ich habe einen Landrover Discovery II Baujahr 1999 und lebe in Costa Rica. Ich muß mich also mit dem zufrieden geben was es in diesem Lande gibt.
Die Landrover Niederlassung ist in der Hauptstadt und 300 Km entfernt. Ich habe da angerufen und erfahren, das ein neuer Radträger incl. Lager und ABS-Geber 600 Dollar kosten. Dazu kommen noch die diversen Zubehörteile wie Gummimanschette, Simmerringe, ABS-Anschlußkabel und Schlauchbinder. Alles in allen bin ich dann mit über 1000 Dollar dabei.
Das darf ja wohl nicht wahr sein, wegen eines Lagerschadens 1000 Dollar, ich habe mir keinen Rolls Royce gekauft sondern ein normales Auto. Bei Toyota kostet so ein Lagerschaden maximal ein drittel davon.
Das Beste dabei ist, das diese Teile nicht vorrätig sind sondern erst bestellt werden müssen. Bis sie hier sind, dauert es weiter 22 Tage (so denn Gott will). Nebenbei gesagt ist dies für eine offizielle Niederlassung von Landrover ein beschissener Service.
Wegen dem ausschlagen der äußeren Lagerschalen habe ich mir das Teil angesehen und auch mal versucht da was zu bewegen. Ich glaube, bis ich da was raus habe, ist Amerika wieder nach Europa zurückgewandert und ich kann zu Fuß zu einem Gebrauchtteilehändler gehen.
Also noch mal, ich bitte um Hilfe und Rat, wie ich diesen Lagerschaden kostengünstig beheben kann.
Danke Herbert
Ein Landroverfan aus Costa Rica, masslos über die Landroververtretung in Costa Rica entäuscht ist.
Hallo Herbert! Mach Dir erstmal nicht so grosse Sorgen. Ist ja nicht gesagt, dass Du gleich einen neuen Radträger brauchst, wenn Du die Radlager ersetzen musst. Beschreibe doch mal genau, wie der Schaden passiert ist, und was alles definitiv kaputt ist. Ich weiss zwar nicht, ob ich Dir dann grad helfen kann. Aber die Forumskollegen vielleicht. Und nochmal zum ABS-Sensor: Wenn der nicht absolut zerbröselt ist, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er einfach nicht richtig sitzt und/oder durchgescheuert oder geknickt ist. Das kann man einfach und wenn man sich nur etwas bemüht auch dauerhaft reparieren. Das spart dann richtig Geld. Ich gehe wie gesagt von Defender Achsen aus, evtl. ist das beim Discovery II anders, glaube es aber nicht. Lagerschalen gehen bestimmt auch raus. Im Netz gibt's mehrere Anleitungen dazu.
UND WIRKLICH LÄSSIG WÄR'S, wenn sich jetzt ein selbstschraubender Disco II Fahrer meldet, und hier viell. ein paar Bilder aus dem Werkstatthandbuch reinstellt, damit man mal weiss, wie das alles bei dem Wagen überhaupt aussieht.
Kannst ja viell. auch mal www.ex-tec.de kontaktieren, die haben viel Zubehör für das Fzg. entwickelt und kennen die Technik bestimmt. Teile könnte Dir ein Händler in Europa bestimmt schicken. Chris Eliott von www.safari-centre.com in der Schweiz würde das bestimmt machen incl. techn. Hilfestellung. Müsste man sich nur anschauen, ob sich das auszahlt. Machen übrigens ganz bestimmt auch ganz viele andere Firmen! lg Skippy
"If the hub is undamaged, then you need replace only the bearing. You will be able to see hub damage quite easily. The bearing surface on the hub should be perfectly smooth, with no pitting or discolouring." und "I have now done the job and had to buy the complete hub as ABS sensor and ring are part of bearing and are pre-assembled in the hub. As far as I could tell there are no pattern parts available."
Es schein so zu sein, daß die äußeren Lagerschalen nicht zu entfernen sind (sind im Teil eingeschliffen". Wie kann ein Konstrukteur so was nur entwickeln. Ein Lagerschaden in der Wüste und man kann das Fahrzeug wegschmeißen!
Ein Landroverfan aus Costa Rica, masslos über die Landroververtretung in Costa Rica entäuscht ist.
Hmm, auf dem Bild sieht es ganz einfach aus. Vom Radbolzen-fernen Ende läßt sich doch bestimmt ein Dorn irgendwo hinter der Lagerschale verhaken und die Lagerschale dadurch heraustreiben. Angst muß man ja nicht haben. Viel mehr kaputt gehen kann ja nicht.
Geld vor Inflation in Sicherheit bringen? Gleichzeitig das Handwerk unterstützen? Fahr' Land Rover!
Na, ich warte mal ab, ob ein Discovery-Schrauber diesen Artikel sieht und mir antwortet. Ich habe mir bei meinem letzten Besuch ein Werkstatthandbuch gekauft. Das seltsame in diesen Handbuch, Radlager kommen darin überhaupt nicht vor. Da wird nur von Radträgerwechsel geschrieben. Das könnte darauf hindeuten, das Landrover den einfachen Wechsel von Lagern überhaupt nicht vorsieht. Ich bleibe dabei, den Konstrukteur sollte man auf den Mond schießen (oder besser noch auf den Mars und noch weiter). Herbert
Ein Landroverfan aus Costa Rica, masslos über die Landroververtretung in Costa Rica entäuscht ist.
Ich habe bei Discoweb schonmal geforstet, ich meinte irgendwo in einem engl.sprachigen Forum einen Artikel darüber gelesen zu haben. Vermutlich mein Irrtum.
Good luck!!
p.s. wie gut, daß mein Auto noch solche altmodischen Radnaben hat. Irgendwie haben die ein paar Vorteile auf ihrer Seite.
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Ich hoffe du hast dir inzwischen ein paar Austreibdorne besorgt. Den steckst du dann praktisch von unten durch den Radträger und setzt ihn an der gekenzeichneten Kante an. Dann nimmst du einen richtigen Hammer und ringsrum entlang der Kante draufhauen,da sollte sich was bewegen.