und Kausalitäten zu beurteilen ist noch schwieriger.

Jeder hat so sein eigenes Interesse, bestimmte Dings so darzustellen daß er damit am besten arbeitet. Ist doch klar.
Die Heilpraktik aber arbeitet in fast allen mir bekannten Fällen mit Aussagen. Wenig, was nachvollziehbar, neutral nachprüfbar wäre. Jahrhundertelange Erfahrung ist jedoch ein Pluspunkt. Eine Forschung kann sich ein Fremder ansehen und, sofern Wissend, erkennen wo die Schwächen sind. Das machen auch die Leute, die entscheiden, was die Kassen uns bezahlen und bei beim IQUIG auch, beispielsweise. Wenn man denen nun vorwirft, die Ergebnisse nur zu gewissen Interessen auszuschlachten dann muß man auch hinnehmen, daß die Heilpraktik das genauso macht. Mag manchem zwar sympathischer sein. Im Kern dasgleiche.

Ich habe oft erlebt, wieviel die Psyche ausmacht. Ohne, daß das im Zusammenhang mit Erkrankungen stehen muß. Das tut sie mit uns jeden Tag, das ist GAR NIX besonderes (*). Ich habe von Leuten gehört, die Schlafprobleme durch einen Handyfunkmast bekamen obwohl der noch nicht angeschaltet war. Jemand im Ort hat sich beim Essenzubereiten in den Finger geschnitten, gemerkt hat er das nicht. Er hat nur das Blut gesehen und sich gewundert wo es herkam. Der Schnitt war es wert, genäht zu werden. Und das mitten in der Fingerkuppe - das soll mal ein Chirurg mit feinem Skalpell (bestimmt schärfer als das Küchenmesser) machen, die Schmerzen kann man sich vorstellen. Daran, finde ich, erahnt man was die PSyche vermag.
Wir suchen im Alltag Kausalitäten. Wir wollen ja verstehen und damit einschätzen was um uns herum und mit uns passiert. Muß was mit Überlebensstrategie zu tun haben. Und wenn wir eine Kausalität erkannt haben, dann glauben wir daran und finden erst Ruhe wenn sie zufriedenstellend bearbeitet wurde. In diese Kerbe schlagen die, die Rovervirus erwähnt hat.

BTW: das ist kein Pladoyer gegen Heilpraktik oder für Wissenschaftsmedizin. Sondern nicht mehr als eine Anregung.

(*) erwähne ich nur, weil Psyche bei uns im Lande immer mit diesen "weißen Mäusen" in einem Atemzug bedacht wird. Man fängt gesellschaftlich ja nur träge, aber immerhin an, das unverkrampft zu sehen. PSychosomatik ist ja? der semantische Kunstgriff, ein neues und "unverbrauchtes" Wort dafür zu haben, bei dem nicht alle bestürzt wegrennen smile

BTW: das mit den Jahrhunderten an Erfahrung erwähne ich, weil ich durchaus daran glaube, daß Akupunktur etwas bewirkt. Auch, daß es gleichwirkende Verfahren gibt. Das ist nu´ aber wurscht.


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