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Süchtiger
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Süchtiger
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Aus jahrelangen Beobachtungen vom über 40 Überfahrten mit der Norröna und zwei Jahren als Whale-watching Guide kann ich berichten das die Kaugummis eher schlecht wirken, der vielgepriesene Ingwer meist total versagt, die Pflaster die man hinter das Ohr klebt zwar helfen aber ziemliche Nebenwirkungen haben. Die in Seglerforen angepriesenen Mittel die in Deutschland offiziell nicht als Seekrankheitsmittel vertrieben werden hatten noch die beste Wirkung zusammen mit homöopathischen Mitteln. Hilfreich sind 2 Dinge: frische Luft mit Blick auf den Horizont und flaches Liegen mit geschlossenen Augen. Das Beste ist immer noch Schlafen. Das kann ich aus eigener Efahrung berichten, nachdem ich 2 Tage auf einem Seenotrettungskreuzer im Sturm zubringen durfte. Und da bestätigte sich auch wieder die Weisheit das üble Gerüche, in meinem Fall penetranter Dieselgeruch, Seekrankheit fördern können. Viel macht auch die Psyche aus. Bei den Walbeobachtungstouren stellte ich immer wieder fest das bei Teilnehmern die Seekrankheit wie weggeblasen war wenn wir Wale sichteten. Und man kann sich die Seekrankheit auch herbei reden, vor Jahren erlebte ich eine Frau auf der Norröna die sich beim Ablegen in Tórshavn in einen Liegestuhl setzte und wie ein Mantra vor sich hinsprach: "Ich werde bestimmt Seekrank" und richtig, kaum waren wir um die Hafenmole gebogen hing sie über der Spucktüte, dabei war das Meer total ruhig.
Kinder können übrigens sehr wohl Seekrank werden, lediglich Säuglinge sind davor geschützt. Und mit dem Alter nimmt die Empfindlichkeit meist ab.
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