Es ist immer wieder wohltuend, eine von den bayerischen Hügeln in die platte Ebene wehende Stimme der Vernunft zu hören! <img src="/forum_php/images/graemlins/graem-thumbsup.gif" alt="" />
Hinzufügen könnte man zum Thema, daß - wenn man sich für Sekunden mal den Schmerz eines realistischen Blickes antut - sowohl der Defender als auch sein Fahrer auslaufende Modelle sind. Da wird vom Hersteller zögerlich eine Fahne hochgehalten, an die er selbst nicht glaubt - mit dem hier beklagten Resultat.
Wenn Land-Rover heute für den kränkelnden Ford-Konzern trotzdem eine Art verkaufbares Tafelsilber darstellt, dann liegt das sicher nicht am Landy mit seinen (für einen Weltkonzern) unerheblichen Zulassungszahlen, sondern an seinen luxuriösen Derivaten.
Zur Mentalität des "kultigen" Landy-Fahrers werden ja hier wortreich oft rührende Zeugnisse abgegeben. Und wenn einem in D,F usw. dann unterwegs mal ein Leidensgenosse entgegenfährt, der tatsächlich NICHT das obligatorische Grußritual einhält, dann grübelt man (ich auch <img src="/forum_php/images/graemlins/graem-clown.gif" alt="" />) verstört über den Verfall der guten Sitten.
Aber schon in Portugal oder Spanien herrschen ganz andere
Bräuche: niemand strahlt am Landy-Steuer, der Zeigefinger bleibt am Lenkrad und die Scheinwerfer bleiben stumm. Warum? Weil dieses Gefährt dort (noch) überwiegend ein Arbeitsgerät ist - Daktari und andere Kulte sind unbekannt.
Erfreuen wir uns also einfach an der Gewissheit, wenigsten noch Zeitzeuge einer industriellen Endphase zu sein, der staunenden Kindern und Enkeln irgendwann vornuscheln kann, wie "es damals war"! <img src="/forum_php/images/graemlins/grin.gif" alt="" />