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#334034 08/06/2009 07:43
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Hallo Alle zusammen,
ich besitze einen 91er RRC 3,9 V8 mit Gasanlage. Gerade habe ich den Motorblock gewechselt (Riss im 5. Zylinder), gegen einen mit hoeherer Kompression (9,35:1 aus einem 92er Bj.) Er wurde von innen und aussen gereinigt, Zylinderkopefe geplant, Wasserpumpe gewechselt und alle Dichtungen sind neu. Er sprang auch tadellos an, hatte zuerst einen etwas hoeheren Leerlauf, nach dem Wechsel des Steppermotors war das aber auch in Ordnung, Wagen lief ca 30 km top, auch nach dem Wiedereinbau des LPG systems (Nun ohne Kat und Lambdas, tune resistor gewechselt). Noch waehrend der Fahrt zum TUEV merkte ich allerdings Tendenzen zum Absterben, die sich beim Weiterfahren so entwickelten, das er nun an jeder Kreuzung abstirbt. Einmal in Fahrt ist alles in Ordnung, aber bei jedem Halt fangen die Drehzahlen erst an zu schwanken, dann weiter zu fallen und spaetestens beim Versuch wieder Anzufahren stirbt er ab. Nun wollte ich das ECU auslesen, dachte ich haette so ein schoenes Display wie im Service manual beschrieben, aber leider fand ich nur Staub neben dem ECU. Ebenso beim Spendervehikel. Kein Display vorhanden. Ist das eine Nordamerika Spezifikation? Wie kann ich meine Steuereinheit bei einem Europa-Modell (wahrscheinlich Deutschland)auslesen?
Vielen Dank im Voraus fuer eure Tipps,
Mirko

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Hi,

mit der "US"-Ausführung (auch "NAS" genannt) haste vermutlich Recht. Ich hab´ das zwar schonmal bei einem RRC gesehen, aber das war ein "aktiver" Bastler der sich das irgendwoher organisiert hat. Ab Werk wurde das m.W. nicht nacht Europa verbaut. Vielleicht kann man es ja über ebay oder so bekommen. Vorteil ist, eine menschlich lesbare Ziffer zu erhalten. Mit der kann man da nachgucken. Ist klar. Ich bin aber nicht sicher (mangels Wissen) ob das viel nutzt. Bei der 14CUx (andere ECUs könnten das Display ja gar nicht bedienen) sind es IIRC 4 Größen, die eine Fehlermeldung auslösen - TPS, Lambdasonden, AMM und nochwas (ohne Gewähr). Auf jeden Fall, so meine ich, erhält man darüber keine Betriebsdaten.

Da wäre ein Testbook, oder Rovacom (oder was man da auch nimmt) - jedenfalls so ein Laptop-dingsbums schon besser (bzw. realistisch). Das bedingt aber Kosten, oder Organisation (zu jemand fahren, der ein´s hat - sei es Händler oder Privatmann). In jedem Fall wäre das interessant, nur auch wieder entsteht die Frage, was man mit dem Ergebnis anfängt. Die Lambdasonden geben die keine Info über das Gemisch (außer "zu mager" oder "zu fett"). Da wäre ein CO-Tester für´s Abgas schon hilfreicher und den haben Werkstätten überall, ASU-Stellen sowieso.

Es besteht auch die Möglichkeit, nach HAndbuch die Sensorsignale auszulesen. Dazu müßte man aber die Kabel zum Steuergerät "anpieksen" (Bzw. den Kontaktstecker).

Die Symptome klingen nach zu magerem Gemisch (im Leerlauf; möglicherweise auch sonst).
Die ECU vom Rover ist nicht so kompliziert. Die Komponenten (Geschwindigkeitssensor, Lambdasonden, Kühlwassertemp.sensor, Sprittemp.sensor, Luftmassenmesser(AMM), Drosselklappensensor (TPS) lassen sich (fast alle) mit Volt-/Ohmmeter schonmal einfach und in Eigenregie messen. Besser noch, als mit einem Display. Nur nicht so komfortabel. Wenn da alles stimmig ist, dann kann man vermutlich noch durch den tadellosen Motorlauf bei Drehzahl auf Funktion der anderen Bauteile rückschließen.
Und am Ende ist es dann irgendwas mit der Verkabelung der LPG-Anlage. Oder ein Fehler ebendieser.
BTW: tritt das denn unter Benzin oder LPG auf (Frage stünde besser zu Anfang).

Viel Erfolg!


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da kommt ja selbst ein G noch weiter...
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Display = NAS, richtig. Mit dem neuen Block musst Du denke ich CO2 und Leerlauf neu einstellen, den Rest kann man aber auch checken. Stepper ist sicher auch richtig gewesen.

Wo wohnst Du denn?

Gruß

Carsten ;-)


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Vielen Dank fuer die Tipps,
ich werde heute zu einem Abgastest fahren um den Motor einstellen zu lassen. Die Symptome treten sowohl auf Benzin als auch auf LPG auf, der Wagen hat auch keine Lambdasonden mehr. Die Teile der Einspritzanlage durchmessen ist dann wohl die naechste Moeglichkeit. Bisher habe ich schon Steppermotor gewechselt, Luftmassenmesser zur Probe aus dem Spendervehikel genommen, Kuehlwassersensor neu. Bleibt also noch Drosselklappensensor, Sprittemp. sensor, Geschwindigkeitssensor (Tacho funktioniert) Das verwunderliche waere aber, das so ein Teil 50 km nach Wiedereinbau des Motors das zeitliche segnet. Ich haette eher erwartet, dass es sich gleich nach der 6-monatigen Standzeit abmeldet. Ich habe fast das Gefuehl, es haette sich etwas verstopft, oder ein Unterdruck erfuellt nicht seine Funktion (Bin sowieso auf der Suche nach einem Schema der Unterdruckschlaeuche, da bei meinem Wagen da wohl schon wueste Eingriffe vorgenommen wurden)

Ich wohne in Bruenn (CZ)

Nochmals: Danke, ich hoffe heute Abend bin ich schlauer

Mirko

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Hier geht gar nichts mehr
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Hallo Mirko!

Lambdasonden würde ich wieder einbauen! Auch ohne Kat.
Der Tune-Resistor regelt den Rest.

übrigens hat der katlose Motor laut Land Rover weniger Drehmoment: 305Nm statt 318Nm.
Leistung ist mit 188 statt 182PS angegeben.


Grüße
Christoph

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Ich habe die Lamdasonden entfernt, da ich das Y-Rohr aus dem Spendervehikel (92er Englaender) genommen habe, der keine Lambdas hatte und toll gelaufen ist. Meine Kats hatten es hinter sich. Es ist also eine more or less Werkskonfiguration. Die Variante Lambdas ohne Kat gab es ab Werk aber glaube ich gar nicht (heisst nicht, dass es nicht funktioniert, oder sogar besser ist. Ich habe nur bisher darueber keine Infos gehabt). Auch die LPG Installaion (Venturi-system)wurde dadurch einfacher. Den Wagen habe ich nach dem Motorwechsel zum Fachmann gebracht und dementsprechend umbauen lassen. Wie gesagt, auch danach lief er die ersten cca. 20km erste Sahne, selbst der LPG-Heini war voellig uebberrascht, wie sanft der Motor lief )vor allem in Betracht auf den Gesamtzustand des Wagens)...wenig spaeter...keuchen, husten, tot und das an jeder Kreuzung... Ich habe nach dem Einbau noch eine Motorspuelung vorgenommen, um das restliche Altoel u entfernen und danach frisches 20W50 eingegeossen, deswegen auch meine Vermutung einer Verstopfung.
Danke erstmal fuer die Tips,
Gruesse Mirko

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Hi,

ich glaube, die Suche nach gecrackten Unterdruckschläuchen etc. ist vielversprechender.
(eben weil die Symptome mir am ehesten nach Abmagern klingen. Ohne daß Du Dich jetzt dadurch darauf festdenken solltest!)


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Nach gestrigen Misserfolgen ziehe ich auch die Unterdruckschlaeuche in Erwaegung (obwohl wieder: Wieso erst nach 50 km) Abgastest konnte nicht durchgefuehrt werden, da fuer ein so olles Auto hier in CZ keiner Werte vorliegen hat (ach! das ist DIESER Range Rover), noch nicht mal der Importeur hat eine Diagnostikstation dafuer, der Classic wurde hier nie verkauft. Beim Durchmessen des ECU-Kabels nach Haynes wurden keine Maengel erkannt, Injektoren, Steppermotor, Drosselklappenstellung, Luftmesser alles OK. Wir haben am Leerlauf gedreht, am Verteiler, an allem und es war immer eine redliche Muehe des ECU, die Maschine am Laufen zu halten, zu erkennen. Selbst wenn er jetzt total verstellt ist. Auch deswegen scheint mir die Elektronik in Ordnung zu sein. Heute werde ich mir bei einem anderen 3,9er die Unterdruecke angucken und mal gucken ob da etwas falsch angeschlossen ist. (Aber wieder: er waere dann doch gleich nicht gelaufen)
Vielen Dank nochmal fuer die Tipps, ich werde weiter berichten
Gruesse,
Mirko

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da kommt ja selbst ein G noch weiter...
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Schau mal auf rangie.com: http://rangie.com/articles/39/1684

Wenn die Bilder (wie bei mir gerade) nicht laden musst Du die Site unter archieve.org mit Datum vor 2 Jahren oder so aufrufen und dann archive-electrical-ecu-efi test sheets öffnen. da steht drin wie Du alles ohne Tester machen kannst. Ich gehe davon aus, dass die Probleme nicht nur auf Gas sondern auch auf Benzin auftreten?

Gruß

Carsten ;-)


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Yep, hat er glaub´ ich geschrieben. Auf Benzin und LPG. Was ja irgendwie für mich LPG-Laien eine Fehlfunktion der Lucas-Benzin-ECU ausschließt. Denn im LPG-Betrieb sollte die Lucas-ECU doch "blind" laufen, oder ?

Ansonsten ist hier eine nette Seite zum Verständnis der Lucas-ECU:
http://www.britishv8.org/Articles/Rover-14CUX-EFI.htm
und hier auch viel "konkretes":
http://www.vintagemodelairplane.com/pages/Rover_Technical/EfiComponents01.html

Kann doch sein, daß ein Schlauch abgerutscht ist ? Vielleicht jener hinten am Druckregler am Fuel-Rail. Oder irgendwo im Orbit der Ventildeckel. Schläuche gibt´s da genug. Im Leerlauf macht sich sowas enorm bemerkbar, denn die Luftmenge die der Motor dabei bekommt ist wohl ziemlich gering. Angenommen die Drosselklappe schlösse 100%ig und der Stepper ist auch komplett "zu" (vermutlich tut er das aber nicht) und der verplompte "Bypass" neben der Drosselklappe (darunter ist eine Madenschraube. Mit der wird ab Werk die Leerlaufluftzufuhr variiert um Fertigungstoleranzen der eben beschriebenen Bauteile auszugleichen) wäre auch komplett hineingedreht (was sie aber in aller Regel nie ganz sein wird), dann, ja dann bekäme der Motor nur durch eine <3mm Bohrung Luft die sich im Schlauch-T-Stück auf dem linken Ventildeckel vor der Drosselklappe befindet. Bei Drehzahl und geöffneter Drosselklappe fällt das dann weniger in´s Gewicht, obschon der Motor dann auch etwas magerer liefe.



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