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Motorenspezialist
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Hallo,
wer von Euch hat damit welche Erfahrungen?
Grüße Thomas
Bremszangen VA aus G mit massiven Scheiben, Bremszangen G 55 VA, zu verkaufen
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(Um)Schlüsselmeister
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(Um)Schlüsselmeister
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Nein, ich würde es auch nicht machen.
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Das Orakel
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Das Orakel
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Ich belasse es bei den Direkteinspritzern (dort bedenkenlos), kenne auch niemanden mit Erfahrungswerten zu Kammermotoren
Grüsse Peter
Last edited by PeterM; 05/08/2025 08:25.
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Süchtiger
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Hallo, ich habe gute Erfahrungen im OM616 im W115117, 240D /8. Bisher 1,5 Tankfüllungen. 1. der Sprit riecht nur ganz schwach wie zB Nähmaschinenöl 2. der OM startet besser 3.läuft früher "rund" 4. Abgastrübung ist deutlich geringer, das sehe ich im Rückspiegel bzw. beim vorausfahrenden OM615 im 200D, ein hellgelbes Auto, guter Hintergrundkontrast 5. die Abgsabelastung ist geringer, das fällt beim Kaltstart im Carport auf (selbst meine eheinterne Luftgüteprüfstelle, die den Benz als Sticker abgetan hat, gibt das zu, und das heisst schon was. Auch beim kalten Rangieren in der Abstellhalle fällt das besonders auf 6. bein Fahren mit offenem Schiebedach war der Angasgeruch vorher wirklich stark, dass einem die Lust verloren gehen konnte, je nach Geschwindigkeit Fahrprofil: 70% Autobahn, 25% Landstraße, Rest innerorts Mir gefällt, dass er biologisch abbaubar ist lt. Info auf der Herstellerseite. Das belegen auf die Flecken iauf dem Asphaltt, nach undichter Handförderpumpe. Sie "verschwinden" viel schneller als bei B7 zB.
Bisher bin ich überrascht über die Verbesserung. Natürlich sind alle Eindrücke subjektiv, ich bin aber eher ein kritischer Beobachter gegenüber Änderungen. Im Vgl zum Biodiesel, den man vor einigen Jahren meilenweit im dichtesten Verkehr herausriechen konnte ein großer Unterschied. Getankt habe ich bei ARAL in Dasing. Christoph
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Mogerator
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Mogerator
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Hallo Christoph,
daß das HVO100 sauberer verbrennt, damit weniger riecht, und auch beim Auslaufen eher unbedenklich ist, steht außer Frage. Die Frage ist aber, was richtet das Zeug Motor-intern an?
Vorkammern sind recht empfindlich, was Hitzespitzen angeht.
Grüße DaPo
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Ja ist alles bekannt. Die Frage war ja, welche Erfahrungen es gibt. Bei mir gibt es diese. Einen ausführlichen Bericht von einem W123 mit Problemen habe ich auch schon gelesen. Im Magazin des vdh wird positiv über den Einsatz im OM60x berichtet, auch Vorkammer. Thomas fragt ja nie ohne Grund. Evtl. berichtet er ja mal über seinen Wissensstand rund um das Thema. Christoph
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Hallo,
der Grund warum ich frage ist, das sich ein sehr guter Studienfreund von mir einen 461401 gekauft hat und wir neulich über das Thema gesprochen haben.
Da ich selbst ja leider, seit Dezember 2009, keinen Vorkammerdiesel mehr betreibe greife ich auf Eure Erfahrungen zurück.
Ich kenne einen Artikel zum Shell VPower Diesel das angeblich zu Problemen in einem Vorkammerdiesel geführt hat, der Artikel stand vor vielen Jahren mal in der Ingenieur Bild, aka VDI Nachrichten.
Grüße Thomas
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Moin, "Vorkammern sind recht empfindlich, was Hitzespitzen angeht." Gibt es Messschriebe zu Bauteitemperaturen in den OMs mit HVO oder VPower? Ist ShellVPower = HVO100? Beide gemein haben evtl. die höhere Energiedichte, die u. U. zu höheren Temperaturen führt. Wie ist denn der Heizwert von beiden? Meine Bosch - Bibeln sind u alt für die Frage..... Christoph
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Das Orakel
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Das Orakel
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Die diversen "Diesel-Supersäftchen" sind lange vor HVO auf den Markt gekommen, und wenn heute ein paar Prozent drinnen sein sollten - never mind.
Due bislang nicht statistisch abgesicherte Frage (und eine echte Testreihe mit Kammermotoren wird sich heutzutage niemand antun) ist die, was der reduzierte Zündverzug am Steg von Vorkammer (Wirbelkammer) zum Zylinder hin anstellt. Die diversen Premium-Diesel haben entweder keinen Bio-Anteil (sehr gut, damit ziehen die viel weniger Luftfeuchtigkeit), ein anderes Additiv-Paket, sind enger geschnitten und damit bei Wintereinbruch auf der sicher(er)en Seite. Nehme ich sofort, dass die minimal höhere Cetanzahl die Kammer umbringt.. ja, da gab es den Schiffsingenieur, über den Verwesungszustand seines Motors wissen wir nichts (und den finanziell ruhigstellen ist billiger als jedes Verfahren/jede Testreihe); glaub ich aber nicht.. in meiner Zeit an der TU waren Kammermotoren noch die Regel.
Bei der Cetanzahl von HVO bin ich mir nicht mehr sicher, und "im Feld" kann ich nicht genau genug/nicht nahe genug Temperatur messen. In meinen CR-Direkteinspritzern ist es spürbar, dass die besser gehen, runder laufen, usw. das heißt, die deutlich höhere Cetanzahl wirkt. Und das tut sie beim Kammermotor auch. Die Premiumdiesel helfen bei -10° und langen Stehzeiten, sonst bemerke ich im Betrieb aber nichts. Wer einen Reservezylinderkopf liegen hat (oder sonst schmerzbefreit ist), tät' uns (tut uns bereits?) einen Gefallen, den Langzeitversuch zu "riskieren". Ich kenne niemanden, der Geld und Möglichkeiten und Interesse hat, das unter Prüfstandsbedingungen rasch und eindeutig zu klären
Grüsse Peter
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Hallo,
wenn ich mir die TDV für den Wolf durchlese und dort lese, wie viele Volumenprozente Ottokraftstoff dem Diesel beigemischt werden dürfen, dann frage ich mich, wie sich dieses mit der Vorkammerlebensdauer verhält?
Grüße Thomas
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Hallo Thomas,
immer daran denken, daß es bei er Bundeswehr nicht unbedingt um maximale Lebensdauer, sondern eher um Einsatzbereitschaft überhaupt geht.
Grüße DaPo
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Das Orakel
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VK im Diesel verschlechtert die Zündwilligkeit, dass da nichts passiert, wissen wir seit Jahrzehnten.
Und bei den Einspritzdrücken der Kammermotoren brauch ich mäßig viel Schmierwirkung in der EP. Darum auch NATO-Additiv im Jet Fuel, wenn dieses in Motoren mit hochdruckeinspritzung verfeuert werden soll/muss (Jet Fuel ist mehr oder weniger eng geschnittenes Petroleum). Definierte Lebensdauer um die 1.000h
Grüsse Peter
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Süchtiger
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Süchtiger
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Und als Ergänzung zu Nato - Betrieb: Die PLD - Motoren der BR 900 haben den 400h Nato - Dauerlauf bestanden mit F34, ohne Additive. Tests bei -32°C werden immer mit F34 gefahren und der neue G beim Bund BR464 kann das laut Spezifikation auch. Also: gibt es nun Schäden in VK - OMs, die auf HVO zurückzuführen sind? Übrigens müssen alle Teilnehmer, der Oldtimer - Traktor WM (die fahren den Großglockner hoch) müssen HVO tanken. Da sind auch viele VK - Motoren dabei. Ich denke der Sprit wird sich verbreiten und typische Schäden würden / werden bekannt werden. Christoph
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GSM |
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(Um)Schlüsselmeister
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Also: alle „Liebhaber“ die so einen Sprit vorschreiben sind keine Liebhaber sonder Zerstörer und somit ist es klar was hier abläuft: Keine Teilnahme an solchen Pseudo-Veranstaltungen.
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Mogerator
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Mogerator
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Hallo Christoph,
400h sind ja nun im zivilen Bereich nicht wirklich viel, sondern gerade eingefahren.
Mir persönlich sind keine Schäden an VK-Motoren bekannt, die nachweislich auf das HVO100 zurückzuführen sind. Liegt aber auch daran, daß ich niemanden kenne, der das im VK-Motor fährt, bzw. die VK-Motoren, die heute noch fahren, sind ja auch eher nur sporadisch unterwegs.
Traktoren sind aber auch noch mal was Anderes, da die Motoren leistungsmäßig und thermisch für Dauerbetrieb optimiert sind, die Leistungsausbeute, und somit die thermische Belastung, ist deutlich niedriger als in einem PKW. 20PS auf 5l Hubraum sind was Anderes als 50PS aus 2l Hubraum. Ist ja auch der Grund, warum die Motoren im Unimog und speziell auch im MB-Trac, für die Landwirtschaft, praktisch immer deutlich sanfter eingestellt waren als in anderen Fahrzeugen zur gleichen Zeit.
Mir persönlich wäre es das Risiko nicht wert, zumal HVO100 ja auch noch ein Stück mehr kostet als normaler Diesel.
Grüße DaPo
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Das Orakel
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Das Orakel
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Laut AutoBild Classic betreiben die einen Citroen XM aus 1992 seit 2023 mit HVO, die Wirbelkammer hält's aus.. Tante Google bringt Treffer zu einer Laufleistung von 20.000 km, lt. diversen anderen Foren sollen es mittlerweils schon 100.000 sein, aber - Paywall. Und ob da ein vorsichtiger Mensch den Zündzeitpunkt nach spät gedreht hat? Fragen über Fragen  Grüsse Peter Nachtrag: JP-8 aka Kerosin ist die andere Baustelle, bitte nicht durcheinanderbringen
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(Um)Schlüsselmeister
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(Um)Schlüsselmeister
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Also solchen Berufsgruppen schenke ich grundsätzlich kein Vertrauen und ich sehe auch keinen Grund das einzusetzen. Es kommen wieder bessere Zeiten.
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GW350 |
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Enthusiast
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Danke, GSM.
Deinen Ausführungen ist nichts hinzufügen.
Im drohenden Worst Case werden wir mit Heizöl fahren müssen...
LG Fezzy
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Süchtiger
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Hallo Leute, ich möchte diesem Thema nochmal etwas Substanz nachreichen, des halb folgender Hinweis: der Deuvet ( www.deuvet.de) hält einen Leitfaden als download bereit. Die dort getätigten Aussagen bzgl. Abweichungen zur Norm für Dieselkraftstoff sehe ich einer Laboranalyse eines weltweit bekannten Süddeutschen Großmototenherstellers bestätigt, die mir vorliegt. Den download habe ich nicht angehängt wg. ggf. Urheberrecht etc.....bitte bei Bedarf selber holen. Für VK - und WK - Motoren besteht laut Deutet i.V.m. ATL und Vierventiltechnik eine gewisse Unwägbarkeit bei Volllast. Christoph
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viermalvierer
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Hallo, und bitte schön: https://www.4x4travel.org/phpBB3/viewtopic.php?f=34&t=16850Hallo zusammen, endlich was belastbares zum Thema: Vertragen Diesel-Oldtimer HVO 100?08.01.2026 Von Steffen Dominsky 6 min Lesedauer ![[Linked Image from cdn1.vogel.de]](https://cdn1.vogel.de/2aIwD_Hf6Nzz8_kWMRoUHAucU14=/fit-in/800x0/p7i.vogel.de/wcms/a3/b9/a3b9e6a1dcc1c06f73066230816e73f0/0128760188v2.jpeg) Der Devuet hat einen Leitfaden zur Benutzung von HVO-Kraftstoff herausgegeben, der Besitzern von Old- und Youngtimern beim Thema alternative Kraftstoffe berät und unterstützt. (Bild: Deuvet) Aufgrund zahlreicher Nachfragen hat der Bundesverband Oldtimer-Youngtimer e.V., kurz Deuvet, eine Übersicht der wichtigsten Fragen zum Betrieb klassischer Dieselfahrzeuge mit „HVO100“ erstellt. Auslöser dafür waren und sind in den Medien und den sozialen Netzwerken verbreiteten und zum Teil sehr unterschiedlichen Empfehlungen, die nicht immer einen technisch-wissenschaftlichen Hintergrund haben. Mit seinem Leitfaden möchte der Verband den Freunden historischer Dieselfahrzeuge eineilfe zur Beurteilung dieses neuen Kraftstoffs in Form einer Frage-Antworten-Liste an die Hand geben. Was ist HVO/HVO100?HVO ist ein regenerativer paraffinischer Dieselkraftstoff. In Reinform besteht HVO100 aus 100 Prozent biologischen Rest- und Abfallstoffen. Als HVO (englisch Hydrotreated Vegetable Oils) werden Pflanzenöle bezeichnet, die durch chemisch-katalytische Prozesse so umgewandelt werden, dass sie in ihren Eigenschaften an Dieselkraftstoff angepasst werden. Reines HVO (HVO100) wird heute zu 100 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen wie Abfällen und Reststoffen hergestellt. Grundsätzlich können vergleichbare regenerative Dieselkraftstoffe in der Zukunft auch als E-Fuels, also auf Strombasis, hergestellt werden. HVO100 ist nach EN 15940 genormt. Seine Spezifikation entspricht mit Ausnahme des um sechs Prozent geringeren Dichtefensters vollständig der Norm EN590 für fossilen Dieselkraftstoff, somit auch alle für den Betrieb wesentlichen Eigenschaften wie Schmierfähigkeit, Materialverträglichkeit, Kältebeständigkeit, Zündwilligkeit und Lagerstabilität. HVO ist kein Biodiesel und kein Pflanzenöl. Diese beiden Kraftstoffe sind in Reinform für den Betrieb in den meisten Dieselmotoren ungeeignet, da Langzeitstabilität, Kältebeständigkeit und Materialverträglichkeit nicht der Dieselnorm entsprechen. Zudem entstehen mikrobiologische Verunreinigungen mit ihren schleimigen Emulsionen (sog. Dieselpest), die das Kraftstoffsystem verstopfen können. Die Dieselnorm EN 590 begrenzt daher die Beimischung von Biodiesel auf 7 Prozent. Was sind die Vorteile von HVO100?HVO100 reduziert die CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent gegenüber fossilem Dieselkraftstoff. Für Dieselfahrer ist HVO100 die einfachste Möglichkeit zum klimafreundlichen Betrieb ihrer Bestands- und Neufahrzeuge. HVO100 verbrennt sauberer als fossiler Diesel und erzeugt vorrangig weniger Ruß.HVO100 enthält praktisch keine ringförmigen Kohlenwasserstoffe (sogenannte Aromaten), die bei der Verbrennung besonders schwer zu „knacken“ sind und daher ganz erheblich zu den Rußemissionen bei fossilem Diesel beitragen. Neben der verminderten Umweltbelastung – gerade bei Fahrzeugen ohne Partikelfilter – wird auch die Belagsbildung im gesamten Motor reduziert und der Rußeintrag ins Motoröl verringert. HVO100 ist deutlich lagerstabiler als fossiler Diesel.Da HVO100 keinen Biodiesel enthält, gibt es keine biologischen Verunreinigungen und auch der Wassergehalt im Kraftstoff steigt selbst bei längeren Lagerzeiten nicht nennenswert an. Für klassische Fahrzeuge, die über den Winter oder sogar längerfristig eingelagert werden, ist HVO100 als letzte Tankfüllung vor der Abstellung sinnvoll. Wo bekomme ich HVO100?In Deutschland an circa 400 Stationen, EU-weit ca. 4.000 Tankstellen. Tankstellenfinder, auch mit internationaler Übersicht, sind zahlreich im Internet verfügbar. Als letztes Land in der EU (!) hat Deutschland im April 2024 eine Verwendung von reinem HVO (HVO100) zugelassen. Der Kraftstoff ist seit 29. Mai 2024 an Tankstellen frei verkäuflich. Eine flächendeckende Versorgung mit HVO100 ist in Deutschland noch nicht erreicht, aber die Zahl der Stationen in Deutschland und Europa wächst kontinuierlich. In Italien, Spanien, Portugal, den Niederlanden und Schweden ist die Versorgungsdichte bereits deutlich höher als in Deutschland. Zapfsäulen für reines HVO sind mit „HVO100“, gekennzeichnet. Fehlt die „100“, kann der Kraftstoff gemäß EN 15490 bis zu sieben Prozent Biodiesel enthalten. Die Klimafreundlichkeit ist dann vergleichbar mit HVO100, aber die Nachteile insbesondere hinsichtlich Langzeitstabilität (siehe Frage 1) entsprechen fossilem Diesel. Die Preise für HVO100 schwanken ähnlich wie bei Dieselkraftstoff. Der Mehrpreis gegenüber fossilem Diesel liegt in Deutschland aktuell üblicherweise bei 5 bis 20 ct/Liter. Infolge der steigenden CO2-Abgaben auf fossilen Diesel könnte die Preisdifferenz in Zukunft sinken. Im EU-Ausland wird HVO100 aufgrund anderer Besteuerung bereits heute teilweise preisgleich oder sogar günstiger als fossiler Diesel angeboten. Welche Fahrzeuge können HVO100 tanken, welche Risiken bestehen beim Tanken von HVO100?Alle Fahrzeuge mit Herstellerfreigabe können ohne Einschränkungen HVO100 tanken. Zahlreiche Hersteller haben inzwischen umfangreiche Freigaben für HVO erteilt, zumeist für jüngere Fahrzeuge ab circa Modelljahr 2015. Für Old- und Youngtimer gibt es aktuell keine Herstellerfreigaben und es ist auch nicht mit diesbezüglichen Initiativen zu rechnen. Für Fahrzeuge ohne Herstellerfreigabe ist in den allermeisten Fällen dennoch ein Betrieb mit HVO100 möglich.Die wesentlichen betriebsrelevanten Parameter von HVO100 unterschreiten nicht die Spezifikation von fossilem Dieselkraftstoff. Aus Deutschland und dem EU-Ausland, wo HVO100 zum Teil schon seit mehreren Jahren frei verkauft wird, sind keine kraftstoffbedingten Motorschäden bekannt. Verbrauch, Leistung und Drehmoment ändern sich durch HVO100-Betrieb nicht spürbar.Der aus der geringeren Dichte resultierende Mehrverbrauch wird zumindest teilweise durch die besonders effiziente Verbrennung von HVO kompensiert. Hinzu kommen je nach Hersteller und Fahrzeug die gestreckten Regenerationsintervalle des Dieselpartikelfilters. Eine Streubreite von +/- 2 Prozent im Praxisverbrauch darf als seriös betrachtet werden. Berichte von bis zu 30 Prozent Mehr- oder Minderverbrauch können nicht auf den chemisch-physikalischen Eigenschaften von HVO100 basieren, sondern sind Folge des im Realverkehr stets unterschiedlichen Fahrstils. Auch Nennleistung und Drehmoment sowie – bei aufgeladenen Motoren – das Ansprechverhalten des Turboladers werden nur in geringer Bandbreite durch HVO100 beeinflusst. Vereinzelt berichten Kunden von ruhigerem und geräuschärmerem Motorlauf. Dies ist eine Folge der saubereren Verbrennung. Der geringere Zündverzug bei HVO100 sollte beim Betrieb von Vor- und Wirbelkammermotoren mit Aufladung oder Vierventiltechnik beachtet werden. Die bei HVO100 höhere Cetanzahl (70-75) gegenüber fossilem Diesel (51-55) und auch gegenüber Premium-Diesel (circa 60-65) führt zu einem etwas geringeren Zündverzug, d.h., die Zeit zwischen der Einspritzung und dem Entflammungsbeginn wird kürzer. Neben der gewünschten Wirkungsgradsteigerung können dadurch die Spitzentemperatur und der Spitzendruck im Brennraum geringfügig ansteigen. Ein theoretisches Risiko besteht daher für Dieselmotoren mit geteilten Brennräumen (Vor- und Wirbelkammermotoren), da die Energieumsetzung in den Kammern ansteigt. Bei VK- und WK-Vierventil- oder Turbomotoren sollte auf Volllast-Dauerbetrieb mit hohen Drehzahlen verzichtet werden. Direkteinspritzende Dieselmotoren sind hiervon nicht betroffen. Kraftstoffbedingte Motorschäden sind bisher aus der Praxis weder von klassischen Vor- und Wirbelkammermotoren noch von DI-Dieselmotoren bekannt. HVO100 reinigt das Kraftstoffsystem von AblagerungenDie in fossilem Diesel enthaltenen Aromaten können Ablagerungen in Kraftstoffleitungen bilden, überdies kann deren Einlagerung in Dichtungen zum Aufquellen führen. Aromatenfreies HVO100 spült das Kraftstoffsystem und kann daher alterungsbedingte Haarrisse in Leitungen freilegen. Daraus entstehende Undichtigkeiten werden nicht durch HVO verursacht, sondern lediglich sichtbar gemacht. Auch Aussagen wie „HVO lässt Dichtungen schrumpfen“ sind nicht korrekt: die Dichtungen werden bereits beim Aufquellen durch Einlagern der Aromaten geschädigt. Die Rücknahme des Volumenzuwachses zeigt diese Vorschädigungen dann auf. Eine häufigere Sichtprüfung insbesondere bei Motoren mit unterdurchschnittlichem Wartungsstand oder unklarer Wartungshistorie des Kraftstoffsystems ist hier sinnvoll. Kann ich HVO100 mit fossilem Diesel mischen?Eine Mischung ist in jedem beliebigen Verhältnis möglich. Ist keine HVO100-Tankstelle in der Nähe, kann jederzeit mit fossilem Diesel nachgetankt werden, sowohl mit Standard-Qualität wie auch mit Premium-Diesel. Muss ich im Winter einen Fließverbesserer dem HVO100 beimischen?Eine Zumischung von Fließverbesserern im Winterbetrieb ist nicht erforderlich. Die Kältebeständigkeit von HVO100 ist mit fossilem Diesel vergleichbar. Selbst in arktischen Ländern treten mit den dort verfügbaren Kraftstoffen keine Probleme auf. Sollte ich Anpassungen am Motor bei Betrieb mit HVO100 vornehmen?HVO100 erfordert keine Anpassungen am Motor. Von Maßnahmen zur Änderung der Einspritzparameter ist dringend abzuraten. HVO100 ist ein Drop-In Kraftstoff, d.h. Änderungen an Motor und Fahrzeug sind für den sicheren Betrieb mit HVO100 nicht erforderlich. Sowohl die gelegentlich diskutierte Spätverstellung des Spritzbeginns (Kompensation des kürzeren Zündverzugs) wie auch eine Anhebung der maximalen Einspritzmenge (Kompensation der geringeren Dichte) kann eine erhebliche Zunahme der Partikelemissionen, erhöhte Spitzendrücke und einen Anstieg der Abgastemperaturen zur Folge haben – mit dem Risiko gravierender Motorschäden, dem Nichtbestehen der nächsten Abgasuntersuchung oder sogar dem Erlöschen der Betriebserlaubnis. (ID:50672322) https://www.kfz-betrieb.vogel.de/ve...uuid=3210B9D3-922C-BE0C-F11A888E69CCD806
Grüße von Beda mit dem B
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