08:30
Komme grade zurück von einer Nachtbegehung des Kopftörls von der Kaiser-Südseite, über altbekannte und geliebte Wegerl und steinige, steile Pfade: Wochenbrunn > Gaudeamushütte > Gamsenscharte > Grutten > Kaindl-Stewart-Platte > Kopftörl. Knapp drei Stunden für die 1000 kombinierten Höhenmeter. Ziemlich weit oben wurde es dann auch schon mal etwas zwielichtiger, die Gamsenscharte machte ihrem Namen alle Ehre, eine richtig schöne Gams mit wundervollen Krickeln stand zuvorkommend vom Steig auf, trabte 10 m, nicht mehr! auf'd Seiten und ließ sich wieder im rot-rosarot blühenden Almrausch nieder. Sie hat mich wohl als Ihresgleichen akzeptiert, ich hab mich dann etwas mit ihr unterhalten. Aber auch sonst ziemlich Viecher unterwegs, wie hübsche dunkelgraugrüne Kröten und Frösch, bloß fliegendes Dohlenpersonal kam erst, als es heller wurde. Nachtflugverbot. Arnika blüht gelb-orange und alles mögliche Kräuterich, es duftet nach Honig. Im grüngemischten Bergwald zirpen die Amseln und adjuvante Ornithologie. Temperatur war très agréable 19°, die Gipfel ganz leicht in rosa Wölkchen.

Und koa Breis in Sicht.
Traumhaft. Diese Ruhe.

Der Kopftörlgrat vom Gruttensporn. Klettergebiet.
Erstbegehung G. Leuchs (allein!) 25. Juni 1900.
Ganz links die höchste Erhebung im Wilden Kaiser, die Ellmauer Halt (2344 m).
Rechts die tiefste Scharte: das Kopftörl (2058 m) mit angrenzender Karlspitze.

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Sommerloch? Kenn ich nicht.
Haltet Euch geländegängig.
Kufstein Super 98 ROZ 1,16