ich muss mich zeitnah um meine Vorderachse kümmern, die Achsschenkellager sind offenbar fertig mit der Welt. Das Vorderrad hat vertikal (gefühlt von jetzt auf gleich) extrem Spiel bekommen, bei aufgebocktem Rad kann man gewaltig hin und her wackeln. Beim rollen und langsamen fahren, ist ein defekt nun auch nicht mehr zu überhören.
Wieso das so schlagartig kommt, kann ich mir noch nicht erklären, zerlegt es ein solches Lager mal ebenso? Oder ist dort ggf. noch mehr im als nur ein Lager defekt? Das größere Übel scheint am unteren Lager der Achskugel zu sitzen, vielleicht hat sich der Käfig im Lager in Luft aufgelöst.
Bewegt wird das Auto so jedenfalls nicht mehr, ich freue mich schon auf die Fettschlacht ;-).
Hier 2-3 Sekunden bewegte Bilder dazu:
Die nötigen Teile habe ich mal aus dem EPC gefischt: A4603320033 Verschlussdeckel 4x (denke nur bei MB zu bekommen) A4609970040 Dichtring 4x (denke nur bei MB zu bekommen) A0009815905 Lager oben 2x A0029802002 Lager unten 2x
Kann jemand die beiden Lager um schlüsseln zu den passenden SKF-Nummern?
wenn du eine Vorderachse hast bei der die oberen Lager andere sind wie die unteren braucht du auch untere und obere " Dichtringe" und nicht 4x die gleichen. Bei den Deckeln ist das 4x das gleiche.
Der Achsschenkelbolzen unten ist bei den Achsen ab ca. 2001 dicker ausgeführt, bis zu dem Zeitpunkt waren die unteren und oberen Lager gleich.
bei den Sachnummern gab es im EPC mal einen Fehler, teilweise wurden statt der Achsschenkelbolzenlager Radlager für den 124er geliefert. Das würde ich prüfen.
Grüße Thomas
Bremszangen VA aus G mit massiven Scheiben, Bremszangen G 55 VA, zu verkaufen
bei einigen Achsen steht im Teilekatalog einfach Blödsinn, so auch hier mit den Lagern und Dichtringen das passt nicht zusammen, ebensowenig dann mit den Passscheiben. Du kannst mal am Lenkhebel schauen, ob Du erkennen kannst, ob der eingesetzte Bolzen eher 19mm oder eher 22mm dick ist. manchmal kann man das erkennen.
Dass Lager vom W124 auftauchen, ist doch vollkommen richtig, schließlich wurden die Lager z.T. dort auch verbaut, und in etlichen anderen Fahrzeugen auch, und nicht nur beim Stern.
Die Lager sind: LM11949/LM11910 (klein) und LM12749/LM12710 (groß), mit Varianten in der Schreibweise. Respektive SKF VKHB2270 (klein) und VKHB2271 (groß), wobei Letztere oft teurer sind als bei MB, weshalb ich selbst SKF fast nie da habe, eher NTN oder Timken. Deckel und Dichtringe auch.
Grüße DaPo
Fußball war doof, Fußball ist doof, Fußball bleibt doof.
ich sehe von außen erst mal nichts und werde also demontieren und sehen müssen womit ich es zu tun habe.
Nun stelle ich mir gerade die Frage was die bessere Abzweigung bei der Demontage/Wechsel ist. Grundsätzlich würde ich zuerst, diese Teile demontieren: - Rad abnehmen, Fahrzeug aufbocken und sichern - Bremssattel demontieren und an Feder fixieren - Bremsbeläge in Sattel mit Holz fixieren und sichern (man weiß ja nie) - Bremsscheibe lösen und demontieren - Kugelgelenke lösen am Achschenkel - Ring auf der Rückseite und Dichtung demontieren
Variante 1: - Achschenkelbolzen oben und unten demontieren - Achsschenkelgehäuse mit samt der Antriebswelle aus dem Achsrohr ziehen --> vorher ggf. Achsöl ablassen --> Risiko Beschädigung des Simmerrings sowohl bei Demontage als auch wieder bei der Montage
Variante 2: - Staubkappe entfernen - Nutmuttern und Sicherungsblech Gleichlaufgelenk entfernen - Achschenkelbolzen oben und unten demontieren - Achsschenkelgehäuse abziehen, Antriebswelle und Gleichlaufgelenk verbleiben in der Achse --> Nachteil Radlager muss neu eingestellt werden --> Vorteil Gleichlaufgelenk kann auch gleich noch sauber begutachtet werden
Vergesse ich dabei etwas?
Gefühlt scheint mir die Variante 2 etwas umständlicher, aber sicherer mit der Möglichkeit gleich ein paar Dinge mit zu prüfen.
Grüßle Pascal
€dit: Ich habe sicherlich den ein oder anderen Schritt nicht erwähnt, ist also kein vollständiger Ablauf.
Hallo, befasse Dich mal mit der notwendigen Vorspannung dieser Lager (z.B in dieser Bundeswehranleitung beschrieben). Das wird über Passscheiben DIN988 19x26xdiv.Dicken 0,05 - 0,3 gemacht. Eine Meßuhr mit Magnethalter wäre auch nicht schlecht.
ich würde die Version mit der Radlagereinstellung wählen, schon allein deswegen, da die Einzelteile dann leichter sind. Achte darauf, dass Du die Beilagscheiben der Achsschenkelbolzen wieder an die Ausgangsposition bringst, wenn Du dabei Zweifel hast, dann bmusst Du die Achskugeln ausmitteln und die Stärke der Beilagscheiben ermitteln.
Grüße Thomas
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