bei 2,8 tonnen solltest du die definition von "nur das nötigste"
noch mal überdenken.

150 liter wasser und nochmal soviel sprit (verzeih, die
genauen mengen hab ich jetzt so nicht im kopf) sind
gut 300 kg gewicht.

ich weiss nicht, wie das bei dir ist, aber mit 150 litern diesel
lege ich im sand zwischen 600 und 800 km zurück, ohne mir
über etwas sorgen machen zu müssen. und 150 liter wasser
reichen für 2 personen wirklich lang.
wenn du "nur" 100 liter wasser und 100 liter sprit mitnimmst,
hast du schon 100 kg gewicht gespart. je nach fahrziel kann
man das noch deutlich weiter reduzieren.

im frühjahr in marokko habe ich für 2 personen 10 liter wasser
pro tag dabei. die 5 liter reichen lässig, zumal ich ja fahre und
nicht laufe.

fairer weise muss ich eingestehen, dass die entfernungen bis
zur nächsten siedlung durchweg in ein paar stunden zu fuss
zu machen sind und wir niemalsnicht ohne begleitung fahren.
von daher sind sicherheitsreserven bezüglich wasser nicht
notwendig. auch waschen/kochen muss ich damit nicht.

weiterhin sollte man sich ernsthaft überlegen, ob ein dachgarten
wohlmöglich mit zelt wirklich nötig ist.
das ganze gerödel wiegt reichlich gewicht und zu allem überfluss
noch oben auf dem dach. der schwerpunkt verlagert sich nach
oben. das ist selbst bei kurvenfahrt auf der strasse schäbig,
im sand kann das schnell einen umfaller provozieren.
(ich weiss nicht, ob du eins hast, ich schreib grad mehr so
allgemein).

weiterhin vertrete ich die meinung, EIN ersatzrad ist in der regel
genug, ein weiterer schlauch zum einziehen in einen defekten
reifen hilft bei der zweiten panne auch weiter.
nochmal 40 kg gespart.

und dann 2 sandbleche anstelle von 4, eine schaufel, einen
wagenheber, aber einen vernünftigen, und und und...
die liste lässt sich beliebig fortsetzen.

man macht sich oft keine vorstellungen, was 200 oder nur 100 kg
weniger an gewicht im sand ausmacht! selbst die 50 kg vom
schlanken beifahrer machen sich bemerkbar, wenns mal ums
arschlecken nicht über die düne geht.
dann muss er, sorry sie, dann mal zu fuss.

nicht verkehrt verstehen, bitte.
es ist, je nach route, unerlässlich, ausreichend sprit und wasser
dabei zu haben. aber jetzt mal hand aufs herz, die meisten von
uns fahren (vernünftiger weise) kleinere etappen in nordafrika.
oft hat man handyempfang oder ist in fussreichweite zur
nächsten hütte. und für solche etappen ist es sinnvoller weniger
an sprit und wasser mit zu nehmen, denn das verringerte
gewicht macht sich durch die erheblich verbesserten
fahreigenschaften enorm bemerkbar!

da hat man vor dem nächsten dünenfeld keine muffe mehr,
sondern freut sich drauf, endlich wieder in den sand zu kommen. man muss nicht so oft schaufeln, daher weniger
trinken,
und so weiter und so fort.

was ist denn mit deiner gewichtsballance?


whipple-scrumtious fudgemallow delight