@ keiner:
daß wir uns bloß nicht falsch verstehen: ich sehe auch, wo überall zuschüsse gestrichen werden. und oft seh ichs mit grauen.
vor allem vor dem hintergund, daß zB unsere stadt jetzt im herbst wieder eiligst beginnt, pfenniggute strassen zu sanieren, nur weil plötzlich einer ausgerechnet hat, daß ein paar millionen übrig sind. aber an betreuungsstellen in kindergärten wird dann krampfhaft gespart.
was ich sagen will: wir haben potentiale, wir haben die voraussetzungen, wir haben freiden, demokratie und einige rechte, von denen andere nur träumen können. und daraus können wir was machen.
aber eben nur, wenn wir den hintern bewegen. irgendwo zw. 35 und 40 stunden kann man leben, das geht. was nicht geht, ist immer höheren standard zu wollen, dafür immer weniger zu arbeiten um immer lauter jammern zu können.
natürlich gibts in einer 82Mio. gesellschaft reibungsverluste. wie zb die bildung. wie zB arbeit.
wir haben 4 Mio. arbeitslose
wir haben 850.000 offene stellen. warum die nicht besetzt werden?
weil von 100 bewerbern nicht einer in frage kommt, 12 sind alkoholiker, 11 sind 30 % invalide wegen haarspliss, 35 wollen 19,50 fürs kloputzen und die restlichen 42 würden gerne qualifiziert arbeiten, können aber 4 und 4 nicht zusammenzählen.
wir leben bestimmt nicht im schlaraffenland oder im paradies. aber wir leben da, wo´s den leuten im schnitt mit am besten geht auf der ganzen welt.
wir leben in einem land, wo es in einer solchen diskussion nicht so sehr auf den inhalt ankommt. wichtig ist es eher, daß man groß/kleinschreibung beachtet.
wir erlauben uns VIELE problemdiskussionen über dinge, die eben mehr oder weniger wichtig sind. die rechtschreibreform übrigens ist ein paradebeispiel.
ANDERE Sorgen scheinen wir nicht zu haben.....
solange diese dinge tagelang die schlagzeilen von deutschlands wichtigster medienstimme BILD zieren, solange gehts uns noch ziemlich gut.
sozialistische planwirtschaft hat ihre untauglichkeit bewiesen. amerikanischer reinkapitalismus "blut für öl" hat auch seine schattenseiten, ne?
vielleicht gelingt uns ja irgendwann, das modell "soziale marktwirtschaft" soweit zu optimieren, daß auch der letzte zufrieden ist.
es ist halt noch nicht ganz fertig, unser modell.
und ich wünsche mir, daß wir konstruktiv an verbesserungen arbeiten.
weder ist es ein weg, 5000 entlassungen zu beschliessen, weil grade freitag ist, noch ist es toll, sich müllsäcke überzustülpen und in trillerpfeifen zu blasen.
aber wie gesagt: wir lernen noch. vielleicht lernen wirs irgendwann...
der wüstenfuchs <img src="/forum_php/images/graemlins/boing.gif" alt="" />