Und auch das Thema Bakelit auffrischen packen wir gleich mal rein:

Bakelite ist einer der ersten industriell hergestellten Kunstoffe und ist chemisch gesehen ein Phenol-Formaldehyd-Kondensationsharz. Das Material ist also vernetzt und somit nicht schmelzbar und kann sich nicht in Lösungsmitteln auflösen, wohl aber anquellen.
Durch die chemische Struktur wird Bakelite durch den Einfluss von Sauerstoff und UV-Strahlung langsam abgebaut, so dass sich an der exponierten Oberfläche Krakelierrisse und Abbbauprodukte bilden.
Die Oberfläöche wird also genau gesehen mikro-rauh oder mikroporös, was dann optisch zu einem matten und stumpfen Erscheinungsbild führt.
Um also diese stumpfe Oberfläche wieder glänzend zu bekommen, muss die Oberfläche für eine gleichmässige Lichtbrechung (glänzende Oberfläche) wieder glatt werden.
Je nach Ausmass gibt es nun verschiedene Ansätze:

Bei geringem Ausmass können einfach die Rauhen stellen mit einem Polymer aufgefüllt werden. Dazu reicht oftmals Cokpitspray, also eine Lösung von Silikonen oder Acryldispersionen. Diese legen sich in die Poren und bilden über die gesamte Fläche einen einheitlichen Film und schon erscheint das ganze wieder glänzend.

Ist das Bakelit nicht stark angegriffen kann man diesen Effekt auch mit einer Mischung von 2 Teilen Reinigungsbenzin und einem Teil Glycerin hinbekommen, wobei der Effekt meist erheblich kürzer anhält.

Sind doch grössere Beschädigungen vorhanden, kommt man nicht umhin die Oberfläche durch schleifen zu egalisieren. Dann mit immer feinerer Körnung abschleifen und schliesslich auspolieren, am besten mit Autolackpolitur.

Was auch geht ist schleifen und mit Klarlack lackieren, ist aber nicht originol.....


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