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Hallo zusammen,

meine Hinterachse liegt nun schon einige Zeit neben
meinem G und wartet auf eine Überholung.

Da die Bremsleitungen an der Hinterachse schon beim genaueren hinsehen zerbröseln, müssen diese ausgetauscht werden.

Ich habe mir ein Bördelgerät und etwas Kuniferleitung besorgt
um die alten Leitungen auszutauschen.

Nun handelt es sich bei der Bördelung um "F 180 Grad" Bördel richtig?


Hat jemand von euch eine Bezugsquelle für die Verschraubungen aus Messing, welche sich auch für F180 Grad Bördel eignen?

Diese hier habe ich gefunden:

http://www.korrosionsschutz-depot.d...fschraube--M10x1--16-7mm-lang--SW11.html

(Eignet sich nicht optimal, was auch immer das heißen soll)


Wie sind da eure Erfahrungen?


Danke und Gruß

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Ich hab 2012 (meine Güte ist das schon wieder ewig her...) mal die "Brems"leitung zur hinteren Sperre ein Stück neu machen müssen.
Damals hatte ich auch F-Bördel M10x1 bestellt und verarbeitet.
Passt also. (Ob's 180° sind weiß ich nicht aber das wird schon stimmen).

Hier sieht man die Aktion von damals mit ein paar Bildern (Scrollen!)
http://www.viermalvier.de/ubbthreads.php/topics/399655/all/2_Bremsschl%C3%A4uche_an_der_Hinter.html

Grüße,
Uwe


Mit dem Elektromotorrad nach Island - Juni 2018:
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Also ich kapier nicht, was das Korrosionsschutzdepot da für einen Blödsinn schreibt. Die sollen bei ihrem Fett bleiben, das können Sie.

Bördel "F180°" habe ich nirgends gefunden- sagt meinen Bremsenkollegen auch nix.

Bei Mercedes wird Bördel F nach DIN 74234 verwendet. In der DIN steht nur was von einem 115° Kegel- nix 180.
Die Überwurfschraube hat bei MB eine eigene Teilenummer, da sie von der DIN- Zeichnung leicht abweicht. Eine Standardschraube kann man jedoch auch nehmen.

Die vom Korrosionsschutzdepot angebotene Schraube ist für Bördel E und unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch, dass am Bohrungsauslauf (also da, wo auf den Bördel gedrückt wird)eine 90° Fase angebracht wird. Das ist für Bördel E o.K. da da gewissermaßen nur die Bremsleitung aufgeweitet wird.
Beim Bördel F ist das eher kontraproduktiv, da der Bördel nicht sauber angedrückt wird, es fehlt an Druckfläche. Bei dem sehr weichen Kunifer kann das klappen- ich würde es nicht tun. Zumal es auch im Teilehandel die richtigen Überwurfschrauben gibt. Das Original ist A 000 428 04 72 und kostet 1,67€+Mwst. Warum die im EPC beim G nicht aufgeführt ist, wissen die Götter.
Für Willi-Billig: Im Teilehandel nach "Überwurfschraube nach DIN 74233-FS M10x1" fragen.

Anziehdremoment ist bei MB je nach Mutternwerkstoff 14 oder 18Nm. Die DIN spricht von 25Nm.

Wenns jemand noch genauer will, soll er in der DIN nachlesen.


Gruß
René

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Hallo hansele,

die Messing Überwurfschraube aus deinem Link (Artikelnr. MHU2S) habe ich seit 2 Jahren sowohl an meinen Bremsleitungen, als auch an meinen Sperrenleitungen. Die kann ich dir guten Gewissens empfehlen!

Gruß aexl

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Original geschrieben von aexl
habe ich seit 2 Jahren sowohl an meinen Bremsleitungen, als auch an meinen Sperrenleitungen. Die kann ich dir guten Gewissens empfehlen!
Theorie und Praxis...
lagerfeuer


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Hallo zusammen,

warum Messing?


@René:
Original geschrieben von otto1
Bördel "F180°" habe ich nirgends gefunden- sagt meinen Bremsenkollegen auch nix.

Bei Mercedes wird Bördel F nach DIN 74234 verwendet. In der DIN steht nur was von einem 115° Kegel- nix 180.
Ich schätze, da hat sich die Tippse verhört. Neben 115° ist oft auch von 118° die Rede...

Zitat
Das Original ist A 000 428 04 72 und kostet 1,67€+Mwst. Warum die im EPC beim G nicht aufgeführt ist, wissen die Götter.
Für Willi-Billig: Im Teilehandel nach "Überwurfschraube nach DIN 74233-FS M10x1" fragen.
Die Teile habe ich von FTE hier, da gibt es ca. 60% Rabatt drauf...


Grüße
DaPo


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Hallo,

erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.

Ich habe mal noch bei den Jungs angefragt, wie man das nicht optimal zu verstehen hat:

Zitat
Mercedes Benz, z.B. benutzt Bödelformen DIN F 180° unsere Überwürfe sind für SAE F 90°. Im Prinzip sind die Überwürfe kompatibel. Wer aber ganz penibel ist wird sich u.U. daran stören, dass Überwürfe SAE F 90° etwas weiter außen auf den Bördel drücken als DIN F 180°.

Diese Aussage deckt sich mit den Erfahrungen von aexl.


Ich hätte gerne Messingverschraubungen, da ich das Thema Rost an Bremsleitungen gerne dauerhaft vergessen möchte.

Oder konserviert ihr die verzinkten Verschraubungen nach dem Einbau?


Die Info mit dem DIN F 180 Grad Bördel ist auch bei Hans-Hehl zu finden, unter Punkt 1.1

http://hanshehl.de/tipp13.htm



Grüße

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Auch bei Hans ist nicht alles auf der Homepage richtig. Dort steht auch nicht, dass wir nach 1 Jahr alle Überwurfschrauben an seinem Wettbewerbswagen nachziehen mussten. Und wer Hans kennt, weiß wie gewissenhaft er arbeitet!
Ich schreibe das allerdings dem weichen Kunifer zu. Davon halte ich nicht so viel, kann aber verstehen, dass man es wg. der leichtern Verarbeitbarkeit lieber nimmt, als Stahlleitungen.

Nochmal, es gibt kein "DIN F180°" Bördel! Wers nicht glaubt, solle doch bitte in der DIN nachsehen.
Hier haben wohl die "Experten" aus Hamburg SAE mit DIN durcheinandergemischt. Allerdings bin ich zu faul, auch noch die SAE rauszusuchen. Im übrigen ist der G ein deutsches Auto- da hat das SAE- Zeug nix verloren- wenn es eine entsprechende DIN gibt. wink

Die Aussage vom Korrosionsschutzdepot (die sich was den Andruck betrifft mit meiner deckt) halte ich für gewagt. Wenn was passiert und du an einen halbwegs technisch gebildeten Gutachter gerätst (soll es geben), haben die eine Produkthaftungsklage am Hals.

Ich verstehe auch nicht warum manche hier guruhaft auf das Korrosionsschutzdepot abfahren. Dapo hat doch z.B. die richtigen Überwurfschrauben angeboten. Mit etwas Konservierung halten die ewig.

Es heißt immer, an Bremsen sollen nur Fachleute ran. Wenn ich das hier lese, weiß ich warum. Es muss nichts passieren, aber wenn...


Gruß
René

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Hallo zusammen,

da wir gerade beim Thema sind:

Es gibt vier grundlegende Bördelformen, die im KFZ-Bereich zu finden sind:
Bördelung D
Bördelung E
Bördelung F nach SAE
Bördelung F nach DIN

D lassen wir mal außen vor, da in den letzten 100 Jahren nicht im Automobilbau verwendet. Nur so viel: erkennbar ist D daran, daß hier nur das Rohrende nach außen geweitet ist, ohne die sonst typische wieder-Verengung. Sieht im Querschnitt aus wie ein Y

Bördelung E sieht im Querschnitt auch aus wie ein Y, jedoch ist hier das Rohrende wieder komplett nach innen gefaltet und liegt (idealerweise) außen an.

Bördelung F nach SAE ist anders. Hier ist das Ende nicht wieder komplett nach innen gefaltet, sondern nur wieder im 45°-Winkel nach innen zeigt (würde man die Rohr-Wandung weiter nach innen drücken, ergäbe sich am Ende eine E-Bördelung). Dies hat den Vorteil daß, wenn das Rohr ausreichend elastisch ist, die Bördelung wie ein Federring wirkt, sich die Verschraubung also nicht so schnell löst. KuNiFer hat genau hier einen Nachteil, denn es ist weich, und gibt irgendwann nach -> die Verschaubung lockert sich und muß nachgezogen werden.
Historisch gesehen ist E jedoch der Nachfolger von F (nach SAE) auf dem amerikanischen und asiatischen Markt.


Allen drei bisher genannten Bördelungen ist eines gemeinsam:
Die Außenwand des Rohrs geht im 45°-Winkel in die Bördelung über. Die Verschraubungen sind dafür innen um 45° angefast (bilden also einen Trichter).

Der Nachteil, der sich hieraus ergibt, ist, daß die Bördelung am Rohr die Verschraubungen beim Festziehen aufweiten. Im Extremfall kann die Verschraubung hierbei reißen. Undicht wird sie zunächst nicht, jedoch bekommt man ein Problem beim Lösen, da sich die Verschraubung wie ein Dübel fest krallt.

Hier kommt nun die Bördelung F nach DIN ins Spiel:


Bördelung F nach DIN:
Sieht aus wie Bördelung F nach SAE, jedoch ist der Übergang vom Rohr in die Bördelung nun im 90°-Winkel statt im 45°-Winkel. An der Spitze bildet die Bördelung nun einen 115°-Winkel
Die Verschraubung ist nicht mehr angefast, sondern nur noch engratet.

Hierdurch liegt die Stirnfläche der Verschraubung wieder komplett auf der Bördelung auf.

Wenn man sich das vor Augen führt, wird man recht schnell merken, warum man diese Typen nicht miteinander mischen sollte, denn die Bördelung muß sowohl zur Verschraubung als auch zum Teil, wo die Verschraubung eingeschraubt wird, passen!

Bei den Verschraubung gibt es auch Unterschiede. Bei europäischen Fahrzeugen haben die Verschraubungen vorne eine "Führung", also einen Teil ohne Gewinde. Bei amerikanischen und asiatischen (metrische Gewinde!) Fahrzeugen geht dagegen das Gewinde bis an die Spitze. Das Problem hierbei ist, daß bei vielen Bohrungen die Gewinde nicht bis unten geschnitten sind (weil ja eben für Verschraubungen mit Führung vorgesehen), die Verschraubung kann also nicht weit genug hinein gedreht werden, um die Leitung abzudichten. Ebenso gibt es Verschraubungen mit unterschiedlich langen Gewinden, hier gibt es mitunter dasselbe Problem, wenn das Gewinde zu kurz ist.


Lange Rede, kurzer Sinn:
Aufpassen, und keine Experimente wagen. Gerade bei der Bremse!


Grüße
DaPo


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Hallo,

erstmal Danke für eure Antworten, ich habe mich nun für die normalen verzinkten Verschraubungen entschieden.
Diese werden dann halt beim Einbau etwas konserviert.


3/4 der Leitungen an der Hinterachse habe ich schon fertig gebracht:

[Linked Image von abload.de]


Grüße


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