glases zum Ausdruck kommen" - habe ich eine ganz andere Situation vor mir, heißt also: Bild bearbeiten (beschneiden,Bildgröße verändern, retuschieren, Farben verändern, Effekte hinzufügen, evtl.Rahmen setzen, in Graustufen versetzen, ......usw.)
Tja, und was "stört" alles an einem Foto? - Sachen, die normalerweise nicht hingehören (Falschdarstellung--->wie z.B. Rotwein in nem Weißweinglas)? - Stören die vom Einschütten in das Glas hängen gebliebenen Tropfen? - Stört der Hintergrund des Bildes das darzustellende Objekt? - Stören Staubfusseln? - Worauf sollte ich UNBEDINGT achten?
Richtig! Meiner Meinung nach, sollte man sich, bei einem Objekt dann schon auf das Objekt selbst und weniger auf die politische Lage im Hintergrund konzentrieren. Ein gute Stilmittel wäre dann auch noch....weichzeichnen(Unscharf). Wenns nicht so spät hier wäre, würd ich nochmal den Pinsel zücken....ich bin aber auf dem Weg ins Bettchen, momentan
a) Will ich das Foto auch anderen zeigen, die Situation vorort damit zum Ausdruck bringen? b) Soll es der Wirklichkeit entsprechen oder sollte ich es retuschieren?
a)Meine Fotos sollen immer vorzeigbar sein. Müll wird gleich gelöscht(Ende des Monats wird mit Frauchen zusammen der Monat(ca. 100 Fotos) ausgewertet und alles Überflüssige gelöscht b) IMO schon nah an der Wirklichkeit....wir machen ja FOTOS und keine Kunstobjekte
So, nachdem hier grad nicht soviel passiert, hier der versprochene Einschub:
Dank Besuch von Designex stehen grad ein paar gar nette Bilder aus Südafrika mit Landy zur Verfügung, anhand derer wir hier mal einen kleinen realen "Fotokurs" einzig bezüglich Beschnitt und damit einhergehender Bildaussage abgehalten haben. "Fotokurs" war mehr ein Probieren und Diskutieren als ein Belehren oder Besserwissen. Es bleibt Geschmacksache. Dennoch soll mit diesen Beispielen und Bildausschnitten gezeigt werden, wie doch anders, interessanter (oder gar langweiliger?) ein Bild werden kann. Mache sich bitte jeder, der sich dafür interessiert, Gedanken dazu... bzw. Diskussion, Bildkritik und Meinungen sind erwünscht! Natürlich sollte man jeden Ausschnitt seiner Bestimmung anpassen, wir haben aber in vorliegenden Beispielen immer 2,5:1 gewählt... zum Probieren!
Dankeschön für die tollen Fotos. Da kann man schon den Unterschied im Beschnitt gut erkennen. Es kann sein, daß ich in den nächsten Wochen wenig antworte, ich hab nen Job im Ausland zu erledigen und weiß nicht, ob ich dort Internet hab.
Ich meine, es ist tatsächlich Geschmacks- und Ansichtssache, wie ich ein Bild haben möchte. Interessant wird aber auf alle Fälle, mal vergleichshalber auszuprobieren.
Ich hab mir alle Fotos von Alex angesehen und bewußt beim ersten Drüberschauen beurteilt, ob mir das Original oder der Schnitt besser gefällt. Ergebnis: Foto 1 / 2 / 4 ------> eindeutig der Schnitt (finde ich hervorragend so) Foto 3 / 5-9 ------> das Original (weil es für mich vollkommener, wirklichkeitsgetreu und wärmer wirkt)
Interessant wirds dann beim 2.-15. mal ansehen. Es fällt mir immer schwerer nun noch das "bessere" rauszufinden. Man sieht immer mehr, entweder was unbedingt drauf erhalten bleiben "muß" oder worauf man verzichten sollte/könnte/müßte.
Bei Bild 1 gefällt mir das Original besser, da kommt die Weite und Leere der Landschaft besser raus.
Bei Bild 2 und 3 bin ich mir nicht ganz so sicher, die haben beide was. Aber die beschnittenen Bilder wirken irgendwie so gequetscht.
Bei Bild 4 sehe ich das eigentlich genauso wie bei Bild 1.
Bei Bild 5 fehlt mir beim bearbeiteten Bild im Vordergrund die Größe der Sandfläche. Ich finde, der Trecker wirkt auf dem unbearbeiteten Bild einfach besser. Außerdeim finde ich, dass der Baum rechts im Hintergrund ungünstig "abgeschnitten" wurde.
Bei Bild 6 gefällt mir das bearbeitete Bild besser, es wirkt "dynamischer".
Bei Bild 7 geht bei der Bearbeitung wieder viel von der Weite des Strandes verloren.
Bei Bild 8 bin ich mir wieder unschlüssig, welches mir besser gefällt. Beide haben was.
Bei Bild 9 gefällt mir das Hochformatbild am besten, dicht gefolgt vom Original. Bei der mittleren Variante finde ich, dass sowohl vom Auto als auch vom Reifen zu viel weggeschnitten wurde.
Gruß Jörg
Gegen leichte Depressionen hilft ein Bad mit ätherischen Ölen - Bei schweren Depressionen empfehle ich ein Bad mit Föhn...
tja, dann würde ich vorschlagen... Ihr beschneidet die Original-Bilder doch mal nach Eurem Gusto! Sie stehen dafür gerne zur Verfügung!
Bild Nr. 6 ist MIT Beschnitt übrigens MEIN absoluter Favorit, das wäre durchaus für eine offizielle Landrover-Werbung brauchbar. Ganz anders wirkt dann so ein Bild, wenn man es noch einrahmt, z.B. in "schwarz" (werde ich mal probieren...)...Nachtrag: Ha! Grad sehe ich mir die Defender-Bilder auf der aktuellen Landrover-Website an... na sowas... die haben auch ein starkes Querformat!
Mit "Flaschenöffner" und "Glas" dürfte ruhig noch etwas kommen, "durch" ist das Thema ja noch nicht wirklich.
L.C.
(Anmerkung: der "Mast" im Hintergrund tut grad nix zur Sache...)
..... so, nun hab ich mir Alex Bild Nr.6 mal vorgenommen, Lupo gebeten, mir die Werbung (Logo und Text), die er verwendet hat, dazu zu kopieren (auch den Mast im Hintergrund hat er freundlicherweise dabei gleich retuschiert - danke!) und präsentiere hier mal meine Vorstellung, wie ich das Bild beschneiden und präsentieren würde.
1. Es gefällt mir für Werbezwecke auch besonders gut. 2. Das Foto (ohne den Werbetext) als Panorama darzustellen, hat eine wesentlich größere Wirkung als das im Original aufgenommene. 3. Für mich zählt aber nicht nur das "Werbeobjekt", sondern auch das Drumherum (Wolkenhimmel, Sträucher,Fahrspuren, Sand,....), um eine Vollkommenheit zu erzielen. Ergibt (für mich): Weite, Abenteuer, Qualität, Lust am Fahren, Lust am Gelände,...)
.... und nun interessieren mich natürlich andere/gleiche Meinungen - d.h. der Vergleich zu Lupos 2 Varianten oder ganz anderen Vorstellungen des Schnittes.
Zurück in ZA hab ich mir doch gleich mal Eure Kommentare zu unseren Beschnitten angeschaut und stimme mit vielen von Euch über ein, ABER nach der Übung mit LUPO hab ich einen heiden Respekt vor Photografen, Grafikern - you name it! Wir diskutierten für Stunden um letztendlich mit den Beschnitten hier aufzutreten.
Es war für mich im ersten Moment extrem cool zu sehen was mit Beschnitt alles möglich ist im Sinne von Bildaussage. Darauf folgend begann aber die Einsicht wie schwierig es eigentlich ist wesentliches vom unwesentlichen zu trennen ohne eine Bildaussage zu zerstören, bzw. eine gewünschte Bildaussage zu erzielen.
Um mal zu den Werbeaufnahmen was zu sagen: mir persönlich gefällt LUPO's zweite Variante am Besten, da es den Focus auf dem Auto belässt mit passender Umgebung. Einzig den Slogan hätte ich im typischen LR style (Go beyond) als GO THROUGH - GO FURTHER gewählt. Marion's Version gefällt mir auch, allerdings zieht hier für mich der Strauch links im ersten Moment zu viel Aufmerksamkeit auf sich.
Leider muss ich mich am Wochenende (aufgrund des misserablen Wetters - 33Grad) mit der Familie beim campen herumschlagen , werd aber auf jeden Fall auch noch mal das Thema Glas angehen.
Irgendwas stimmt doch da nicht! Also ich scherze nicht... ich hätte gerne mal Erklärungsversuche, WAS nicht stimmen kann.
Mir ist es wurscht, ob die Worte Möpse, Titten, Busen oder sonst was fallen... ich bin auch nicht fixiert auf diese "Dinger"... aber mir sind ein paar Dinge aufgefallen, die eigentlich "unlogisch" sind... ok, seinen "Zweck" erfüllt das animierte Bild natürlich, keine Frage.
Also, mir gehts ums genaue Hinsehen! Was alles stimmt da eigentlich nicht?