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[quote]Also das mit der Werbung - das ist richtig. Kann ich auch jeden Satz unterschreiben.
Dafür sind aber nicht die audiovisuellen und Printmedien verantwortlich, sondern die Autohersteller bzw. deren Importeure und Vertriebsfirmen, in deren Auftrag diese Anzeigen und Werbespots hergestellt und verbreitet werden.
Wer die Musik bestellt, muß sie nicht nur bezahlen. Er kann auch bestimmen, was gespielt wird.(Zitat)
Eben weil dieser letzte Satz leider eine Wahrheit anspricht, kann man die Verantwortung der gängigen Medien und der Industrie nicht mehr splitten. Da wird Hand in Hand gearbeitet! In den letzten Jahren hat sich ein Trend durchgesetzt, der - mehr oder weniger - schon vor einigen Jahrzehnten begann: die Presse, welche sich mit Konsumgütern ganz allgemein beschäftigt (und dazu gehört der Tourismus als boomende Industrie im direkten Sinne ebenso, wie die Autoindustrie), verkauft letztlich beide Produkte. Daß zu diesen Produkten inzwischen auch die Umwelt gehört, wird heute niemand mehr übersehen können, der viel unterwegs ist. Und auch der Druck aus dieser Richtung gehört zu den "Sachzwängen" (in der "Steinzeit" eng mit dem Begriff Systemimmanent - da wird sich jetzt u.U. KEINER aktiviert fühlen <img src="/forum_php/images/graemlins/smile.gif" alt="" />- verbunden), die man bei hoher Arbeitslosigkeit nicht ungestraft in Frage stellt. Das, was heute aus den Firmen auf dem Redaktionstisch landet, nannte man früher noch Pressemitteilung. Der Journalist konnte die dort enthaltenen Fakten verwenden und den werbenden/verkaufenden Aspekt limitieren. Inzwischen bereiten die Presseabteilungen der Industrie den Text so auf, daß er selbst als Redaktionstext der entsprechenden Zeitschrift erscheint. Und so wird er dann auch unverändert im redaktionellen Teil gedruckt. Ab und an droht einem das Frühstück aus dem Gesicht zu fallen, wenn man den hymnisch enthusiastischen Text kritisch durchgeht. (Schamhafte, unauffällige Hinweise irgendwo am Seitenrand -"Produktinformation" u.ä. - werden immer kleiner.) Wer kritisch liest, wird (auch als Außenstehender) sehr schnell merken, daß hier (wie in Funk, Fernsehen ,Film) statt Unterhaltung/Information Product-Placement angeboten wird. - Untersuchungen zum prozentualen Anteil Redaktion:Werbung des Druckerzeugnisses zeigen außerdem eine deutliche Verschiebung in Richtung Werbung. Wirtschaftlich betrachtet sinkt also die Bedeutung der Redaktion ständig! Und damit auch die journalistische Kontrollfunktion, während die Bindung zur Industrie wächst. Von den kleinen Gefälligkeiten und verständnisvollen Erleichterungen der allfälligen materiellen Kümmernisse die das moderne Leben so bereithält, mal zu schweigen. Aber, DAS kommt wirklich ganz ganz selten vor!! Es ist sinnlos, sich darüber aufzuregen - dieser Zug ist längst abgefahren! Aber: noch kann man selbst entscheiden, wo man - statt unerwartet als Konsument eingeseift zu werden - echte Informationen sucht. Freiheit war noch nie ein Geschenk, sondern immer mit Anstrengungen verbunden! <img src="/forum_php/images/graemlins/graem-clown.gif" alt="" />
Gruß Roger San
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