Wertes Forum

Ich möchte noch einmal an den Anfang dieses Treads zurück: Erstellung eines Reisefahrzeugs für eine 4-köpfige Familie, mit dem leichtes, ausnahmsweise mittelschweres Gelände gemeistert werden kann.

Auf einem Euocargo (bzw. MAN TGM, Atego, Unimog, Mowag Duro und wie sie alle heissen) kann ein solches Fz mit vertretbarem Aufwand und vertretbaren Abmessungen schlicht nicht realisiert werden. Alkoven kann man aufgrund der Höhe (4m-Grenze) und des Kippfahrerhauses getrost vergessen. D.h.: entweder in die Länge oder in die Höhe (Hubdach) bauen, wenn man 4 Festbetten möchte. Zudem braucht es eine DOKA, wenn man die (Klein-)kinder während der Fahrt nicht im Wohnaufbau isolieren möchte, was vollkommen unrealistisch ist. DOKA und 4 Festbetten auf LkW bedeuten: mind. 4.3 m Radstand, 8 m Länge, 2.4 m Breite, 3.6 m Höhe und Preise jenseits EUR 200'000. Vergesst also LkW-Fgst für Familienreisefahrzeuge, sofern nicht gerade eine mermonatige (Welt-)Reise ansteht.

Die Alternative heisst für mich Alkovenkabine auf Leicht-LkW, analog zu den Tausenden Papamobilen à la Knauss, Weinsberg, Carthago etc., die jeden Sommer umherkutschern. Und da sehe ich als Basis zurzeit nur den Bremach. Daily 4x4 oder z.B. MB Vario 4x4 haben (zu) weiche Rahmen, was eine Integration des Fahrerhauses zumindest stark erschwert. Hinzu kommen die anderen oben erwähnten Nachteile. Iglhaut und Achleitner scheinen mir auch keine echten Alternativen; jedenfalls dürfte die Geländegängigkeit eines TREX mit Alkovenkabine, obwohl stark eingeschränkt, jene eines umgebauten Sprinters immer noch um etliches übertreffen.

Meine Hoffnungen ruhen daher auf dem TREX.

In diesem Zusammenhang noch einmal einige Fragen, wohl die meisten an Erich (entschuldigt die Wiederholungen):

- lässt sich der Radstand, entsprechenden Aufwand vorausgesetzt, verlängern? Auch wenn eine Kabine von 3900 mm auf dem 3450 mm Radstand technisch (mit Verlängerung des Überhangs) noch möglich ist, dürften die Fahreigenschaften bereits auf der Strasse, z.B. bei Nässe, Spurrillen oder Seitenwind, geradezu kriminell werden. Daher denke ich immer noch über eine Radstandverlängerung um 200-250 mm nach (was dann optisch zwar zum "Hängebauchschwein" führt).

- lässt sich die Spur, entsprechenden Aufwand vorausgesetzt, verbreitern, z.B. mittels Distanzscheiben oder anderer Räder (z.B. Michelin XDE2+ der Dimension 305/70 R 19.5 anstelle der XZL 275/80 R20).

- lohnt sich das Warten auf den 7.5-Tönner, d.h. wird dieser voraussichtlich über mehr Reserven bzw. andere Eigenschaften verfügen, welche ihn für eine derart grosse Alkovenkabine geeigneter erscheinen lassen? Wann weiss man mehr über den 7.5-Tönner?

Vielen Dank und Gruss,
Blur