Hallo,

es scheint doch eine größere Schnittmenge zwischen den Lapplander Fahrern und den Spitzbergenbesuchern zu geben...

Also im Prinzip kann man sich eine Büchse im Kaliber 30-06 bei Paulsen leihen, Preisliste siehe http://www.spitsbergentravel.no/igp . Auf Eisbären darf man sowieso nur auf kürzeste Distanz scharf schießen, vorher muss man versuchen, sie z.B. mit Knallpatronen aus einer Signalpistole zu vertreiben. Diese Pistole (und Knallkörper mit Stolperfalle, um das Zelt abzusichern etc.) kann man sich auch bei Paulsen leihen.

Ohne ausreichendes Training mit einer solchen Waffe gefährdet man sich eher selber, deswegen sollte man unbedingt mal min. 1 Jahr in einem Schützenverein sportlich schießen, und zwar nicht nur mit Kleinkaliber sondern jagdlich auf bewegte Ziele. Für Spaziergänge rund um Longyearbyen reicht das Leihgewehr nach diesem Training meiner Meinung nach aus und man erspart sich den Kauf einer Waffe etc.

Wenn man mehrere Tage unterwegs sein will muss man sich sowieso umfangreich vorbereiten. Dann fällt auch der Erwerb eines Waffenscheins und einer Büchse nicht mehr so in's Gewicht. Zum Paddeln, Wandern und Skilaufen sind die Leihwaffen unhandlich und natürlich auch nicht salzwasserfest, meine Wahl ist eine Ruger M77 Mark II aus Edelstahl in 30-06.

Ansonsten ist es empfehlenswert, bei einem Tourenveranstalter vor Ort zu buchen, man spart sich die ganze Logistik, im Prinzip sind es die gleichen Touren die man auch alleine machen würde - man verpasst also nichts -, kann sich lustige Geschichten über Land und Leute anhören, muss kein Gewehr schleppen, die Kajaks nicht selbst organisieren, keine Genehmigung des Sysselmanns einholen, keine Versicherung für Bergekosten abschließen etc.

Viele Grüße,

Boris