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Joined: Jul 2004
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Motze, festhalten, so gehts in Kenia zum Brötchenholen
Motze, festhalten, so gehts in Kenia zum Brötchenholen
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Naja, immerhin hat unser neuer Verteidigungsminister ja eingeräumt, " es könnte Krieg sein"

Schlauer Bursche das!

Nur, wofür? Was gibt es in den Bergen da, dass seit 79 erst die Russen und dann die Amis mit Resteuropa so erbittert " aufbauen" ?

Mir wird der Sinn nicht klar, weder in Verdun, noch bei der Invasion, Wo die Amis Tausende in den Tod getrieben haben (Das vorherige Treiben mal ganz ausser acht gelassen), noch in Afganistan. Alle verlieren, immer. Das ist das Ergebnis eines jeden Krieges. Unermessliches Leid, Elend, Zerstörung, Wahnsinn...
Die Zeit danach ist immer toll. Vielleicht deshalb?
Endlich wieder aufbauen, altes vergessen?
Ich kriegs nicht in den Schädel.


An und ist das Leben für sich schön.
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walkabout
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Das mit der Normandie erzählst Du am besten mal irgendeiner Bauernfamilie aus Kansas oder Tennessee, die dort Angehörige
gelassen haben. Spätestens bei "sinnlos" und in den "Tod getrieben" kann ich mir die Reaktion lebhaft vorstellen...
Afghanistan ? - so schwer kann's doch nicht sein...
Zum Krieg:
[Linked Image von artknowledgenews.com]
Quälle :Indernett, auf Eigenschaften drücken...
Ist von einem jüdischen Bolschewiken mit Künstlername John Heartfield
Voller Titel lautet:
"Krieg und Leichen- Hoffnung der Reichen"
Von dem gibt's auch ein Propagandabildchen mit dem Titel:
"Ihr müsst fallen damit die Aktien steigen"
Alles platte kommunistische Propaganda - igitt.
Dann vielleicht mal nachlesen, was Schneider Creusot im WW I an
Deutschland geliefert hat oder Krupp an Frankreich.
Oder was die Funktion der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zu Basel war oder die Rolle des deutschen Generalstabs bei der Oktoberrevolution in Russland oder Oder-Neisse...
Ansonsten kann man ja mal ein Reisebüro für Touren zu Metzelstätten gründen. Arbeitstitel: Gruseltours - oder Viel erlebt und nix begriffen. Vielleicht auch "Historische rustikale Konjunkturprogramme zur Maximierung der Profitrate"

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Kriegstourismus ist nichts neues. Weder individuell noch organisiert. Schon wenige Jahre nach Kriegsende fuhren Autobusse über die Schlachtfelder von Verdun.
Und nach den Überlebenden und Hinterbliebenen kamen die Neugierigen und diejenigen, die einen Hauch des Grauens selber verspüren wollten. Pervers? Ich würde eher meinen, menschlich.
Und wenn die Schlachtfelder von Verdun zunächst nur den Franzosen und ihren Allierten zugänglich waren, so wurden später auch Besuche von Deutschen wieder möglich – mit dem Ziel des Gedenkens und einer Verständigung der Völker.

Ich zitiere hier mal eine kurze Passage aus dem Werk „Verdun – das große Gericht“ von P.C. Ettighofer, einem Frontkämpfer vor Verdun und rechtskonservativen, völkischen Positionen zugeneigten Autor, aus dem Elsaß stammend.

Verdun, 12.Juli 1936:
„Voller Erwartungen unternahmen wir 500 deutsche Frontkämpfer diese Fahrt, die uns nicht nur zu unseren toten Brüdern führen sollte, sondern auch mit den Männern von der Gegenseite bekannt machen mußte. Wir haben sie gekannt, die Männer von der Gegenseite, den Stahlhelm auf dem Kopf, das Gewehr in der Faust, die Mündung eiskalt auf uns gerichtet. Und nun sollten wir sie sehen im schlichten Kleid des Bürgers und des friedliebenden Menschen, die Hände ausgestreckt zum Willkommensgruß.
...
Und dann waren wir vor dem Gebeinhaus, schwenkten eine breite Treppe hinan und betraten den gewaltigen Friedhof. Wir stellten uns ganz vorn auf, wo die Flamme der Erinnerung flackerte, das heilige Feuer, am Grabmal des unbekannten Soldaten entzündet und durch Frontkämpferstaffetten bis hierher gebracht. Langsam schlug die Glocke vom Turm des Gebeinhauses, und dann schütterte ein Kanonenschuß über das Schlachtfeld hin. In den Sprachen der hier anwesenden Frontkämpfer legten die Tausende vor den Gebeinen der Toten den Schwur ab, den Weltfrieden zu halten und zu schützen. Und in allen Sprachen Europas hallte es nacheinander weithin durch die Nacht: „Wir schwören es!“ Und nun erlosch das Licht. Nur noch die kleine Flamme der Erinnerung brannte.“

Nur drei Jahre später war wieder Krieg in Europa und es ging auch wieder gegen Frankreich!
Offensichtlich reicht eine kleine Flamme nicht aus, den Schrecken des Krieges ausreichend zu beleuchten, damit er von den Menschen dauerhaft wahrgenommen werden kann, in Erinnerung bleibt und im politischen Bewußtsein verankert. Und im Jahr 1936 war der Krieg ja nicht einmal 20 Jahre her und viele, viele Menschen hatten das Grauen selbst erlebt, mit Glück überlebt.

Und deshalb habe ich meinen Abstecher nach Verdun auch nicht nur aus touristischen Gründen unternommen, übrigens schon vor 3 Jahren. Ich würde auch gerne besser verstehen, was immer wieder schiefläuft mit dem Frieden und da ist mir der Verweis auf kapitalistische Kriegstreiberei und reaktionäres Strippenziehertum, wiewohl in vielfacher Hinsicht zutreffend, nicht ausreichend. Insofern beschäftigt mich die Thematik eben nicht nur touristisch und deshalb habe ich mir auch erlaubt, sie aus Anlaß des diesjährigen Volkstrauertages hier einzubringen. Obwohl es eines solchen Anlasses ja eigentlich nicht bedarf.

mfG
Rainer


Vor der Hacke ist es dunkel. (Bergmanns-Spruch)
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Sigi_H
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Sigi_H
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Original geschrieben von RainerD
Ich würde auch gerne besser verstehen, was immer wieder schiefläuft mit dem Frieden und da ist mir der Verweis auf kapitalistische Kriegstreiberei und reaktionäres Strippenziehertum, wiewohl in vielfacher Hinsicht zutreffend, nicht ausreichend.

Du hast Recht, obwohl es in vielfacher Hinsicht zutrifft, gehören doch immer wieder die Menschen, die Individuen dazu, die dann bereit sind, wie im ehemaligen Jugoslavien, sogar die eigenen Nachbarn umzubringen.

Das genau ist es was mich kirre macht. Die Profitgier der Mächtigen ... die ist leicht erklärt, aber die Bereitschaft von Leuten wie Du und ich da mitzumachen ... die geht mir nicht in den Schädel.

Kann mich noch an eine Reportage erinnern, in der eine junge britische Ehefrau mit ihrem kleinen Kind im Arm ihren mit Ausrüstung bepackten Mann in den Irak verabschiedet hat mit den Worten: "I know it's important for you ... have fun!"

Sigi


M
Maschtuff
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Maschtuff
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M
Wahrscheinlich ist es in F, wo es noch bis vor Kurzem die meisten ueberlebenden Soldaten dieses Krieges gab und erst vor wenigen Monaten starb der letzte. Ich habe sechs oder sieben von ihnen im Laufe der Jahre im Interview erlebt: Da sassen sie zusammengesunken im Stuhl - zwischen 106 und 110 Jahre alt. Fuer die Kameras hatte man sie fein gemacht, will sagen, auf der Jacke steckten die vielen Auszeichnungen. Auszeichnungen oft einfach, weil sie ueberlebt hatten, Zeugen einer Zeit waren, die langsam aus dem Bewusstsein verschwindet und dann nur noch hin und wieder in Geschichtsbuechern auftaucht, nicht immer zutreffend dargestellt!

Wenn man genau hinhoerte, was sie ins Mikro murmelten, dann war da NIE von Heroismus, Kampf und Sieg die Rede. Einen Satz gab es aber immer wieder: "Der Krieg hat nichts Heroisches; es war ein Abschlachten; ein unaufhoerliches Sterben, Verstuemmeln - es war das totale Grauen!"

Am 11.11. standen Sarko und Angela M. am Grab des Unbekannten Soldaten beim Triumpf-Bogen in Paris. Freundschaft und Versoehnung wurden - wieder einmal - so innig beschworen, als seien sie nicht laengst historische Wahrheit und gelebte Gegenwart. Es blieb dem, schon bekannt uninformierten, Praesidenten vorbehalten, in einem Satz Folgendes unterzubringen: "Dieser Krieg war absurd ... usw. usw. ... wir gedenken heute all derer, die weil sie ihre Heimat liebten, auf diesem Felde der EHRE gefallen sind!"
Kann man also fuer eine absurde Sache auf einem Felde der EHRE fallen??

Man sieht, es gibt doch noch viel zu tun - und sei es, einem Ersatzmonarchen Geschichtsunterricht zu empfehlen!

K
kein zweiter
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kein zweiter
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K
Was soll Wahn und Krieg schon ermöglichen? Nichts, das anders denn in grotesker oder sowieso eingebildeter Inversion beim Ausflug zu erleben wäre.
Kriege ermöglichen Konzepte vom Anderen; ihrerseits gehegt und gepflegt in jeder Apologie von Familie, Volk, Kultur, Nation und Glaube. Weil immer irgendein Spiritualist drunter ist, der glaubt, seinesgleichen wolle gerade nicht Entzweiung: Ja, das ist das Schöne am Spiritualismus, mit dem Sprachfehler nur, daß er nur zu je seinesgleichen sprechen kann. Einigung mit anderen ist ihm verlustbehaftet und liefe mit Konsequenz — bei Strafe der Selbstaufhebung — auf Erkenntnis hinaus: Erkennen Gottes (der Götter, Dinge, Geister und Gespenster, Kobolde und Klabauter, Propheten & Messii — bilde mir bitte einer noch den korrekten Plural — etc.) als kleinste(n) denkbare(n) Nenner. Und die kann er selbst im Falle 'ner Oberhand der eigenen so nicht wollen.

Der Kapitalismus ist ebensowenig außen vor, hat nur für das Konzept vom Anderen den Namen Konkurrenz. Unter beiden Namen vermitteln in aller Regel dieselben Gebäude letzten Endes dieselben Realisierungsprobleme des Kapitals.


W
walkabout
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walkabout
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W
OK, wem das o.g. zu platt ist der kann ja mal zur spezifisch deutschen Genese des WW I folgendes Werk lesen - Fritz Fischer "Der Griff nach der Weltmacht", 1961.
Wie es dann weiterging -und der Anteil der deutschen Spezialdemokratie an der nachfolgenden "Katastrophe" von 39-45
Sebastian Haffner " Der Verrat" . Beides ausgewiesene Konservative, die aber noch einen Schrank für ihre Tassen hatten.
Zum Seelchen des preussischen Herrenreiters a la Ernst Jünger und seiner Knappen und des deutschnattionalen soldatischen Mannes im allgemeinen gibt es in Klaus Theweleit "Männerphantasien" einige brauchbare Hinweise. Ist aber harte Kost.
Zum Jugoslawienkrieg: Ich habe 1977- 1990 in West- Berlin gelebt und da auch ein paar Jahre als Maschinenschlosser im AEG- Kabelwerk in Lichterfelde gearbeitet. Die Betriebsschlosserei war fest in jugoslawischer Hand:
Meister Ungar aus Vojvodina
6 Gesellen aus Kroatien
2 aus Serbien
1 Bosnier
2 Deutsche
Die Herrschaften aus Kroatien begingen jedes Jahr festlich die Gründung des Ustasa Staates und den Geburtstag des Herrn
Pavelic. Der Umgang mit den nicht-kroatischen Kollechen
war entsprechend...
Will sagen: Über den Sezessionskrieg der 90'er habe ich mich nicht wirklich gewundert. Auch nicht dass das wiedervereinigte Deutschland der erste Staat war, der der Schweinerei zu einem offiziellen völkerrechtlichen Status verholfen hat, gegen den Widerstand der europäischen "Siegermächte". Es gibt halt Kontinuitäten...

K
kein zweiter
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kein zweiter
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K
Klaus Thörner zu dieser Seite: http://www.ca-ira.net/verlag/buecher/thoerner-suedosten.html

Davon abgesehen ist noch kaum ein Herumkommen um ausgewählte Magazine und Zeitschriftenarchive, wenn man die Zerschlagung Jugoslawiens doch schon wahrnehmen möchte.

http://jungle-world.com/artikel/2002/52/22634.html gräbt alten steampunk aus. Es will bestimmt nicht jeder so trocken reisen.

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Habemus Papam
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Original geschrieben von Sigi_H
Kann mich noch an eine Reportage erinnern, in der eine junge britische Ehefrau mit ihrem kleinen Kind im Arm ihren mit Ausrüstung bepackten Mann in den Irak verabschiedet hat mit den Worten: "I know it's important for you ... have fun!"

http://helloyahoomail.net/en/wp-content/uploads/2008/01/american-mother.jpg
[Linked Image von helloyahoomail.net]


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Superjunge
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hei
ich habe auch verdun besucht und kenne von reisen auch die schlachtfelder und riesige soldatenfriedhöfe in russland und der ukraine. 2 brüder meines opa´s liegen in russland.
ich habe immer wieder festgestellt das wir dafür geschaffen sind uns gegenseitig die fresse einzuschlagen. und wer´s nicht glaubt soll in seiner eigenen familie nachfragen. was hat der opa nicht alles erzählt ?! und von krieg in afghanistan zu sprechen , da ist es für unsere jungs gott sei dank noch weit entfernt ! bis jetzt sind es noch übergriffe ! ich kenne 2 russen (fallschirmtruppe ) und habe mich mit denen lange in russland über afghanistan unterhalten. die haben geweint ! die afghanen haben noch nicht mal angefangen zu kämpfen. ich hoffe unser jungs und ihre lächerlichen spezialeinheiten werden das nie erleben. habe auch russiche filme mitgebrach die nach orginal berichten gedreht wurden. so eine kampfwut und opferbereitschaft erträgt kein soldat aus der westlichen welt !
wir sollten schnellst möglich die finger davon lassen bevor es losgeht.

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