Hmmm... heisses Eisen und zweischneidiges Schwert.

Wie grob fahrlässig ist es auf eigene Faust ein einerseits riskantes, andererseits aber touristisches Land zu bereisen, sagen wir mal im Vergleich zur Teilnahme am Strassenverkehr, oder der Ausübung von Risikosportarten wie Skilaufen, Paragliden, Freiluftpingpong...?

Wo greift unser fest verankertes Prinzip der Solidargemeinschaft und wo verlässt man dieses ganz bewusst, indem man sich einer Gefahr aussetzt, die möglicherweise teure Folgen für die Gemeinschaft hat.
Ein Motorradsportler zahlt auch nur seine ganz normalen KV-Beiträge und ist wahrscheinlich einer wesentlich höheren Gefahr ausgesetzt irgendwann mal der Gesellschaft auf der Tasche zu liegen als ein Individualreisender. So ne Querschnittslähmung in jungen Jahren kann im Verlauf des weiteren Lebens mächtig teuer sein, aber (gottlob) würde keiner auf die Idee kommen einem verunglückten Motocrosser das Recht auf ein weiteres Leben zu verwehren.
Nagut, ganz sicher bin ich mir da nicht...
Natürlich gibts dafür schliesslich Versicherungen, aber letztenendes kommts aufs gleiche Raus. Die Gemeinschaft steht für den Einzelnen ein, obwohl er sich möglicherweise bewusst einem sehr hohen Risiko ausgesetzt hat.

Kann man die Welt in Go und NoGo einteilen? Hat nicht eigentlich ein Land ebenso eine Verantwortung für seine Gäste?

Da sind so viele Fragen offen.

Ich persönlich bin der Meinung, dass einem das Leben mehr wert sein sollte als alles andere, egal ob Eigenheim, dickes Auto oder sonst was. Ich fände es tröstlich, wenn mein Leben der Gemeinschaft so viel wert wäre, dass sie alle Bemühungen unternimmt es zu bewahren, dann muss ich aber ebenso bereit sein alles dafür zu geben.
Die Frage nach einer Beteiligung stellt sich mir also nicht, meinetwegen kann das bis an die Grenze der eigenständigen Existenz gehen. Wenn man ein neues Leben geschenkt bekommt, muss man eben auch ein neues Leben anfangen, notfalls ganz von vorne.



Der Charme eines Geländewagens wächst mit dem Grad seiner Abnutzung.