Ablauf einer Odyssee in Hamburg

Beanstandung an meinem Fahrzeug TD5 110 MY 2005.

Blubberndes Geräusch beim Treten der Kupplung. Kein Gang eingelegt, Drehzahl bei ca. 1500 U/min.
Sehr starke Vibrationen ab 80 Km/h im Fahrerfußraum, bzw. im Motor/Getriebe Raum.
Ständiges helles Scheppern aus dem Getriebebereich.

1. Werkstattbesuch.

Probefahrt gemacht. Hört sich doch alles bestens an. Ich hätte schließlich ein Auto zwischen Traktor und Bagger, da wären solche Geräusche völlig normal. Außerdem wüste er ja gar nicht wo er mit der Suche anfangen soll. Das kann lange dauern, und das würde er von Land Rover nicht über Garantie abrechnen können. Da hat er keine Lust zu, ich solle zu dem Händler gehen wo ich den Wagen gekauft habe. Er will da nichts machen.
Soviel zur weltweiten Garantie.

Also zweiten Vertragshändler aufgesucht.
Probefahrt mit den Land Rover Fachmann gemacht, sonst repariert man dort nur andere Hersteller, und Land Rover hat man erst kurz im Programm. Nach kurzer Probefahrt wurden sofort meine Beanstandungen als tatsächlicher Mangel erkannt. Man wollte dann den Wagen noch einmal für einen Tag genauer untersuchen und dann die benötigten Teile bestellen und die Garantieübernahme von Land Rover beantragen. Am Abend den Wagen zurückerhalten mit dem Ergebnis: Motor- und Getriebe- Lager(Aufhängung), Schwungscheibe, Kupplung, Ausrücklager, Andruckplatte und Hosenrohr inkl. Kat neu. Nicht gerade wenig. Ich bat dann noch darum auf jeden Fall das Pilotlager zu tauschen. Das blubbernde Geräusch war mir wohlbekannt, und das Teil kostet keinen Euro. Die Teile wurden bestellt und in der nächsten Woche wurde der Wagen repariert, zwischenzeitlich erhielt ich einen Ersatzwagen. Nach vier Tage war der Wagen wie versprochen fertig. Alles gemacht, alle Mängel beseitigt. Endlich eine gute Vertragswerkstatt. Später dort angerufen und mich für gute und schnelle Arbeit bedankt.
Einen Tag später, wieder das blubbernde Kupplungsgeräusch. Ein Anruf und ich solle den Wagen am Anfang der Woche vorbeibringen. Am Montag dann den Wagen abgegeben und zusätzlich noch die fällige 20.000 Inspektion beauftragt. Der Wagen wurde mir für Donnerstag zugesagt. Am Donnerstag den Wagen mit den Worten alles in Ordnung zurückerhalten. Am Freitag morgens dann gleich wieder das vertraute Geräusch. Begeisterung! Wieder angerufen, da habe ich dann erfahren das man nichts gehört habe und deswegen auch nichts unternommen hat. 4 Tage für die Inspektion und weiter nichts gemacht. Aber ich darf den Wagen gleich Montag wieder abgeben. Kurze Vorführung, der Werkstattleiter hört dann tatsächlich das Geräusch. Der Wagen bleibt gleich dort und soll bis Donnerstag fertig sein. Man will mich telefonisch benachrichtigen. Keine Nachricht bis Mittwochnachmittag. Dann rufe ich eben an, nur da alle schon Feierabend haben will man mich nächsten Morgen anrufen. Man will, aber tut es nicht, es schein sowieso üblich zu sein leichtfertig Rückrufe zu versprechen. Am Donnerstag Mittag erfahre ich dann endlich das man die Teile bestellt hat. 4 Tage bis man sich entschließt Teile zu bestellen! Also, da die Teile erst Montag geliefert werden, hole ich mir den Wagen zurück. Man zeigt mir noch ganz stolz den Bestellbeleg, wieder einmal Komplettpaket Kupplung, teilt mir aber noch mit, das die Buchse nicht lieferbar ist. Kein Problem dann werde ich eben das kostspielige Teil selbst besorgen und beistellen. Am Montag wird dann wie angekündigt der Wagen abgeholt inkl. der Buchse, natürlich kein Übergabebeleg oder sonst etwas. Ich soll einer mir völlig fremden Person die Wagenschlüssel geben. Wenn der Wagen weg ist, lacht mich meine Versicherung dann zu Recht noch aus. Da sind echte Profis am Werk. Der Wagen soll dann am Mittwoch fertig sein. Passt gut, da ich am Donnerstag in Urlaub fahren möchte. Am Donnerstag klingelt auf dem Weg zur Werkstatt, noch 3 km, mein Handy, der Wagen wird leider nicht fertig. Ich fahre also noch die 3 km und treffe nur noch den Chef an, die Werkstatt menschenleer. Mein Wagen halb zerlegt. Man hätte Schwierigkeiten gehabt und musste das Getriebe ein zweites mal ausbauen, da der Fehler noch nicht behoben war. Aber man hätte die Ursache jetzt endlich gefunden. Stolz zeigt er mir die defekte Pilotbuchse. Ich breche zusammen, mein Reden seit Anfang an, aber der Kunde ist ja dumm und hat keine Ahnung von komplizierten Autos, wieso sollte man dessen Hinweisen nachgehen. Der Chef völlig unberührt, er kann da nichts machen, der Wagen wird erst Freitag fertig. Und mein Urlaub sein ihm egal, er hätte auch Urlaub , und der wäre ihm wichtiger. Wenn ich noch weiter nörgele würde der Wagen erst Montag fertig und ich solle gehen. Wieso bin ich eigentlich immer noch freundlich zu ihm? Egal, umdrehen und gehen, ärgern kann ich mich woanders. Am Freitag bis 12:00 kein Rückruf. Ich habe die Zeit schon mal genutzt und die Angelegenheit dem Land Rover Kundendienst geschildert. Die waren sehr überrascht, da man ja nur ausgewählte Werkstätten als Servicenetz hält. Aber man wolle der Sache auf den Grund gehen. Es wurde auch gleich bei der Werkstatt angerufen und mir danach mitgeteilt das der Chef sich bei mir melden wird. Natürlich mach er das nicht. Also alle 30 Minuten dort angerufen bis dann endlich erfahre das der Wagen fertig ist. Er wird mir natürlich nicht wie vereinbart gebracht, sondern ich muss ihn selbst abholen. 45 Minuten später erscheine ich in der Werkstatt. Chef und Werkstattleiter im Fachgespräch ignorieren mich völlig. Bin ja höflich und warte, nach 5 Minuten!! Frage ich ob ich einen Wagen zurückbekommen kann.
Was mir einfiele einfach dazwischen zureden. Ich hätte zu warten bis ich dran wäre, und die Zeit bestimme er. Zitat „Kunden wie mir solle man einfach in die Fresse hauen“. Ich traue meinen Ohren nicht, frage noch mal höflich nach, tatsächlich er wiederholt sich und droht mir Schläge an. Leider habe ich diese nicht bekommen, das Schmerzensgeld hätte ich gleich in neues Zubehör investiert. Dann wollte er mir den Schlüssel erst nach Zahlung der Leihwagenkosten zurückgeben. 5 Tage, wollte er in Rechnung stellen. Leider war aber auf dem von mir unterschrieben Vertrag unter Kosten „Keine Berechung“ eingetragen. Dumm gelaufen, da fiel ihm nichts mehr zu ein. Ich erhielt meine Schlüssel, wurde noch beschimpft, und ich solle auf keinen Fall wieder zu ihm kommen. Wie kann der nur ernsthaft glauben das ich noch jemals seine Werkstatt betreten werde. Also wortlos gegangen, was soll es, der spricht sowieso nicht meinen Sprache. Dann nach Hause gefahren und den Wagen untersucht. Die Motorhaube wurde nur lose auf die Scharniere gelegt. Diverse Schläuche und Kabel hängen lose herum, Schrauben und Muttern sichtlich beschädigt, selbstsichernde Muttern mittlerweile zum 3. Mal verwendet, Unterbodenschutz großflächig ruiniert, und im Innenraum habe ich zwei Kunststoffdübel gefunden. Soweit nur auf den ersten Blick. Ich möchte nicht wissen was die sonst noch angestellt haben. Ganz Wohl ist mir nicht.

So weit bis heute... ich will das alles nicht glauben, wann wache ich auf.


Frank