Original geschrieben von RainerD
Is mir nicht bekannt. Und wenn’s nach mir ginge, sollte das auch so bleiben.

Was es aber gibt, sind Gebietsführer, in denen auch Nebenstrecken und 4x4-Pisten kartiert sind. Z.B. „Canyons, Sierras et Villages du Haut-Aragon“ von einem spanisch-französischen Autoren-Kollektiv. Ist auf französisch. Kann man aber nur begrenzt etwas mit anfangen, da nichts über die Befahrbarkeit der Wege ausgesagt wird und zudem große Teile des Canyon-Gebietes den Schutzbestimmungen eines Naturparkes / Nationalparkes unterliegen.
Überhaupt Schutzgebiete: Es gibt einen kleinen „Atlas Turistico Del Pirineo“ im Maßstab 1:200 000. In dem sind sie alle farblich deutlich gekennzeichnet, also nicht nur die Nationalparks, in den denen die striktesten Verbote bestehen.
Dann kann man dann auch mal das Auto abstellen und zu Fuß weiter. Dafür gibt’s einen ganz hervorragenden deutschsprachigen (!) Wanderführer von Eugen E. Hüsler „Wanderungen in den Pyrenäen“.
Offiziell vom „Ministerio Fomento“ herausgegeben ist der „Guia de Espacios Naturales, Rutas turisticas y Vias Verdes“ in Ergänzung zur „Mapa Oficial de Carreteras“. Erscheint wohl jedes Jahr für ganz Spanien neu. 2005 waren darin 863 Naturschutzgebiete, 152 Touristenrouten und 70 „Grüne Wege“ verzeichnet – darunter natürlich auch welche im Bereich der Pyrenäen.
Last but not least hat ein Freund seine Pyrenäendurchquerung per Enduro in Form eines kleinen Büchleins gebracht. Dirk Schäfer: „Lust auf Pyrenäen“. Ganz nett.

Es gibt noch viel, viel mehr – vor allem auf französich oder spanisch. Man muß sich seine Infos nur zusammensuchen. Macht ein wenig Mühe, gehört aber nach meiner Meinung auch zu einer Reise dazu. Fertige Tracks und Roadbooks brauch ich nicht.

Ich fahr lieber mal irgendwo rein, auch wenns sich dann vielleicht als Sackgasse herausstellt. So habe ich schon die schönsten Ecken gefunden.
Es gibt ja mittlerweile auch eine breite Auswahl an gutem Kartenmaterial und man ist nicht mehr nur auf die alten Militärkarten angewiesen, die topografisch hervorragend, wegemäßig jedoch Mist waren.

Um mich aber noch mal zu wiederholen. Eine systematische und klassifizierte Sammlung der Bergstraßen in den Pyrenäen (wie sie der Denzel für die Alpen darstellt) gibt es wohl nicht. Und das ist gut so!

mfG
Rainer


Ja, geht mir doch ähnlich und ich finde es auch nicht schlecht, daß es KEINEN Denzel für die Pyrenäen gibt... aber wenns sowas gegeben hätte... dann hätte ich mich vielleicht in den Anus gebissen. Hüsler haben wir übrigens auch und kennen viele Wanderungen daraus. "Munteres Blockhüpfen" werde ich nie vergessen. Die letzten Male haben wir auch viele eigene, wilde Touren gemacht, mit Auto sowie einfach beschlossen, "mal den schönen Berg da" hochzugehen. Mit durchaus viel "alpiner" Erfahrung und guter Ausrüstung machen wir sowas öfters mal, auch wenn kein Weg da ist. Flasche Rotwein, Kocher + kleines Mahl, Zelt und Schlafsäcke...usw... schon sind wir glücklich.


Und trotzdem sind wieder neue Ideen, Tips und Erfahrungen dabei... vielen DANK an Euch beide.


Lobo siempre caminando


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der Schniedel wächst mit seinen Aufgaben