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Bingo79
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Hallo an Alle,

bzgl. Verwindung und Aufbaulagerung möchte ich folgendes Anmerken:

1. Der Iveco von Bimobil hat zusätzlich zu den Gumilagern einen Versteifungsrahmen, welcher fest mit dem Rahmen der Fahrgestells verbunden ist. Ich denke dies wird die Verwindung der Fahrgestells deutlich verringern (nur meine Meinung). Der Rahmen ist auch auf dem ersten Bild von Jürgen zu sehen.

2. Nur die Bimobil-Kabine ist fest mit dem Fahrrerhaus verbunden. Bei Tartaruga nicht (scheint auf meinen Fotos nicht deutlich zu sein). Auf der Messe war der Durchstieg noch nicht fertig (Rückwand des Fahrerhauses war noch ohne Ausschnitt).

3. Laut IVECO-Aufbaurichtlinie für den Iveco 4x4 ist eine 3-Punktlagerung nicht erforderlich, bzw. wird überhaupt nicht als Möglichkeit der Lagerung erwähnt.
Laut Richtlinie soll die Lagerung wie folgt sein:
- Befestigungspunkte Rahmenende: Starr verbunden (nicht einmal Feder- oder Gummielemete)
- Befestigungspunkte Rahmen hinter Fahrerhaus: Beweglich über Feder- oder Gummielemete

Die Verwindung scheint also nicht vergleichbar zu sein mit einem grossen LKW wie MAN TGM oder Iveco Eurocargo.

Gruss

Ingo


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Dauerbrenner
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Original geschrieben von rodion
Original geschrieben von MichelS
Bei geplanten Sandfahrten mit sehr wenig Luftdruck würde ich evtl. vom 265/75 und 285/75 abraten.

Hallo Michel,

warum würdest du von den breiten Pneus abraten?

Gruß Rod

Ich hätte Bedenken, daß sie beim Walken von den Felgen springen, zumindest bei 5.5er Felgen.
Wenn man die Relation 9.00 auf 5.5 mit 285/75 auf 6.5 vergleicht, sind beide m.E. nach grenzwertig, aber der 9.00 hat eine höhere Flanke.


Gruß Michel

Vergiss Deine Ängste - lebe Deine Träume!
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Kabriofahrer
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Original geschrieben von Bingo79
Laut IVECO-Aufbaurichtlinie für den Iveco 4x4


hast Du 'ne spezielle 4x4-Richtlinie gefunden?
Hätte ich auch gerne ... (kenne nur die für die normalen Dailys)

Original geschrieben von Bingo79
ist eine 3-Punktlagerung nicht erforderlich, bzw. wird überhaupt nicht als Möglichkeit der Lagerung erwähnt.
Laut Richtlinie soll die Lagerung wie folgt sein:
- Befestigungspunkte Rahmenende: Starr verbunden (nicht einmal Feder- oder Gummielemete)
- Befestigungspunkte Rahmen hinter Fahrerhaus: Beweglich über Feder- oder Gummielemete


Das ist als "Federlagerung" durchaus gängige Praxis.
Grundsätzlich gilt: der Aufbau ist immer im Bereich der Hinterachse FEST mit dem Rahmen zu verbinden, denn Beschleunigungs-, Brems- und Kurvenkräfte müssen ja spiel- und verzögerungsfrei übertragen werden können.

Zwischen Hinter- und Vorderachse tritt Verwindung auf, deshalb ist die vordere Lagerung flexibel auszuführen.

Auch bei Dreipunktlagerung ist das so: vorn flexibel, hinten fest.
Bei großen Rahmenüberhängen gibt's alternativ auch die Rautenlagerung: Ganz hinten und ganz vorn eine flexible Wippe, auf Achshöhe fest.

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Suchtiger
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Wie ich schon an anderer Stelle erwähnt habe, ist die Rahmenverwindung des neuen Daily4x4 deutlich höher als beim alten SCAM und beim BREMACH.
Vor einiger Zeit haben wir entsprechende Verwindungstest durchgeführt, mit folgendem Ergebnis:
Basis
Daily4x4 Einzelkabine, Radstand 3400 mm, Bereifung 255/100 R16.
Aufgebaut war ein 3-Seitenkipper mit massivem Zwischenrahmen (Höhe Zwischenrahmen 180 mm; C-Profil, Wandstärke 3 mm, an 3 Stellen über Kreuz massiv querversteift und an 10 Pkt. mit dem Fahrzeugrahmen verschraubt).
[Linked Image von up.picr.de]

Damit ergibt sich bei einseitiger Verschränkung (ein Rad abgehoben) und einem Gesamtgewicht von 3460 kg eine Auslenkung im Bereich Fahrerhausoberkante/Kipperfrontschutzrahmen von 80 mm.
(Anm.: Dies jedoch inkl. massivem Zwischenrahmen, ohne diesen wäre die tatsächliche Rahmenverwindung sicherlich noch weit höher.)
Dabei wird der Rahmen bereits soweit verdreht, daß das Fahrerhaus an seiner hinteren Lagerung bereits fast auf einem der Fahrerhausrahmenträger aufliegt.
[Linked Image von up.picr.de]

Nun ist diese Rahmenverwindung an sich kein Problem, IVECO hat beim neuen Daily eben dieses Konzept gewählt und die Aufbauhersteller müssen sich eben darauf einstellen. Ich gehe davon aus, dass bei den auf der Messe gezeigten Fahrzeugen den entsprechnden Aufbauherstellern diese Informationen bezüglich der Daily Rahmenverwindung nicht (bzw. noch nicht) bekannt waren oder sie aus Zeitgründen nicht in der Lage war entsprechende Zwischenrahmen zu entwickeln oder sie gehen davon aus das ihre Koffer das aushalten.

Mfg, Erich

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Original geschrieben von BAlb
Original geschrieben von Bingo79
Laut IVECO-Aufbaurichtlinie für den Iveco 4x4


hast Du 'ne spezielle 4x4-Richtlinie gefunden?
Hätte ich auch gerne ... (kenne nur die für die normalen Dailys)

Original geschrieben von Bingo79
ist eine 3-Punktlagerung nicht erforderlich, bzw. wird überhaupt nicht als Möglichkeit der Lagerung erwähnt.
Laut Richtlinie soll die Lagerung wie folgt sein:
- Befestigungspunkte Rahmenende: Starr verbunden (nicht einmal Feder- oder Gummielemete)
- Befestigungspunkte Rahmen hinter Fahrerhaus: Beweglich über Feder- oder Gummielemete


Das ist als "Federlagerung" durchaus gängige Praxis.
Grundsätzlich gilt: der Aufbau ist immer im Bereich der Hinterachse FEST mit dem Rahmen zu verbinden, denn Beschleunigungs-, Brems- und Kurvenkräfte müssen ja spiel- und verzögerungsfrei übertragen werden können.

Zwischen Hinter- und Vorderachse tritt Verwindung auf, deshalb ist die vordere Lagerung flexibel auszuführen.

Auch bei Dreipunktlagerung ist das so: vorn flexibel, hinten fest.
Bei großen Rahmenüberhängen gibt's alternativ auch die Rautenlagerung: Ganz hinten und ganz vorn eine flexible Wippe, auf Achshöhe fest.

Komisch, bein kurzen Unimog ist´s genau andersherum. Da die Rahmenlängsträger am Ende den größten Ausschlag haben, gehört da die Wippe hin und nicht in die Mitte, wo die Relativbewegung am geringsten ist. Aber das führt ja doch nur wieder zu "Glaubenskriegen"....


Gruß
René

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Das Orakel
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@ "Konzept Baustellenkipper"
Die Aufbaurichtlinien kommen vom 4x2 und decken mit der Baustellenerfahrung etwas anderes ab ale ein Fernreisemobil mit Koffer: Der Zwischenrahmen unterd em kipper veretift den Rahmen ein wenig, aber die offene Pritsche/Mulde ist weiterhin "torsionsweich". damit arbeitet alles und gut ist's.
Ein geschlossener Koffer ist torsionssteif; wenn ich jetzt dem Rahmen die Option "Lastabbau durch Verwindung" nehme, wird der Rahmen zwischen Fahrerhaus und Koffer überbeansprucht - jetzt mag das beim schwerern fahrzeug mit vielen Straßen-km nicht rasch augenscheinlich werden, aber die hinter der Kabine abgebrochenen Toyota-Rahmen sind uns sattsam bekannt. Fürs Campen auf der nassen Wiese wird das nicht auffallen, für tausende km Wellblech mit Grube links, Grube rechts führt an der Dreipunktlagerung kein Weg vorbei - schaut euch die großen "Elefanten" an: Als Baustellenkipper wird auch keien Dreipinkt- oder Rautenlagerung verwendet, beim "Womo für den Scheich" schon. (und ich hoffe, dass Iveco da bald die Richtlinien für Sonderaufbauten nachschiebt)

@ Ort des Festlagers
Das sind wirklich Glaubenskriege: Beim Festlager vorn bewegt sich der Aufbau absolut weniger, dafür muss ich beim Loslager die (meist) höheren Kräfte abfangen..ok, beim Womo mit hinreichend langem Radstand und guter Gewichtsveretilung vielleicht nicht.
Beim Festlager hinten ist die "lkw-typische" Hinterachslast gut aufgehoben, aber die Wank-Anregung auf den Koffer größer. Es gibt alte BW-Untersuchungen, die dann zum G-Kat geführt haben, in denen extreme Beschleunigungen "hinten im Eck" gemessen wurde - der Soldat, der dort sitzt, gilt nach einer gewissen Einwirkungsdauer als kampfunfähig.

Grüsse,
Peter

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Jungfrau
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Hallo Erich,

ich würde das gerne mal nachvollziehen und selbst messen. Hast Du vielleicht eine Skizze in der die "Auslenkung" dargestellt ist? Das wäre nett.


Gruß Willi

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Suchtiger
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Hallo Willi,
s.h. PN
mfg, Erich

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WiederAmPc
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