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Aus dem BL- Forum aus Okt. 2006. Nicht ganz brandaktuell, aber am Procedere hat sich AFIAK noch nix geändert: "....die Einreise nach Lybien ist ein echtes Erlebnis, nicht nur, das man das ganze über SARO in Rosenheim buchen muss (besorgen dann die Einladung einer lybischen Turi-Agentur (bei uns war es SARI-Tours) und koordinieren alles). Da bedeutet Kohle, Kohle, Kohle.
Wir hatten einen fixen Termin (27.10. um 11 Uhr) - hier sollten wir an der lybischen Grenze sein. Das waren wir auch - nur der Giude, der uns abholen sollte, war nicht da. Und weil wir kein Visum hatten - dies sollte ja über SARI gehen - kamen wir auch nicht weiter. Nach 6 Stunden haben wir wieder gedreht und sind zurück nach Tunesien gefahren. (Deshalb: Visum dingend in Deutschland besorgen - die ach so notwendige Einladung hat an der Grenze keinen interessiert und auch das Carnet hat man ja ohnehin schon dabei)
Am nächsten Tag dasgleiche - nur hier machten die Tunesier Ärger wegen Ausreise-Einreise-Ausreise binnen 24 Stunden. Und ganz wichtig: für die Ausreise braucht man 1 tunesischen Dinar - ich habe einen bei einem Araber gegen 1 Dollar getauscht - und beim zweiten Mal hat mir ein Italiener den Dinar geschenkt (grazie). Also nicht alles Geld weggeben.
Zwei Stunden nach unserem Grenzübertritt war dann der Guide plötzlich da - dann noch eine Stunde für Nummernschilder etc. und es war geschafft.
Der Guide konnte leider null englisch (außer Stop und yes), so dass er nur hilfreich bei den zahlreichen Polizeikontrollen war. Schade, hätte gerne mehr über die Leute und die Kultur in Lybien erfahren. Pro Tag kostet der Guide EUR 25,- und das gleich nochmal für den Rückweg, denn er muss ja wieder zurückkommen. In der ersten Nacht haben wir das Hotelzimmer zu ihn bezahlt - die beiden weiteren Nächte haben wir gecampt. Der Guide hatte nur ein kaputtes Zelt mit - sonst nichts. Wir haben ihm dann ein Zelt samt Schlafsack gegeben und haben ihm beim Aufbau geholfen (hatte vorher wohl noch nie ein Zelt aufgebaut!!!!). Auch war er wohl zum ersten Mal Guide - kannte zum Beispiel den Dreiecksstempel nicht, den man sich binnen 3 Tagen im Immigration Office besorgen muss. Auch sonst musste er sich stets informieren.
Die vier Tage Transit haben uns EUR 700,- gekostet - Abzocke....aber besser als durch den Niger zu fahren. Und wir sind dann wohlbehalten dürch die Lybische Grenze.
Die Einreise nach Ägypten war noch abenteuerlicher: erst das Visum besorgen: 30 Dollar für zwei und die Fall ist geritzt...die Reisepassformalitäten waren binnen 15 Minuten erledigt. Aber dann kam der Zoll. Das Carnet hatten wir für Schweinegeld schon über den ADAC besorgt...es begann dann ein Laufen von A nach Z. Mehr als 20 verschiedene Aktivitäten mußten wird durchführen - teilweise immer wieder zu den gleichen Leuten bzw. keiner wußte so genau, wo wir eigentlich hin mussten. Letztlich waren aber sehr freundlich - was auch an unserer deutschen Nationalität lag - und nach 3,5 Stunden war alles erledigt.
Bestechungsgelder wurden nicht verlangt - das kommt noch weiter südlich großes Grinsen - viel Geduld ist aber angebracht.
Besten Gruß Christoff "
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