Ich schrieb es bereits: Es brennt seit über vier Wochen in Griechenland. Es brannte auch lichterloh, als Du auf dem Pellopones unterwegs warst. Du hast jetzt lediglich eine persönliche Variante der Brände erlebt, weil Du dort warst, wo es jetzt fackelt.

Es ist ein Irrtum und ein von der griechischen Regierung vorgeschobener Grund, Spekulanten die Brandschatzung in die Schuhe zu schieben. Es läuft dort viel kleingeistiger. Hirten brauchen Weidegrund. Unbekümmerte Urlauber (im August sind in GR ganzflächig Ferien) grillen in der Steppe oder schmeißen eine Kippe aus dem Auto.

In Griechenland darf auf Brandgebiet vier Jahre lang nicht gebaut werden. Da sind die schon ein bisschen weiter als die EU fordert.

Warum es dort so brennt, ist schnell erklärt: Landflucht, Monokulturen, keinerlei Engagement zu nachhaltiger Waldbewirtschaftung.

Früher hat man in den Wäldern im Winter/Frühjahr Reisig gesammelt oder den Unrat weggebrannt. Früher versteppten nicht ganze Dörfer mit Unkraut. Ich hab im Juni auf Geheiß des Bürgermeisters rund 2000 qm Gestrüpp gerodet, weil der damals schon wusste, dass es gefährlich wird.

Der großflächige Brand im Pilion lief bis runter zur Küste und hat erst am Meer gestoppt. Und ungefähr zehn Meter hinter meinem Haus. Da waren keine Brandstifter am Werk.