Hallo Thomas

also der Ölkanal, aus dem Zylinderkurbelgehäuse kommend, geht offen an der Trennfläche Zylinderkopf an Zylinderkurbelgehäuse, quer zwischen erstem Zylindern und Kettenkasten, im Zylinderkopf.
Wenn der Zylinderkopf gefertigt oder nachträglich bearbeitet wird, entsteht ein Grat am offenen Ölkanal. Dieser Grat drückt sich in die Zylinderkopfdichtung ein uns schwächt diese.
Jetzt wirken auf die Zylinderkopfdichtung, der pulsierende Verdichtungs und Verbrennungsdruck auf der einen Seite und auf der anderen Seite der pulsierende Öldruck, letzterer auf der schön langen offenen Wegstrecke.
Diese drei Dinge führen dazu, das die Kopfdichtung an der Stelle nachgibt.
Der Schaden äußert sich wie folgt.
Als erstes fängt im Leerlauf die Nadel der Öldruckanzeige leicht an zu tittern, wenn man das übersieht oder nicht deuten kann, dann treten Verbrennungsgase in den Ölkanal ein und die Hydrostößel fangen an zu klappern.
Wenn man auch das noch ignoriert oder nicht deuten kann, tritt danach, durch die größer werdende Undichtigkeit in der Zylinderkopfdichtung Motoröl in den Verbrennungsraum ein.
Dieses verbrennt dann und der Motor qualmt, wenn man Glück hat.
Hat man Pecht steht mehr Öl im Brennraum als im Verdichtungsraum Platz hat, was dann Aufgrund der Inkompressibilität von Flüssigkeiten zum Ölschlag und einem verbogenen Pleuel (Herr Euler sei Dank) führt.

Gruß

Thomas


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