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viermalvierer
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viermalvierer
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Hallo Kollegen,
sicherlich kennt Ihr die Situation. Man ist gerade am Schrauben, vielleicht eine verzwickte Reparatur mit Lager abziehen, Hülsen aufpressen oder so. Dann hat man nicht das passende Werkzeug zur Hand, also schnell was mit dem Brennschneider und Schweißgerät zusammengeschustert. Kein Problem, nur sollte das Ergebnis dann doch deutlich härter sein als das Ausgangsmaterial (zumeist gewöhnliches Winkel- oder Flacheisen).
Wie kann man das nun vergüten d.h. härten und anlassen um es auf eine brauchbare Qualität zu bringen? Es ist also nicht eine genau Härte nach Rockwell gefragt, sondern einfach eine Faustregel, wie man sich "schnell" mal behelfen kann.
Die Literatur ist da leider sehr ausschweifend, ich wäre da eher an praktischen Daumenregeln interessiert so a la: Man nehme xyz Stahl, erwärme ihn auf ca. abc Farbe, halten mit dieser Farbe für ca. y Zeit, dann abkühlen in Öl/Wasser. Dann noch anlassen (Glashärte ist ja nicht gewünscht), wieder mit Daumenregeln.
Wer hat da Erfahrungen gemacht, vielleicht noch was in Erinnerung von der Ausbildung???
Chris
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Selberorganisator
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Selberorganisator
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zumeist gewöhnliches Winkel- oder Flacheisen). das kannst du nicht verbessern. als ausgangsmaterial musst du dann schon vergütungsstahl benutzen CK45 zb. mit baustahl wird das nix.
Es ist schon ok, es tut gleichmäßig weh.
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Druckluftschrauber
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Druckluftschrauber
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Vorraussetzung ist erstmal, dass der xyz-Stahl ein härtbarer Stahl ist! Sonst wird das nix. Das grundsätzliche haste ja schon geschrieben: glühen, in Wasser/Öl abschrecken, Anlassen (Anlassfarbe), fertig!
Gruß Rainer Ich wäre gerne arm und hässlich, aber das Schicksal hats anders gewollt.
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:-)
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Kommt drauf an, was für Stahl....
Aber...
Auf Orange bis Gelbglut wärmen.
Topf mit Oel auf das Feuer stellen, und im heissen Oel abschrecken, ja kein Wasser, wird zwar härter aber auch spröder....Durchhärten oder nur anhätrten je nach Abschreckdau er Danach nochmals für ne 1/4 Stunde bei 300°C backen zum Entspannen..(z.B. auf dem Grill )
Ist so als Faustregel in der Wildnis ganz gut brauchbar...
Ein Ingenieur der nicht säuft, ist wie ein Motor der nicht läuft!
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ranx hat sich selbst vom Thema als Leser gelöscht.
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ranx hat sich selbst vom Thema als Leser gelöscht.
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für sowas sind alte Fachkundebücher oder Tabellenbücher bestens. So 1950-1960 . Da findet man auch Hinweise wie man Gewindebohrer herstellt.
Gute frage, wie man Abzieher herstellt steht da nicht drinn.
Aber willst du dir erst extra Material besorgen, das dauert ja auch so seine Zeit. Bei St60 merkst du nach dem Schweißen schon einen Unterschied wenn du in der nähe der Schweißnaht Bohren willst.
Was du brauchst ist eher ein Vergütungsstahl, ein Kohlenstoffstahl wie der St60 wird aber auch härter. Glühen, Abschrecktemperatur ist 720...900 Grad Farbe-->siehe Tabellenbuch Anlauftemperatur ist 350...700 Grad
Temperaturofen wäre zu einfach, und genau zu wissen welchen Stahl du gerade hast auch.
Ein wenig ausprobieren, Versuch macht klug.
Nachtrag: St60 ist eher ein Baustahl, also zum Bauen und nicht zum Schmieden...
Aus dem Wikipedia: Als Kohlenstoffstahl wird Eisen (Fe) bezeichnet, das als Nebenbestandteil ausschließlich Kohlenstoff (C) enthält. Er wird auch als C-Stahl bezeichnet. Es ist ein härtbarer, schmiedbarer Stahl. Der Kohlenstoffgehalt kann bis zu 2,1 % betragen. Bei höheren Kohlenstoffgehalten verschwindet die Schmiedbarkeit und man spricht von Gusseisen.
Last edited by ranx; 19/03/2007 20:24.
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viermalvierer
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viermalvierer
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Hallo nochmals,
also nicht schlecht, drei Antworten in ein paar Minuten, Respekt!
Also zur Stahlsorte. Da ich in dem Bezug noch ein Laie bin, was taugt den zum Härten und ist "leicht verfügbar" ohne umgeschmiedet werden zu müssen? Habe da schon von Blatt- und Schraubenfedern, Lagerschalen, usw. d.h. Schrottmaterial mit besserer Güte gelesen, jedoch kann ich es nicht umschmieden.
Chris
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:-)
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Für Deine Zwecke würde ich härtbare Kohlenstoffstähle nehmen, ist am einfachsten
CK45 tut es allemal....
Wenn Du was bestimmtes machen möchtest, musst Du sagen, was.. Es gibt für jede Anwendung der richtigen Stahl und das richtige verfahren....
Einfache Stähle könnte man auch Aufkohlen, ist aber wieder mit Arbeit verbunden und lohnt bei den Stahlpreisen nicht..
Ein Ingenieur der nicht säuft, ist wie ein Motor der nicht läuft!
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PS.
Jeder Schlosser hat Reste rumliegen, die er Dir für ne Spende in die Kaffeekasse abgibt.... Sag Du möchtest härten und Du kriegst schon das richtige.
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