Hi aus einem Oldtimerforum....
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Bekanntlich ändern Otto- und auch Dieselkraftstoffe mit der Zeit ihre Beschaffenheit bei Einwirkung von Luft (Sauerstoff), Feuchtigkeit und Temperatur. Hierbei können sie sich bei zu langer Lagerung unter "kritischen" Bedingungen durchaus so stark verändern, dass es beim motorischen Betrieb zu Problemen kommen kann. Daneben ist zu beachten, dass die Kraftstoffe in Sommer- und in Winter-Qualität produziert werden und auch entsprechend einzusetzen sind.

Beim Ottokraftstoff können leichtflüchtige Bestandteile verdampfen und Kaltstart und Fahrverhalten in der Warmlaufphase der Motoren verschlechtern. Die verdampfenden Anteile haben auch eine hohe Klopffestigkeit (ausgedrückt in Octanzahlen), die sich auch verschlechtert (im Extremfall bis zum Risiko eines Motorschadens). Neben den in der Praxis durch Verdampfung und Wärmeeinwirkungen hervorgerufenen Veränderungen unterliegen Ottokraftstoffe auch einer natürlichen Alterung bzw. Oxidation durch Kontakt mit Luftsauerstoff. Damit es dabei in der Praxis nicht zu Problemen durch Rückstandsbildung kommt, haben Markenkraftstoff-Anbieter für ihre Qualitäten entsprechend vorgesorgt (schärfere Anforderungen; Additive).

Es stellt sich also die Frage, ab welcher Lagerzeit die Veränderungen so deutlich sind, dass nachteilige Auswirkungen für den Motorbetrieb auftreten können. Hierzu hat die Aral Forschung eine mehrjährige Untersuchungsreihe durchgeführt, in der Veränderungen an einer repräsentativen Kraftstoffauswahl verschiedener Anbieter (gelagert in handelsüblichen 5 Liter Kunststoffkanistern) beurteilt wurden. Die wichtigsten Ergebnisse zeigen dem Fachmann, dass die Veränderungen nach rd. einem Jahr Lagerzeit unter den genannten Bedingungen praktisch ohne Bedeutung sind (Dampfdruck, Octanzahlen, Alterungsstabilität). Im zweiten Jahr änderte sich dies, so dass sich nach rd. zwei Jahren Lagerzeit die Kraftstoffe so verändert hatten, dass sie Probleme im Motorbetrieb hätten verursachen können. Überträgt man diese Erkenntnisse auf die Lagerung eines Ottokraftstoffes in einem Fahrzeugtank, so ist man zuerst geneigt anzunehmen, dass hier die Verhältnisse weniger kritisch sind. Allerdings haben hier wechselnde Temperaturen (insbesondere hohe Temperaturen) und die Gegenwart von Metallen (Eisen, Kupfer) einen großen Einfluss auf den zeitlichen Ablauf von Veränderungen des Kraftstoffes die eine Abschätzung der möglichen Lagerzeit erschweren.

Aus unseren Versuchen und den gegebenen Fakten leiten sich die folgenden Empfehlungen ab:

1. Den Inhalt des Kraftstoff-Tanks mindestens einmal im Jahr austauschen.

2. Die jahreszeitliche Eignung des Kraftstoffes bei seiner Verwendung beachten, d.h.: Winterkraftstoff nicht im Sommer verwenden und umgekehrt.

3. Den Tank möglichst voll machen um den Luftanteil (Sauerstoff) möglichst gering zu halten.

4. Markenkraftstoffe verwenden. Hier bieten z.B. hochwertige Kraftstoffe wie ultimate 100 von Aral deutliche Vorteile.

Hier noch einige grundsätzliche Betrachtungen zum Lagerverhalten von Ottokraftstoffen sowie zur Ablagerungsbildung (Gum).

Eine gute Lagerstabilität wird bei den qualitativ hochwertigen Kraftstoffen von Aral über die sogenannten Oxidationsinhibitoren des eingesetzten Multifunktionsadditiv sichergestellt. Darüber hinaus schützt die Korrosionsschutzkomponente die kraftstoffführenden Systeme weitestgehend vor Korrosion.

Ein weiterer Faktor für eine gute Lagerstabilität liegt in der Zusammensetzung der eingesetzten Grundkraftstoffe. Kraftstoffe mit einem hohen Olefingehalt (Olefine sind sehr reaktionsfreudig und verbinden sich gerne mit Sauerstoff - das führt wiederum zu einer vorzeitigen Alterung des Kraftstoffs sowie zur Gumbildung - sprich zu hartzartigen Ablagerungen) sind weniger Lagerstabil als solche mit relativ geringen Olefingehalten wie z.B. die Aral Ottokraftstoffe. Beim Einsatz von Aral Kraftstoffen sind somit sowohl vom Multifunktionsadditiv als auch von der Zusammensetzung des Grundkraftstoffs die besten Voraussetzungen für eine optimale Lagerstabilität sowie einen optimalen Korrosionsschutz gegeben.

Grundsätzlich kritisch bei der Lagerung sind Faktoren wie Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und der Luftsauerstoff. Wir empfehlen daher, den Tank bzw. die kraftstoffführenden Systeme vor dem "einlagern" mit qualitativ hochwertigem Ottokraftstoff aufzufüllen. Die Einlagerungszeit über eine Winterperiode dürfte dann keine Probleme verursachen.


in diesem Sinne Treibstoffe verbrauchen und nicht lagern


ciao von Klaus aus Villach
http://members.a1.net/esteinwender