Zur Motor-Elektronik an sich:

Die relativ "konventionelle" Motorelektronik der 90iger Jahre ist meiner Meinung nach noch sehr gut beherrbar. Fehlersuchen sind noch einfach und die Zahl der relevanten Sensoren und Aktuatoren ist überschaubar. Außerdem ist ausschließlich der Motor elektronisch geregelt.
Ich selber habe im syncro ja auch einen Elektronikmotor (VW 1,9 TDI mit VEP), da hat die Elektronik seit 1997 noch nie getreikt und ich schone das Fahrzeug nicht. Fehler sind meistens eher in schlampigen Kabelstängen oder ähnlichem zu bemerken, von (wirklich) defekten Motorsteuergräten am 1,9er TDI habe ich noch nie gehört. Das die mal in ahnungslosen Werkstätten ausgetauscht wurden, sagt nichts über die wirkliche Fehlerursache aus. Die Kompetenz der Werkstätten ist leider auf diesem Gebiet erschreckend niedrig, außer Module tauschen und Fehlerspeicher auslesen (incl. sehr häufiger Fehlinterpretation derselben) können die nichts.

In den modernen Autos hat seit Einzug der CAN-Bus Technologie jedoch der Komplexitätsgrad enorm zugenommen. Alle Bereiche (Motor/Getriebe/Lüftung/ABS/ESP etc. pp.) sind vernetzt und nicht mehr so einfach zu durchschauen.
Die Commonrail-Diesel sind außerdem extremst empfindlich hinsichtlich der Dieselqualität, das waren die elektronischen VEP (Verteilereinspritzpumpen) noch nicht, die sind mechansich genauso robust (oder auch nicht) wie die vollmechanischen VEPs.

Gruß
Jens


“Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten,
vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott.
Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.”
(Carl Theodor Körner, 1791 – 1813, deutscher Dichter und Dramatiker)