Hallo Kollegen,

sicherlich kennt Ihr die Situation. Man ist gerade am Schrauben, vielleicht eine verzwickte Reparatur mit Lager abziehen, Hülsen aufpressen oder so. Dann hat man nicht das passende Werkzeug zur Hand, also schnell was mit dem Brennschneider und Schweißgerät zusammengeschustert. Kein Problem, nur sollte das Ergebnis dann doch deutlich härter sein als das Ausgangsmaterial (zumeist gewöhnliches Winkel- oder Flacheisen).

Wie kann man das nun vergüten d.h. härten und anlassen um es auf eine brauchbare Qualität zu bringen? Es ist also nicht eine genau Härte nach Rockwell gefragt, sondern einfach eine Faustregel, wie man sich "schnell" mal behelfen kann.

Die Literatur ist da leider sehr ausschweifend, ich wäre da eher an praktischen Daumenregeln interessiert so a la:
Man nehme xyz Stahl, erwärme ihn auf ca. abc Farbe, halten mit dieser Farbe für ca. y Zeit, dann abkühlen in Öl/Wasser. Dann noch anlassen (Glashärte ist ja nicht gewünscht), wieder mit Daumenregeln.

Wer hat da Erfahrungen gemacht, vielleicht noch was in Erinnerung von der Ausbildung???

Chris