Die Überladungsreserve hängt wohl vom Anhänger ab. Da muß man sich langsam rantasten ;-)

Ich konnte mal für lau Pflastersteine kriegen, so Granit-Würfel. Selbstabholung.
Wir haben die Steine dicht an dicht auf die Ladefläche meines Anhängers gelegt, um zu vermeiden, daß bei der Fahrt eventuell Steine über die niedrige Bordwand fallen. Darauf dann die nächste Lage, schön ordentlich gestapelt.
Die erste Fahrt –nur innerorts- hat problemlos geklappt und so haben wir bei der zweiten Tour noch ne Schüppe, sprich eine zusätzliche Lage draufgelegt. So waren alle Steine weg und wir brauchten nicht noch ein drittesmal fahren. Und das sah wegen der ordentlichen Stapelung ja auch nach gar nicht viel aus.
Ich bin keine 100 Meter weit gekommen, dann hat es an einer Verkehrsberuhigungsschwelle, wo ich in der Untersetzung rüberkriechen wollte, Knack gemacht und der Anhänger war tiefergelegt.
Später haben wir mal ein bißchen gerechnet, was ich natürlich hätte vorher machen müssen: Steinezahl längs mal Steinezahl quer (= Steine pro Lage) mal Anzahl der Steinlagen (= Steine insgesamt) mal Gewicht eines einzelnen Steins (Badezimmerwaage) macht das Gesamtgewicht der Transportladung.
Simples Ergebnis: ungefähr 1900 kg (bei 300 kg Anhänger-Leergewicht und 1300 kg zulässigem Gesamtgewicht) – also rund eine Tonne Überladung! Und schon bei der ersten Fahrt war mein Anhänger überladen gewesen, was er aber noch verkraftet hatte.

Die Steine für lau waren dann doch etwas teurer.
Im nachhinein war ich bloß froh, daß der Zusammenbruch noch im Wohngebiet bei Schrittgeschwindigkeit erfolgt ist und nicht irgendwo mitten auf einer Kreuzung. So ist die ganze Aktion auch ohne Polizei abgelaufen. Und ich weiß auch nicht, was die Versicherung gesagt hätte, wenn durch meinen Blackout jemand geschädigt worden wäre – grobe Fahrlässigkeit, denk ich mal.

mfG

Rainer


Vor der Hacke ist es dunkel. (Bergmanns-Spruch)